Mittwoch, 25. August 2021

Losheim.

 Kleiner Grenzverkehr.

Grenzverlauf an der B 265

Wo früher kleine und große Schmuggler noch Angst hatten vom Zoll erwischt zu werden, befindet sich heute der Ardenner Cultur Boulevard. Bei einer Wanderung am weißen Stein oder dem Themenweg 13 Quellen schon mal mit dem Auto tangiert und das Zentrum besucht. Da war bei Einreise nach Belgien noch Quarantäne als Pflicht bei der Rückkehr. Heute stellen wir erstmal das Auto ab, auf deutsche Seite, und gehen eine geplante Runde. Nach dem Motto vor dem Einkauf ist die Wanderung angesagt. Das war so gewünscht.

Rechts Deutschland, links Belgien an der B 265

Ein Spruch ist hier an der Grenze ein Thema. Die sich für Belgien entschieden haben, haben die Solo-Margarine im Frigo wenige Meter weiter haben die Leute Rama im Kühlschrank.

Wetterlage am Wandertag in Losheim

Die Landschaft am Rande des Zitterwaldes

Der Ardenner Cultur Boulevard liegt zwischen Hergersberg, Belgien und Losheim, Deutschland, mitten durch das Gelände verläuft die deutsch-belgische Grenze. Die Windenergie ist hier auf circa 665 NN Meter enorm, jedoch bei diesem Sonnenschein hat die Solarenergie Vorfahrt.

Losheim am Horizont, weite Weidelandschaft

Der Ort Losheim liegt unmittelbar an der B 265, die in diesem Bereich nahezu vollständig dem heutigen Grenzverlauf folgt. Die Wolken sind zu diesem Zeitpunkt auf belgischer Seite. Bis zum Forsthaus Losheim ist der Weg leider komplett betoniert, und das immerhin gute 5 Kilometer.

Der Kreisel am Losheimergraben 

Im Losheimergraben befindet sich eine der Quellen der Kyll und in unmittelbarer Nähe entspringt die Our, das Quellgebiet ist durch den dichten Bewuchs nicht einsehbar. Wir sind im Zitterwald der hier so in der Eifellandschaft benannt wird.

Die alte Trasse der Vennquerbahn

Unser Tourverlauf beginnt an Vennquerbahn und geht auf deutscher Seite bis zum Losheimergraben. Dann überqueren benannte Bahn, bestens ausgebauter Radweg, auf belgischer Seite in Richtung Eichelsberg. Das nächste Ziel ist Hüllscheid bevor die große Einkaufstour startet, noch einmal kräftig Bergan damit das Geld locker in den Taschen sitzt.

Montag, 23. August 2021

Kommern.


Nicht im November fotografiert, sondern heute

Kreuz und Quer durch den Eickser und Kommerner Busch.

Der Mühlenteich bei Kommern an der B 477

Im Naherholungsgebiet von Kommern, am Mühlenteich, geht die Tour los. Mal sehen wie es nach dem 14.Juli dort aussieht. Das Lokal Rodizio Grill mit Lateinmusik ist geschlossen und an der Zufahrt sieht man warum. Das abgelassene Wasser des Mühlenteiches war wohl zu viel für das tiefer liegende Gebäude. Am Nirwana Restaurant vorbei geht es bis zu einem Kreisel an der B 477. Der Bleibach ist nun breiter geworden und das alte Monument könnte auch mal einen neuen Anstrich gebrauchen. Sonst immer mit dem Auto schnell vorbei heute nutzen wir die Übergangsinseln in der Straße.

Der Kreisel zwischen Kommern und Roggendorf

Am Ende des Mühlenpark im Kreisel sieht man eine Lok und eine Lore, die aus der Bergbauzeit in Mechernich stammt. Die Lok hängt an einem gebogenen Betonträger, der den oberen Teil einer Spitzhacke darstellen soll. Das Loch in dem Betonträger weist auf die Abbaustollen im Bergbau hin. Der Betonträger ist in Richtung Mechernich gebogen. Der Bergwerksort fürs Blei, der heute noch Probleme bei den Kindern nach sich zieht, zum Beispiel verseuchte Spielplätze.

Waldkapelle bei Eicks

Der Eifelsteig führt uns bis an den Ortsrand von Hostel. Über die Via Agrippa geht es bis zur Waldkapelle bei Eicks. Ein 1782 errichteter klassizistischer Bau, nach vier Seiten offen. In der Mitte schlichte Madonna, seit langem Ziel einer Maiprozession. Neben der Kapelle das Grab des Freiherrn Geyr von Schweppenburg.

