Montag, 28. September 2009

Buntsandstein und fossile Dünen.

Ein absoluter Rekord wurde wiederholt. 8 Personen finden sich an diesem Montag bei Burg Satzvey ein, und Dieter führt die Gruppe an. Das war zuletzt am 27.04.2009 bei Meschernich der Fall. Wird die große Wanderfahrt jetzt auf Montag verlegt??? Der logistische Aufwand wäre zu groß. Da müssten wir noch Treffpunkte für die Gruppen B und C einrichten. Es reicht schon wenn der Montagstourleiter eine Bank zum wechseln der Schuhe, eine Schutzhütte, eventuelle Abkürzungen oder ein gutes Kaffee findet. Über den Eifelvereinsweg erreichten wir einen römischen Steinbruch in der Nähe der Katzensteine.


Eine weitere Felsformation im Veybach-Tal zwischen Mechernich und Satzvey, sind die Katzensteine und bereits seit 1937 unter Naturschutz gestellt. Die Katzensteine sind Buntsandsteine eines Gebietes von Kall bis ins Veytal. Dieter erklärte uns die geologischen Zusammenhänge.
Ein Model ist mit 3 Personen an den Buntsandsteinen und wir betrachten das Schauspiel aus der Distanz. Für alle die nicht bei der Sache waren hier noch mal einige technische Daten. Entstanden vor ca. 220 Millionen Jahren während der Trias. Das Binnenmeer, das die Eifel überdeckte, hinterließ Ablagerungen aus Sand und Geröll, die von weiteren Meeresablagerungen in die Tiefe gedrückt wurden und sich dadurch verfestigten. Im Laufe der Erdgeschichte traten die zu Sandstein gewordenen Schichten wieder an die Oberfläche. Das Meiste verwitterte im Laufe der Jahrmillionen und Umwelteinflüsse formten die Katzensteine zu ihrem heutigen Aussehen. An einer 1000 jährigen Eiche vorbei, die von fünf Personen so gerade umfasst werden kann, erreichen wir den Rand der Schavener Heide. Die Pause auf einem Spielplatz, mit schwacher Sonneneinstrahlung, verlockte zum verweilen. Einige machten es sich gemütlich, andere konnten es nicht abwarten weiter zu wandern.

Die Schavener Heide, ein großer Truppenübungsplatz der per Aushang an den Wanderwegen passiert werden kann zeigte sich in seiner herbstlichen Schönheit. Um zu verhindern, dass der Übungsplatz vergrößert wurde entstand ein Hochwildschutzpark.
Ein Kaffee in Kommern hatte leider keine großen Tische, so dass die Resümees des Tages nicht so einfach auszutauschen waren. Nächste Woche hat Jürgen das sagen, der schon unruhig hin und her rannte, da werden wir in der Woche noch auf dem Laufband trainieren müssen.

Sonntag, 27. September 2009

Entwicklungshilfe aus Berlin.

Das schöne Herbstwetter im Rheinland hatte dafür gesorgt die Berliner Luft mal wieder mit rheinischem Flair zu versehen. Michael und Melanie hatten genug Zeit im Gepäck um anstehende Arbeiten zu erledigen. Die Umrüstung vom Kabelfernsehen auf DVBT wurde vorgenommen, und Bruni mit einem Labtop bekam die ersten Stunden Unterricht von Melanie im Mailschreiben. Haha, jetzt können wir uns gegenseitig schreiben und das schon am frühen morgen. Mein PC wurde ebenfalls mal wieder auf Vordermann gebracht, denn durch zu häufiges Klicken hatte sich da einiges verändert.
Die Berliner trafen dann abends noch alte Bekannte im Brauhaus in Köln, Bruni konnte üben, und ich machte mich auf zum Doko Abend ins Bergische. Der Samstagabend wurde mit einem Lieblingsspiel von Melanie eröffnet, Phase 10, Heimrecht blieb dann mir vorbehalten. Marina konnte dann die nächste Runde für sich entscheiden, mit klarem Vorsprung.
Meine Konzentration hatte da schon ein wenig gelitten, durch falsches Ablegen konnte Marina einige Vorteile nutzen, aber diese Reihe von Gaffelanern kam durch mehrere Leute zustande. War mal wieder sehr schön das ihr hier gewesen seit, der nächste Treff ist in Berlin.

Montag, 21. September 2009

Traumstart in den Herbst.

