Dienstag, 30. Dezember 2008

Zwischen den Jahren, Leben in der Bude.

Einmal versprochen, das muss man auch halten. Ein Anruf am Nachmittag, nach meiner Wanderung, da hieß es, Gerd das ist für dich. Marina fragte an, ob sie mit ihrer Freundin Michelle übernachten könnte.
Dies war mal für die Ferien angedacht, und die sind ja nun mal. Das Gespräch hatte ich dann an die Oma weitergeleitet.
So kam es 2 Kids nehmen die mittlere Etage in Beschlag. Treppenrutschen auf dem Geländer war die erste Eroberung. Nach dem Abendbrot wurde dann gezockt. Biberbande und kleine Fische. Michelle hatte das Spiel schnell im Griff, und entschied die erste Runde souverän für sich. Dass die Zeit vergeht wie im Fluge hatte beiden beim Blick auf die Uhr wohl so nicht vermutet. Ab ins Bett, alleine die Etage belegen, wenn das mal gut geht. Nachts ist keiner durchs Haus geschlichen, aber auf die Frage habt ihr gut geschlafen, kam ein Blick von Marina zu Michelle, der mir alles sagte. Da brauchte man nicht nachhacken. Nachdem beide gefrühstückt hatten waren sie auch schon wieder aktiv. Klar dass für das Mittagsmenü eine bekannte Fast Food Kette in Augenschein genommen wurde. Fast so schnell wie das Jahr vorüberging, sind dann beide am Nachmittag nach Hause. Schön das es euch gibt.

Montag, 29. Dezember 2008

Zwischen den Jahren Arbeiter oder Rentner. Letzte Wanderung 2008 oder die erste in 2009 das ist eine Interpretationssache.

Schließlich ist im Kalender die Woche mit 01 deklariert. Dick eingepackt wie eine Zwiebel bei -6°C Grad und Sonne pur geht’s ab ins Siebengebirge. Da ich nun schon seit drei Jahren zwischen den Tagen nicht mehr arbeiten muss, hatte ich die Ehre mit den Gründungsmitgliedern der Montagswanderer, Herbert und Dieter, unter dessen Leitung, den Naturpark mal in der Winterzeit zu erleben, völlig neue Ansichten. Die Frage, war das jetzt die letzte Wanderung in 08, oder die Erste in 09 stand zur Debatte.

Wir starten am Bahnhof in Königswinter und folgen dem Wanderweg Nr. 1 in Richtung Kutzenberg, hier wollte Dieter uns das Sphäroid dieses besonderen Aufschlusses zeigen. Im Milchhäuschen haben wir dann die Aufwärmphase mit heißer Schokolade genossen.

Weiter der Bezeichnung K geht’s zum Drachenfels. In der Mittagssonne lässt sich aushalten und der Aufforderung eines junges Paares ein Foto von beiden zu machen kamen wir spontan nach. Man fragt sich dann, woher kommt der Name Siebengebirge, einfach sieben Berge, wäre wohl zu einfach. Die Namensnennung gibt es seit 1590, könnte aber auch von Siedengebirge herleiten. Seifensieder hatten in den Tälern ihren Berufszweig aufgebaut.

Das wir dann auch noch in der Nähe der Ofenkauler Höhle auf Erinnerungen stoßen, war nicht verwunderlich. Sie entstanden im Mittelalter durch den Abbau von Trachyttuff für den Backofenbau. Es wurden Platten von 2m² dort gewonnen. Im zweiten Weltkrieg wurden dort Einspritzpumpen für Flugzeugmotoren montiert. Hier hatte sich im März 1962 ein Mörder Freese zeitweilig versteckt, der hatte Glück, das er uns in diesen Tagen nicht begegnet ist, denn wir haben zu dieser Zeit am Wochenende dort auch unsere Erkundungen gemacht. Die Eltern durften davon nix wissen. Ein Wochenende in der Höhle war für uns Jungs schon ein Erlebnis.

Durch das Nachtigallen Tal zurück erreichen wir Startpunkt. Woher der Name Nachtigallen Tal kommt konnte bis dato nicht geklärt werden, dafür aber die Kaffeepause, Dieter spendiert Kuchen und Kaffee entweder zum Jahresabschluss, oder einfach sooo. Danke war eine schöne Wanderung zu dritt, Berichterstatter und Väter der Montagswanderungen. Eine kurze Bilanz zum Abschluss, Dieter hat 34, Gerd hat 33, und Herbert 26 Wanderungen in diesem Jahr begleitet. Allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr, am 5. Januar hat Herbert das Sagen und in einer Kaffeerunde wird Bericht erstattet über 2008.

Freitag, 26. Dezember 2008

Im Land der roten Ackererde. Hier war mal Weinanbau.

