Montag, 27. Juli 2009

Wolkenlos.

Ein Fotobeispiel zeigt, um ca. 09:30 Uhr geht’s auch schon los. Kein Wunder bei über 200 km/h auf der A1 und Eingabe der Zielstrasse mit Parkplatz und Bank. Wenn das mal gut geht. Die gleiche Uhr werden wir dann um 15:30 Uhr wieder passieren.

Nach gut einer Stunde war von den Wegzeichen nix mehr zu sehen, und das sonst hilfreiche Navi leider zu weit weg.
Das macht ja auch im Grunde genommen nix, aber gleich zweimal an den gleichen Punkt zurückkehren, da musste die Mittagspause bei diesem wolkenlosen Himmel verkürzt werden, das war uns dann klar.
Das wir dann den Mühlenweg doch noch finden, blieb auch nach einigen Diskussionen unklar. Die Wanderwege sind dann von besonderer Schönheit, entweder zugewaschen, oder tiefe Spuren der kommerziellen Waldbestellung haben sich mit Wasser gefüllt. Von der Mittagspause aus hatten wir dafür einen sehr schönen Blick auf den Aremberg.

Der Aremberg ist einer der größten tertiären Vulkane der Eifel der sich hier einst mit schier unvorstellbarer Wucht durch das devonische Urgestein sprengte und seinen Basaltkegel direkt auf den Höhenzug setzte. Der 623 Meter hohe Arberg oder Ahrberg, wie er früher einmal genannt wurde, gab sowohl dem Dorf als auch dem Adelsgeschlecht seinen Namen. Die Einheimischen nennen Aremberg heute noch »Ärbersch«, der ist sehr eng mit der Geschichte des einst so mächtigen Adelsgeschlechtes sprichwörtlich verwandt.
Ein Google Earth Bild ersetzte teilweise die Wanderkarte und mutig durch Tore und über Zäune wird der Flugplatz Wershofen erreicht. Franz wird noch mit zwei Pflastern verarztet und unser Mühlenweg zeigt sich auch wieder von gut markierter Seite.
Ein Segelflugzeug wagt sich noch in die Lüfte und die dunkle Wolkenbildung in der Ferne hinter uns, veranlasst eine steile Abkürzung zum Ausgangspunkt. In einem Garten noch überreife süße Kirschen genießen und das langersehnte Eis ist willkommen. Einsetzender Regen verkürzte die Kaffeepause und nächste Woche wird sich Jürgen eine Tour aussuchen.

Samstag, 25. Juli 2009

Tanzen auf dem Rhein.

Komm mit an Bord, dazu hatten Ulrich und Roswitha eingeladen. Mit dem Katamaran Filia Rheni dem ersten Ausflugskatamaran auf deutschen Binnenwasserstrassen unvergleichlich schöne Stunden in gepflegter und moderner Atmosphäre erleben. Eine Fahrt mit Musik und Tanz. Fast alle des Montagstanzkreises waren dann ab 20:00 Uhr in Bonn auf dem Wasser bis Remagen, und hatten bei Musik und schönem Wetter die Landschaften an Steuer- und Backbord vorbeiziehen lassen.





Die große Kompassnadel als Tanzfläche wurde dann auch von mir und Bruni in Beschlag genommen und siehe da die anderen Gäste wagten dann auch ein Tänzchen. Muss also wieder einer anfangen. Beim zweiten Schlager füllte sich dann die Tanzfläche.





Welche Villen entlang der Route von welchen Leuten auch immer bewohnt werden wurde dann in Augenschein genommen. Eine davon soll den Gottschlacks sein. Viel zu schnell ging’s dann wieder Rheinabwärts. Die bunte Beleuchtung des Posttower signalisierte uns auch dann schon das Ende eines gelungenen Ausflugs.




Freitag, 24. Juli 2009

KTT soviel wie Kurztrip nach Trier.

