Montag, 31. Oktober 2016

Eicherscheid.

Zum höchsten Berg in der Gegend.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Karte Nr.7 Bad Münstereifel.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  11,5 km, 03:17 h Echtzeit 236 hm.
Wegführung: örtliche Wege, 3,2, A2, A1,gute Kennung.
Anspruch: leicht  Wetter: morgens + 9,0 Grad C Mittag + 15,0 Grad C, Sonne.

Start und Ziel ist der Wanderparkplatz Bodenbachtal an der L 165. Als Wandertipp diente ein Artikel in der Rundschau und in Vorbereitung eine Routenplanung auf der Kompass App. Punkt für Punkt einprogrammiert. Die Hoffnung war, dass die vielen Eingabepunkte die Wegführung sprachlich erläutern. Leider nicht, da wird mal eine Mail an den App Hersteller nötig. Entlang des Bodenbaches geht es leicht aufwärts bis zum Decke Tönnes.
Beim dicken Antonius verlöschen die Kerzen nie. Kranke oder in Not geratene suchen ihn ebenso auf, wie junge Paare, die dort eine Kerze anzünden und so um seinen Segen für die Zukunft bitten. Das ist keine Frömmelei, die Eifeler haben einen ganz natürlichen, tief verwurzelten Glauben. Eine Kerze beim decke Tönn anzuzünden ist für die Einheimischen dort ungefähr genauso selbstverständlich, wie das Schmieren des Frühstücksbrötchens am frühen Morgen. In bestimmten Situationen des Lebens gehört dies einfach dazu genauso wie unsere Trinkpause. Der Berichterstatter hatte ebenfalls frische Brötchen dabei. Der letzte Tag im Oktober war Bilderbuchtauglich.
Auf dem Höhenrücken durch den Effelsberger Wald über den Erft-Lieser-Mosel-Weg wird der Michelsberg mit 586,1 m ü. NN sichtbar. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet von Bad Münstereifel im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen. Der beim Stadtteil Mahlberg gelegene Berg gehört zum Eifelteil Ahrgebirge, dessen zweithöchste Erhebung er ist.

Weit reicht der Blick nach Südosten bis in die Vulkaneifel mit Hoher Acht, Nürburg, Hochkelberg und Aremberg. In Richtung Westen schaut man über die von Ackerbau geprägten Hügel der Kalkeifel bis hin zu den Mooren des Hohen Venns und den Wäldern des Nationalparks Eifel. Der Sender Schöneberg ist markant am Horizont, also Blicke bis ins Brohltal.
Das ist aber nur möglich wenn in der Planung der Tour eine Besteigung des Turms dank Vitamin B, sprich gute Beziehungen eingebaut ist. Zuvor wurde die sonst verschlossene Kapelle besichtigt. Für die Daheimgebliebenen hier einige Fotobeweise. Wir drei, Herbert, Dieter und Gerd waren live dabei.

links im Bild 4 Kerzen für die Stammwanderer

Der Michelsberg wurde schon von den Römern als strategisch günstig gelegener Aussichtspunkt genutzt. Später diente er den Franken als heidnische Kult- und Gerichtsstätte. Mit dem Bau einer Kapelle um 1500 erhielt der Berg seine Bedeutung als Wallfahrtsstätte der Michaelsverehrung und auch seinen heutigen Namen.
Locker immer bergab geht es an Mahlberg entlang des Schußbach und des Waldbach vorbei zum Ziel. Am Salzmarkt in Bad Münstereifel sehen wir das rege Treiben der Outlet Besucher und wir genießen die letzten Stunden des Tages die leider mit einem Stau auf der A1 endeten. Das hatten wir auch noch nie, ebenso wie die Turmbesteigung.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Nideggen.

