Freitag, 25. Juni 2021

Kerpen.

 Wandern in der Heimat zweier Eifelkünstler.

Routenplan für die Wanderung Kerpen-Berndorf

Das Denkmal in Kerpen

Wir starten in Kerpen der Heimat vom Eifelmaler Fritz von Wille. Ein schmucker Ort mit Burg idyllischen Häusern. Oftmals Ausgangspunkt für die Dreimühlenwasserfälle bei Nohn. Vom Parkplatz (Punkt A) in der Karte Stausee geht es über den Krimieifelweg hinter dem Ortsausgang in Richtung Wiesbaum. Nach Querung der L 115 entlang des Rudersbach bis zum Planpunkt 4.

Willkommen in Berndorf

Im weiteren Verlauf tangieren wir den Eifel Golfplatz Punkt 7,8 kurz vor Hillesheim. Auf der Anhöhe liegt das Dorf Berndorf die Heimat des Krimiautors Jacques Berndorf.

Ein Rastplatz vor Berndorf

Vom Punkt 12 mit einem schönen Rastplatz hat man einen Blick auf die Wehrkirche in Berndorf. Das Ortsbild wird geprägt von der romanischen Wehrkirche. Die daneben erbaute Pfarrkirche St. Peter stammt aus dem Jahr 1927.

Die Wiesenlandschaft bei Kerpen

Die Burg Kerpen

Durch Wiesen und Felder Punkt 13 bis 20 wird der Ausgangspunkt B angepeilt, der ist jedoch erst ab einer Entfernung von 2 Kilometern zusehen. Das gemütliche Land Café in Mitten von Kerpen lädt ein zu einem wohlverdienten Eiskaffee.

Montag, 14. Juni 2021

Birgel.

Montags unterwegs aber nicht alleine.

Im Biergarten in Mitten der Vulkaneifel

Eine Straßensperrung macht es möglich am Rande der Sperrung zu parken und so direkt eine geplante Route zu gehen. In Frage kommt dann LB 1,LB 2,LB 3 und das alles mit Mittagspause bei Schweinesteak und Kartoffelsalat mit entsprechenden Getränken, weil wir zurück nach der Pause gerade mal noch 2500 Meter bis zum Startpunkt haben.

Schweinesteak und Kartoffelsalat

Wenn nur noch einer von den Montagswanderern im Moment da ist wird halt eine Tour ausgesucht die den vollsten Ansprüchen der begleitenden Dame entsprechen. Morgens leichte Kühle und langsam, ganz langsam bergan, kurz vor Mittag auf freier Fläche Sonnenbaden, einen Zickzack Kurs einschlagen, gut essen und nicht erschöpft zurückfahren.

Am Wanderweg LB 1

Diese Geschichtspunkte sind dann am Sonntag alle in die Planungen eingeschlossen worden und nach einem netten Abend mit M und J im Kaiserbahnhof ein guter Start in die Woche.

Eines der Gebäudeensemble

Die alte Mühle aus dem 13. Jahrhundert in Birgel und wurde 1917 von Peter Reifferscheid erstmals in Privatbesitz übernommen. Die Wassermühle wurde dann mit einer Turbine ausgestattet und war somit die größte Mühle im Kreis Daun/Vulkaneifel. Ebenfalls wurde in den Jahr danach eine Sägemühle mit an die alte Mühle angegliedert. Den Senf kann man auch selber mahlen. Die Leistung der Turbine reichte mit 20,9 kW um beide Mühlen über Wasserkraft anzutreiben.

Das Eifelgold am Wanderweg LB 3

Alle 4 Mühlen sind restauriert und funktionsfähig. Die Mühlen werden bei jeder Führung in Betrieb gesetzt, um jedem Besucher die historischen Geräusche und Funktionen zu zeigen. Die Technik Faszination konnte auf Grund der Corona Lage nicht vollzogen werden. Dass man sich in eine andere Zeit zurückversetzt fühlt und sich jeder den Betrieb der einzelnen Mühlen gut vorstellen kann ist bei dem gesamten Gebäudeensemble gut vorstellbar.

Das ist sinnbildlich für den Radweg 

Zurück zum Startpunkt über den ausgebauten Radweg ohne Erhöhungen oder Tiefen leider aber asphaltiert in gerader Linie in unmittelbarer Nähe der Kyll.

Samstag, 12. Juni 2021

Nettehöfe.

Traumpfad Rheinland Pfalz, Bergheidenweg.

Auf dem Heidbüchel, Traumpfad Bergheidenweg

Die Tagestour auf dem Traumpfad Bergheidenweg, einem rund 11 Km langen Rundwanderweg, wird südliches Flair zwischen Wacholder Heide und Kiefernhainen angeboten. Herrliche Wege durch Mischwald, entlang der Nette und des Selbachs.