Wenn man schon sonntags eine Vortour nach Steinfeld machen möchte, und diese auf Grund der Witterung abbricht, kann man ja auch mal bis Trier fahren. Gesagt getan, durch die wunderschöne Eifellandschaft an die Mosel.
In der Stadt der Trever besichtigen wir zu erstmal die Porta Nigra. Ein ehemaliges römisches Stadttor, das als Weltkulturerbe ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt ist. Der Name steht auch für schwarzes Tor und wurde um 180 n.Chr. als nördlicher Zugang zur Stadt Augusta Treverorum erbaut. Die dunkle Färbung ergab sich aus der Verwitterung des Sandsteins.
Durch diese alte Stadt schlendern und den Tag genießen war angesagt.
Ein Besuch des Trierer Dom wo die Fragmente des Heiligen Rock als Reliquie aufbewahrt werden war da ein Muss. Die Tunika Jesu Christi wurde mit wissenschaftlichen Methoden nie auf seine Echtheit untersucht. Urkundlich erwähnt wurde der Heilige Rock erstmals 1196. Das Bistum Trier übertrumpfte mit diesem Fund die konkurrierende Abtei Prüm, die im Besitz der Sandalen Christi war.
In Sandalen geht’s weiter durch die Stadt und in einem Cafe lernen wir, das Flieten mit Salat, als Hähnchenflügel gehandelt werden. Die nahen Ortschaften Irrel und Ferschweiler sind nun mal ins Auge gefasst und werden wohl mal für ein verlängertes Wanderwochenende herhalten müssen. Noch preisbewusst in Echternach tanken und leider ist der Tag auch wieder vorbei.

Montag, 20. Juli 2009

Wanderwege ohne Bezeichnungen.

Das Wanderziel für diesen Tag hatte der Berichterstatter ausgesucht und nach einigen Recherchen im Internet unter Google Earth, im Vergleich mit der Wanderkarte 4/14, die Krekeler Heide als Wandergebiet den Freuden zu präsentieren. Am Startpunkt des Klosters Steinfeld war da auch noch ein Hinweis auf die vielen örtlichen Wege vorhanden.
Danach wurde es schwieriger, derweil die 3 Mitwanderer ein enormes Tempo vorlegten. An Hand von fünf ausgedruckten Bildern von Google Earth konnte man sich dann einigermaßen orientieren. Da einige Wege nicht der landwirtschaftlichen Nutzung dienten, und überwuchert waren, erwies sich die Naviunterstützung von Wolfgang als sehr hilfreich.
Dem Wunsch von Dieter entsprechend wurde dann abgekürzt, da dieser pünktlich zu Hause sein wollte. Eine Anmerkung, das dies Sonntags angekündigt werden müsste, sonst drohe eine Bestrafung mit einer Kaffeerunde, hatte dieser dann spontan in Marmagen in die Tat umgesetzt. Viermal Kaffee mit Kuchen in der Bäckerei Milz, die auf eine 120 Jahr alte Tradition zurückgreift, ersparte uns den Griff in die Geldbörse.
Unser Pilzkenner Norbert hatte sich mal wieder einige Stellen markiert, die er noch mal aufsuchen will.

Die Mittagspause wurde dann von uns als Mietnomaden spontan in einer im Bau befindlichen Ferienanlage auf der Terrassenanlage in Beschlag genommen.
Die Heidelandschaft wäre vor einigen Jahren nach Abholzung der ertragsarmen Flächen mit Fichten verkommen. Der Naturschutz NRW war hier wohl sehr erfolgreich. Laut seiner Beschreibung sollten wir eine große Auswahl an Flora und Fauna vorfinden, dies hielt sich jedoch in Grenzen.

Klappertopf, Kreuzblümchen, und Kuckucks-Lichtnelken wetteifern um Bienen und Schmetterlinge. Heuschrecken zirpen und Insektenflügel schwirren. Die Sistig-Krekeler Heide im Kreis Euskirchen ist ein Paradies für seltene Pflanzen und Tiere.
So in einer Dokumentation des Naturschutz von NRW. Die etwas kühle Witterung und der Starkwind hatten dann doch wohl einige Tiere zum Faulenzen verleitet.
Bei Steinfelderheistert ist dann der Wanderweg als Kuhlehrpfad für die Allgemeinheit sehr gut ausgeschildert, und das Kloster macht Werbung für alternative Tierhaltung.

Montag, 13. Juli 2009

Auf den Spuren der römischen Eisenerzgewinnung.

