Mittwoch, 27. September 2017

Brühl

Ohne Worte, Futterstelle gefunden, nun geht es richtig zur Sache.

Montag, 25. September 2017

Wiesen.

Durch das Wildenburger Ländchen.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.4/14 Schleidener Tal, Hellenthal, Schleiden, Gemünd.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  12,0 km 03:09 h, 205 hm.
Streckenführung: Weg Nummer 2,1,3,1, Eifelverein.
Anspruch: leicht.
Wetter: bedeckt, Sonne, Mittag 16,4 Grad C.
Wegcharakter: zuerst asphaltierte Waldwege, befestigt, matschig durch Holzarbeiten, urig entlang des Pütz Baches.
Startpunkt der Tour ist ein Parkplatz in Ort Wiesen. Der Begriff Ländchen in der Karte Nr.4/14 erweckte die Aufmerksamkeit des Berichterstatters bei der Tour Planung. Das könnte eine Gegend sein die durch uns noch nicht erwandert wurde. Was sich im Laufe des Tages jedoch wiederlegen ließ, nach 672 Wanderungen ist nix mehr auszuschließen, da sollte man auch keine Wetten abschließen.
Ein Brüderpaar der benachbarten Herrschaft Reifferscheid hatte sein Erbe geteilt, und der jüngere, Philipp, ließ die Wildenburg erbauen und erhielt das bis zum heutigen Tag so genannte Wildenburger Ländchen als Besitz. Es war eine eher ärmliche Herrschaft mit landwirtschaftlicher Prägung. Wir wandern überwiegend durch Wälder über Wiesenwege und verkehrsarme Dörfer, durchqueren einige dieser kleinen Ortschaften. Manscheid, Winten, Kreuzberg und Oberschömbach. Hier ist am Wanderweg Nr. 1 Bank und Tisch im Sonnenschein und gut für uns zur Mittagspause. Hier wohnen???
Teilweise sehr schmale Wege, die nach tagelangem Regen etwas matschig sein können, beziehungsweise durch Holzarbeiten schwer begehbar, aber nun immer bergab entlang des Pütz Baches, geht es Retour. Wir stören drei Rehe die am Bach äsen und dann über den Berg das Weite suchen. Zu Beginn der Tour ging es entlang des Manscheider Baches hier sind Eisvögel angesiedelt worden, und zum Schluß hin entlang des Wolferter Baches.
Am Anfang und gegen Ende ist jeweils eine Steigung um 100 hm zu bewältigen, ansonsten ein leichtes welliges Profil. Die herbstliche Färbung ist zu erahnen und bei diesem Wetter ein Augenschmaus für die Seele, genauso wie die Eissplittertorte in Kommern, die von Herbert gesponsert wurde.

Samstag, 23. September 2017

Brühl.

Neue Gäste.
Sonst in Köln am Melatenfriedhof oder im Brühler Schlosspark zu Hause in den großen Platanen, nun zu Besuch im heimischen Garten.
Die 140-jährigen Bäume der Platanenallee im Schlosspark Augustusburg in Brühl sind altersbedingt und durch Pilzbefall erheblich geschwächt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit für Parkbesucher musste im Jahre 2006 über die Fällung oder den Erhalt der Allee entschieden werden, wobei letzteres die Sperrung der Allee bedingte. Ein wesentliches Argument für den Erhalt der Allee war die große Anzahl höhlenbrütender Vögel. Der Brutbestand von 11 Vogelarten wurde zunächst geschätzt.

Für Koloniebrüter wie Halsbandsittich, hier das Ergebnis mit 34 Halsbandsittich-Brutpaaren (BP), beachtlich und zwei kamen uns besuchen. Einer liebt Sonnenblumenkerne und Eiben Früchte, während der andere den Maisen Knödel entdeckt hat.

Montag, 18. September 2017

Billig.