Bei diesem strahlendem Sonnenschein da sollte man, wenn es die Termine zulassen vor die Tür zu gehen. Auch wenn es der 2.Feiertag ist, die ersten Sonnenstrahlen erwärmten schon den Wintergarten, wandern oder zu Hause bleiben. Da bot es sich an, keine halbe Stunde von Brühl entfernt einen Reisetipp der Rundschau vom 12. Dezember mal auszutesten.
Wir starten in Schwerfen und folgen dann dem Zeitungshinweis, Achtung keine Wanderzeichen, und wenn nicht anders vermerkt immer den Hauptwegen folgen. Da war mir aber die Karte Nr. 5 vom Eifelverein doch lieber als die Zeitungsnotiz. Die Mitwanderin hatte den Artikel so intensiv gelesen so dass ich mir keine Experimente erlauben konnte. Über Eicks mit einem schönen Wasserschloss vorbei durch den beschaulichen Ort mit vielen Fachwerkhäusern geht’s durch das Mehlental zum Schäfsberg.
Den Gipfel hat man an einem einsamen Baum mit Wegkreuz erreicht. Ein weiter Blick in die Heimat und im Windschatten sitzend lässt es sich aushalten. Die rote Scholle ist überwiegend Sandstein der sich vor 250 Millionen Jahren in einem wüstenhaften Klima hier gebildet hat. Im Mittelalter war hier Weinanbau und in der gegenüberliegenden Bergwerken von Mechernich bis 1957 Bergabbau von Blei. In der Hubertuskapelle oberhalb von Floisdorf verweilen wir ein wenig und haben dann auch schon das Ziel im Blick. Damit man nicht zu viel über erschlossene Wirtschaftswege geht, wählen wir querfeldein über hartgefrorenen Boden, dem kalten Ostwind trotzen, den Rückweg zum Ziel. Schöner Wandertag und immer in der Sonne, nach 3.5 Stunden ist die Vorfreude auf einen guten Kaffee da.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Würstchen & Kartoffelsalat als Weihnachts-Klassiker.

Das hätte sich Enkelkind Marina wohl gewünscht, damit man auf die Bescherung nicht zu lange warten muss. Wenn auch dieser Klassiker mit fast 20% in Umfragen im Rheinland an der Spitze steht. Die Gänsekeule braucht halt eine Weile bis sie schön kross ist. Rotwein, Rotkohl und Klöße dazu, und dann kann man nach diesen Leckereien die Bescherung starten. Das Dessert ist da noch zwischendurch zu genießen.

Die Neugier ist groß, da haben sich doch Pakete eingeschlichen die so nicht auf dem Wunschzettel standen. Die Verpackungen bergen halt ein Geheimnis. Tasten und schütteln hilf da nicht viel, also raus aus dem Papier.
Wii Fit ist angesagt und das wurde dann auch getestet. Oma und Opa halten sich da zurück, denn Turnen vor dem Fernseher ist in fröhlicher Runde kein Highlight. Gemütlich noch ein Glas Wein trinken und da ist aber auch die Zeit schon wieder vorbei. Mitternacht wird’s und leider muss noch einer fahren. Dass ein Enkelkind von Eltern und Großeltern reichlich beschert wurde, das muss ich hier nicht betonen, danke für den schönen Abend, und wenn selbst die Spülmaschine für den Abwasch sorgt, so hatten wir diesmal Erholung pur.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

***** Frohe Weihnachten 2008 *****


Sonntag, 21. Dezember 2008

Die letzte Möglichkeit einen Glühwein zu genießen.

Trocken und nicht zu kalt, da könnte man doch noch mal einen Glühwein trinken, aber wo? Zuerst machten wir uns auf den Weg nach Merten. Lisa kam mir direkt entgegen, mit ihrem unverkennbaren Gruß, einmal kurz bellen und dann schmusen. Schon sind wir auf dem Weg in die Eifel. Karin konnte es mal wieder nicht lassen und hat uns eine Christrose geschenkt.
Da schlendern wir dann zu 3 plus eins über den Weihnachtsmarkt in Bad Münstereifel.
Schön in der Fußgängerzone verteilt und gut besucht. In ehemaligen Kaffee Kreuzberg gönnen wir uns dann eine Pause. Noch ein wenig Historie geschnuppert und dann ist es Zeit bei einbrechender Dunkelheit einen Glühwein zu probieren.
Ein kleiner Weihnachtsmarkt im Innenhof des Gymnasiums hat es Karin angetan, Honig und Kerzen werden eingekauft. Ich betätige mich als Hundeführer und Lisa genießt ebenfalls das Ambiente der Stadt, eine Menge Hunde sind unterwegs und bei den kleinen Kerlen wird die Kontaktaufnahme gepflegt, die Großen sind nicht sein Fall. Die Damen hatten sich viel zu erzählen, so dass für das Neue Jahr der Vorsatz entstanden ist mal die ein oder andere Wanderung in der Eifel zu starten. Da werde ich dann meine Streckenkenntnisse und sehenswerten Ziele an die Frau bringen. Ein schöner vierter Advent war dann leider zu schnell zu Ende.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

NRW Duell in Bocklemünd, Westwind in Berlin.