Urlaubszeit, Reisezeit, wir wandern zu viert, Peter, Dieter, Gerd, und Norbert, auf den Spuren der römischen Eisenerzgewinnung an der Ahr. Start und Ziel ist der Wanderparkplatz an der
L 84 in Richtung Ramersbach. Über den historischen Wanderweg gelangten wir an eine rekonstruierte Römersiedlung zur Eisenerzgewinnung. Sehr schön mitten in den Ahrbergen gelegen und informativ gestaltet.
Weiter zur Schutzhütte Buchenrondell in der für Wanderer eine Toilettenpapierrolle gelagert ist. Das hatten wir so auch noch nicht vorgefunden. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch kein Bedarf signalisiert. Norbert sammelt junge Pfifferlinge und will sich den Fundort merken.
Über die Andertal-Hütte erreichen wir das Mittagspausenziel, den Steckenturm. Von diesem Turm hatte man eine Aussicht bis zum Kölner Dom und dem Siebengebirge. Er wurde 1914 erbaut und war im zweiten Weltkrieg eine Flakstellung. Nach seiner Zerstörung erfolgte der Wiederaufbau 1959.
Durch die Vielzahl der Wanderwege die sich hier kreuzen, konnten wir in der weiteren Wanderroute die Entscheidung einfließen lassen, abkürzen, auf Grund der sommerlichen Temperaturen die Streckenführung zu ändern. Herbert im Schottischen Hochland erreicht uns per SMS und teilt uns seine Wetterlage mit, 13° Grad und kalt.

Wir gehen in Richtung Lourdeskapelle und sehen dort eine schöne Grotte, die von außen eher einem Bunker gleicht. Das ist doch ein Grund einige Kerzen für die abwesenden oder die Familien zu entzünden.
Über einen schönen Waldpfad erreichen wir punktgenau das Ziel, wenn das kein Eisbecher wert ist. In der wunderschönen Altstadt von Ahrweiler mit seinen Fachwerkhäusern gönnen wir uns diesen. Stimmt es also das die nun täglichen Diskussionen über die Renten zutreffen??? Der heutigen Generation ging es noch nie so gut. Am Monatsende werden wir sehen was von der prozentualen Erhöhung übrig bleibt, bei Bruni ist es gerade mal ein Eisbecher. Da hätte ich das nachsehen, dafür werde ich dann nächste Woche eine Tour aussuchen.

Samstag, 11. Juli 2009

Van Dörp to Dörp mit Rad up Pad

Alle Nachrichten über das Wetter aus Radio, Zeitung und Tourismusbüro wurden studiert, dass ändert aber leider nix, morgens noch Schietwetter. Aber dann Punkt 11:00 Uhr geht’s los mit dem Rad nach Pilsum. Die Alte Brauerei Pilsum mit historischem Hintergrund hatte ein super Angebot für den Mittag auf der Karte:
Lauchcremesuppe, Gebackenes Steinbeißerfilet mitZitronenbutter, Kartoffeln, Salat und eine Tasse Kaffee für 12,80 €. Die Kids bekamen ein Eis.
Der schnelle Service brauchte einige Tische in die Familienposition, immerhin brauchten wir 8 Sitzplätze, und trotz Ausbuchung hatten wir dass Glück dort zu speisen.
Die anschließende Radtour bis Upleward mal mit Gegen-, mal mit Rückenwind war ein krönender Abschluss der Ferienwoche. Die insgesamt 28 km sind ohne Probleme bewältigt worden, und nun fällt es uns schwer das Zimmer für Nicole zu räumen. Da hoffen wir dass Max, die Hausente nicht vertreibt, denn wir möchten die doch auch noch mal füttern. Die Kiste Fisch ist leer, das Krusevice und Dithmarscher neigt sich dem Ende, Zeit nach Hause zu fahren. Der Staufreie Ostfriesenspieß machte es möglich zur Mittagszeit wieder zu Hause zu sein. Da gibts morgen beim Wandern einiges zu berichten.

Freitag, 10. Juli 2009

Klimahaus Bremerhaven 8° Ost.

