Sonntag, 29. Juni 2008

Zum Geburtstag bei Marlis, in zwei Jahren hat sie immer Zeit.

Ja das ist schon etwas Besonderes wenn Marlis Geburtstag hat, weil noch in Arbeit und Brot sonst immer Ferien sind. Den letzten Geburtstag haben wir, Bruni und Gerd, mit Herbert und Marlis auf Elba gefeiert., und danach mit Heinz und Maria im Silbertal den 71.sten von Heinz.
Brunch, da braucht man nicht zu kochen, mal sehen was es da so gibt. Also nichts wie hin. Von Warm bis Kalt und leckerem Kölsch war alles vorhanden. Selbst Kaffee und Kuchen war so lecker das der Aufbruch einem schwer fiel.
Die besorgte Frage von Herbert, wer bleibt bis zum Endspiel hatte sich dann doch erledigt. Im Vorfeld hatte er technische Probleme mit Michael besprochen, um der Meute vorzubeugen. Man kennt ja seine Freunde. Eine Großbildübertragung bei dem Kaiserwetter wäre ja schon was Besonderes. Man kann dem Haufen ja doch nicht so trauen, wer bleibt wie lange? Zwei fleißige Gastgeber die sich liebevoll um das Wohl der Gäste kümmern, und das ist Ihnen auch gelungen. Obwohl man alle kennt ist doch immer wieder ein Verzell mit Neuigkeiten und Termin Absprachen von Vorteil. Wer ist wann in Urlaub, wo war wer in der letzten Zeit, und wann ist die nächste Feierlichkeit. Eine Menge muss man da schon behalten. Hier ein Beispiel: Dienstag wird Heinz 72, Freitag ist Doppelkopf, Freitag Gerd und Ria
zum Flieger bringen und schließlich Samstagfrüh das gleiche für Herbert und Marlis. Da ist dann noch Ende August“ Die Goldene“ von Heinz und Maria, man sollte doch einen Terminkalender, oder ein Black_Berry zur Hand haben. Ein Glück das unser Langzeitgedächtnis noch in Ordnung ist, Toi, toi, toi. Wenn dann der Frühschoppen von 12:00 bis 16:00 dauert, und man das Endspiel noch sehen will, kann man Tschüs sagen. War sehr schön und lecker, Danke schön und schöne Ferien.

O lala willst du eine Pizza.

Der Berlinbesuch am Monatsende kam mit dem Ferienflieger TUI zum Wochenendbesuch. Wie lange wollen die bleiben??? Ferienflieger. Interne Infos waren da, die zwei wollen Wolfgang am Freitag in Neuruppin besuchen und dann an der Ostsee ihren lang verdienten Urlaub beginnen. Wünsche gutes Wetter. Die Parkplätze am Terminal 2 in Köln-Bonn hatten sich geändert, und nun kann nicht mehr eine Person im Auto verweilen, um Parkgebühren zu sparen, sondern man muss jetzt durch eine Schranke zum Kurzparker. Also den Empfang andres gestalten, wir hatten ein Schild mit Großbuchstaben dabei. „ Assenmacher“, war eine gelungene Überraschung wie auf den Gesichtern zu sehen. Nach einem zweiten Frühstück
mit noch frischen„ Berliner Schrippen“
hat Melanie die Eltern besucht und wurde dort zum Pizzabacken verdonnert.

„ Übung macht den Meister“. Der Spiele Nachmittag im Wintergarten, wurde im ersten Spiel zu einer Katastrophe im Punktestand für mich. Da lag es nahe, noch eine Runde zu spielen. Die Freikarten für das Mittsommerfest des Kierberger Männerchor, die uns Jürgen hat zu kommen lassen ließen die Frage aufkommen was machen wir? Hin und Her gerissen, klönen und PC Probleme behandeln, doch dann

„Übung macht den Meister“

wie gewohnt, 2 Bleche mit Pizza backen. Vorab wurden dann noch Bruschetta, gereicht. Leckere selbst gemachte Pizza mit frischen Gartenkräutern, die Peter H. zur Verfügung gestellt hatte, von der Winterbepflanzung der Gräber, und reichlich Gaffel Kölsch hatten dann bis weit nach Mitternacht den Spiele Abend begleitet. Der Sonntag ist schon verplant, Marlis hatte Geburtstag, un do seme ingelaade, weil Sie erst in zwei Jahren sich zur Ruhe setzen will, ist dieser Ferientermin wie die Spritpreise ein Höhepunkt den man warnehmen sollte, denn danach ist alles in Urlaub.