Albtraum oder Traumstart in den Herbst, da war doch noch was. Norbert hatte das Sagen und nach seinem verlängerten Allgäuurlaub sorgte nicht nur das Hoch Rosemarie für einen milden fast sommerlichen Herbstanfang, sondern Norbert ebenfalls für eine Überraschung. Für die Astronomen begann um 23:19 Uhr der Herbst, da nun die Sonne senkrecht über dem Äquatorsteht, und für die Nordhalbkugel die Nächte kürzer werden stand für uns eine lange Wanderung auf dem Programm.

Ausgerüstet mit der Wanderkarte Nr. 15 und vielen Dokumenten von Google Earth begann die Wanderung in Schönfeld. Über den Wanderweg Nr. 1 ereichten wir die Kapelle Wahlhausen die zum Dank der Kriegsverschonung von der örtlichen Bevölkerung 1946 errichtet wurde, auf dem Steffelnkopf-Vulkan.

Schöne Aussichten und auch schon eigentlich Zeit für die Mittagspause. Denkste immer vorne weggehen, die Karte am Mann. Im Abbaugebiet des Vulkans in der Nähe Steffeln wurde vor
einiger Zeit ein Vulkangarten gestaltet. Die alten Ausbruchsschichten freigelegt und ein Maar modelliert. Die großzügige Gestaltung mit vielen Bänken, leider nicht
zusammenhängig lud zur Mittagspause ein. Der eine suchte den Schatten, der andere die Einsamkeit. Wenn dann einer sich so leise wegschleicht ist etwas im Busch. Von weiten hieß es wir gehen weiter. Eine Vogelbeobachtungsstation am Eichholzmoor in Steffeln war noch zu besteigen und die Aussicht ist im nächsten Bild zu sehen.

Albtraum, das Dessert wartet, mal wieder eine gelungene Überraschung. Bei Riesling und Schweizer Spezialitäten wurde die Pause verlängert. Ein gewisser Wanderer N. hatte die Lacher und staunenden Mitläufer mal wieder verblüfft. Über den Vulkangarten wurde das Ausgangsziel angesteuert, und da war auch schon klar welche Konditorei angefahren wurde. Leckere Torten mussten dran glauben, leider war Eissplitter ausverkauft. Ausgepowert kam die Erholungsphase zurück, schließlich wurde am Abend noch das Tanzbein geschwungen. Schöne Gegend mit vielen Hügeln und weiter Sicht. Hat sich gelohnt den Montag zu genießen, wer nicht dabei war hatte Pech, schließlich waren wir in Franz seiner Heimat, wenn der Zeit gehabt hätte, wäre das wohl der längste Tag geworden.

Sonntag, 20. September 2009

Kaffeeklatsch im Kreise der Familie.

Es war mal wieder so weit. Bruni hatte Geburtstag mit ihren 66 hat sie sich doch sehr gut gehalten. Das ist auf jeden Fall meine Meinung.

Ihr Kommentar über das Altern hatte da wesentlich andere Ansichten, aber so ist das nun mal, und dankbar das Sie für uns alle da ist, kann man wohl sein. Mittags war schon die Verwandtschaft aus Leverkusen da und es gab Rievkooche ohne Ende. Im Laufe des Tages hatte sich dann die Zahl der Gäste kontinuierlich erhöht. Das war auch gut so, denn die vier Kuchen mussten ja weg. Die letzten Gäste trudelten am späten Abend ein. Bei diesem schönen Sommertag wurde viel erzählt und gelacht. Ein langes Telefonat am Abend mit Glückwünschen aus den USA war dann der krönende Abschluss des Tages.

Am Montag gab’s noch Sekt bei den Tanzfreunden, und Bruni stand ob sie wollte oder nicht an diesem Abend halt im Mittelpunkt. Sie wurde vom Trainer gefordert und von den Freunden mit unserem traditionellen Trinkspruch gefeiert, so ist das nun mal bei Geburtstagen, und wieder mal ein Jahr vorbei.




Nochmals herzlichen Glückwunsch und noch viele Geburtstage für uns Alle.

Sonntag, 13. September 2009

Abschied an statt Viehscheid.

Wochenende und Sonnenschein, was erwartet uns zu Hause? Nach einem leckeren Grillteller nach Art des Hauses, hieß es die ausgesprochen schöne Wanderwoche ist vorbei. Christel und Peter kamen vorbei und Dieter hatte die Aufgabe ein paar Dankes-Lobesworte an die Beiden zu richten.