Bei 13 ° Grad, Sturm und Regen besucht man entweder die örtlichen Hallenbäder, oder fährt nach Bremerhaven ins Klimahaus.
Ein Neuheit im Norden die an Schlechtwettertagen ideal ist zu besuchen, aber das denken dann doch viele. Entsprechend lang die Warteschlange wie auch unserer Anreise, immerhin 140 km. Als das Kraftwerk Unterweser in Sicht war konnte ich erklären noch einige Kilometer und wir sind da. Den alten Wirkungskreis rechts liegen lassen und durch den Wesertunnel ins Land des Beudel Buddelbier.
Immer entlang des achten Längengrades erleben Sie auf einer Reise die verschiedenen Klimazonen unserer Erde. Sie werden schwitzen, frieren, staunen und lachen, und vor allem Menschen aus aller Welt treffen und ihren Alltag kennen lernen. So in der Beschreibung durch die Ausstellung.
Über Bahngleise gelangten wir von Bremerhaven in die Schweiz, wo die Kinder an einer Plastikkuh melken konnten. Große Videoleinwände vermitteln hier einen Almauftrieb. Mit einer Gondel über die Berge fliegen und in Sardinen landen. Hier wird an Wäscheleinen entlang das Thema Saharasand behandelt. Danach wurde es heiß, durch Palmenwedel gelangte man in den Niger. Tatsächlich wurden hier die Umgebungstemperaturen simuliert. Auf einer Liege konnte man das Dorfleben in der Wüste nachvollziehen.
Durch den Dschungel in Kamerun mit Feuchte und Dunkelheit geht’s weiter in die Antarktis.
Praktisch eine riesengroße begehbare Klimakammer in der man in der Tat sich warm anziehen musste, und das Eis von den Wänden kratzen konnte.
Über einen Sternenhimmel gelangte man nach Samoa und in einer Kirche konnte man das entspannte Leben der Menschen dort nachvollziehen. In Alaska mit dem Quadt durch die Flüsse und zum Schluss auf einer Hallig Ebbe und Flut trotzen, und der achte Längengrad ist nach Stunden zurückgelegt.


Bei Fiedlers noch eine Kiste Räucherfisch kaufen und da ist der Tag auch leider wieder vorbei. Die abendliche Rommerunde wurde dann mit einem friesischen Nationalgetränk eingeläutet.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Schietwetter, Sturm, Regen. Zocken von Morgens bis Abends.


Als Gewinner der Zockerrunde hatte sich Wolfgang stehts in den Vordergrund gerückt. Die Albrechts hatten die Assenmachers vorgeführt.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Ruhetag mit Gymnastik und Spielen.

Die Damen machten sich auf ins örtliche Hallenbad zu morgendlicher Wassergymnastik, und die Väter spielten mit Anna und Julia oder am PC. Heute wurde erst mal der bekannte Wetterumschwung an der See beobachtet. Nach alter Regel, Änderung um 11:00 Uhr oder um 14:00 Uhr. Da hatte man Zeit den beschaulichen Ort mit der Kamera zu betrachten.


Unter den ostfriesischen Sielorten konnte Greetsiel sein Ortsbild mit den alten Fischerhäusern bis heute am besten bewahren. Im malerischen Fischereihafen liegen gegenwärtig noch 28 Krabbenkutter.

Die rechteckige Backstein-Sallkirche wurde zwischen 1380 und 1410 als Eigenkirche des Häuptlings Haro Edzardsna in zwei Bauabschnitten errichtet. Der eigentliche Glockenturm steht etwas abseits.
Abseits des Zentrums in einer Sackgasse nur mit berechtigter Zufahrt, aber sehr schön sind die angemieteten Ferienwohnungen, man könnte sagen der Clan hat die Strasse gemietet. Eine Ente frisst nun schon aus der Hand. Eine ausführliche Mühlenbesichtigung am Nachmittag mit Vorträgen des Müllers findet großen Zulauf.