Dienstag, 24. Juni 2008

Wer da nicht mit war ist selbst schuld. Monschau, frische Luft im Dreiländereck.

Da sind die daheim gebliebenen nur zu bedauern, wunderschöne Wasserweg –Wanderung bei sommerlichen Temperaturen hatte etwas für sich. Da ging Herbert los, fast so ohne Karte wie wir das von Wolfgang gewöhnt sind.

War der vielleicht Sonntag auf Vortour mit Marlis hier, falsch getippt, mit den Schwarzes ( Helmut und Dittgard ) im letzten Jahr. Die halbe Stunde früher aufbrechen hatte es in sich, im Rheinland schwülwarm, hier angenehm zu Beginn 11° C Grad und zur wohlverdienten Mittagspause gute 20 ° C Grad, da konnte man sich die Sonne auf den Pelz braten lassen. Die gewonnene Zeit musste man für eine Schlafpause nutzen, dem war auch so. Wären da nicht die leisen Laute von Insekten und Vögeln durch Dieters Schlafgeräusche untermalt worden. Wolfgang hatte derweil die Wache übernommen.

Nur 200 Stunden pro Jahr verbringt der durchschnittliche Deutsche an der Außenluft, 6.000 Stunden im Wohn-Schlaf-Bereich und etwa 1.800 Stunden am Arbeitsplatz. Das hat Dr. Joachim Schneider, Arbeitsmediziner von der Universität Gießen, errechnet.

Was lernen wir daraus. Arbeitsplatz entfällt, Schlaf brauchen wir, man wird ja älter, und Außenluft gibt es noch steuerfrei. Also los und montags an die frische Luft. Der Rundwanderweg mit der Nummerierung 100 hatte nicht nur schlappe 100 Höhenmeter, sondern auch ein gewisses etwas. Geht man hier etwa im Voralpenland am Fluss entlang?
Das Gut Reichenstein liegt fern ab jeder menschlichen Behausung, und wurde besichtigt. In der Norbertuskapelle haben wir dann als Dank für den schönen Tag noch eine Kerze entzündet. Nach dem Auffrischen der Rentnerbräune haben wir dann in Höfen, im ältesten Cafehaus der Eifel, erbaut 1650, mit unbehandelten Schiefersteinen erstellt, alle einen leckeren Streuselkuchen mit einem Schlag Sahne genossen. Der nächste Montag fällt für uns vier aus, weil jeder einen Termin hat, der sich leider nicht verschieben lässt.

Dienstag, 17. Juni 2008

Was hat Reissdorf Kölsch und selbstgebackener Erdbeerkuchen gemeinsam.

Sohn Gerd wurde am 16.06.2008 runde 40, und das Wetter lies es zu einen Grillabend zu zelebrieren.
Nachdem beim letzten Besuch zu meiner Überraschung die Hausbiermarke aus Heiniken bestand, war für mich Reissdorf besorgt worden. Pünktlich um 18:00 Uhr den Grill anheizen, den ab 20:45 Uhr Stand auf dem Programm Fußball. Fleisch und Fisch frisch auf den Grill, Salat und Soßen, und schon hat man mal wieder zuviel Kalorien zu sich genommen. Die Pänz sind für Lukas Podolski und Van der Vaart ist auch dabei.
Da holt Renate zum Dessert noch einen selbstgebackenen Erdbeerkuchen und der ist so lecker, das man mit den aufteilen nicht nachkommt. Noch einen Grappa für Papa und das Fußballspiel kann beginnen. Na ja gewonnen und Deutschland kann weiter spielen, nochmals herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die nächsten 40, die rein statistisch erreicht werden können.