Norbert bekam auch noch ein Geschenk, seine verlorene Mütze auf dem Viehscheid, und die Runde

machte es sich gemütlich an der Bar. Alte Episoden der Pfadfinderzeit wurde zum Besten gegeben, und die Gläser klingeln lassen, aber nur die kleinen mit Birne oder Marille. Nach einer kurzen Nacht hieß es Goodbye Allgäu. Diesen Teil der Landschaft hatten wir nun durch die Wanderungen erkundet, und Vorschläge gab’s genug, wie wir die Autobahn am Sonntag bevölkern können. Nochmals recht herzlichen Dank der Tourleitung, für die ausgesprochen schönen Tage in Oberjoch. Gegen 16:30 Uhr erreichten wir Bonn mit einigen Staus aber ohne Unfall oder irgendwelche Brüche, die Investion in die Kerzen der Kapelle in Hindelang hatte sich gelohnt, und Dieter sponsert noch eine Kalorienbombe im Cafe Dyck. Schnell zu Hause Bescheid sagen, damit der Peter H. noch Zeit hatte nach Hause zu fahren.

Samstag, 12. September 2009

Letzter Wandertag. Auf zum Hirschbachtobel mit geologischer Führung.

Leider, Leider ist der letzte Wandertag angebrochen.

Bei der manchmal abendlichen Manöverkritik, der unser Wanderführer Peter nicht beiwohnte, schließlich hatte der ja auch noch die Christel zu betreuen, waren wir uns alle einig, das war eine Steigerung gegenüber in 2007. Peter hatte sich richtig ins Zeug gelegt. In einer Woche die Kondition aufbauen für ein Trekking in Katmandu oder am GR 20. Eine in unseren Kreisen sogenannte Luschiwanderung durch den Hirschbachtobel bei Hindelang stand auf dem Programm.

Die Ostrach ist ein größerer Seitenfluss der Iller. Sie entwässert größere Gebiete im Osten des Illertals. Sie wird durch den Zusammenfluss von Bärgündle- und Obertalbach beim Giebelhaus gebildet und verläuft an Hinterstein, Bad Hindelang und Sonthofen vorbei.Bei Hintersteinbefinden sich die bekannten Zipfelsbachfälle. In Bad Hindelang münden der Hirschbach, der den sehenswerten Hirschbachtobel ausgeformt hat und der Zillenbach. Das wollten wir sehen.

Der geologische Lehrpfad wurde durch das spezifische Fachwissen von Dieter vertieft. Wir erfuhren wie sich der Dolomit entwickelt hatte.

Die Allgäuer Alpen sind aus Sedimentgesteinen aufgebaut, die im Erdmittelalter und zum Teil auch noch in der Erdneuzeit abgelagert wurden. Durch den Druck der afrikanischen Platte auf die eurasische Platte wurden die Gesteinsschichten angehoben, gefaltet, horizontal transportiert und teilweise übereinander geschoben.

Ein Reiher begleitete uns von Staustufe zu Staustufe. Pech für ihn, wenn so viele Leute unterwegs sind, das Essen mußte warten. Immer wieder wurde er durch Wanderer gestört.

Fast am Ende der Schlucht verließen wir den Tobel und leicht Bergab wurde das Cafe Polite angesteuert. Zur Mittagszeit setzte sich da auch noch etwas Sonnenschein durch. Norbert sollte man im Auge behalten, wenn der unruhig wurde konnte man sich sicher sein die Caferunde ist gesponsert. Der hatte doch tatsächlich bei einer Pause mal wieder für eine Überraschung gesorgt, Süßigkeiten, das war aber bei ihm der Entzug.

Christel macht mit der Kamera des Berichterstatter ein Bild von einer mächtigen Fichte und legt sich dabei auch noch flach, trotz der Handverletzung eine gelungene Fotodokumentation.

Warum nicht noch die Freikarte für die Hornbahn in Hindelang nutzen und in luftiger Höhe einen Nachmittagskaffee trinken? Hoch kein Problem, aber runter ließ es die aufgeladene Karte des Hotels nicht zu eine Freifahrt zu genießen, aber immerhin für nur 3 Euro lohnte es sich nicht die geputzten Schuhe noch mal schmutzig werden zu lassen.

Freitag, 11. September 2009

Viehscheid, fünfte Jahreszeit. Ruhetag für die Wanderer.