Vom Hubertusmarkt in Bergheim zum Café Hallmann nach Nideggen.
Mit dem Hubertusmarkt in Bergheim ist die größte Kirmes im Rhein-Erft-Kreis verbunden. Nachdem wir gestern den gleichnamigen Markt in Brühl besucht hatten und dort auch einige Weihnachtsgeschenke ergattern konnten sollte am Sonntag der Markt in Bergheim ein weiteres Highlight sein. Enttäuschend geboten wurden zahlreiche Attraktionen der Schausteller, süße und herzhafte Köstlichkeiten und viel Pröll, keine künstlerischen Besonderheiten.
Wir reisen bei schönstem Wetter weiter nach Nideggen, was wohl auch viele wegen des Wetters sich vorgenommen hatten. Café Hallmann brechend voll und gerade nach ein Platz für Zwei. Der anschließende Spaziergang durch das romantische Städtchen war ein schönes Erlebnis.
Der Graf von Jülich, Wilhelm II. ließ von 1177 bis 1191 die Burg Nideggen erbauen, die bis zum 15. Jahrhundert die Residenz der Jülicher Grafen blieb. Der älteste Teil der Burg ist der Bergfried. Hier haben die Pänz als Kleinkinder in den Brunnen gespuckt um die Tiefe zu erkunden. Da besonders Graf Gerhard von Jülich Nideggen sehr zugetan war und auf die Entwicklung der Siedlung bei der Burg großen Wert legte, verlieh er Nideggen am Weihnachtstag im Jahr 1313 die Stadtrechte.
Doch die historischen Ereignisse der Geschichte gingen auch an Nideggen nicht vorbei und so verfiel die Burg mehr und mehr. Zerstört wurde sie bereits im Jahr 1542 im Erbfolgekrieg unter Kaiser Karl V. und weitere Beschädigungen folgten durch Ludwig XIV. im Jahr 1678 und ein Erdbeben im Jahr 1878.
1909 wurde die Burg dann erstmalig wieder aufgebaut und als Burgenmuseum genutzt. Aber dies währte nicht lange, denn im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg abermalig zerstört und anschließend ab Mitte der 50er Jahre wieder aufgebaut.

Freitag, 28. Oktober 2016

Brühl.

Tag der Brühler.
Kein neuer Feiertag. Freier Eintritt ins Phantasialand für Brühler, erforderlich einen gültigen Lichtbild-Ausweises mit eingetragener Adresse. Einen Tag voller Spaß und Abenteuer für die ganze Familie schenkt das Phantasialand allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Brühl. Auch in diesem Jahr möchte das Brühler Familienunternehmen allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Schloss- und Freizeitparkstadt Brühl mit dem kostenlosen Besuch eine besondere Freude bereiten.
Seit rund 30 Jahren am letzten Wochenende im Oktober gibt es einen erlebnisreichen Tag mit Action, Spaß und Abenteuern.
Es gibt viel zu entdecken. Ganz neu ist im Themenbereich Mystery ist die faszinierende Themenwelt Klugheim mit gleich zwei Achterbahnen entstanden. Die spektakuläre Attraktion Taron ist mit 117 km/h der schnellste Multi-Launch-Coaster der Welt und überrascht mit zwei Katapult-Starts. In seiner Bauart ist Taron auch der längste Multi-Launch-Coaster der Welt. Der aufwändig gestaltete Zug ist eigens für das Phantasialand nach dessen Wünschen konstruiert worden und ist somit in seiner ganzen Bauweise einzigartig.


Für Rentner reicht eine gemütliche Fahrt In Maus au Chocolat auf großer Mäuse-Jagd. In der neuen Wintergarten-Show, Eine Nacht im Museum erwachen die Ausstellungsstücke mit phantastischer Artistik und Tanz zum Leben und halten die Nachtwächter nach Herzenslust auf Trab. Ein Mix aus modernen Beats und Weltklasse-Akrobatik in der Arena de Fiesta. Schnell hinrennen, den die Zeiten zwischen den Shows sind eng bemessen. Relight my fire let's get loud mit neuen Songs und leidenschaftlichem Eiskunstlauf, der die Kufen zum Glühen bringt Bevor der Andrang zu riesig wird ist Mann bzw. Frau wieder zu Hause.