Von den Gründungsmitgliedern des Verein Westwinds in der NRW-Vertretung zu Berlin kam ein Tipp zum NRW-Duell in Bocklemünd. Ein trübes, Schmuddelwetter nix für Weihnachtsmärkte oder Glühwein, also ab in die Studios des WDR nach Bocklemünd.
Das NRW-Duell mit Bernd Stelter wurde dort aufgezeichnet. Der Mann mit dem Lied „Ich hab drei Haare auf der Brust“ aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken, das verspricht schon Unterhaltung pur, und das zum Nulltarif mit zwei Freigetränken. Ein Hinweis am Pförtner, den Ausweis bereitzuhalten, hatte dann die begleitende Person verunsichert. Wir waren aber per Mail gemeldet, also halb so schlimm.
Da waren dann viele schon so verkleidet wie das zum Höhepunkt der fünften Jahreszeit in Köln üblich ist. Das Geheimnis wurde dann gelüftet, die erste Aufzeichnung war für eine Sendung vor Karneval, deshalb hatten wir da auch mal wieder die ersten Plätze, weil es in der Einladung hieß, in angemessener Kleidung zu erscheinen. So erlebten wir alles hautnah, was aber die Übersicht der Technik etwas beeinträchtigte. In Runde zwei haben dann die Jecken die ersten Reihen besetzt und wir konnten so das geschehen von letzter Reihe mit Blick hinter die Kulissen erhaschen.
Der erste Durchgang wurde von sogenannten Doppelgängern bestritten, Schumacher, Olli Kahn, und die WDR Moderatoren Ulla Schmidt und Stimmenimitator Brandt. Alles super lustig, so das einige sogenannte Pik Ups wiederholt werden mussten. In Runde zwei war dann Karneval angesagt. Präsidenten aus verschiedenen Vereinen musste Rede und Antwort stehen. Die Tanzgruppe Luftflotte gab ihr Bestes, Schunkellieder und lustige Fragen erfreuten das Publikum. Ein sogenannter Einpeitscher war da nicht mehr nötig. Eine überaus gelungene Abwechslung im Rentnerleben, wobei die Begleiterin auf das Formular schrieb. Hausfrau. Das alles nicht so dramatisch ist, wurde mir klar als ich ein Manuskript vom Vortage fand, mit Fragen und Lösungen, leider durfte man die gewaltige Technik nicht fotografieren. Zu Schluß doch noch ein Foto gelungen.Basta.

Dienstag, 16. Dezember 2008

1 Stunde wandern, 2 Stunden essen, 1 Stunde wandern, dass muss auch mal sein.

Egal wo Mann in der Tagen vor Weihnachten wandert, in den Städten riecht es nach Glühwein, in Eisenpfannen dampft Grünkohl, Rievkooche triefen im Fett, Bratwürste werden mit krebserregenden Stoffen angeboten, in dicken Jacken wattiert schiebt Mann sich über die Weihnachtsmärkte,
wir wandern von Plittersdorf ins idyllische Sahrtal zu den Eifelstuben. Bei einer Vortour war das Lokal vorübergehend geschlossen, kein gutes Omen? oder.
Dank der modernen Technik konnte dieses Problem gelöst werden.
Das Geheimnis ist gelüftet, der ein oder andere dachte im Startpunkt Plittersdorf noch es geht nach Lind, in eine Lokalität, die im Sommer mal als Verschnaufpause diente, Fehlanzeige, die Routentipper haben dann doch keinen ausgegeben. Von Plittersdorf ins schöne Sahrtal.
Der neue Wanderweg ist noch nicht in den Karten verzeichnet, aber quer über tief gefrorene Wiesen erreichen wir pünktlich die Eifelstube. Der Tisch ist für uns schön eingedeckt und schnell sind die Menüwünsche an den Mann gebracht. Wildschwein ist nicht nur als Tagesgericht willkommen, sondern auch bei der Mehrzahl der Gäste. Der Autor verteilt noch eine CD mit gesammelten Bildern von 2008,
und ein Neuling entpuppt sich als Nicolaus und verteilt noch kleine Geschenke an alle Wanderfreunde. Noch ein Weinhefe zum Abgang und schon kann’s Bergauf zum Startpunkt gehen. Die strahlende Sonne, die teils verschneite Landschaft haben uns auf die weihnachtlichen Tage vorbereitet. Da kam beim obligatorischen Kaffee in Bad Münstereifel die Idee auf im neuen Jahr ab und zu mal eine Wanderung mit Übernachtung von Montag auf Dienstag zu starten, um das Wanderleben zu aktivieren. Allen ein schönes besinnliches Wehnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Ein schöner Sonntag, nicht nur wegen des Wetters.