Am tiefsten Punkt beginnen und moderat ansteigend

Planung, wir starten nicht an der Wintersportanlage unweit von Arft sondern am tiefsten Punkt der Wanderung. Fernab der Hauptstraße, ca. 3 Kilometer und nur Sackgasse mit 15 Häuser und einer 3 Meter breiten Straße, geringe Ausweichmöglichkeit und mit Glück ist am Ende im hohen Gras die Möglichkeit das Auto abzustellen. Das war schon mal ein guter Anfang.

Hier ist man Mutter Seelen Alleine, kein Internet

So ist der kleine braune Altersgerechte Flitzer direkt an der Verbindung Wanderweg Bergheide und Wachholderweg. Wie geplant mit einem moderaten Anstieg über 9 Kilometer geht es bis zum Konrad Adenauer Stein. Sehr zur Freude der begleitenden Dame geht es dann die restlichen Meter tatsächlich immer bergab.

mit Hinweis bei Hochwasser bitte andere Route nehmen

Das Selbachtal

Über Trittsteine wird die Nette durchquert. Das Selbachtal fängt mit Hochwald an und eindrucksvolle Klippen geben dem Tal einen Schluchtartigen Charakter. Entlang des plätschernden Baches geht es aufwärts durch den Wald und später auf Feldwegen bis zu einer Schutzhütte, von wo sich ein atemberaubendes Panorama bietet. Sender Schöneberg und die Nürburg.

In der Ferne der Sender Schöneberg, schon mal umrundet

Die Nürburg in greifbarer Nähe

Die Wachholderbeeren im Frühstadium

Nach der Querung der L10 geht es weiter durch den Dr. Heinrich Menke Park, und am Konrad Adenauer Stein vorbei bis zum Rastplatz Raßberg, der ursprünglich unser Startpunkt sein sollte.

Der Konrad Adenauer Stein

Einfangen, Schur, ab ins nächste Gatter

In der Heidelandschaft zum Heidbüchel werden die Schafe geschoren und die Spuren der Äsung sind deutlich zu sehen. Urwüchsige Kiefern säumen den Pfad durch die typische Sand- und Heidevegetation. Am Gipfel des Heidbüchels angekommen, belohnt ein einzigartiger Ausblick den Aufstieg. Beim Abstieg durch den Wald zweigt ein Weg zum benachbarten Traumpfad "Wacholderweg" ab. Am Waldrand links biegt unser Weg ab in Richtung Nettetal. Hier treffen wir auf Wanderer welche die Strecke in anderer Richtung gemeistert haben, und innerliche Freude kommt auf. Andersrum war die bessere Wahl.

Donnerstag, 10. Juni 2021

Schloss Bürresheim.

Traumpfad Rheinland Pfalz, Förstersteig.

Schloss Bürresheim im Nettetal

Die Tagestour auf dem Traumpfad Förstersteig startet am Märchenschloss Bürresheim, das Schloss hat schon Rapunzel gesehen. Die herrliche mittelalterliche Anlage ist eine der schönsten und am besten erhaltenen Burgen Deutschlands. Aufgrund ihrer verborgenen Lage im Nettetal wurde das Schloss nie zerstört. Wir parken direkt am Schloss und wir wandern entlang der Landstraße zum historischen Gasthaus Hammes-Mühle, alles ausgeräumt, leer.

Die Hammes Mühle für uns der Startpunkt der Tour

Über breite Wege in Serpentinen geht es leicht bergan hinauf zum Fünfkantstein. Hier durchquert die Route den Traumpfad und man sollte höllisch aufpassen in welche Richtung man die schöne Tour weiter gehen will. Die entsprechenden Erklärungen der Steine sind auf einem Stein dokumentiert.

Schutzhütte am Fünfkantstein

Hier die Erklärungen von der Bedeutung der Steine

Für uns geht es bergab weil wir zum Luisenplatz wollen wo sich unterwegs der Blick auf St Johann ergibt, um im nächsten Highlight dieser schönen Route, dem Altener Tempelchen, den Blick auf Mayen zu genießen, und die mächtigen Basaltbrüche im Nettetal zu bewundern. Aber auch das weitläufige Grubenfeld und das halbe Maifeld sind von hier aus gut einzusehen.