Vertrauen ist gut, nach dem neusten Stand der Technik wandern.

Die Montagswanderung am 16.06.2008 hatte Wolfgang organisiert und da wurde der neuste Stand der Technik mal wieder gestestet.

In der Vorwoche hatte sich auf Grund von Kommunikationsproblem eine Zweier Gruppe aus Dieter und Wolfgang gebildet. Es soll ja noch Leute geben die am Telefon sitzen und auf einen Anruf warten. Na ja so konnten die Zwei über eine Menge Leute herhalten die nicht dabei waren. Dazu hatte ich übrigens mit Herbert in Berlin keine Zeit.

Wie uns das Foto vermittelt ist alles in fester Führungshand und man geht einfach dem Navi hinterher. Nach dem Motto, RWE, vornwegehen. Man hört schon mal eine Computerstimme jetzt abbiegen, die aufkommenden Zweifel der Mitwanderer in Bezug auf Richtig oder Falsch zerschmelzen, und hören auch nach kurzer Zeit auf. Souverän an der Ahr bergauf und bergab die Wanderzeichen spielten eine untergeordnete Rolle. Peter, Herbert, Dieter und Gerd folgten in respektablen Abstand.


Wir genießen also den Ruhestand, was nach Psychiater Aussagen eine nicht ganz unproblematische Phase ist. Ein sogenanntes „Retired Husband Syndrom „ stellt sich ein. Der plötzlich Unterbeschäftigte will sich arrangieren und trifft auf ein Minenfeld, ob zu Hause oder in der Freizeit. So weit lassen wir es nicht kommen, die Mittagspause genießen, SMS versenden, hier hatte Piccolo dazwischen gefunkt. Weiter gehts und dann die ein oder andere Pflanze mit einem Namen versehen. Ein Hinweis über das Verhalten der Vogelwelt wurde mit Schmunzeln und Erstaunen gelesen. Da ist doch der Hausrotschwanz schon um 03:30 aktiv. Hahaha.
Noch einen Schlenker über eine Anhöhe, damit man die Hohe Acht sah, und dann durfte der nachmittags Kaffee getrunken werden. Nächste Woche ist Herbert verantwortlich, und schon der Hinweis wir starten eine halbe Stunde früher. Wer das Sagen hat der hat das Sagen. Basta. Es geht nach Monschau und mehr wurde auch nicht verraten, da muß Dieter halt früher aufstehen. Da wurden spontan noch Wetten zu 5 Euro angenommen. Dieter hatte sich enthalten, gewonnen hatte keiner, hier die Doko.
Deutschland gegen Österreich
Peter: 3 : 1
Wolfgang: 2:1
Gerd: 2:0
Herbert: 0:1
Also der Jackpot mit 20 Euro wird in Kölsch investiert. Na dann Prost. Da geht Dieter leer aus.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Bilderrätsel.

Die neue Autobahn zum späteren BBI, heute noch Schönefeld, Ossiprovinzflughafen, ist ab Adlershof neu und dadurch von der Lindenstrasse in 15 Minuten zu erreichen. Das ist so wie Brühl nach Köln-Bonn. Die Anzeige spricht weder von Einstieg noch von Verspätung. Bitte Warten, was liegt da nahe, den Lab auf den Tisch und wie die jungen Wilden zu benutzen, mit dem Unterschied wir schauen uns Bilder an und keine Excel oder Word- Dateien.
Apropos sitzen, da ist doch 1 Stunde Verspätung angesagt, wegen Unwetter in Italien. Zu meinem Erstaunen ruft Bruni an, Top, die neusten Informationen einholen.
Platz 1 e f war schon über Web-Check-In reserviert, und ein Hinweisschild macht uns stutzig, hat sich da ein Fehler in die deutsche Wertarbeit eingeschlichen???
Ein Schampus und ein Früh und schon ist Köln erreicht. Nochmals Danke an die Gastgeber, war eine Wanderfahrt der anderen Art, mit Kaiserwetter von Anfang bis Ende und gute Erholung bei akzeptablen Preisen.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Auf Wiedersehen, abgetaucht.