Wenn man so kurz vor Weihnachten den Geburtstag feiert ist man einfach in der vorweihnachtlichen Stimmung gut drauf. Wolfgang, aber ist immer gut drauf, und die Herzen der Frauen waren ihm immer schon zugeflogen. Da kann man mit 75 Jahren schon mal einen Rückblick machen. Kleinere und größere elektronische Probleme hat er immer gemeistert, das ist nicht nur in seiner Sammlung von Kofferradios und Kameras ersichtlich. Manche Stunden hat er in seinem Büdchen gewerkelt und vieles wieder zum Leben erweckt. Wenn er sich auch nicht von vielem trennen kann, und deshalb auch sein Postfach im PC voll ist, kommt der persönliche Besuch nie zu kurz. Ein offenes Ohr hat er für jeden und seine Ratschläge sollte man sich merken. Weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit.

Samstag, 13. Dezember 2008

Wie sich die Zeiten ändern, da wird einem bewusst dass man älter wird.

Da war noch mal angekündigt, dass Enkel Marina bei Opa und Oma übernachtet. Von Freitag auf Samstag ist das schon sehr schön, da hat der eine was vom Wochenende und der andere kann mal ausgehen. Ich war mit einem Freund ein wenig über den Weihnachtsmarkt geschlendert, um dann in einer kleinen Kneipe sich ein paar Bierchen zu genehmigen. Da kommt man nach Hause und es brennt noch Licht im Schlafzimmer, und siehe da, liest das Enkelkind der Oma ein Märchen vor. Wie die Zeiten sich ändern, schön. Gut ausgeschlafen wurde dann am Morgen gezockt, mittlerweile ein Lieblingsspiel, Phase 10, und prompt gewonnen, natürlich vom Nachwuchs. Wie die Zeiten sich ändern. Mit dem Auto zum Mac Drive und das Mittagsessen ist mal wieder gerettet. Muss man auch mal so bestellen, alles aus dem Auto raus. Da ist dann wieder genügend Zeit eine weitere Runde zu zocken. War eine schöne Besucherüberraschung, klar dass auch die neusten Infos von Mac Donald dann direkt am PC abgerufen wurden. So ändern sich die Zeiten.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Der Nikolaus kam aus Berlin nach Brühl geflogen.

Heftiges Schneetreiben konnte den Nikolaus nicht davon abhalten von Berlin nach Brühl zu kommen. Da trink der noch gemütlich ein paar Bierchen und am nächsten Morgen ist die Überraschung da. So ein Arbeitsleben hätte ich zur aktiven Zeit auch gerne gehabt. Da hat man eine Besprechung in Bonn und macht einen Stopp in Brühl.
Woher der Santa Claus auch immer wusste was da so an geheimen Wünschen in der Luft liegt, das Web Eye und ein neuer Akku für Mutters intensive Nutzung mit dem Handy war schon eine Überraschung. Der Akku war ja dann schnell getauscht, aber die Unterweisung von Vater in die neue Technik nahm doch ein wenig Zeit in Anspruch. Letztendlich hatte da irgendwas nicht so funktioniert wie man sich das denkt. Vorführeffekt so was kennt man. Na ja man sieht sich da ja im Januar wieder, da muss halt Nichte Marion sich noch was gedulden bis der Onkel Gerd mit ihr den PC Chat eröffnet. Schöner kurzer Besuch und Danke für die Geschenke. Auch an Melanie, die Weihnachtsbäckerei ist schon probiert worden. Damit man schon sich so langsam auf Weihnachten einstimmt ist schon mal die Krippe aufgebaut, und die wird wohl wie üblich zum Fest Nachwuchs bekommen, das wird sich noch einige Jahre hinziehen.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Wollte da einer ins Guinnessbuch der Rekorde, nicht 10,15,20,nein mal so locker in der Heimat 25 Kilometer zurücklegen.

