Dienstag, 22. Juli 2008

Mühlentalwanderung zwischen Dreisbach und Armuthsbach.

Die 25.zigste Wanderung in diesem Jahr hatte ich auf Grund der nicht guten vorhergesagten Wetterbedingungen in die Nähe von Bad Münstereifel gelegt. Bis zum Mittag war dann auch das Wetter den tapferen Wandern Wolfgang, Jürgen, Dieter und Gerd, noch hold. Zur Mittagspause erreichten wir um 13:00 Uhr eine Schutzhütte an der L74 zwischen Ohlenhard und Wershofen.
Der Startpunkt war an der Daubiansmühle, die wurde erstmals um das Jahr 1600 in der Chronik der Burg Aremberg erwähnt (Getreidemühle). Im Jahre 1809 "Tauben Johans Mühl" genannt. Anfang des 19. Jh. gehörte die Mühle drei Brüdern aus Ohlerath, danach wurde sie an Pastor Keuten aus Mutscheid verkauft. 1928 entstand in der Mühle, die am Armutsbach liegt, ein Gasthaus. Leider montags und dienstags Ruhetag.
Vom Parkplatz aus geht’s über eine Brücke den Wanderweg 2 und F folgend in Richtung Laufenbacherhof. Ein kurzes überqueren der Landstrasse, das waren übrigens die ersten wenigen Meter Asphalt, ging’s weiter durch das Dreisbachtal mit flachen Hängen und wilden Wiesen. Am Kreuzungspunkt der Wege 3 und 1 bergauf durch das Kirchtal erreichen wir zum Abwettern die oben genannte Schutzhütte. Bis dato wurden von den Mitwandern Plus – oder Minuspunkte der Streckenführung verteilt.
Von nun an ging’s bergab querfeldein über Weg Nr.4 bis zur Brücke am Armuthsbach, der einen makaberen Trittsteig aufwies.
Der Armuthsbach ist ein kleiner Bach, der südlich von Blankenheim entspringt, sich durch die Landschaft mäandert, und bei Schuld, Kreis Ahrweiler, in die Ahr mündet. Das Tal ist ohne Bebauung, zum Teil erfolgt eine landwirtschaftliche Nutzung durch Beweidung mit Rindern. Das Tal ist geprägt durch seitliche bewaldete Hänge. Die Weiden in der Talsohle sind sehr feucht und dadurch bietet sich eine reiche Nahrungsquelle für die sehr scheuen und seltenen Schwarzstörche, die hier langsam wieder heimisch werden. Gesehen haben wir keine.
Entlang des flach abfallenden Weges Nr.1 und 2 zum Ausgangspunkt unserer Montagswanderung. Zu guter letzt einige Meter Pflaster, noch eine kurze Schauer und nach 5.5 h und ca. 20 km war das Ziel erreicht. Die vier freien Plätze im Stammcafe in Bad Münstereifel am Bahnhof wurden in Beschlag genommen, und der nächste Tourleiter ausgelotet. Der allgemeine Kommentar lautete 1.5 Luschiwanderung, Pluspunkte sehr wenig Pflaster, viele Bänke, pünktlich Mittag. Mal sehen wo uns Wolfgang nächste Woche hinführt.

Dienstag, 15. Juli 2008

Warum ist es am Rhein so schön???

Jürgen, Ede, hat das Sagen und der Start ist in Oberwinter am Rhein. Aber wo ist der Rhein? Instinktiv fahre ich am Bahnhof vorbei bis fast nach Bandorf, ich entdecke eine Bank wo sich Franz dann die Schuhe anziehen kann, Pech für Dieter, der ist mit Hexenschuss zu Hause geblieben, endlich mal eine Bank, obwohl gerade wandern Linderung bringt. Ich entdecke ganz nebenbei ein Hinweis auf den Rheinstieg Richtung Norden. Aber wer das Sagen, bestimmt wo es lang geht. Erstmal Richtung Süden den Weg Nr. 3 nach Unkelbach. Jürgen mit Riesenschritten immer vorweg.
Franz und ich bleiben treu hinter der Karte. Da wird auf einmal unser Ausgangspunkt wieder sichtbar nicht weit weg steht das Auto, gerade mal eine Stunde vorbei. Jürgen meinte wir sollten die Zicken aufhören und ihm folgen. Weiter geht’s den Wanderweg 4 und 5 folgend Richtung Oberwinter. Nachdem wir dann steil ab am Rhein stehen geht’s wieder bergan. Eine Querverbindung auf dem Höhenweg hatten wir ignoriert und so ist mal wieder schwitzen angesagt. Die Pause auf Birkenstämmen in der Sonne und die Abschätzung wie viele Kilometer sollen wir noch gehen wurde abgeklärt. Der Vorwurf Luschi Wanderung wollte Jürgen nicht mehr hören. Aber weit gefehlt. Der Abzweig zum Rolandsbogen, diesen kennen Franz und Jürgen nicht, musste ich mit Nachdruck durchsetzen und das hatte sich auch gelohnt. Der Rolandsbogen ist ein verbliebenes Burgfenster von Burg Rolandseck. Der Bogen stürzte am 28. Dezember 1839 ein. Der Dichter Ferdinand Freiligrath, der von 1839 bis 1841 in Unkel wohnte, gab durch seinen Spendenaufruf in der Kölnischen Zeitung den Anstoß zum Wiederaufbau und wurde dafür 1914 mit dem Freiligrath-Denkmal am Fußweg vom Rheintal zum Rolandsbogen geehrt. Mittels der Spenden konnte der Bogen bereits 1840 wieder aufgebaut werden. Die Pläne zum Wiederaufbau steuerte der Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner bei.




