Montag, 30. Oktober 2017

Heimbach.

Uhrumstellung, Sonderwünsche.
An die Tourleitung der Montagswanderer werden wird neben den bekannten Fakten, Wetterverantwortlich, Ruhebänke, saubere Wege auch die Uhrumstellung erwähnt, und als Forderung, bitte eine halbe Stunde später losgehen. Nicht nur das, am heutigen Tag war auch noch eine Batterie Flex notwendig um den Wanderern einen Durchgang am Weg Nr. 58 hinter Hausen zu ermöglichen.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr. 2 Erholungsgebiet Rureifel.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,6 km 03:45 h, 412 hm.
Streckenführung: Weg Wildkatze Naturpark, örtliche Nr. 3,58,68.
Anspruch: mittel.
Wetter: 8,4 Grad C mittags, Sonne bedeckt, trocken.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, schmale Pfade, Panorama Sicht.

Wandervorschlag der Kölnischen Rundschau vom 05.11.2011.
Heimbach ist gemessen an der Bevölkerungszahl die kleinste Stadt in Nordrhein-Westfalen. Der Ort selbst hatte in 2017 insgesamt 1083 Einwohner. Touristisch interessant und vielfach besucht, überwiegend aus dem Raum Aachen, und aus den Niederlanden. Seit 1974 staatlich anerkannter Luftkurort. Das Oranje Konsulat ist ein Erlebnislokal und keine behördliche Zweigstelle.
Startpunkt der Tour ist im Luftkurort Stadt Heimbach. Die mittelalterliche Burg, deren Anfänge bis in das 11. Jahrhundert zurückreichen, ist Heimbachs Wahrzeichen und prägt das Stadtbild. Das idyllische Städtchen im wildromantischen Rurtal ist schon seit langem Anziehungspunkt für Reisende und Erholungssuchende. Burg Hengebach, inmitten der schützenden Heimbacher Talmulde erhebt sich die Burg auf einem etwa 180 Meter langen und bis zu 40 Meter breiten Grauwacke Felsen majestätisch über den Häusern des Städtchens.
Die Wegführungen sind gut beschildert und so geht es erstmal über den Naturpark Wildkatzen Hinweis und der Weg Nummer 3 in Richtung Hausen. Der Laubwald erlaubte in dieser Jahreszeit ab und an ein Blick auf die Rur.
Vor der Ortschaft Hausen kommt man den Fluss dann wieder näher, und in der Ferne ist die Höhe des Fichelsberg erkennbar.
Hinter den Sportplatz in Hausen wird kurzerhand mit der Batterie Flex der Zaun durchgetrennt und dann geht es steil an bis zum Fichelsberg. Hier ist dann auch die Höhe des gesamten Tour Verlaufs erreicht und weite Panoramaansichten erlauben ein tiefes Durchatmen.
Ein kurzes Stück über die K38 ein unmerklich leichter Anstieg und eine Schutzhütte auf dem Höhenzug Hausener Sonnenberg laden zur Mittagspause ein. Von nun an hieß es den Rückweg genießen, es geht nur noch bergab.

Montag, 23. Oktober 2017

Brück.

Rund um Schmidt, Kirche St.Mokka.

Es gibt doch gar keinen heiligen Mokka. So soll sich jemand beim Erzbischof in Köln beschwert haben. Nach aufwendiger Suche nach dem Heiligen Schutzpatron der Schmidter Kirche, die verständlicher Weise nicht erfolgreich war, musste sich der gute Mann an höchster Stelle melden. So wird es erzählt, die Geschichte ist äußerst amüsant. Natürlich gibt es nicht wirklich einen heiligen Mokka, aber dafür einen heiligen Hubertus, denn so heißt die Kirche in Schmidt im Nationalpark Eifel in Wirklichkeit.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.2 Rureifel im Deutsch - Belgischen Naturpark Hohes Venn.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  19,5 km 05:28 h, 444 hm.
Streckenführung: Weg Nr.25, 90, kreuz und quer in Schmidt, 19, 40.
Anspruch: schwierig.
Wetter: 10,1 Grad C mittags, Sonne bedeckt.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, schmale Pfade, Panorama Sicht.
Startpunkt der Tour ist der Bahnhof der Rurtalbahn in Brück. Bei den Wanderungen in diesem Gebiet ist der Hupton eines Schienenfahrzeugs mit einem Wagen ein markanter Klang in den Bergen und Tälern, halbstündlich, zwischen Düren und Heimbach. Unser Weg geht es mal entlang der Rur und dann im Bachtal der Kall weiter bis Schmidt. Reichlich nummeriert ist der Weg, unter anderem auch als Heinrich Böll Weg passend zum 100. Geburtstag, die Bezeichnung Eifelverein ist dagegen nicht zu finden.
Hier auf der Höhe sind wir froh für einen Platz im Windschatten an der hiesigen Sportanlage, dafür machen wir einen kleinen Schwenker. Wir unterqueren die L 246 und die Kirchturmspitze ist im Visier. Im Jahr 1945, der Krieg war zu Ende und die Menschen hier standen vor dem Nichts. Zwischen 1946 und 1953 entstand so aus der Not heraus die sogenannte Kaffeefront. Kaffeefront bedeutete der wohl größte Kaffeeschmuggel zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland nach dem Krieg und man spricht von über 1.000 Tonnen geschmuggeltem Kaffee in dieser Zeit. In der Eifelregion florierte der Schmuggel besonders und man muss wissen, dass der Ort Schmidt nur ca. 17 Km von Belgien entfernt lag. Der Kaffeeschmuggel endete, nachdem am 24. August 1953 die Kaffeesteuer von zuletzt 10 DM/kg drastisch auf 4 DM/kg gesenkt wurde.
Die L 218 ebenfalls als gelbe Straßenmarkierung in der Karte sorgte für etwas Verwirrung, Ziel war es immer diese Straße links zu lassen. Auf diese Art und Weise kommen wir zu einem phantastischen Panorama Blick auf die Rurtalsperre.
Aber auch ebenso wieder an den Ortsrand von Schmidt, und eine gewollte Abkürzung wurde durch einen doppelt eingezäunten Wildpark wiederum zur Umleitung. So konnten wir die auflockernde Bewölkung genießen in der Gewissheit gleich geht es nur noch bergab.