Nebengebäude schloss Eicks

Für uns steht heute als Punkt 1 als Interesse auf dem Programm, wie sieht es an der alten Wasserburg Eicks aus. Die Zufahrt ist schon erneuert und so gönnen wir uns eine Pause an dem schönen Anblick. Das Schloss ist seit über 500 Jahren im Besitz der Sybergs. Es wird heute noch von Nachfahren der Familie bewohnt.

gut gefüllter Wassergraben am Schloss Eicks

Kurz nach Mittag, etwas früher als die Vorhersage fängt leider der Nieselregen schon an und so wählen wir zum Rückweg den Wald und nicht die Freiflächen unterhalb des Freilichtmuseum.

von außen nass von innen kühl hm, Eissplitter

Da letzte Woche bei Quasten noch kein Eissplitter zu genießen war, wird heute ein erneuter Versuch gemacht. Über die Luca App angemeldet und das kleine Vergnügen mit leichtem Schnapszusatz kann beginnen. Nass geworden aber trotzdem das hat sich gelohnt.

Samstag, 21. August 2021

Steinfeld.

 Am 30.07. 2021 vom Königsberg gesehen, nun direkt dahin.

Kloster Steinfeld vom Königsberg 

Kloster Steinfeld am Haupteingang

Die zwei markanten Türme, ganz in weiß direkt vor uns. Die Anfänge sollen bis in die Zeit Heinrichs I. von 919 - 936 zurück zurückgehen. Die dem Kloster angeschlossene Basilika wurde zwischen 1142 und 1150 als eine der frühesten deutschen Gewölbekirchen erbaut.

Die Basilika

Die Opfergaben der Besucher am Sarkophag

In der Basilika sind in einem Sarkophag die Überreste des Heiligen Hermann Josef, und die Pilger legen Äpfel auf seinen Sarkophag. Nach der Säkularisierung 1802 diente das Kloster Steinfeld weltlichen Zwecken, bis es 1923 vom Orden der Salvatorianer übernommen wurde. Heute befindet sich in der gesamten Anlage die Akademie Kloster Steinfeld, ein Bildungs- und Gästehaus sowie ein Gymnasium.

mächtige Buchen am Eifelsteig

eine Vielfalt der Eifelschleifen in Umfeld von Steinfeld

Unsere Route haben wir so gewählt, dass es direkt an der Klostermauer entlang auf dem Eifelsteigweg in das Tal des Kuttenbachs geht. Die Wetterkapriolen vom Juli sind überall sichtbar. So ist manch kleines Bächlein zum Fluss geworden was wir in Diefenbach noch an den Sandsäcken sehen. Das Wegenetz der Eifelschleifen wird tangiert. Da gab es vorab Warnungen im Internet, hier ein Auszug.

Aktuelle Informationen zu den Eifelschleifen im Internet.

Wegen Unwetterschäden gesperrt:

Soweit das Auge reicht, Kneippwanderweg, Auf Tuchmachers Fährte, Auf den Spuren der Raubritter, Durchs Auelbachtal, Zum Kalkofen, Mülheimer Naturbachtal, Bergbauhistorischer Wanderweg, Sonnenglück, Tönnesbusch, Durchs Schleidtal, Burgenblick, Von Sternen und Römern, Kloster Schweinheim, Eselsberg.

Umleitungsausschilderung vor Ort:

Zum Bleibach, Vom Ferkelsberg zum Kuhberg, Fuchshöhle, Bleiberg, Jägerpfad, Frühstücksbuche, Himmel un Ääd, Berg und Tal.

Oberhalb von Steinfelderheistig auf Sistig

In Diefenbach haben wir den Kehrpunkt der Rundwanderung erreicht und es geht immer leicht abwärts bis Goldbach. Einmal quer zu den Höhenlinien und man sieht auch schon den Steinbruch bei Sötenich. Zunächst direkt voraus und später die Förderbandanlage in den Fels hinein.

Am Steinbruch bei Sötenich

Manchmal muss eine spontane Entscheidung herhalten, entweder auf der vielbefahrenden Straße wandern, oder im Wald vom Baum erschlagen werden, bei dieser Windstille eine leichte Wahl.

Wo ein Wille da ein Weg

Am Bahnhof Urft

Kühlschränke, Stühle, Bäume 

Weiter geht es entlang der Urft und hier sind die groben Aufräumarbeiten gemacht. Die Straße passierbar und die Häuser bzw. Garagen mit halben Wänden abgestützt und neue Fenster werden eingesetzt. Der kleine Bahnhof ist so zerstört das es noch eine Weile braucht wann hier wieder eine Bahn von Köln nach Trier fährt. An den Häusern sind die Türen offen und die Entfeuchtungsgeräte surren ohne Unterbrechung.

unsere geplante Route für den wohl letzten Sommertag

Die restlichen 2 Kilometer bis zum Kloster gehen bergauf und man gelangt direkt in den Garten der Stille. Yoga, Bücher lesen, zweier Sitzgruppen wer sich unterhält murmelt vor sich hin. Viele Hochzeiten im Kloster, ein Grund ist das einige Kirchen im Ahrtal nicht benutzt werden können. Selbstbedienung im Kloster Café, lange Schlange, kein Problem 2-mal Cappuccino Sahne und 2 Kaffee, und das zu humanen Preisen.