Die Greetsieler Mühle Ost ist von 1706 und wurde aus Teilen der Auricher Wallmühle 1750 erneuert. Reinhold stand in einer Ecke und musste hören dass dort die alte Sackrutsche steht. Er ist ja von seiner Größe nicht zu übersehen. Über steile Stiegen gelangen wir zur Galerie und erfahren dort, dass es sich hier um eine Kopfmühle handelt. Man konnte dadurch die Gebäude höher gestalten und der Kopf war alleine den Windkräften ausgesetzt. Noch mal durch den Ort schlendern und das Treiben im Hafen beobachten. Der Dampfer Greetchen legte im Hafen an, von seiner Fahrt bis zur Schleuse, und Spaßes halber haben wir mal gezählt wie viele Frauen und Männer im Rentenalter mitgefahren sind. Erschreckend von 40 Frauen waren gerade mal 4 Herren. Was lernt man daraus. Die Damen sollten die Herren pflegen.

Dienstag, 7. Juli 2009

Ostfriesland erkunden, mit Radwanderkarte, Teil 2.

Geographisch wird die ostfriesisch - oldenburgerische Halbinsel im äußersten Nordwesten Deutschlands als Ostfriesland bezeichnet. Zur Region gehören die der Küste vor gelagerten Inseln sowie der Festlandbereich, der in Marsch, Geest und Moor gegliedert werden kann. Heute war die Erkundung der Stadt Norden angesagt.
Vom malerischen Greetsiel 20 km per Rad.
So ein Mist nach dem 1/3 des Weges fängt es an zu Regnen, und kurze Zeit später donnert und blitzt es. Einmal nass immer nass, macht die Anna nass, und die anderen ebenso. Verfluchte Technik kein Handyempfang. Wir alle beschlossen zurück zu fahren. Die Hagelkörner peitschten uns ins Gesicht. Einen Vorteil hatte dieses Wetter, die Räder wurden sauber, und wir hatten frisch geduscht. Kurz vor Greetsiel kam dann die Sonne wieder zum Vorschein. Nach dieser unfreiwilligen Dusche gab es eine warme Suppe. Die Hausente Elly mußte sich mit Brot und Wasser zufrieden geben, im Laufe der Woche ließ sie sich aus der Hand füttern. Gott sei dank saßen wir in der schönen Ferienwohnung, draußen tobte das nächste Gewitter.
Der Tag war gelaufen. Am Nachmittag wurde die Shoppingmeile besucht, wenn das so weiter geht, wird der Geldbeutel schmaler, und dann ist der Urlaub bald vorbei.
Ein Besuch in der alten Mühle nach Ausschau für besseres Wetter folgte dann auch noch.

Bei diesem Blog hatte Julia den Text vorgegeben, glücklich strahlend mit ihrem neuen Kuscheltier, selbstverständlich ein Schaf, leider in der Wohnung kein Internetanschluß, so wird alles in Word vorbereitet und zu Hause nachgetragen.

Montag, 6. Juli 2009

Ostfriesland erkunden, mit Radwanderkarte.

Bewölkt, leichter Wind, und Sonnenschein, da macht doch das Radfahren Spaß, oder??? Von Greetsiel bieten sich Tagesausflüge geradezu an. Zuerst mal nach Pilsum um die Kirche zu besichtigen. Gleich zweimal wird das Schild Eingang wahrgenommen, aber alles verschlossen. Weiter geht’s einem Hinweis nach, wie hier in Friesland oft zu sehen, Hofladen. Im Zickzack Kurs mal mit Wind mal weniger erreichen wir den Käsehof Rozenburg. Einige friesische Produkte kaufen und mit diesem Proviant kann die Radwanderung fortgesetzt werden. Wieso heißt es „Wanderung“, das merken wir an einer Kreuzung. Mit Karte in der Hand und vor Augen ein Schild Sackgasse, sowie in der Ferne den Deich als Ziel, wagen wir uns durch eine leicht andeutungsweise Fahrspur in ein Rapsfeld. Zuerst hatte das ja noch Spaß gemacht, das Rad zu schieben, aber je weiter das Ziel Deich vor Augen kam, umso höher wurden die Pflanzen. Einmal Bruni vorne, einmal Gerd vorne kämpfen wir uns durch die Pflanzen, es fehlte einfach eine Machete. Die Idee leicht rechts, wo das Feld zu Ende ist, eine Wiese zu überqueren, mit der Verlockung die Tortur ist zu Ende, erwies sich als Trugschluss. Ein vorsichtiges rantasten und schon war man Knöcheltief im Modder. Also zurück, was selbstverständlich bei Julia keine Begeisterung auslöste, die sehr tapfer durchgehalten hatte und wir erreichen wieder das Schild Sackgasse. Keine Kompromisse ab nach Hause, Schnauze voll. Die Eindeichung der Marschen an der Küste, die Kultivierung der Moore (Fehnlandschaften) und auch die landwirtschaftliche Neuordnung der Geestflächen hat eine Landschaft mit vielen Besonderheiten hervorgebracht. Diese hatten wir dann heute erstmals gründlich kennengelernt.