Die BVG wurde auf Benutzerfreundlichkeit getestet. Haben da Rentner Probleme mit der U-und S-Bahn zu fahren. Vorweg, alles gut erklärt und ausgeschildert. Abgetaucht, auf wiedersehen heute war der vorerst letzte Tag in Berlin. Also los von der Station Kochstrasse zum Mehringdamm, und dann weiter bis Zitadelle Spandau.
Da ist Geschichte geschrieben worden, und die ist den Handwerklichen Museen liebevoll darstellt. Der Juliusturm vermittelt die Kampfesbereitschaft der Bevölkerung. Das Wetter hat sich noch gehalten, allerdings bei etwas kühleren Temperaturen als an den Tagen davor.
Eine Runde durch die Altstadt und ich finde auf Anhieb das Hotel Herbst, bzw. die alte Brauerei, wo ich Anfang der 90er nächtigte und den Tag in der Müllverbrennung Ruhleben verbrachte, wo es Probleme mit dem HD-System gab.
Der Dunkelheit entfliehen und nun die S-Bahn benutzen, damit der Abschied nicht so schwer fällt, bis Hackescher Markt fahren, und die Höfe mit der Gastronomie genießen. Na ja da stellte sich die Frage, was ist schöner der Westen oder der Osten? An der jüdischen Synagoge fallen die ersten Topfen und der Entschluss den Heimweg anzutreten fällt uns nicht schwer. Der Abschied dagegen sehr.
Da ergab sich beim Schreiben des Blogger noch ein kleines Jubiläum die Zahl 100 ist erreicht und alles hatte hier in Berlin angefangen. Da werden wir wohl im Flieger einen drauf nehmen. Das Kaiserwetter nehmen wir mit, und im August bringe ich das dann aus Köln wieder mit.

Dienstag, 10. Juni 2008

Von West nach Ost und umgekehrt. Bus-Tagesticket 248,100,200.

Nach der etwas feucht fröhlichen Nacht war ein Spaziergang notwendig. Über den Mehringdamm an der Currywurst 36 vorbei in die Bergmannstrasse und Friesenstrasse und die schönen restaurierten Kreuzberger Wohnhäuser ins Auge fassen. Über die Jüterborgerstrasse bis zum Südstern und dann in der Marheinike Markthalle eine Pause einlegen.

Jetzt wurde das Tagesticket AB für 6,10€ gekauft und ab zum Alex. Einen Stadtplan braucht man als Exilberliner nicht. Also in den
Bus 200 bis zur Michaelangelostrasse und dann von dort zum Zoologischen Garten das sichert einem im Doppeldeckerbus die erste Reihe. Da ist doch noch so eine zerstörte Kirche in Erinnerung, aus Besuchen in den Zeiten des kalten Kriegs. Und so ein großes Kaufhaus, dort gab es alles was die Welt zu bieten hatte. Das Kaffee Kranzler ist wohl nicht mehr vorhanden, sondern nur noch der Name. Die richtige Zeit an der richtigen Stelle sichert dann die Tour mit Bus 100 die einen anderen Weg zum Alex macht. Vom Nichtstun sind wir müde und entern um 17:00 Uhr die Wohnung.

Reichstag, Dom, und Rotes Rathaus und alles irgendwie verwandt.

