Montag, 24. September 2018

Metternich.


Herbstanfang auf der Villescholle.

Auf der Villescholle zwischen Kölnerscholle und Erftscholle sind mal Vorläufer des Rheins geflossen. Wie ist dieser erstaunliche Höhenunterschied von bis zu 152 hm zu erklären? Im Quartär gab es einen Wechsel von Eis- und Warmzeiten, dazu kamen intensive Hebungs- und Senkungserscheinungen: Die Villescholle hob sich dabei gegenüber der Erft-Scholle und der Kölner Scholle deutlich heraus. So hatten wir gerade mal 5 Höhenmeter zu bewältigen.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.6 Rheinbach, Alfter.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,2 km, 03:46 h, 5 hm
Streckenführung: neues Logo Eifelverein, Querfeldein um Asphaltstrecken zu vermeiden.
Wetter: Mittagspause 14,9,0 Grad C, trocken, Graupelschauer, merklich kälter.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, Wiesengrund, wenig Asphalt.
Unsere Tour beginnt am Parkplatz des Dorfvereinsgemeindehaus Metternich.
Erstaunlich wie viele Fichtennadeln den Boden bedecken. Das haben wir bis dato so nicht wahrgenommen, ein Blick in die Baumkronen gibt hier Klarheit. Das waren keine Kiefern sondern Fichtennadeln.

Die Waldwirtschaft auf den staunassen Böden der Ville-Scholle ist nicht unproblematisch. In der Vergangenheit wurden häufig nicht standortgerechte Bäume wie beispielsweise Fichten gepflanzt. Stürmen können solche Baumarten auf den durchnässten Böden nicht standhalten. Fichtenmonokulturen werden durch Borkenkäfer Befall bedroht, und der Klimawandel mit steigenden Temperaturen, langen Trockenperioden und immer stärken und häufigeren Stürmen gefährdet den Wald.
Herbstanfang war gestern und das spürt man heute, satte 10 Grad weniger als letzte Woche. Glück für uns an einer Verkaufsbude für Gemüse können wir einen schweren Graupelschauer abwettern. Der Slogan vom Café Lennartz, der feine Unterschied wurde von der Tour Leitung untermauert, mit den Hinweis, im Blogg ist fälschlicher Weise das Café immer mit I geschrieben worden, macht nix, leider gibt es keine Eissplittertorte mehr.

Montag, 17. September 2018

Eichen.


Spätsommer an der Madbachtalsperre.
Die Talsperre wurde Ende den 1930er Jahren zur Brauchwasser-Versorgung der Euskirchener Tuchindustrie gebaut. Der Bau wurde kriegsbedingt nicht vollendet, so dass das Fassungsvermögen statt der geplanten 300.000 nur knapp 70.000 m³ beträgt. In den 1980er Jahren war eine Fertigstellung geplant, die aber durch den Rückgang der Tuchindustrie nicht vollzogen wurde. 1996-1997 wurde die Talsperre technisch überholt. Der bis zu 9,10 m tiefe Stausee wird zum Angeln genutzt. Baden ist nicht erlaubt, ein Freikörper Fan kam während unserer Mittagspause zum Sprung ins Wasser.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.7 Bad Münstereifel.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  11,11 km, 03:00 h, 228 hm.
Streckenführung: örtliche Bezeichnungen, Hunnensiefen , Nummer 5, Hahnenbergerstrasse, am Salzberg, A3, A7,Peter Möhrer Weg Madbachtalsperre A3, A2.
Wetter: Mittagspause 24,9,0 Grad C, trocken strahlend blauer Himmel.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, schmale Waldpfade, wenig Asphalt.
Unsere Tour beginnt am Wanderparkplatz Hunnensiefen, hinter dem Ort Eichen. Hier liegen 3 Teiche hintereinander und ein Reiher muss alle drei verlassen bis die Wanderer im Flammersheimer Wald untertauchen.