Entlang der Römerkanalleitung.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.5 Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  15,4 km 03:52 h, 182 hm.
Wegführung: Weg Nummer 3, Römerkanalweg
Anspruch: leicht.
Wetter: bedeckt, Sonne, Mittag 13,4 Grad C.
Wegcharakter: Breite Waldwege.
Startpunkt der Tour ist ein Wanderparkplatz hinter dem Ort Billig, unweit von Euskirchen. Vorweg ist angemerkt, der Eifelverein hat ein neues Logo, bzw. Wegzeichen. Die alten Zeichen, bestehend aus schwarzen Keilen und Winkeln auf weißem Untergrund, werden in den kommenden Monaten nach und nach ersetzt durch ein einheitlich farbiges Symbol.
Ein mutiger Schritt für den traditionsbewussten Eifelverein. Das moderne Zeichen symbolisiert ein großes E für Eifel in den Farben blau für Himmel, grün für Wald und braun für Erde.
Die 35.000 neuen Markierungszeichen und 200 neuen Orientierungstafeln sind bereits an die Wegewarte verteilt worden und werden die Wanderer in frischer Optik den Weg durch die Eifel weisen. Die Aktion wird den Eifelverein 40.000 Euro kosten, ohne jegliche öffentliche Förderung. Eine weitere Herausforderung wird es sein, möglichst in einem absehbaren Zeitraum alle Wanderkarten des Eifelvereins auf die neuen Markierungszeichen umzustellen.
Nur fünf Kilometer von Euskirchen entfernt, also im Billiger Wald, waren bis 1985 Atomraketen in einer mehr oder weniger handelsüblichen Garage gelagert worden. In allen Nike-Stellungen in Europa haben die US-Amerikaner während des Kalten Kriegs atomare Sprengköpfe gelagert.
Die wurden von US-amerikanischen Soldaten rund um die Uhr streng bewacht. Mitte der 1960er Jahre waren belgische und US-amerikanische Streitkräfte der Flugabwehrraketen-Abteilung im Billiger Wald stationiert. Reste der Station sind auf dem Billiger Berg zu sehen. Sendeturm und Baracken. Nicht nur das, sondern auch ein weiter Blick auf das Siebengebirge.
In der weiteren Wegführung sieht man in der Ferne die Burg Zievel mit dem angrenzenden Golfplatz der an dem Wanderweg endet. Bis in Höhe Katzensteine ist das neue Logo mit Silikon an Bäumen oder Pfählen angeklebt.
Sehens- und erlebenswert ist der Hombusch, Mechernicher Wald, hier beginnt die 3. Etappe des Römerkanalweges, besonders gut zu erkennende Veränderung, was die Nutzung der Wasserleitung anbelangt.
Nach der Aufgabe der Wasserleitung und dem Ende der Römerzeit im Rheinland diente das Bauwerk vor allem im Hochmittelalter als Lieferant von Baumaterial. Steine wurden abgetragen und zum Bau zahlreicher Burgen, Klöster und Kirchen verwendet. So kann man sich ziemlich sicher sein, dass man bei diesen Bauwerken im Rheinland sehr oft auf Steine des ehemaligen Römerkanals stößt. In diesem Gebiet lassen sich noch sehr deutlich die Gräben ausmachen, die durch das Brechen der Steine entstanden. Der Rückweg geht unter der Autobahn A1 her in Richtung Lessenich, an Antweiler vorbei zum Startpunkt. Trockenen Fußes erreichen wir den Ausgangspunkt mit Weitblicken in die Landschaft.

Stockert und Bruder Klaus Kapelle ist deutlich zu sehen und die dunklen Wolken bestätigen die Wettervorhersage, am Nachmittag einzelne Schauern möglich, wir sind davon verschont geblieben.

Montag, 11. September 2017

Diefenbach.

Auf unbekannten Wegen.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.4/14 Schleidener Tal, Hellenthal, Schleiden, Gemünd.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,59 km 03:46 h, 288 hm.
Wegführung: Weg Nummer 8, querfeldein, Nr. 9, Nr.2, Nr.4, Nr.8.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt, Sonne, Mittag 12,8 Grad C, stürmisch.
Wegcharakter: Breite Waldwege, querfeldein, schmale Pfade.
Startpunkt der Tour ist das 15 Häuser Dorf Diefenbach zwischen Wahlen und Sistig. Zunächst leicht bergan über den Wanderweg Nr. 8. Die Wanderleitung gönnt uns nicht einen Besuch bei Trödel Waldi in Krekel, sondern abseits geht es querfeldein bis zur B 258. Über die sattgrünen Weideflächen mit hoher Feuchtigkeit, das sorgt für saubere Schuhe.
Die beschilderten Wanderwege ignorieren, nach dem Motto jetzt ist es vorbei mit der alten Leier da waren wir schon. Ein Vorteil, Wild kreuzt den Weg, Pilze ohne Ende, dafür steile Abhänge und zu überquerende Bäche.
Wenn man das Dickicht verlässt heißt es erst mal wo sind denn.