Die Jugend ist arbeiten und die Alten müssen früh aufstehen. Aber warum? Der Besuch des Reichstags ist eine Altnative, da die Museen Montag fast alle geschlossen sind. Der Begriff die Rentner haben keine Zeit, trifft ein wenig zu, aber nur damit wir die Warteschlange nicht in Kauf nehmen müssen.
Für mich war es der Dritte Besuch, aber was soll’s. Anscheinend hat die Taube vom Aprilbesuch sich in der Kuppel eingenistet, Herbert hat mich ein wenig unglaublich angeschaut, als ich ihm erzählte dass man in den Himmel schauen kann. Das super Wetter ließ keine Kontraste zu dies zu dokumentieren. Schulklassen sammelten Informationen, weil wohl die Lehrer ihnen Aufgaben gestellt hatten. Die Dachterrassenaussicht hat uns dann das nächste Ziel vorgegeben.
Ab in den Dom. Na ja von der Grundfläche her etwas größer als unser Stolz in Köln, aber auch schöner??? Der Sonderpreis für Senioren hatte ein wenig zu Verwirrung gesorgt. Mit bestimmenden Ton Rentner, Senioren, wurde der Rabatt in die Kasse eingeben. Zu spät der Perso hatte da die Jahreszahl 1945, also noch keine 65, Glück für uns. Die audiovisuelle Führung untermalt mit schöner Kirchenmusik hatte die Stunden wie im Fluge vergehen lassen. Der Kuppelrundgang wurde wieder mal für fotografische Eindrücke genutzt.
Was hat das Rote Rathaus mit verwandt zu tun. Nicht nur ich, sondern auch Herbert hat Kontakt ( Klüngel ) in Berlin. Das muss man nutzen, einen Vetter als Chef in der Senatskanzlei besuchen und einen Eindruck vermittelt bekommen den man so einfach nicht mehr erhält, und das in unserem Alter. Die Frage, wo geht ein Rheinländer in Berlin ein Bier trinken war zur Chefsache geworden. Da wir schon einige urtypische Berliner Lokale kennen, mal ein leckeres Kölsch in der STÄV. Dass nebenbei da noch Fußball im Fernsehen war hat uns nicht gestört.
Es war da dann doch auf einmal schon dunkel und schau nicht auf die Uhr Nebensache. Günter war dann mal weg, hat richtig Spaß gemacht zu klönen, und wir hatten uns auf einen Alkohol Entziehungs- Spaziergang vorbereitet. Aber da doch noch was. Am Bodemuseum zurück marsch ,marsch. Die Unterlagen aus dem Rathaus plus Kamera liegen gelassen. Der Aufmerksamkeit der Bedienung ist zu verdanken, dass alles noch da war. Jetzt genug Taxi und ab in die Lindenstrasse der gute Nacht Absacker war vorprogrammiert.

Park Babelsberg, Holländisches Viertel, Sanssouci, Chagall

Ja Sanssouci können wir wörtlich nehmen, ohne Sorgen, leider fängt der 3. Tag schon wieder mit Kaiserwetter, und weil Sonntag ist, mit Sektfrühstück an.
Ein Buch mit Wandertouren, das ich am Herrentag in Brühl vorfand hatte mich neugierig gemacht und die sonntägliche Fahrt ging zuerst mal nach Babelsberg. Der große Park wurde nach englischem Vorbild in der ersten Hälfte des 19. Jh. Von Lenne und Fürst Pückler angelegt. Er diente als Sommersitz für den Prinzen Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm 1. Schöner alter Baumbestand mit Ausblicken auf die Glienicker Brücke und auf Potsdam.
Durch das holländische Viertel bummeln und einen freien Platz im Schatten für einen Eiskaffee ergattern. Da hatte dann doch der Gummibärchenladen geschlossen. Also merken, vielleicht werde ich im August dort mal reinschauen. Die Parkanlagen von Sanssouci hatten wir dann im kleineren Teil noch durchwandert. Die Rasenflächen waren auch hier braun, denn seit Pfingsten hat es in Berlin und Brandenburg nicht mehr geregnet, und das soll auch noch bis Mittwoch anhalten. Das Hauptwerk deutscher Rokokoarchitektur um 1745 von Knobelsdorff erbaut, präsentierte sich in neuem Glanze, Herbert kannte es nur trist und grau. Über die Landstrasse zurück nach Berlin, das hier aber schon hinter der Brücke beginnt, und für den Abend frisch machen, weil doch noch der Russe am Bahnhof Friedrichstrasse auf Besuch wartet. Nix mehr los in der Stadt, die Wochenendtouris sind weg, und dann ist da noch Fußball angesagt. Die Fanmeile in der Lindenstrasse wurde durch zwei treue Mitglieder unterstützt, da müssen doch in aller Frühe zwei Jugendliche arbeiten. Nach dem 2:0 noch einen Absacker, der 4. Tag in Berlin verspricht bei vollem Programm mit Kaiserwetter anstrengend zu werden.