Eigentlich wollte die Wanderleitung im Ort Scheuren starten, doch ab Queckenberg gab es keine Hinweisschilder mehr. Kein Navi dabei aber flexibel sein war dann das Motto. So ergab sich für den Wandertag die Situation das kein Ort durchquert wurde, sondern es hieß, ab direkt ins Grüne.
Ob aus Nord, Ost, Süd oder West das Waldgebiet ist so etwas wie eine zweite Heimat, mindestens in der Winterzeit, nach Urlaub oder kleineren Wehwehchen zur Schonung ein guter Einstieg in die nächsten Touren. Wenn das Ganze dann im Café Linnartz mit den jeweiligen Wunschtortenstücken endet,  ( Bienenstich, Aprikosenrihmchen, Eissplitter ) sind letztendlich alle zufrieden gestellt.

Mittwoch, 12. September 2018

Nideggen.


Vom Elbsandstein zum Buntsandstein.
Nachdem uns im August das Elbsandstein Gebirge so in den Bann gezogen hatte, wurde der herrliche Tag genutzt zu einer Wanderung im Buntsandstein bei Nideggen. Damenwanderung war angesagt.
Wanderleitung: Vadder.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.2 Rureifel.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,3 km, 04:17 h, 351 hm.
Streckenführung: Weg Nr.17 Richtung Leversbach, Engelsblick, Nr.42 Eugenienstein, entlang Einsiedlerklamm, Gut Laach, Nr.27,17
Wetter: Mittagspause 24,6 Grad C, trocken bedeckt.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, schmale Waldpfade, wenig Asphalt.
Unsere Tour beginnt am Wanderparkplatz in der Rather Straße. Die Tour geht dann in Richtung Leversbach leicht bergab. Die Feldwege erlauben es den Ort Rath und Leversbach zu tangieren und am Feldrain leckere süße kleine Pflaumen zu ernten, die Aussichten in das Umland sind top, Glesener Kippe, Rauchwolken vom Kraftwerk Weisweiler und der Knapsacker Industriepark.
Die Höhe Engelsblick gibt den Blick frei auf dass Staubecken Obermaubach. Die weitere Wegführung wählen wir so dass wir eine Weile auf den Höhenwegen unterwegs sind. In der Nähe der Einsiedlerklamm werden die Felsmassive der Namensgebung Buntsandsteinroute gerecht.
Noch zwei markante Aussichtspunkte auf die Burg Nideggen am Wanderweg Nummer 27 und ein wunderbarer Wandertag mit reichlich Muskelkater ist zu Ende.

Montag, 10. September 2018

Steinfeld.


Gleicher Name wie der Ort und dazu noch die Eifelbasilika.
Um 1070 erfolgte eine erste klösterliche Niederlassung. Steinfeld zählte zu den bedeutendsten Klöstern im deutschen Reich und bestand bis zur Säkularisation. Danach diente das Kloster verschiedenen weltlichen Zwecken, bis es 1923 von der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer übernommen und neu belebt wurde. So hatten wir am Ende der Tour das Kloster Café beim herrlichen Sonnenschein belegt.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.4/14 Schleidener Tal, Hellenthal, Schleiden, Gemünd
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  17,2 km, 05:00 h, 450 hm.
Streckenführung: Eifelsteig Richtung Steinfelderheistert, Kallbach mit steiler Abkürzung zum Pferdekopf, Durchquerung von Sötenich, Stolzenburg Eifelsteig Logo, über den Eifelblick Königsberg nach Steinfeld.
Wetter: Mittagspause 23,0 Grad C, trocken bedeckt.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, schmale Waldpfade, wenig Asphalt.
Unsere Tour beginnt am Wanderparkplatz Kloster Steinfeld Wir wandern an der Mauer entlang ins Kuttenbach Tal auf einem naturbelassenen Pfad inmitten einer sehr abwechslungsreichen Mischung aus Wald-, Panorama-, Tal- und Höhenwegen in Richtung Goldbach. Die Tour sollte eigentlich andersrum gehen, aber wir sind ja flexibel.

Vom Pferdekopf aus schweift der Blick weit über die Hügel der Kalkeifel und zum ehemaligen Bergbaurevier am Mechernicher Bleiberg. Den Pferdekopf als höchster Punkt mit neuer Schutzhütte zu erreichen heißt, es ist kein Schloss vor den Montagswanderern sicher.
Stolzenburg Die Ruine der sagenumwobenen Stolzenburg erhielt ihren Namen erst nachträglich auf Grund ihrer Lage hoch oben auf einer jäh in das Tal der Urft abfallenden Felswand auf einer Höhe von 450 Metern über dem Meeresspiegel. Das Wissen über die Geschichte der Burg ist allerdings eher spärlich. Die Ruine mit einigen wenigen Mauerresten lässt die wissenschaftliche Forschung auf eine mittelalterliche Burg schließen, die eventuell der Sitz des Geschlechtes derer von Sötenich war.