Montag, 16. August 2021

Katzvey.

Einmal links und rechts der A1

Die sogenannte Eifelautobahn, leider nur bis Blankenheim

In unmittelbarer Nähe zu Satzvey wünscht sich die Stadt Mechernich eine Auf- und Abfahrt zur A1. Schon 2008 hatte es einen Vorstoß gegeben. Der war beim Bund als zuständiger Geldgeber aber nicht auf Gehör gestoßen. Inzwischen kann Mechernich aber neue Argumente anführen. So soll in Satzvey im nächsten Jahr ein großer Park-and-Ride-Platz für Pendler entstehen.

Mechernich hat ein Gutachten in Auftrag gegeben. Demnach koste der Anschluss knapp vier Millionen Euro. Die Stadt will den Wunsch jetzt erst einmal an das Land herantragen. Mit dem Argument, was nutzt es, wenn man zum Beispiel am Bahnhof in Euskirchen ein neues Parkhaus hinsetzt, um die Pendler anzuziehen, die aber vorher noch mal 20 Minuten durch die Stadt fahren müssen.

Infos zum Römerkanalweg oberhalb von Lessenich

In Katzvey sind noch Reste der römischen Wasserleitung zu sehen, die aus der Eifel nach Köln führte. Außerdem liegt im Mechernicher Wald nordöstlich von Katzvey eine markante Felsformation, die Katzensteine.

Gute Ansicht der Wegführung am Parkplatz Katzensteine

Somit ist der Katzvey Parkplatz an den Katzensteinen, unser Platz für den Beginn einer Montagswanderung. Ein ausgesprochen Graffitifreier Plan als Wanderkarte direkt abseits der Bundesstraße und spontan ab in den Wald. Über den Römerkanalweg und den Themen Weg, Ab in den Wald, geht es bergan in Richtung Haus Hombusch. Bei der weiteren Route wird sichtbar wie ausgewaschen die Wege sind und wo das viele Wasser des 14 Juli hin gewandert ist. Der Ort Katzvey am Veybach wurde überschwemmt.

Wetterfront kurz vor Querung der A 1

Auf der Höhe von Weiler am Berg passieren wir die A1. Hinter dem Ortsende führt uns ein schmaler Pfad in Richtung Rißdorf. Der ist normaler weise an einem kleinen Bach entlang. Der ist versandet und nix mehr an einem Übergang von Bach zu sehen.

Hier war mal ein Bach, was heute in Rißdorf ankommt ???

In Rißdorf an der Kirche ist eine Erholungspause und dann entlang einer übergroßen Eichenallee geht es bis oberhalb von Lessenich. Hier treffen wir wieder auf den Römerkanalweg und unterhalb der Autobahn werden die berühmten Katzensteine erreicht.

Ein Teil der Felsformation Katzensteine, die Römer waren auch schon hier

Der rötliche Buntsandstein ist ca. vor 250 Millionen Jahren alt und dem Unteren Trias zuzuordnen. Die weitgeschwungene Schichtung an den oberen Felsen stammt von Flugsandablagerungen eines Dünenfeldes, die an den unteren Felspartien zu beobachtende Schrägschichtung grobkörnigen Sandsteins geht auf Ablagerungen eines Flusses zurück.

Den Abschluss der Tour wollen wir bei Eissplitter in Kommern bei Quasten ausklingen lassen. Keller abgesoffen, kein Eissplitter mit Schnaps, Corona Liste eintragen und um 14:02 Uhr fängt es an zu regnen. Alles richtig gemacht.

Samstag, 14. August 2021

Schavener Heide.

Am Wochenende freizugänglich.

Die Schavener Heide

Überbleibsel im Millitärgelände

Die Schavener Heide gehört größtenteils zu einem Truppenübungsplatzgelände der Bundeswehr, ist aber am Wochenende in der Regel frei zugängig. Die Schavener Heide wird geprägt durch ausgedehnte Heideflächen sowie Eichen-Birkenwälder und Mischwälder aus unterschiedlichsten Laub- und Nadelhölzern.

Infos am Parkplatz hinter Firmenich kurz vor Satzvey

Die Heide Landschaft

Als das belgische Militär die Schavener Heide 1977 als Übungsgelände endgültig aufgab, präsentierte sich das Gebiet von rund 400 Hektar zwischen Kommern, Schaven, Firmenich, Satzvey und Katzvey öde und ausgebrannt.