Auf weiter Strass…. So ein Pfadfinderlied kennen wir, da hatte sich Peter wohl daran erinnert. Bei den Wanderungen in heimischen Gefilden führt er uns immer souverän durch die nähere Heimat, aber diese Strecke hatte er wohl mal mit dem Fahrrad zurück gelegt.
Noch viel Spaß und Gelächter am Zieselmar See, Peter 2 unser Schlossbote, und heute unser Busfahrer, schließlich waren wir zu acht, meinte auf dem FKK Gelände er müsse noch seine Hose suchen.
Durch den rekultivierten Tagebau Hubertus erreichen wir auch schon Schloss Türnich. Von da an ging’s halt überwiegend immer wieder über Pflaster, ob Radweg oder Landwirtschaftsweg, nicht gerade so angenehm für die alten Knochen der Rentner, aber alle haben tapfer durchgehalten. Das Schloss Türnich ist zwar auch älter als wir acht zusammen, aber dafür in einem desolaten Zustand. Da hat der Graf Godehard von und zu Hoensbroech wohl jahrelang nichts investiert, und erhofft nun von den Grundwasserabsenkungen der Rheinischen Braunkohle zu profitieren und auf Kosten der Steuerzahler ein neues zu Hause zu bekommen. Das spätbarocke Haus ist im Grunde mit Schloss Falkenlust vergleichbar, und dieses ist jetzt fertig renoviert und kann gegen einen Obolus von 3 Euro besichtigt werden.
Entlang er Erft ging’s weiter bis Gymnich. Diese Ritterburg wurde erstmalig 1121 erwähnt und war lange Jahre das Gästehaus der Bundesregierung, mehrmals trafen sich hier die EU Außenminister. Die verlassenen Baracken der Sicherheitskräfte im Park erwecken nicht gerade einen schönen Anblick. Für einige Jahre im Besitz der Musikerfamilie Kelly-Famely entwickelte sich der Standort zum größten Teenie Meiletreff Deutschlands. Wir studieren die Speisekarte der Gastronomie und machen uns schnell auf die Socken.
In der Ferne ist der idyllische Ort Dimerzheim sichtbar, Zeit für eine außergewöhnliche Mittagspause. An einer Feldscheune mit genug Bauschutt und Steinen werden Sitzgelegenheiten gebaut und in der Sonne lässt es sich aushalten. Dennoch etwas steif in den Gliedern, so wie ein Kaninchen vor der Schlange sitzend, nehmen wir unsere Verpflegung ein. Tee mit Schuß und Weihnachtsgepäck lassen erahnen was uns nächste Woche beim traditionellen Wehnachtsessen erwartet. An der Burg Konradsheim vorbei machen wir uns auf den Rückweg. Den großen Golfplatz zu überqueren ist doch nicht ins Auge gefasst worden, am Rotbach vorbei erreichen wir dann Brüggen und finden da auch ein offenes Kaffee. Der Tag ist gerettet, denn ohne den gemütlichen Abschluss läuft gar nichts. Letzte Tour für dieses Jahr ist dann am Montag nach 42 Wanderungen und insgesamt ca. 765 Kilometern, wollen wir unter dem Motto: Wieder einmal ausgeflogen, wieder einmal heimgekehrt, das Jahr ausklingen lassen.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Weihnachtsshopping in Berlin.

Leider ist der letzte Tag der Shoppingtour zu Ende, aber der einsetzende Nieselregen machte den Abschied für 2008 da etwas leichter. Die neuen Termine für 2009 sind schon im Kalender markiert, und die Flüge schon abgebucht, also auf ein Neues.
Shopping durch die Hauptstadt ist am letzten Tag angesagt. Die großen Weihnachtsmärkte bieten sich nahezu an.
Wir beginnen im Niklolay-Viertel, Rotem Rathaus, Alex Vorderseite und Rückseite und schon ist der halbe Tag vorbei. Noch auf den in der Berliner Morgenpost angekündigten jüdischen Chanukka – Markt, im jüdischen Museum.
Seit über 2000 Jahren wird es von den Juden gefeiert und ist das Fest der Befreiung von den syrischen Besatzern und wird jedes Jahr für 8 Tage gefeiert. Ein kleiner beschaulicher Markt im Glaspavillon des Museums. Die Personenkontrolle erinnert uns dann auch an den Heimflug. Da 1B und 1C gebucht war sitzen wir auch schon wieder in der ersten Reihe. Ein Prosecco mit dem Namen
Verduzzo wird geordert und der Steward meinte: Für die Dame neben ihnen ein zweites Glas, verdutzt bekommt er die Antwort, die gehört nicht zu mir. Die Fahrbereitschaft am Terminal war startklar und pünktlich zu Sendung Bauer sucht Frau sind wir auch schon wieder zu Hause. Nochmals ein Dankeschön an die Gastgeber und der Gabentisch wird dann für Beide im Januar gedeckt sein.

Montag, 1. Dezember 2008

Heut gehen wir ins Maxim, aber erst mal auf die Weihnachtsmärkte.

