Die Hausbesitzer sind wieder eingetroffen. Mission
Blumenpflege und Versorgung der Spatzen erledigt. Die letzten Urlaubstage mit
den Gastgebern zusammen verbringen.
Berliner pflegen eine völlig andere Esskultur als
der Rest des Landes. Sie sind alleine schon deutlich spendabler, wenn sie ein
Restaurant besuchen. Das ist wohl auch eine Maxime der Gastgeber.
In den meisten Regionen Deutschlands wird man
verstanden, wenn man beim Bäcker einen Berliner kauft. In Berlin ist das
anders. Dort ist das ein Pfannkuchen.
Wir genießen ein Menü beim Rhiemers in Kreuzberg,
das Stammlokal der Gastgeber, in der Hagelbergerstraße unmittelbar bei Mustafas
Döner und Curry 36, dort ist in den späten Abendstunden immer noch Schlange
anstehen an der Tagesordnung. Wir werden am festlich reservierten Tisch
erwartet.
Das Wort Bulette ist in Berlin ebenfalls sehr
verbreitet. Kaum jemand spricht in der Hauptstadt von einer Frikadelle. Witzig
sind die Begriffe, die in Berlin weiterhin für Frikadelle genannt werden: etwa
Bäckerbraten, verzauberte Schrippe oder Kampfbrötchen. Zum Einstand der
abendlichen Runde gibt es für und Bergsteigerbrot mit Lachs serviert auf einem
Aquavit. Nicht nippen sondern kippen.
Des Weiteren ist eine Weinbegleitung für den Abend
im Programm, zuerst beginnen wir mit einem Winzersalat mit geröstetem
Schweinebauch, Walnüssen und Weintrauben, Lachsforelle mit Balsamicolinsen und
Estragon, gebratene Perlhuhnbrust mit Blumenkohl und Pfifferlingen, und last
not least eine süße Überraschung. Pappe satt, und bester Stimmung ging der
letzte Abend zu Ende, besten Dank an die Gastgeber für die Einladung. Mal sehen
wie der Jahresabschluss am schönsten Platz in Berlin wird.