Am Steinfelderberg stoßen wir im Tal auf den Burgenwanderweg nach Wildenburg. Hier weisen viele Infotafeln auf die Bewirtschaftung der Landschaft vor vielen Jahren hin. Die gesammelten Steine auf den Feldern zu Haufen sind längst begrünt und der Terrassenanbau ist gut ersichtlich.
Am Auslauf des Manscheider Baches geht es steil an zur Wildenburg. Hier wurde des Öfteren der Jahresabschluss gefeiert. Kurz überlegt, wer war da noch regelmäßig mit wandern. 4 Freunde fielen uns spontan ein. Wir wurden mit lauten Rufen von einer Weide aus empfangen und zur Belustigung auf den Vornamen Häbäärt gab es ein Echo.
Die Fülle der Legendenzeichen in der Karte, Parkplatz, Burgruine, Weinglas, Aussichtspunkt und Kinderspielplatz, alles auf einem Punkt, war dafür verantwortlich dass wir die Schutzhütte zur Mittagspause verpassten, aber auch an dieser Stelle unseren Spaß hatten, wie im Video zu hören. Die abseits der Straße gekennzeichnete Hütte mit Zuwegung von zwei kleinen Strichen war schon passiert. So blieb die Rast auf Holz als Alternative über, vorhandene Bänke in diesem Wandergebiet waren der Art marode und nicht gerade einladend.
Über den Weg Nr. 4, 9, und 8 am Rande der Krekeler Heide wird Diefenbach erreicht. Ein Katzensprung mit dem Auto bis Marmagen. Lange nicht mehr im Kaffee Milz gewesen, dort kann man jetzt Eifeler Wildspezialitäten erwerben. 

Montag, 4. September 2017

Ahrbrück.

Durch das Dennbach Tal mit steilen Klippen.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.9 Das Ahrtal zwischen Schuld und Sinzig.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  14,2 km 03:52 h, 322 hm.
Wegführung: Weg Nummer 7, querfeldein, Nummer 8,4,3.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt, Sonne, Mittag 17,8 Grad C, morgens 11,0 Grad C
Wegcharakter: befestigte breite Wege, querfeldein.
Startpunkt des Weges ist direkt am Dennbach hinter dem Sportplatz Ahrbrück. Rechts des Tals Bachaufwärts ist uns alles bekannt, also links des Tals über den Weg Nummer 7 immer leicht bergan. Dieter hatte bei der Planung mit der Lupe berücksichtig das wir die Höhenlinien nicht queren sondern umrunden und so nach 2 Stunden Wanderzeit die 500 Meter Höhenlinie passieren. Dort verbringen wir dann auch die Mittagspause auf einem Holzstapel.
Holz ist hier genug gefällt worden. 360 Hektar also eine Fläche die sich ausschließlich im Besitz der Ortsgemeinde Kesseling befindet. Weite Flächen im Denntal, gehören bereits dem Pächter Cloppenburg im Tausch gegen eine Gewerbeimmobilie in 1A-Lage am Bonner Markt 14. So sollten die Schulden abgebaut werden. Die 360 Hektar vorgesehene Forstfläche hat einen Verkehrswert von 3,75 Millionen Euro. Der jährliche Ertragswert dieser Fläche aus Jagdpacht und Holzverkauf beläuft sich auf rund 40 000 Euro. Vielleicht sind deshalb neue gelbe Wegzeichen montiert.
Die Herbstzeitlose ist schon in voller Blüte und links und rechts des Wegs sind nicht nur die geologischen Highlights zu bewundern, sondern eine Vielfalt von Pilzen vielleicht zu sammeln. Unser Kenner wird dann im Kesselinger Wald in der Nähe des Hohen Nücks, abseits der markierten Wege wurde er fündig für eine Portion Pfifferlinge.
Hilfe im Wald, war eins unserer Gesprächsthemen und diese Hinweise waren auf dieser Route sehr markant. Die Recherche zu Hause war erstaunlich und die App ist nun auf dem elektronischen Begleiter geladen.
Hier das Beispiel von heute, die eigene Position wird angezeigt und die Rettungskräfte können diese ansteuern. Die Nummern sind also keine Telefonverbindungen sondern Hinweise auf den Ort. Bis heute nicht gebraucht, Gottseidank, ansonsten haben wir ja eine geheime Absprache, die unter uns bleibt. Nicht zu verschweigen ist der feine Unterschied, so die Werbung, im Café Lennartz. Eine schöne Wanderstrecke die auch Frauentauglich ist.