Die gelungene Überraschung zur Einladung ins Adlon, ist kein weiterer Kommentar zu zufügen. Dann ging’s am Sonntagmorgen auf den Nobelweihnachtsmarkt, zwischen Deutschen Dom, Schauspielhaus und Französischen Dom. Eine große weiße Zeltstadt ist hier aufgebaut. Die Nobelrestaurants der anliegenden Inn Lokale sind hier vertreten, es ist so gut geheizt, das man in Sommerkleidung hier verweilen kann. Ein schönes Ambiente mit Bühnenprogramm wurde hier dargeboten. Weiter zum Bebelplatz auf den nächsten Markt. Spreewaldgurken für die erkältete Gastgeberin und Rievkooche für den Gast.
Schnell noch einen Blick auf die Ruine des Lampenladen von Ulrich, da steht einsam und allein ein Rest von Treppenhaus mit Wegen ins Nichts. Großes Loch, triste Ansichten und immer wieder von Touristen fotografiert. Der Neubau des Berliner Schlosses ist hier schon auf Exponaten zu sehen.
Die Nachmittagssonne lugt ein wenig aus den Wolken und es wurde Zeit eine Kaffeepause einzulegen. Für den Abend war eine Show im Chamäleon geplant, verbunden mit einem Kurzbesuch auf den erstmals neu gestalteten Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus. Großes Riesenrand aus München, hohe alte Hausfassaden ersetzen hier die uns üblichen Buden, und eine Eisbahn um den Neptunbrunnen verzaubert die Besucher.
Unser Termin brauchte uns erstmal in das Chamäleon wo eine faszinierende Show in intimer Atmosphäre geboten wurde. Am Trapez empor schwingen, sich durch den Raum Gleiten lassen, und klassische Akrobatik in Mitte des Publikums. Eine tolle Show. Das wir natürlich wieder mal einen Logentisch hatten war schon selbstverständlich, früh genug buchen und schon sitz man in der ersten Reihe, so wie das auch beim Rückflug sein wird, schließlich wollen wir in Köln-Bonn die private Fahrbereitschaft nicht warten lassen. Zum Abschluss noch eine Bulette und Currywurst mit leckeren Bratkartoffeln bei Schlögel, ein großer märkischer Landsmann, in uriger Atmosphäre, zurück zur Lindenstrasse, denn morgen müssen Zwei liebe Gastgeber leider arbeiten.

Sonntag, 30. November 2008

16:53 Uhr ab Kierberg, an Köln Hbf 17:12 Uhr, ab Flughafen 17:21 Uhr mit der S13 17:35 Uhr an, Boarding 17:45 Uhr, 20:00 Uhr Berlin Zweitwohnung.

So schnell ist man vom Kleinod der wilhelminischen Zeit des Kierberger Bahnhofs in der Hauptsstadt der Preußen.
Genug Zeit für einen Spaziergang zum Inder in der Zossener Strasse für einen Abend mit feinen scharfen Gewürzen und Jogi Bier in Kreuzberg. Noch einen Schlummertrunk und an nächsten Morgen kann dann die Geburtstagsparty losgehen.


Viele Pakete in unförmiger Verpackung locken die Neugier des Geburtstagskinds Michael, aber erstmal mit Prosecco anstoßen. Da hatte er noch nicht bemerkt dass in den Stoppersocken eine manipulierte rechteckige Bedienungsanleitung versteckt war.




Nach einem ausgiebigen Frühstück ging’s dann zum Potsdamer Platz auf den Weihnachtsmarkt. Einmal Schneerutschen und Glühwein und schon ist die Hauptstadt wieder ins Herz geschlossen. Dann hieß es nach Hause und in festliche Kleidung schlüpfen, das Geburtstagskind hatte für den Abend eingeladen.
Am Axel Springer vorbei, schnell an Gazprom vorbei, Gendarmenmarkt, und schon war man Unter den Linden. Festlicher Lichterglanz und jede Menge Touristen.


Da ergab sich die Frage wo werden wir Essen gehen???
So langsam rückt das Brandenburger Tor in Sichtweite, und die Straßenseite wird gewechselt, der wird doch nicht ins Adlon eingeladen haben. Bruni sagt schon beim Überschreiten des roten Teppichs, da gehe ich nicht rein. Schnell um die Ecke, da hatte ich vermutet es geht zum Potsdamer Platz, aber denkste, der Nebeneingang war zu, also zurück marsch marsch. Der Blick von unserem Tisch an diesem Abend, drinnen festlich, warm, lecker, fein, so ist die vorweihnachtliche Zeit.