Der leichte Regen beim Frühstück machte uns die Entscheidung nicht schwer, wir fahren mit dem Bus nach Hindelang zum Viehscheid.

Eine der bekanntesten Allgäuer Traditionen fand in Bad Hindelang in diesem Jahr am 11.September statt, dem ist immer so, Tradition, der sogenannte Viehscheid – von den Einheimischen werden Sie oft auch nur von „dem Scheid“ sprechen hören. Es ist das größte weltliche Fest des Tales und dies ist auch kein Wunder in einem Tal, das so sehr mit der Landwirtschaft verbunden ist. Im Frühsommer jeden Jahres wird das Allgäuer Jungvieh zur „Sommerfrische“ auf die Berge geschickt, wo kraftvolles Futter und frische Luft auf sie warten. Und dann nach ca. 100 Tagen in den Bergen kehrt das Vieh zusammen mit den Hirten wieder in das Tal zurück und wird dort „geschieden“, d.h. seinem jeweiligen Besitzer wieder zurückgegeben.

Die Tiere werden herausgeputzt, die großen Schellen (Zugschellen) angelegt und das Leittier mit einem prächtigen Kranz geschmückt. Letzteres allerdings nur dann, wenn während des Sommers kein Unfall, zum Beispiel durch Steinschlag, Blitzschlag oder Absturz eines Tieres, passiert ist.

Schon von weitem ist das Schelle- und Glockengeläut zu hören, angeführt vom stolzen Kranzrind. Wenn die Herde den Scheidplatz erreicht hat, durchläuft sie einen Verschlag, an dessen Ende die Tiere einzeln beim Hirten ankommen. Laut ruft dieser den Namen des Besitzers, der sein Vieh dann in Empfang nimmt. Dies geschieht mit größter Zuverlässigkeit, der Hirte kann jedes Tier genau seinem Besitzer zuordnen. Selbst ein Wanderer aus dem Rheinland legt mit Hand an, wie man sieht mit Erfolg.


Verbunden mit dem Viehscheid ist auch immer ein großer Krämermarkt mit Festzelt, Verkaufsständen, Fahrgeschäften und vielem mehr. Ebenso mit viel Politprominenz der bayrischen Volksparteien. Söder wurde mit dem Heli eingeflogen und das große Festzelt war gerammelt voll, im wahrsten Sinne des Wortes.

Da durften die Kölner nicht fehlen, auf der oberen Mühle ging die Post ab. Music, Gaudi war angesagt. Gegen Nachmittag standen die Frauen an dem WC Schlange, abends die Männer unter Starkstrom. Wie in Colonia die Männer haben’s gut und die Frauen müssen warten. Am späten Nachmittag kehrt sich die Situation um, die Männer stehen Schlange die Frauen schauen zu. Jeck, der WC Boden wird glitschig, die Stimmung steigt, wie Altweiber in Köln.

Donnerstag, 10. September 2009

Neunerköpfl, Landsberger Hütte, Vilsalpsee.


Schon früh tauchten die ersten Kumulus Wolken auf. Die Bergbahn bringt uns auf 1748 N.N. um 09:30 Uhr. Wir genießen den schnellen Aufstieg mit Blick auf den Einstein. Nach 3 Tagen wird schon diskutiert welche Namen hatten die Berge die wir nun schon kannten. Durch die faszinierende Landschaft mit den saftig grünen Almen geht’s in Richtung Landsberger Hütte. Welche Namen hatten

Blumen und Pflanzen in dieser Region? Sind hier Schafe mit Widderhörnern am weiden??? Schon wieder Steine und auf und ab. Sehr viele nutzten wohl den vorerst letzten Sonnentag. Keine Sorge die Aussichten konnten sich noch hören lassen, und zur fünften Jahreszeit im Allgäu, den Viehscheid, könnten wir ja dann den Tag im Festzelt verbringen. Gegen 12:40 Uhr erreichten wir die Landsberger Hütte.

Teilweise waren die Wege so, dass man sich zu zweit oder dritt
unterhalten konnte. Norbert hatte wohl gestern noch einen Einkauf getätigt und versorgte uns mit einer deftigen Brotzeit. Zuschauer hatten dann im Klettersteig der Lachenspitze einige Wagemutige. Mit dem Fernglas stellten wir zum Erstaunen fest wie schnell mal einen Gipfel bezwingen kann.