Die spontane Idee einen Grillabend zu gestalten wurde dann in die Tat umgesetzt. Wie man sieht hatte es den Damen gemundet.

Sonntag, 5. Juli 2009

Sektfrühstück und Geburtstag.

Geburtstag in den Ferien ist schon etwas Besonderes. So konnten wir alle in den frühen Morgenstunden der Julia zum 10. Geburtstag gratulieren.
Strahlend nimmt Julia das Geburtstagsständchen auf, und die Erwachsenen hatten endlich einen Grund gefunden den Sekt zu öffnen. So ein Mist, wenn man erst die Geschenke nach dem Frühstück auspacken darf, aber dafür hat Julia heute das Sagen, und das den ganzen Tag. Wenn möglich sollten alle Wünsche erfüllt werden. So muss Bruni und Ich mit aufs Rad am Deich entlang. Die Frage verlernt man Rad fahren wie Schwimmen wurde erst gar nicht diskutiert, da muss man durch.


Eine Vogelschutzstation wird angesteuert und der stillgelegte Leuchtturm von Pilsum. Weiter am Deich entlang ist die nächste Station die Schleuse von Greetsiel, am Leysiel. Einige Boote verließen den Hafen und so konnten die Kinder den Schleusvorgang erleben. Zu einem weiteren Erlebnis wurde dann Julias Einladung zu einem Eis direkt am Hafen wo das sonntägliche Konzert, von Chanty - Chor zu verweilen einlud.



Die Sonne lacht von Himmel und Julia fühlt sich sichtlich wohl die Gäste zu verwöhnen, und man merkt ihr an, das ist Ihr Tag. Was können wir da noch für den Abend erwarten??? Eine Einladung ins Gasthaus „ Zum alten Siel“ am Abend, wurde zum Highlight. Das der Berichterstatter die Seescholle bekam, und Hermine den Lachs hat dem lustigen Abend nicht geschadet. Schade war dagegen die friesische Spezialität „Bontjesupp“, Rosinen mit Schnaps.
Die Rosinen brauchten wir nicht zusuchen, dafür aber den Schnaps. Dies ist wohl eher was in der Winterzeit. Süß bis sehr süß, trotzdem teilweise ausgetrunken, den wat mut dat mut. Ein dezenter Hinweis von uns zur Kellnerin, das da wohl die Mischung nicht so in Ordnung war, hatte sich gelohnt, ruckizucki nicht gebongt. Bei der Menge Rosinen war dann ein kleiner Spaziergang notwendig, bevor noch einige Spielrunden dazu beitrugen, das die Pänz müde worden. Ein wunderschöner Tag und Julia noch mal alles alles Gute zu Geburtstag und vor allem Gesundheit.





Samstag, 4. Juli 2009

Moin in Greetsiel.