Sonntag, 8. Juni 2008

Berlin, vom Wasser aus sehen.

Der zweite Tag in der Hauptstadt hatte mit einem für das Wochenende typischem Frühstück begonnen. Der Schampus fehlten ebenso nicht wir der frische Obstsalat. Ich kam in die Versuchung, zu Hause anzurufen und zu sagen wir frühstücken. Ein Programmwunsch von Herbert wurde in die Tat umgesetzt.
Im Martin-Gropius-Bau war eine Ausstellung mit dem Titel Der bedeutende Augenblick. Die Fotografien von Jewgeni Chaldej , der als Kriegsfotograf eine umfassende Bildgeschichte dokumentierte. Eins der bekanntesten Fotos ist wohl der Rotarmist mit der Flagge auf dem Reichstag, was schon als Ikone angesehen werden kann. Hier wurde damals auch schon manipuliert, hatte der Soldat eine Uhr oder zwei Uhren an. Genauso ein Bild mit Stalin der einen kleinen Jungen auf dem Arm hatte. Eine beeindruckende Ausstellung .

Das Abgeordnetenhaus des Berliner Senats gegenüber hatte noch Tag der offenen Tür und ein Forum von bekannten Fraktionsvorsitzenden hatte Zeit für eine Fragestunde. Hatten Zeit und sind dann schnell mal rein, sehen ob bekannte Größen sich dort tummeln.

Um die Mittagszeit waren wir dann bei strahlendem Sonnenschein bereit für eine 3.5 Stundenfahrt auf dem Wasser. Vom Wasser aus die Stadt zu erkunden und vielseitige Erklärungen zu hören bei einer entspannten Besichtigungsroute. Gegen Abend war dann das Nikolai Viertel für eine typische deftige Berliner Tafel, Im Nussbaum, mit Märkischem Landsmann an der Reihe. Den Schwenk über den Platz am Roten Rathaus mit denen sich zu dieser Zeit eingestellten Lichtverhältnissen hatte es Herbert angetan. Hin und Her laufend über die breiten Strassen, nur ärgerlich das er seine Spiegelreflex nicht dabei hatte,wurden Fotos aus allen Rohren geschossen. Da lag es nahe noch mal zu schauen wie der Rückbau des Palasts der Republik fortgeschritten ist, der hier im Hintergrund noch einige Stahlträger hat. Das obligatorische gute Nacht Bier auf dem Balkon durfte nicht fehlen.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Gebucht 04.11.2007 jetzt geht’s los.

Eine Idee beim Bier im Roddereck wurde in die Tat umgesetzt. Die Gastgeber sind vorab informiert worden, und der Juni in Augenschein genommen. Zwei Freunde machen sich auf nach Berlin. Herbert und ich werden einige Tage dort verbringen. Was ist Freundschaft? Freundschaft beruht auf Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung.
Am Vorabend kam Sohn Gerd noch auf ein Bier vorbei, habe mich sehr gefreut. Der verbrauchte das Wochenende auf einem Rockkonzert in Nürnberg.
Melanie rief an und meldete sich mit BBS, Berliner Baustellenservice, das war das erste Ziel des Berlins Trips. Den Baufortschritt des neuen Flughafen BBI, der in 2011 fertig sein soll hatten wir dann ins Auge genommen. Es waren nun schon die Bahneinfahrten erkennbar. Rauf und runter in die Baugrube und bestückt mit Arbeitskleidung und weißen Helm hatten wir uns eine Kennermiene auferlegt. Von der S-Bahn-Station Altglienecke sind wir dann aufgebrochen zum ersten Stadtrundgang. Der neue Hauptbahnhof war schnell erreicht und die vielen Touristen mit ihren Trolleys hetzten durch den Bahnhof. Da wir unser Gepäck im Auto lassen konnten, war der Stadtbummel locker anzugehen. Kanzleramt, Reichstag, Unter den Linden, Brandenburger Tor, Holocaust Denkmal und Potsdamer Platz waren die ersten Fotomotive.