Also doch, Einladung zum Winterzauber in Berlin. Erleben Sie den besonderen Flair Berlins zur kalten Jahreszeit, und lassen Sie sich im Hotel Adlon Kempinski verzaubern, und das mit Blick aus Brandenburger Tor. Haste gut gemacht, Junge. Bruni fühlt sich so langsam auch wohl. Unter Weinbegleitung, Riesling Kabinett trocken von 2007 Weingut Mosbacher Pfalz, und 2006 er Saint Cosme Selection Cotes du Rhone wurde das Menü zelebriert.

Confierte Jakobsmuscheln mit Zimtrinde, Cous Cous und Quittenkompott


Dithmarscher Hafermastgans in Nougatmilch pochiert mit Rotkohl Cannelloni und Steckrüben

Haselnuss Kuchen mit eingelegten Portweinfeigen und Schokoladen-Kaffee Mousse


das ganze immer auf den Punkt genau und mit dezenten Hinweisen. Einfach himmlisch, vorweihnachtlich. Da braucht man auch gar nicht zu bezahlen, denn das wird über so eine kleine Karte erledigt. Danke für die Einladung. Konnte leider den Preis nicht ermitteln, trotz einiger Versuche.

Freitag, 28. November 2008

3. Abend Männerkochkurs, Bergfest mit Lamm.

An 6 Terminen nach Absprache mit der Chefin Christine begeben sich die Herren der Schöpfung in die Tiefen der gehobenen Kochkunst. Es wird gekocht, gegessen, getrunken, und gelacht also Spaßfaktor pur. Rezepte bringt Christine mit, die Bierkultur wird von Alois besorgt, diesmal gab’s Geburtstagfreibier von Jürgen,
die Tischdekoration machte Wilhelm, und schon stellen sich die Teams den Herausforderungen. Eine Vorspeise, zwei Hauptgerichte, und ein Dessert bei vorweihnachtlicher Stimmung, was durch die Tischdeko untermalt wurde. Am heutigen Abend war folgende Menüfolge zu bewältigen.

Vorspeise: Gushe Barreh ( Persische Ravioli-Suppe )
1. Hauptspeise: Takfifa ( Tunesischer Lammfleisch-Eintopf )
2. Hauptspeise: Lammfleisch mit Aprikosen und Strohkartoffeln
Dessert: Kürbis-Datteln-Muffins

Es wurde geschält, geschnibbelt, und die Lammkeule fachmännisch zerlegt, da war Jürgen gefordert,damit man eine schöne Sauce bekam.

Für 4 Personen nimmt man 500 g Lammfleisch mit Knochen, 3 Zwiebel, 4 EL Öl, 6 Knoblauchzehen, 1 Stück Stangenzimt, 11/4 TL Salz, ¾ L warmes Wasser 1 EL Zucker und 200g getrocknete Aprikosen. 6 mittelgroße Kartoffeln.

Die Zwiebelscheiben in dem Öl goldbraun anbraten und die Knoblauch-Ingwer-Mischung dazugeben. Das Fleisch in 1cm geschnittenen Würfeln dazugeben, Zimt, Salz und warmes Wasser hinzufügen und das ganze 1 ½ Stunden simmern lassen. Jetzt hat man Zeit sich ein Bier zu genehmigen oder schon mal etwas Abwasch zu machen. Zucker in einer kleinen Pfanne karamellisieren und die Aprikosen hinzufügen und das ganze 15 Minuten garen. Das ganze zum Fleisch geben und abschmecken. Was sind Strohkartoffeln???
Streichholzgroße Schnitzarbeit mit rohen Kartoffeln und dann in Öl frittieren. Eine Menge Arbeit, da wir diesmal nur zu 9 angetreten waren. Wolfgang 3 und Ich haben uns als Subunternehmer in der Lammfleischküchenzeile nützlich gemacht. Zuarbeit wie in einer Hotelküche. Ein Lob auf die Chefin, es wurde angemerkt dieses Menü den Frauen am Abschlussabend zu präsentieren. Außerdem konnte man so ab und zu mit dem Probierlöffel in den Kesseln eine Kostprobe nehmen. z.B. beim Lammeintopf, wo unser neues Gewürz Harrissa zum Einsatz kam. Ein schöner vorweihnachtlicher Abend, allen ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, den am 8. Januar geht’s weiter.

Montag, 24. November 2008

Regen, Schnee, Regen, Schneeregen, die Kapriolen der vorweihnachtlichen Zeit.

Das war wohl nicht so leicht für Wolfgang die Entscheidung zu treffen wo geht’s am Montag hin. Schnee floss dahin, und die Infos über alle Kommunikationsmedien gaben verschiedene Vorhersagen. Also wandern in der Nähe in einem zurzeit streitbarem Gebiet, dem Schnorrenberg.