Die Landsberger Hütte wurde schon 1928 erbaut. Die Bewirtschaftung ist von Pfingsten bis Mitte Oktober, aber so lange wollten wir nicht bleiben. Mit Lache wird der See direkt an der Hütte bezeichnet. Er ist der oberste See von Dreien. Am Traualpsee, wird Norbert von einer Ziege geknutscht, weil er so geschwitzt hatte. Am Stausee vorbei erreichten wir den Vilsalpsee.

Die Vils entspringt südlich des Vilsalpsees. Nach dem Verlassen des Sees verläuft sie nach Norden zum Ort Tannheim. Dort mündet die Berger Ache, die aus dem Haldensee im östlichen Tannheimer Tal kommt. Die Vils wendet sich nun nach Westen bis zum Ort Schattwald. Dieser in einem Naturschutzgebiet gelegene See ist in diesem Seitental ein Ausflugsort für die Touristen. Hier sind die Uferwege so angelegt, das man sich ohne Wanderschuhe an den Schönheiten des Tannheimer Tals erfreuen konnte. Eine Wiese mit Herbstzeitlosen stand in voller Blüte, die Temperaturen der nächsten Tage sollen sich ändern. Das merkten wir dann am letzten Wandertag in Hirschbachtobel.

Die Tourleitung hatte hier ein Auto geparkt, und so blieb uns der Fußweg nach Grän erspart. So blieben wir unter den angepeilten 20 Kilometer, Naja wir waren ja nun aklimatisert.



Mittwoch, 9. September 2009

Gratwanderung, Große Schlicke 2060 N.N.

Ab nach Österreich ins Tannheimer Tal nach Grän.

Die Füssener-Jöchle_Bahn ist eine Einseilumlaufbahn (Kleinkabinenbahn). Die Kabinen fassen jeweils acht Personen.

Sie führt von Grän im Tannheimer Tal in Tirol auf das Füssener Jöchle in der Tannheimer Gruppe. Die Bahn wurde im Jahr 1998 in Betrieb genommen und ersetzte einen früheren Doppelsessellift. Die Talstation befindet sich auf einer Höhe von 1206 Metern, die Bergstation liegt auf 1823 Metern Höhe. Genau das richtige nach den Anstrengungen von gestern. Es wurde insgesamt ein sonniger Tag.

Über den Grat mit wenigen Höhenmetern wandern, und die Berge die sonst aus der Ferne zu sehen sind, Kelenspitze, Rote Flüh und Gimpel mal von der anderen Seite betrachten. Eingewaltiges Massiv. Dieter und Peter klären noch die Begrenzung des Lechs im Osten und Südosten, und die Sprüche Jller, Jsar, Lech und Inn fließen zur Donau hin, machen die Runde. Immer wieder wird gerätselt ob schon so früh Leute auf den Gipfeln sind. Dass die letzten Meter die schwierigsten sind, ist uns nun auch schon bekannt. Der Panoramablick in das Alpenvorland mit den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau rechte Hand, und linke Hand den Breitenberg mit Pfronten, 100 Gipfel in der Ferne mit Zugspitze und Nebelhorn faszinieren uns.

Der Weg ist teilweise so gut angelegt, das die bis zum Wegrand reichenden Latschenkiefern duften und nicht behindern. Es kommt richtig Freude auf. An einem Kreuzungspunkt meinte unser Käselieferant, ich bin mal schnell rauf zum Schartschroten, das sind ja nur 45 Minuten. Das hatte sich Norbert aber leichter vorgestellt, denn hier begann ein richtiger Klettersteig und da verließ ihn etwas den Mut. Wir hatten kaum einen Tisch an der Sonnenalm ergattert, tauchte er auch schon wieder auf. Das nun diskutiert wurde ist klar. Am späten Abend, Bergfest, halbe Woche vorbei, brachte dann Stimmung in die Runde, die beim Heimatabend in Hinterstein fortgesetzt wurde. Volksmusik bedeutet immer auch Pflege im Familien- oder Freundeskreis. Wo der Gamsbock springt, das Edelweiß blüht, und die Alpen glühen ist das Brauchtum keine Klischeevorstellung. Hier einige Ausschnitte aus dem Programm:

Schöner Abend mit Pflege des Brauchtums.
Warum schauen die Buben den Madeln unter den Rock und schreien Holodrihi???


Die Limousine mit Allradantrieb brachte uns dann in unter 8 Minuten Fahrzeit ins Hotel Löwen. Rekordverdächtig. Brauchtumspflege mit Obstler und Marillen folgte, und dann ab ins Bett, morgen ist um 09:00 Uhr Treffen, Freundeskreis.