Das Eifelsteig-Logo führt uns über einen Pfad entlang der Trasse des Römerkanals hinauf zum Königsberg. Vorher werfen wir noch einen Blick in die Burg Dahlbenden. Die Burg wurde im 16. Jahrhundert um den Burghof und weitere Nebengebäude erweitert. Ein weiterer Ausbau fand im 18.Jahrhundert statt, wobei die Burg um den heutigen Burgpark erweitert wurde.
Die 1944 während der Ardennenoffensive diente die Burg als Hauptquartier des Gerd von Rundstedt.
Hier kann man bei einer Rast die Panoramasicht auf das Kloster Steinfeld mit seinen drei charakteristischen Türmen genießen.
Das erste Bild erlaubte diesen atemberaubenden Blick. Nicht umsonst zählt in der Nordeifel diese Eifel Blick zu einem der 45 beliebtesten. Vom Königsberg geht es mit dem Eifelsteig hinunter auf den Forstweg nach Querung der Landstraße zunächst parallel zur Straße kommen wir an einen schönen Rastplatz am Gillesbach. Nach einer Verschnaufpause leitet uns das Logo 60 Höhenmeter hinauf nach Steinfeld.

Sonntag, 2. September 2018

Berlin – Brühl.


Sonntags auf die Autobahn, nur zu empfehlen,wenn die Ferienzeit vorbei ist.
Die Zeit ist um und die Fahrtbedingungen optimal, bedeckt, kein Regen und keine LKW so kann man die Fahrt ins Rheinland angehen. Schön dass wir die Zeit in Berlin verbringen konnten und ein besonderes Dankeschön geht an die Gastgeber. Die Markise ist ausgefahren damit das schöne Wetter noch erhalten bleibt.

Samstag, 1. September 2018

Berlin – Bad Saarow. - Berlin.


Die Rauener Berge erklimmen.
Sie liegen südlich von Fürstenwalde/Spree, ihre höchste Erhebung ist 153 Meter hoch, da wurde wohl der höchste Baum mit Krone noch mitgezählt.
Berühmt und bekannt sind die Rauener Berge vor allem für die beindruckenden Markgrafensteine. 1827 wurde der größte Stein im Auftrag des preußischen Königs in mühsamer Handarbeit in drei Teile gespalten. Aus dem Mittelstück wurde eine Schale gebaut, die jetzt vor dem Alten Museum in Berlin steht, im Lustgarten.
Der Kleine Markgrafenstein, der nach der Zerkleinerung des Großen Markgrafensteins nunmehr der größte landliegende Findling Norddeutschlands ist, hat ein geschätztes Gewicht von etwa 280 Tonnen und ein Volumen vom 180 m³. Die Eiszeiten haben die Steine hier hergeschoben von Südschweden bis Brandenburg. Da kann man nur sagen Alter Schwede.
Ein stählerner Aussichtsturm mit 209 Stufen ist ein weiteres Highlight der Wanderung die sich Michael und Melanie ausgedacht hatten in der Hoffnung daß die beiden Alten das auch noch bewältigen. Dafür waren wir ja im Training in der sächsischen Schweiz.
Der Turm steht an einer der höchsten Stellen unweit der Markgrafensteine. Der Aussichtsturm ist 45 Meter hoch und bietet auf der Berganhöhe einen tollen Blick. Von dort aus kann man nicht nur den Scharmützelsee sehen, sondern bei gutem Wetter auch den Berliner Fernsehturm. Der Eintritt beträgt nur einen Euro und ist ganzjährig geöffnet, Zugang durch ein Drehkreuz.
Einmalig ist auch die Aussicht über Fürstenwalde und Rauen. Bei guter Sicht ist im Westen der Berliner Fernsehturm und im Süd-Westen das Tropical Island zu sehen.
Über Petersdorf entlang der alten Dorfstraße wird punktgenau das Auto erreicht. Zum Abschluss des Tages noch zum Hindi und der Rückreise steht nix mehr im Wege.