Montag, 17. Oktober 2016

Berrenrather Börde.

Rundweg in einer rekultivierten Landschaft.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Freizeitkarte Brühl und die Ville-Seen.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 11,8 km, 02:49 h Echtzeit 34 hm.
Wegführung: örtliche Wege, A 1 als Kennzeichnung nicht vorhanden.
Anspruch: leicht  Wetter: + 16,0 Grad C, ab und an Sonne, starke Bewölkung.
Unsere Tour startet am Parkplatz Zieselsmaarsee unweit der Ratsstätte Ville an der A 1. Die Berrenrather Börde liegt im Bereich des Villerückens. Hier begann bereits im 18. Jahrhundert in verschiedenen kleinen Gruben die gewerbliche Nutzung der Braunkohle. Mitte der 1960er Jahre lief der Tagebau Berrenrath aus und rund zehn Jahre später war die Rekultivierung abgeschlossen. In den 60 er Jahren war der Berichterstatter als Lehrling in dieser Gegend an den Signalanlagen für die Braunkohlenzüge tätig.
Die Berrenrather Börde ist wahrscheinlich das erste Beispiel für eine konsequente, vorlaufende Planung der Rekultivierung durch Landschaftsplaner. Heute liegt das rekultivierte Gebiet bis auf eine größere Erhebung im Durchschnitt ca. 5 m tiefer als das frühere Gelände. Die Reliefausformung ähnelt nicht mehr einem Höhenrücken, sondern einem ca. 35 m über dem übrigen Gelände liegenden Plateau. Eine Großflächig ackerbaulich genutzte Fläche, an den Außenhängen ein Waldgürtel.
Die heute in der Berrenrather Börde angesiedelten landwirtschaftlichen Betriebe verteilen sich auf die beiden neu entstandenen Siedlungen Weiler Berrenrath und Weiler Brüggen. Die Rekultivierung ist Bestandteil der bergmännischen Planungen, der nach dem Abbau durchgeführt wurde. Hochwertige Ackerböden sind flächenmäßig dominierend.
Eine Mischung aus Löss mit Kies und Sand aus dem Quartär waren die besten Startbedingungen für die Bodenentwicklung. Dieses Standardsubstrat ist im Villerücken für die forstliche Rekultivierung eingesetzt. Die Pappeln dienten zu Beginn der Maßnahme als schützendes Schirmgehölz. Reiner Löss, am besten kalkreich, ist die beste Grundvoraussetzung für die Wiederherstellung ertragreicher landwirtschaftlicher Flächen, wie sie für die Bördelandschaft charakteristisch sind. Im Tagebau Berrenrath wurde das Substrat im Nassspülverfahren aufgebracht.
Der Boden blieb locker, die Flächen absolut eben mit einem Minimalgefälle für die Oberflächenentwässerung. Außer im Tagebau Berrenrath wurde zuletzt nur noch im Südteil des Tagebaus Frechen die Methode angewendet. Eine schöne Tour, wenn ungünstige Wetterbedingungen angesagt sind. Von N.N. bei 135 Meter maximal auf 155 Meter an der Wilhelmshöhe, breite Wege, kaum Schwarzdecke, leider starker Lärmpegel durch die Autobahn, da brauchen die Nackt Bader am Zieselsmaarsee Ohrtöpsel.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Kierberg.

Magarethensee, Nordfeldweiher, Bleitreusee, Gruhlsee.
Wanderleitung: Vadder
Wanderkarte: Wanderkarte Erftkreis.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter: 8,0 km, 01:45 h Echtzeit 37 hm.
Wegführung: örtliche Wege, Agrippastrasse.
Anspruch: leicht  Wetter: + 7 bis 12 Grad C, Sonne.