Im Sony Center einen Eisbecher genießen und dem Treiben zuschauen, herrlich, es ist Sommer. An der Wilhelmstrasse die Exponate des Terrors studieren und dann aber ab in die Gästewohnung. Nach kurzer Verschnaufpause wurde in der Maybachstrasse ein Wochenmarkt der orientalischen Art besucht. So viel Orient kompakt hatten wir noch nicht gesehen. Die Versorgung der Abendveranstaltung auf dem Balkon war gesichert. Bis tief in die Dunkelheit wurde geklönt und ein Bierchen getrunken.

Dienstag, 3. Juni 2008

Nach Schuld auf Umwegen, wer hat schuld???

Die Wanderung am 02.Juni 2008 fing mit leichten logistischen Problemen an, Dieter hatte kein Auto, aber bis zur normalen Treffzeit war noch eine Weile hin. Jürgen stieg ein und er meinte ich schwitze jetzt schon, Heinz traute seinem Ischias nicht und Peter hatte keine Lust auf Pflaster. Na dann. Man sollte vielleicht doch ein Navi benutzen, vor allem wenn man eins hat. Treffpunkt in Heimerzheim war ja noch klar, sah aber am frühen morgen noch anders aus. Also leicht und locker bis Kreisel Effelsberg, da war ich dann der Meinung jetzt links ab und dann sind wir schon da. Denkste, schöne Fahrt durch das Sahrbachtal und jede Menge Kritik der Mitfahrer. Na ja um 10:15 war dann der Starpunkt erreicht. Da hatte dann Wolfgang das Sagen, PC an und immer hinter der „Karte“ bleiben, souverän die Strecke geführt, bis nach Reifferscheid. Immer wieder ein Blick ins Display und dirigiert, links rechts, gerade aus. Hohe Acht, Ahremberg, Schelkopf. Da wurde die Mittagspause an der Fatimakapelle bei Sonnenschein und 28 °C Grad zum Vergnügen. Der von Wolfgang beschriebene rote Wiesenhang war dann doch nicht mehr zu sehen.
Die Schönheit dieser hochgelegenen bäuerlichen Kulturlandschaft verdankt sich pikanterweise dem menschlichen Raubbau. Schon im Mittelalter lebten hier Köhler, die in großen Meileröfen Buchenscheite zu Holzkohle verbrannten. So entstanden ungeahnte Weitblicke über die offene, abwechslungsreiche Hügellandschaft. Ein faszinierendes Panorama mit Ausblicken in alle Himmelsrichtungen, die man hier nicht erwartet hätte. Selbst an Gewässern mangelt es in den verwinkelten Tälern nicht. Ein Geheimtipp für Naturliebhaber. Den hatte Wolfgang schon als Kind genossen. Zurück nach Winnerath mit leichtem Abstieg ließen bei leichten Winden die Temperaturen ertragen. Aber warum geht Wolfgang zweimal den Weg zum WC, denkste, er suchte den Wirt und hatte dann die Rechnung beglichen. Danke schön. Geburtstag kann er öfter haben. Nächste Woche heißt es wir fahren nach Berlin, Berlin, Berlin Herbert und ich sind dabei, der schonte sich noch von der Wanderfahrt, wir werden von Freitag bis Mittwoch in Berlin sein.