Am Parkplatz werden wir schon begrüßt mit einem Banner, 50.000 Bäume müssen den Erweiterungsplänen des Phantasialandes weichen. Ist dem wirklich so, wenn der Freizeitpark eine Frittenbude bauen möchte muss die Achterbahn abgerissen werden. Na dann mal das Gebiet erkunden. An den mit weißen Bändern markierten Bäumen, diese sollen der Erweiterung zum Opfer fallen, wandern wir bis zum Huttanusplatz.



Woher der Name kommt konnte uns da nur Jürgen mitteilen, weil er die Aussicht auf die untere Schrift der Tafel in seiner Augenhöhe hatte. Der ein oder andere kleine See war wohl unbekannt, oder es wurde einfach ein Name in die Runde geschmissen.
Eine kurze Pause in Höhe des Liblarer Bahnhofs hat dann Norbert mit einem Quitenschnaps und Luxembürgerli Gepäck, frisch aus der Schweiz importiert, für den einsetzenden Regen entschädigt. Die Anmerkung von Dieter, dann nehme ich das grüne vergammelte,wurde durch den feinen Geschmack wiederlegt. Einen Schwenk in Richtung Silbersee, ein uns bekannter Zeltplatz aus frühen Jugendtagen, und dann sind wir auch schon wieder fast am Startpunkt. Ein wenig durchnässt machen wir dann mal wieder Mittag in der Bundesakademie.
Grünkohl bürgerlich war eine bevorzugte Mahlzeit. Gut zwei Stunden waren wir unterwegs, zu sechs, und hatten da die angepeilten Kilometer der sogenannten Luschiwanderung mit 10 km noch weit unterschritten. Den nächsten Montag wird Jürgen gestalten, und ich werde dann wohl über den Wehnachtsmarkt am Deutschen und Französischem Dom in Berlin schlendern.

Montag, 17. November 2008

Exkursion rund um den Bausenberg, Herchenberg im Naturpark Vulkaneifel.

Seit den letzten Ausbrüchen vor über 13.000 Jahren der Vulkane rund um den Laacher See wagen wir die Wanderung im Vulkanpark. Über die A 61 fahren wir manchmal durch den Lavastrom des Bausenbergs, doch diesmal schauen wir uns den vom Herchenberg aus an.

Der Bausenberg ist Deutschland besterhaltener Hufeisenkrater und Dieter erklärt uns den Verlauf des Lavastroms.

Die Wanderung beginnt in Waldorf und nach einigen Kilometern auf dem Wanderweg Nr.10 stehen wir auch schon mitten im Lavastrom. Das Naturschutzgebiet hat eine besondere geologische Bedeutung als Schichtvulkan, und ist als Standort seltener Pflanzenarten und Tierarten ausgebildet. Über den Wanderweg Nr.9 erreichen wir den Herchenberg der als basaltischer Tuff- und Schlacken-Vulkan zum größten Teil schon abgebaut ist. Unser Exkursionsleiter Dieter erklärt uns die erste und zweite Ausbruchsphase, die dunkel geschichteten Schlacken, den zeitweise vorhandenen Kratersee, grobe Tuffe und wechellagernde Lapillituffe. Am Südwesthang sind Steilstehende Gänge sichtbar und auf dem Bild sehr markant zu sehen der große Melilitih-Nephelinit Gang.

Die erste Ausbruchsphase ist wahrscheinlich in die viertletzte Kalteiszeit zu stellen, die zweite in die drittletzte. Am Waldrand vorbei zum Steinbergs Kopf hören wir die Wildgänse schreien, und an diesem wunderschönen Aussichtspunkt sehen wir sie dann in den aufkommenden Haufenwolken gegen Süden ziehen. Kaffee, Tee, Schokolade und Kuchen im Sonnenschein und bei vollkommener Windstille lassen die Mittagspause zum Genus werden. Durch das Vinxtbachtal über den Wanderweg Nummer 5 und 7 geht es zurück nach Waldorf.
In dem beschaulichen Ort entdecken wir eine Bäckerei mit gerade einem Stehtisch. Spontan stürmen wir zu acht den Laden, und essen dann fast die Auslagen leer. Der Kuchen vom Vortag wurde zum Sonderpreis angeboten. Manch einer macht hier noch einen Großeinkauf der verschiedenen Brotsorten, oder räumt die Regale auf. Ein schöner Wandertag vor dem großen angekündigten Kälteeinbruch ist nach 5 Stunden und 18 Kilometern zu Ende. Wolfgang hat nächste Woche das Sagen und möchte noch mehr über den Vulkanismus der Eifel erfahren, deshalb hat er vor am Rande des Riedener Kessel zu wandern.