Unsere Tour startet am Parkplatz in der Heimat, Kierberg am Friedhof. Die Wanderbedingungen sind den Brandenburgischen Seen ähnlich. Kaum Höhenmeter und viele Seen.
Traumwetter zur frühen Stunde, 09:30 Uhr, zu dieser Zeit sind die Hundebesitzer unterwegs. Ein Dutzend Tierfreunde waren trifft man und alle sind sehr freundlich. Bello bei Herrchen, bei der Wanderleitung Frauchen. In diesem Gebiet ehemaliger Braunkohlentagebau lässt sich gut abschätzen wie alt der Baumbestand ist, schließlich wurde hier mit den Pänz geradelt und gebadet.

Pünktlich zu Mittagszeit, Rheinischer Sauerbraten und handmade Klößen waren wir dann auch wieder zu Hause. Da kann der Tag noch genutzt werden in der Stadt ein Eis zu schlemmen.

Montag, 10. Oktober 2016

Nitterscheid, Hilterscheid, Mutscheid, Willerscheid.

Orte mit der Endung Scheid.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.7 Bad Münstereifel.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  15,37 km, 04:11 h Echtzeit 308 hm.
Wegführung: örtliche Wege, A1,A2, Nr.4, Nr. 3 keine Bezeichnung entlang der Strecke Schuld, Wasserscheide.
Anspruch: leicht  Wetter: + 11,1 Grad C, ab und an Sonne, starke Bewölkung.

Unsere Tour startet am Wanderparkplatz Kreisel Wasserscheide, hinter Bad Münstereifel an der L 165 in Richtung Schuld.
Herbstliche Wanderstimmung verbreitet sich noch nicht, alles im grünen Bereich. Ein kurzes Stück der Tour ist uns bis zur Sasserather Heide bekannt, deshalb heute der Ehrgeiz, unbekannte Wege zu erkunden. Die Ortsendung „Scheid“ ist auf den Begriff, -scheid oder -scheidt ein häufiger Siedlungsnamen- oder Flurname.
Flächen, die aus einem Waldgebiet durch Rodung ausgeschieden sind, also landwirtschaftlich schwer zu erschließende und kärgliche Berggelände zur Verfügung standen. So entstanden hier in der Gegend schöne Weitsichten.
Die erste Örtlichkeit ist Nitterscheid, von dort ging es leicht bergab, Weg Nr.4, in Richtung Hilterscheid. Als nächstes Ziel war Mutscheid in Augenschein genommen. Der Weg Nr.3 war so zugewachsen das wir einen Umweg machen mussten, und das noch über eine Straße. Vielleicht hat da ein Waldbesitzer aus Brühl seine Aufsichtspflicht nicht erfüllt.
In diesem Ort ist die Kirche überragend, sicher weil in den weiteren Orten keine vorhanden ist. An der Gaststätte Prinz halten wir einen kleinen Plausch mit einem Einwohner, Herr Prinz. Dieser kannte natürlich einen alten Arbeitskollegen, Josef F. und nun erzählte man sich so Einiges. Im Ort mit bei schlappen 100 Einwohnern sind zurzeit 11 Flüchtlinge privat untergebracht und schon voll integriert.
Hinter Mutscheid mit Blick auf Ellesheim werden wir bei der Mittagspause beobachtet, lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und genießen die aufkommenden Sonnenstrahlen.
Weiter zur Hardtbrücke durch das Glückstal nehmen wir Richtung auf Willerscheid. Glück beim leichten Anstieg, drei Rehe quert den Weg, wohl auch deshalb weil hier keine örtlichen Wege östlich der Landstraße vorhanden sind, unser Weg querfeldein.

Die Michelsberg Kapelle ist querab und unser Startpunkt in greifbarer Nähe. Ein Absacker bei Lennartz, viel erzählt zu zweit, das wird wohl nächste Woche so weitergehen. Beste Genesungswünsche an die Daheimgebliebenen.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Silberberg. Altenahr.

Auf den Spuren des kalten Krieges.