Die Fahrspur für enge Durchfahrten

Über Pützberg und Eulenberg kommen wir an den nördlichen Rand des Schavener Heide und wandern nun weiter nach Firmenich. Die einzelnen Übungsstrecken für das Militär ob Durchfahrtbegrenzung oder Geländestrecke sind beschildert und die Schlammlöcher sind gut sichtbar.

Am Biotop in mitten des Geländes

Eine Oase für den Reiher

Der Mutterboden war weggeschwemmt, der Wald zerstört, das Strauchwerk nur rudimentär vorhanden. Es begannen umfangreiche Rekultivierungsmaßnahmen. Seit 2001 steht die Heide unter Naturschutz und präsentiert sich als Landschaft mit einem besonderen Reiz und Refugium für Fauna und Flora.

Mittwoch, 11. August 2021

Monschau.

Auf an die belgische Grenze.
Das beliebteste Fotomotiv in Monschau, das Rote Haus, direkt gegenüber gibt es Dütchen

Im TV sind schon Aufrufe diese schöne Stadt zu besuchen, da hier keine Flutkatastrophe war. Man freue sich auf Besucher laut Tourismus Information so im WDR. Aktuell vom 02.08.2021 da viele Menschen der Meinung sind das hier auch die Rur vom Dauerregen ihre Spuren hinterlassen hat. Man sollte Einkaufen und die Restauration besuchen.
Die historische Altstadt
immer zu hören in den Geschäften, wir hatten kein Hochwasser

Treppen auf Treppen ab durch die Altstadt

Am Ufer der Rur, die mitten durch das Eifelstädtchen Monschau fließt, gibt es liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern Reihe an Reihe in den verwinkelten romantischen Gassen. Natürlich gehört Kopfsteinpflaster dazu. Das Rote Haus ein Patrizierhaus, im 18. Jahrhundert erbaut kann von der Blütezeit der Tuchmacherindustrie erzählen und ist ein beliebtes Fotomotiv. Monschauer Wolltuch stand in ganz Europa für höchste Qualität. 
Villa der Tuchmachergilde

Die Burg, hoch über der Stadt ist uns, den alten Pfadfindern aus dem Ende der 50 er Jahren als Jugendherberge bekannt, damals manche unangenehme Erinnerung vor allen bei Winterfahrten. Erbaut wurde sie Ende des 12. Jahrhunderts von den Herzögen von Limburg und bis ins 17. Jahrhundert kontinuierlich aus- und umgebaut worden. Unten im Tal angelangt, geht es los auf den Wanderweg. 
Der Weg des Gedenken
Gipfel der Ehrensteinsley
 
Der verläuft nahe der belgischen Grenze und hat die Bezeichnung GR 56 bzw. rot-weiß. Auf einer Länge von insgesamt 94 km verläuft ebenfalls der Weg des Gedenkens im deutsch-belgischen Grenzgebiet 30 Tafeln erinnern den Wanderer im Streckenverlauf an wichtige Ereignisse und Orte aus den Zweiten Weltkrieg wie z.B. die Ardennenoffensive, Schmuggel, Westwall oder der Angriff auf den Zug von Dwight D. Eisenhower in Bütgenbach. Der Weg steigt erstmal steil an bis zur Ehrensteinsley. 
In den Steinen die Urkräfte eingebrannt

Die Norbertuskapelle

Danach geht abwärts entlang der Rur. Schmale Pfade und sozusagen über Stock und Stein in Richtung Gut Reichenstein. Das alles unweit der belgischen Grenze. Da merkt man durch die Piepstöne der Netzanbieter auf dem Handy. Nach passieren der Vennbahn Trasse erreichen wir die Norbertuskapelle. 
Restauration Perlenau
Tische gedeckt, sonst keine Action

Im weiteren Verlauf geht es in Richtung Kalterherberg, ein Ort der oft genannt wird bei Wetterberichten im Winter, als kältester Ort in NRW. Nach Querung der B 258 wird die Restauration Perlenau erreicht, hier alles tote Hose, die letzten Bewertungen im Internet sind von 2018, teilweise sind die Tische noch eingedeckt. Über die Brücke an der Restauration geht es retour nach Monschau. 
Der Pfad zurück nach Monschau

Dütchen in der Kreation mit Sahne
 
Nach 3 Kilometer wird die idyllische Stadt Monschau erreicht. Voll hier, sehr viele aus Holland und Belgien da wird es schwierig gemütlich einen Kaffee zu trinken und das Treiben in den Gassen zu beobachten dazu die traditionellen Monschauer Dütchen, ein Biskuit Gebäck wahlweise mit Sahne, oder Eis, oder Kirschen so kann man den Tag ausklingen lassen.