Blick auf St. Johann

Anstieg nach den Altener Tempelchen

Es geht abwärts ins Eiterbachweiher Tal über einen schmalen Waldpfad wieder bergauf zum Schälkopf. Die geplante Pause verlegen wir auf den Nitztalblick, derweil es dann nur noch bergab geht. Doch zuerst müssen wir noch den Scheidskopf erklimmen um dann die Rundumblicke über die Eifelhöhen und auf den Ort Kirchwald. Nachdem wir den Ortsrand Kürrenberg gestreift haben ist auch die die letzte Tour mit Blick auf die erloschenen Vulkane von Sulzbusch und Hochsimmer, von hier zusehen noch gut in Erinnerung. Die durchwanderten lichten Hochwälder sind heute ein guter Schattenspender.

Durch die Wiesen hinter Kürrenberg

Die angesagten Liegen auf den Traumpfaden am Nitztalblick sind auch im Schatten gelegen und mit der Feststellung ab hier noch circa 4 Kilometer zum Ausgangspunkt. Zu guter Letzt muss der schöne Blick auf das Schloss durch einen kurzen kräftigen Anstieg für ein Foto in Kauf genommen werden.

Der Nitztalblick

Für diesen Blick war noch mal ein kräftiger Anstieg nötig

Die gesamte Tour kann man auch aus dem Sessel von zu Hause genießen, dafür ist ein Video auf der Webseite in 3 D der Traumpfade zu sehen. Wir haben heute mal zwei Wander Apps und die Entscheidung fällt auf die Kompass App und verdrängt somit die Komoot App die nur in der OSM Version zu benutzen ist, einfach nur eine fade Darstellung.

Die Komoot App Darstellung

Die Kompass App Darstellung

Montag, 7. Juni 2021

Blankenheim.

 Auf den Spuren der Römer.

Die freigelegte Römerstraße an der B 51 Blankenheimerdorf

Wir parken direkt in unmittelbarer Nähe der B 51 am Ortsende von Blankenheimerdorf, an der Trasse der alten Römerstraße. In der Tat, einige Meter vom Startpunkt ist hier ist ein altes Stück der Römerstraße von Köln nach Trier freigelegt unter einem Schutzdach. Das alles im kleinen Waldbereich Olbrück. Am Parkplatz selbst weisen Infotafeln auf das Naturschutzgebiet Seidenbachtal hin. Endlich mal wieder zu Dritt auf Montagswandertour. Die letzte Wanderung zu viert war am 19.10.2020 im Meroder Wald. Die Reiseleitung von damals hatte heute auch die Verantwortung.

Informationen direkt vor Ort am Parkplatz

Das Naturschutzgebiet Seidenbachtal in der Gemeinde Blankenheim, liegt einige Kilometer vor Nonnenbach. Es umfasst ein nach Nordwesten hin bis auf 560 m ansteigendes, flachwelliges Hochplateau, darin eingebettet liegt das obere Seidenbachtal. Erste Teilflächen des Gebiets wurden ab 1990 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Die Süntelbuche links der Straße nach Nonnenbach

Durch alten Buchenbestand im Olbrück geht es nach Querung der Landstraße K 69 zur weithin sichtbaren Süntelbuche. Links der Straße nach Nonnenbach. Wie eine künstlerische Skulptur sieht die Buche aus. Die wahrscheinlich 250 Jahre alte Rotbuche mit ihrem geschwungenen Stamm und den schirm ähnlich ausgebreiteten Zweigen ist eine Rarität. Es gibt in Deutschland nur noch wenige Exemplare dieser ausgefallenen Art.

Au dem Hochplateau weit sichtbar

Viele Infos sind auf einer Tafel dargestellt und beschrieben folgende Bezeichnungen im Volksmund, Hexenbuche, Teufelsbuche Krüppelbuche oder Schirmbuche. Hier nahe Blankenheim ist sie sehr wahrscheinlich als Jungbaum auf ein altes keltisches Hügelgrab gepflanzt worden. Lange Zeit stand sie versteckt bis ihre Baumnachbarn gefällt wurden.

Das Russenkreuz

Durch alten Baumbestand mit herrlichen Mischwald geht es in Richtung Russenkreuz. Ebenfalls auf einem Hügelgrab errichtet und von einer großen Kastanie umringt. Kurze Trinkpause und es geht bergab in Richtung Nonnenbach. Großzügig am Café Maus vorbei, ist eh Montag und auch Dienstag Ruhetag.

Saftige Wiesen und sanfte Hügellandschaft auf 500 Meter Höhe vor Blankenheim

Im Nonnenbachtal geht es teilweise über den Themenweg „Auf den Spuren der Römer.“ Der auch im Seidenbachtal die weiterführende Route ist. An den Pflanzansätzen konnte man sehen in einigen Wochen blüht hier einiges, schließlich sind die Kalkmagerrasen, alternativ auch Kalktrockenrasen, für eine extensiv genutzte, arten- und blütenreiche Graslandschaft bekannt. Zwei Teilstrecken der Tour waren dann auch nach Wanderung 804 unbekannt.