Eine Idee mit Folgen. Die Großfamilie Albrecht trifft sich in Greetsiel zum Urlaub mit Kind und Kegel.
In Briefen aus dem Jahr 1388 (Ocko tom Brock) wird Greetsiel das erste Mal urkundlich erwähnt. Hamburger Schiffe lagen damals im Hafen von Greetsiel vor Anker und hatten Zoll zu entrichten. Der Ort wurde von der Domäne Appingen aus unter den Häuptlingen der Cirksena gegründet. Während Appingen an Bedeutung immer mehr verlor, wurde Greetsiel zum Häuptlingssitz.
Für eine Woche ist in den angemieteten Häusern noch Platz für Bruni und Gerd. So kann Wolfgang den Häuptlingsvorsitz übernehmen. Bei heute 1500 Einwohnern kommen zuerst noch mal 8 Personen dazu.
Ohne Stau und richtig entspannt, trotz Ferienbeginn geht’s über die A 31 nach Greetsiel. Die Spritsparende Fahrweise sollte nicht dazu beitragen als Erster vor Ort zu sein, und wie der Teufel es will, waren wir doch als Erster da. Woran mag das wohl gelegen haben? Die Vermieterin bittet uns eine halbe Stunde zu warten, damit die Wohnung fertig ist, und diese Zeit genießen wir dann direkt mit frischem Matjes und Köstritzer. So nach und nach trifft die Familie ein und in lockerer Runde nach einem Großeinkauf wird der Abend ausklingen lassen. Hermine hatte einen leckeren Paprikaeintopf vorbereitet. Die Biersorten hatten leider noch nicht die richtige Kühlung erreicht, dafür war aber der Kühlschrank bis Oberkante Unterlippe vollgepackt. Ein kleiner Abendspaziergang lässt erahnen in welchen schnuckeligen Ort wir uns für 8 Tage einquartiert hatten.
Bekannt wurde Greetsiel vor allem durch seinen malerischen Hafen und die Zwillingsmühlen. Der Hafen und die historischen Gebäude im Ortskern dienten in den letzten Jahrzehnten oft als Kulisse für Kino- und Fernsehfilme.

Freitag, 3. Juli 2009

Da warns nur noch zwei.

Nur noch der harte Kern tritt zur Montagswanderung an, Dieter und Norbert.
Ohne Präsident, Literat und einfache Mitwanderer geht es nach Zerkall. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen gehen wir durch das stille romantische Kalltal. Dann beginnt der erste Aufstieg durch den Schmidter Wald, ca. 180 Höhenmeter. An der ersten von unglaublich vielen Hütten auf dieser Wanderroute machen wir Frühstückpause. Als Dieter seinen Rucksack auf die Bank plumpsen lässt, hört er noch rechtzeitig ein heftiges Grummeln. Wie Ihr auf dem Foto sehen könnt, hätte er sich beinahe auf ein fulminantes Wespennest gesetzt. Glück gehabt.
Weiter ging es durch den Wald auf einsamen Wegen entlang kleiner Bäche und schöner Talabschnitte hinunter zum Ortsrand von Blens, wo wir wieder eine äußerst komfortable Hütte vorfanden. Mittagsrast, die letzte Wurst aus meinem Urlaub und ein Schnack über die nicht anwesenden Montagswanderer sorgten dann für die nötige Entspannung. Dann zogen dicke Wolken auf . Wir warteten noch bis ein kleiner Schauer vorbeizog und weiter ging es dann entlang des Odenbachs zum letzten höchsten Punkt, von dem aus wir einen schönen Blick auf die Burg Nideggen hatten. Noch mal zogen bedrohliche Gewitterwolken auf und genau mit Beginn der Regenschauer stand für uns wieder eine Hütte parat ( wenn Engel wandern sendet der Herr Hütten ).Der Rest des Weges war dann bald geschafft. Aber einmal nicht richtig in die Karte gesehen und wir waren weg vom Hauptweg. Der Weg musste aber unterhalb der Anhöhe sein. Bei leicht feuchtem Boden ging es dann steil bergab. Ein Graben musste noch überwunden werden und der Hauptweg war erreicht. Dieter ging schnellen Schritts voran, dann ein kurzes Sch.... und er lag in voller Länge im Graben. Gott sei Dank, nicht viel passiert. Hose schmutzig und im Gesicht sah er so aus, als hätten wir miteinander geboxt. Noch ein Kilometer und wir hatten Zerkall wieder erreicht.
Ab ging es nach Nideggen zum Cafe Hallmann, wo wir den schönen Tag bei Kaffe und Kuchen ausklingen ließen.
Für die Statistiker: Start 9.40 h Zerkall , 20,4 km, Ende 15.30 h, Wanderzeit 5 St.
Der Schreiber hatte das Sagen.
Für kommenden Montag hat Gerd das Sagen, habe aber noch nichts von Ihm gehört, vielleicht hat er sich ja einen Kutter gekauft und fängt Krabben u. Butt in Greetsiel.

Schönen Sonntag Norbert gelesen und Rechtschreibfehler verbessert am Sonntag den 12.07.2009