Der ehemalige Regierungsbunker im Ahrtal öffnete seine atombombensicheren Tore als Museum. Teilbereiche der Anlage stehen den Besuchern offen. Genau genommen 203 Meter von insgesamt 17 Kilometer. Für den Träger der Dokumentationsstätte, den Heimatverein Alt-Ahrweiler, ist dies Herausforderung und Verantwortung zugleich, denn die Mitarbeiter begleiten auf ihrer ca. 1,5-stündigen Bunker-Führung durch eine unterirdische Welt, die noch bis vor kurzem strenger Geheimhaltung unterlag.

In zwei Eisenbahntunneln im Ahrgebirge befand sich jahrzehntelang eines der wohl bestgehüteten Geheimnisse der alten Bundesrepublik. Der Regierungsbunker, in den sich im Krisenfall die deutsche Staatsführung aus dem nahen Bonn zurückgezogen hätte. Die Anlage brauchte zwischen 1960 und 1972 nicht weniger als zwölf Jahre, um überhaupt gebaut zu werden.
An dieser Kälteanlage war der Berichterstatter in den 80 er Jahren. Der Haupteingang war damals Marienthal hinter dem Kloster und die unterirdische Strecke wurde mit dem Fahrrad zurückgelegt, das alles natürlich nach ausführlicher Bescheinigung einer Sicherheits- und Unbedenklichkeit Erklärung, hier konnten sage und schreibe 3000 Mitarbeitern 30 Tage lang das Überleben sichern. Und die Weiterführung der Regierungsgeschäfte, vollziehen.

Angeblich das teuerste und geheimste deutsche Bauwerk aller Zeiten. Heute kann man einen Teil davon besichtigen. Und taucht ein mitten in die Zeit des Kalten Krieges, als der Eiserne Vorhang Europa teilte und das Bedrohungsszenario klar war zwischen West und Ost. An manchen Tagen kurz vor Zwölf.

Ein Zeitensprung in die Phase der Abschreckungspolitik. Es schaudert einen bei der Vorstellung draußen ist alles verschwunden und von hier werden TV Auftritte arrangiert. Ein Atombombenkrieg hätte die vergleichsweise beschauliche Idylle der Bonner Republik zunichtemachen können. Nicht jedermanns Sache, aber auf jeden Fall einen Hingucker wert ist aber auch das Mobiliar jener Zeit.

Hundert Prozent im Retrolook der Siebziger. Privaträume des Kanzlers und die Sitzgruppe des Bundespräsidialamtes sind noch erhalten.

Eine umfangreiche Dokumentation und Originalgegenstände am Originalschauplatz informieren über dieses Kapitel deutscher Geschichte, das Teil eines weltweiten Drohszenarios der Supermächte in Ost und West war. Seine Planung reicht bis ins Jahr 1950 zurück, Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer war vom Anfang an mit einbezogen. Federführend war das Bundesinnenministerium, das sich nach jahrelanger Standortsuche für zwei Eisenbahntunnel der ehemaligen, unvollendeten strategischen Bahn durch das Ahrgebirge entschied. 
Dort, wo 1962 am Kuxberg mit dem Bunkerausbau begonnen wurde, endet die Geschichte des Ausweichsitzes der Verfassungsorgane auch wieder und wechselt ins museale Zeitalter. Hier lag der Zugang zu den wesentlichen Bereichen der Regierung, die sich mit einer Überdeckung von bis zu 110 Metern im Innenteil befanden, so das Zimmer des Bundeskanzlers, das Bundespräsidialamt oder der Raum für den gemeinsamen Ausschuss aus Bundestag und Bundesrat. Mit der Fertigstellung 1971 war die Bunkeranlage auf 17,3 km gewachsen und umfasste 936 Schlaf- sowie 897 Büroräume. Nach dem Rückbau zwischen 2001 und 2006 sind 203m der ehemaligen Anlage als Dokumentationsstätte erhalten.