Auf dem umgebenden Gebiet befindet sich seit 1929 ein Plateau mit einem Restaurant, montags und dienstags Ruhetag. Von dort bietet sich eine gute Aussicht auf das Rheintal, insbesondere auf das Siebengebirge mit Bad Honnef und den vorliegenden Inseln Grafenwerth und Nonnenwerth. Weite Sicht auf Siebengebirge. Eine SMS von Herbert meldet, er sieht von Andorra, auf 2600 Meter den Rolandsbogen und winkt uns zu. An großen Walnussbaum Wiesen vorbei geht es zurück nach Bandorf. Die Frage wie viele Kilometer waren das heute, konnte nicht so recht beantwortet werden. Jürgen hat einen neuen Schrittmesser, aber nicht die Bedienungsanleitung dabei. Meine Abschätzung mit dem Zeigefinger signalisiert mir 18 Km. Mehrmals rauf und runter von 09:30 bis 16:00 mit Pausen, da kommt das auch hin. Jürgen war dann auch davon begeistert, dass die montagabendlichen Tanzstunden ausfielen, wegen Ferien. Über die B9 durch die alte Bundeshauptstadt zurück nach Brühl. Schöner Tag mit super Wanderwetter und nun weiß jeder, warum ist es am Rhein so schön.

Montag, 7. Juli 2008

Auf den Spuren der schlafenden Vulkane. Wandern am Rande des Riedener Kessel.

Dieter hat das Sagen und will uns mal wieder die Erdgeschichte näher bringen. Deshalb hatte er eine Wanderung am Rande des Riedener Kessel ausgesucht.
Immer wieder wurde Deutschland zerrissen, zu Gebirgen aufgefaltet, abgeschliffen von Meeren überspült, von Asteroiden getroffen und neu zusammengefügt. Pflanzen und Tiere mussten sich dem ständigen Wandel unterwerfen, manche Arten überlebten, andere starben aus. Als Fossilien haben sie ihre Spuren hinterlassen. Kein Zweifel, Steine können erzählen.
Das hatten wir an der Grube Silbersand gesichtnah erfahren. Dieter erzählt uns auch immer einiges, was dann vor 30 000 Jahren passiert war, und in der Eifel jederzeit noch zu Vulkanausbrüchen führen kann. Dort brodelt es in 50 bis 400 Kilometer Tiefe, ein Magma-Reservoir. Der Boden um den Laacher See ist bereits in einem Kilometer Tiefe 70 Grad heiß. So heiß war der Tag nicht, aber immerhin Sonne und Wolken bei 18 Grad.
Da ist doch ein alter, neuer in der Runde, Norbert M, besser bekannt unter dem Pseudonym Piccolo. Der will in einigen Wochen auf dem Pilgerweg gehen und hatte sich neu eingekleidet und wollte seine Kondition testen. Der hatte aber keine Probleme, Franz unser 80 jähriger war wieder mit von der Partie und auch bei bester Verfassung.
Schöne Wanderwege leicht ansteigend, kein Asphalt, und an dem Ort Kirchwald in großem Bogen vorbei, wurde dann nach 5 Stunden und
19 km das Auto wieder gesichtet. Da bot es sich an im Cafe Riedener See, wo wir schon mal spontan die Hasenbrote im Rucksack gelassen hatten, ein Cafe mit Kuchen zu genießen. Der Neue, alte, Piccolo, kennt wohl schon die guten Regeln die sich so eingeschlichen haben. Ein wenig täuschen, zum WC und dann die Mitwanderer beim Ruf nach der Bedienung, alt aussehen lassen, ist schon alles erledigt. Danke schön. Da kommt dann die Bemerkung ja, hätte ich das gewusst, wären die Portionen größer gewesen. Nächste Woche hat
Jürgen ,( Ede ) das Ruder in der Hand, es geht ins Siebengebirge.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Eine Geburtstagsfeier im Freien, bei Kaiserwetter, Glück gehabt, einen Tag später heftige Gewitter.

Der liebe Heinz hatte Geburtstag, und der Wettergott hatte am 1.Juli in der Vergangenheit schon mal der einen oder anderen Feier einen Streich gespielt. Da war es beim 60.sten in der Feuerwache recht kühl geworden und die Reibekuchen wurden schon auf der Hand kalt.

Zum 72.sten hatte man nur Mühe das Bier zu kühlen. Viele Freunde und Verwandte hatten sich eingefunden um an diesen Abend zu feiern. Die spontane Singerrunde hat dann auch die Nachbarschaft den Klängen der Gitarre lauschen lassen.

Laut aktueller Jugendstudien (z. B. Zinnecker et al.: Null Zoff und Voll Busy.) haben derzeit knappe 60 % der Jugendlichen in Deutschland ein Vorbild. Bei der Mehrheit der Vorbilder handelt es um Prominente und Stars aus den Medien: Sportler, Sänger, Schauspieler. Mutter und Vater belegen aber immer noch den ersten bzw. zweiten Platz in der Hitliste der Vorbilder.
So ein Vorbild ist Heinz wohl für viele Freunde und Bekannte aus der Jugendarbeit. Noch wie vor mit den Enkeln toben, immer zu einem Spaß bereit, wie nach dem Pfadfindermotto „ Allzeit bereit“, so kennen wir ihn er kann nicht Nein sagen.
Herzlichen Glückwunsch und vor allem Gesundheit.