Dienstag, 8. September 2009

Rekordverdächtig, Iseler, Bschießer, Ponten, Willersalpe, alles in einem Tag.

Ein schöner Tag, in einer ½ Stunde am Fuße des Iseler, ist das nicht rekordverdächtig. Ein Hacken muss die Sache doch haben. Ja, HP. gebucht und ab mit der Bahn zum Fuße des Iseler.

UnserTourleiter musste die Fahrt bezahlen, was der nicht alles für uns macht, mit Erklärungen über die Schneeverhältnisse im Winter, erreichen wir die Bergstation.






Bei diesem Sonnenschein hatte uns das sehr beeindruckt, wie die bevorstehende Wanderung auf den Schildern der Bergstation verkündet. Da hatten wir nicht nur den Bschießer bezwungen, mit seinen 1985 N.N. sondern waren nach 2 Stunden auf dem Ponten, so schlappe 2043 N.N. Rekordverdächtig. Super, super Panorama, wiederum viele Leute unterwegs, und bei der Pause kommt die Frage auf von wo kommt her und wo wollt ihr hin. Naja die Antwort aus Köln wurde da leicht belächelt.

Die Willersalpe sollte das nächste Ziel sein. Alpine Gefahren waren auf dem Hinweis, aber nicht der alte Leute Gangart durch die Latschenkiefern. Über einen schmalen fast zu gewaschenen Weg hatten wir uns aufgemacht mit dem Ziel an der Alpe frische Radler zu genießen. Wir waren immerhin schon 5 Stunden in der Heilklimatischen Atmosphäre unterwegs.


Vom Iseler zum Bescheißer,
wie das im bajuwarischen Sprachraum auch heißt, über Ponten zur Willersalpe. Diese Alpe ist nur mit Haflinger Pferden zugänglich. Freudige Begrüßung durch
Christel und kühles Radler, sowie zweimal Milch für Dieter lassen uns die Anstrengungen vergessen. Der Bergkäse von Norbert ist schnell weg und wie üblich traut sich keiner das letzte Stück zu nehmen. Was soll’s, trinken wir noch

einen und dann geht’s bergab von ca. 1040N.N. auf 800 nach Hinterstein.

Die Prinz Gumpe lädt zum baden ein. Eine schöne Badewanne in dem idyllischen Ort. Mit unserem Tourleiter, geht die Fahrt über die neue Pass-Straße zum Hotel. Frisch machen, und den Abend ausklingen lassen war angesagt. In der Tat gegen 23:00 Uhr war Nachtruhe. Dem Berichterstatter war es dann nicht mehr gelungen sich ins Netz einzuloggen, immerhin hatte Frau Brutscher die Schlüsselziffer preisgegeben, zu schwaches Signal im Zimmer.

Montag, 7. September 2009

Mit verkalkten Knochen in den Kalkalpen.

Auf ins Tannheimer Tal und den Einstein mit 1867 N.N. bezwingen. Die höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen befinden sich entweder ganz in Österreich oder auf der deutsch-österreichischen Grenze.

Die Heilig Geist Kirche in Oberjoch weckt uns schon um 07:00 Uhr, etwas früh, noch mal rumdrehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück, bestückt mit Thermoskanne, und einer Stulle vom Büfett, fahren wir bis in den Ort Berg in Österreich. Parken an einem ausgewiesenen Platz mit Blick auf den Berg der heute mal bezwungen werden sollte. Einstein. Durch Kiefernwald geht’s steil bergan, ausgewiesen ist diese Strecke mit 2 Stunden.

Die befürchtete Kälte, welche Norbert ein wenig unruhig machte beim Frühstück erwies sich als Trugschluss.

Nach einer Weile waren die ersten Biere des Vorabends ausgeschwitzt. Auch wenn es hier auch keine Bergbahn gibt, viele hatten an diesem Tag das gleiche Ziel. Über Stufen und Serpentinen manchmal im Primatengang erreichten wir den Gipfel. Bei dieser Gangart könnte man Fossilien suchen, aber das hatte bei diesem steilen Anstieg wohl keinen Sinn. Die weite Sicht ins Tannheimer Tal, den Forggensee, das Alpenvorland, Zugspitzmassiv, Ifen, Hochvogel ect. war dann die Belohnung.

Die Tannheimer Berge zeichnen sich klar und eindeutig vom Rest der Allgäuer Alpen ab. Es sind auch die geologischen

Unterschiede. Während weite Bereiche der Allgäuer Alpen aus dem brüchigen Hauptdolomit oder aus den ebenfalls mit Vorsicht anzufassenden Juragesteinen der Allgäuer Schichten bestehen, herrscht im Hauptteil der Tannheimer Berge der Wettersteinkalk, ein Riffkalk, vor. Er bietet festen Fels. Deshalb sind die Tannheimer Berge mit ihren bekannten Bergen Rote Flüh, Gimpel, Kellenspitze und Gehrenspitze ein bekanntes Klettergebiet. Eintrag ins Gipfelbuch, nach Reparatur des Blechkastens erfreute sich auch eine Familie mit Kindern.

Na wenn die Lütten das geschafft haben sollten, muss doch der Rückweg für uns ebenfalls machbar sein. In der
Schäfer Hütte lassen wir uns nieder und beobachten die vielen Paragleiter an diesem Tag.

Ob Tandem oder alleine wir sind zu fünft und hatten einen ausgesprochen sehr schönen ersten Wandertag. Dass im Gipfelbuch die Namen von Peter und Christel standen mit Datum vom 31. 08. machte deutlich, wie intensiv unser Tourleiter diese Wanderwoche vorbereitet hatte.

Sonntag, 6. September 2009

Wandern mal woanders, von der Eifel in den Allgäu.

Oberjoch auf 1.136 m N.N. das Wanderziel einiger Montagswanderer auf der Reise zu Deutschlands höchstem Ski- und Bergdorf. Dieser heilklimatische Kurort liegt über dem Ostrachtal am nördlichen Rand der Kalkalpen, auf einem sonnigen Hochplateau, in der Tat.

Rechtzeitig zu Beginn der Wanderwoche strahlender Sonnenschein.
Auf der A8 bei Illertissen die Familie Astor überholen, dem Herbert und Dieter eine SMS senden, und schon war die Limousine von Norbert in Oberjoch. Dieser idyllische Ort hatte sich vor allem auf agrarischer Grundlage entwickelt. Die ersten Siedler aus dem Ostrachtal kamen um 1482, heute kamen 5 Rheinländer für 8 Tage

ins Hotel Löwen. Um 14:30 Uhr war das Quartier erreicht, und die Meldungen der Ankunft machen ihre Runde. Ende des 19. Jahrhunderts, setzte in Oberjoch der Fremdenverkehr gleich in seiner damals modernsten Form, dem Wintersporttourismus, ein. 1932 baute ein Münchner Verleger das Hotel Ingeburg, nach dem Alpengasthof Löwen (aus der Salzstraßenzeit) und dem Hochpasshaus (1927/28) die dritte Übernachtungsstätte im Ort. Das Zentrum bildete sich damals am Gasthof Löwen heraus.

Hier wurde ein Lebensmittelgeschäft eröffnet, der Gasthof erhielt einen neuen Osttrakt, im ehemals bäuerlichen Anwesen Nr. 9 wurde eine Skiwerkstätte betrieben.

Der ortsbekannte Wanderführer für diese Woche, Peter, hatte schon mal eine Route am Vilsaplsee ausgesucht, und teilte uns mit; kalt und Schnee. Zuerst mussten wir uns auf die Menüfolge des Abends festlegen.

Hühnerbouillon mit Kräutergrießspätzle

Gegrillte Medaillons vom Jungschweinschnitzel Bühler Art mit glasierten Zwetschgen und gebackenen Dauphin-Kartoffeln

Rinderlende am Stück gebraten Modena mit feiner Balsamicosauce, dazu gebratene Pestognocci`s

Buntes Gemüse-Steinpilzrisotto mit frischen Kräutern und geriebenem Parmesan

Kleiner Pfannkuchen mit Quark-Rosinenfüllung und marinierten Sauerkirschen

Schwierige Entscheidung, und der lieben Birgit an der Rezeption mitteilen, was man sich auch aussucht, einen Obstler braucht man bestimmt dazu.

Auf der Terrasse im Sonnenschein ein paar Weizen vom Fass und schon trudelt er Rest ein. Den Abend genießen im wahrsten Sinne des Wortes, mit alten Erinnerungen und einem Absacker nach dem opulenten Menü da konnte der nächste Wandertag nur noch gut werden.