In Höhe Zerkall in der Nähe einer Infotafel wird die Wandergruppe mit eine La Ola Welle von einer Pilgergruppe begrüßt. Nach dem Halbmarathon eine Wohltat für die Seele und bei Hallmann eine gesponserte Kaffeetafel, danke Herbert das war mal wieder eine Tour die im Gedächtnis bleibt.

Montag, 16. Oktober 2017

Mayschoß.

Auf zum Teufelsloch.
Der Teufel suchte einst das Tal der Ahr auf und fand an Land und Leuten, vor allem aber am vorzüglichen Rotwein derart Gefallen, dass er darüber seine Heimkehr vergaß. Da näherte sich ihm eines Tages, als er auf dem Berg gegenüber der Burg Are ruhte, seine Großmutter in der Gestalt einer schönen Jungfrau. In den Armen des verliebten Teufels verwandelte sie sich schnell in die ihm nur allzu gut bekannte, widerwärtige Alte zurück. Erbost packte er die Großmutter und schleuderte sie durch die Felswand hinunter in die Hölle zurück. So entstand das Teufelsloch, das bis heute oberhalb von Altenahr zu sehen ist. Erneuert nach einem Erdbeben.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.9 Das Ahrtal zwischen Schuld und Sinzig am Rhein.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,4 km 04:49 h, 592 hm.
Streckenführung: Ahrsteig, Weg Nr.7,8 Eifelverein.
Anspruch: schwierig.
Wetter: 21,4 Grad C mittags.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, schmale Pfade, steile Stege.
Startpunkt der Tour ist am Bahnhof Mayschoß mit einem schönen Blick am frühen Morgen auf die Saffenburg, Herbstwetter, für das Bild musste man aber zunächst mal steil an.
Im weiteren Verlauf geht es nach Rech. Naja da waren wir mal wieder auf Fluss Höhe. Es ging weiter in Richtung St. Florians Hütte über den Schwenk der sich Flucht nach Ägypten nennt bis zur Hütte auf den Schrock. Nach der Mittagspause gab es eine Abstimmung, wer will auf das Teufelsloch sehen, bzw. wer ist da noch nicht gewesen.
Drei gegen einen, also weiter auf die Suche nach dem sagenumwobenen Ort. In der Karte Nr. 9 sind so viele Nebensächlichkeiten dokumentiert, so dass die Suche sich zu einem Spießrutenlaufen entwickelte.
Auf und Ab jedoch kein Hinweis, wenn dann versteckt. Die Wandersonderkarte Ahrsteig von Blankenheim bis Sinzig ist da ein Ticken genauer.


Schön dass wir es erreicht hatten, denn phantastische Blicke auf Kreuzberg, die Ruine Altenahr, den Langfig waren da eine Entschädigung für die Anstrengungen.
Noch ein kurzer Abstecher zum schwarzen Kreuz, errichtet als Gegensatz zum weißen Kreuz auf der Ahr gegenüberliegende Seite ging es über Reimerzhoven an Weingut Händlern vorbei zum Ausgangspunkt.
Hoffnungslos überfordert das Personal bei Caspari in Altenahr, nach einer Weile verlassen wir die Lokalität ohne Verzehr. Die Verbindungen zwischen Gästen und Personal kann einfach nicht in die Pötte. Es hat nicht sollen sein.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Der Rheinsteig.

Die Etappe von Lorch nach Rüdesheim, am Sonntag den 15.10.2017.
Wanderleitung: Heinz
Wanderkarte: Der Rheinsteig von Kosmos
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  16,76 km, 05:39 h Echtzeit, 426 hm.
Die angegebene Strecke von 22,1 Kilometer laut Beschreibung wurde durch die Benutzung der Seilbahnen somit unterboten.
Wegführung: Wege Zeichen R auf blauem Grund.
Anspruch: mittelschwer.
Wetter: im Nebel 13,4 Grad C, bei Sonne über 21,5 Grad C.
Wir nähern uns dem Ende der Rheinsteigwanderungen, allerdings haben wir uns die Route über die Loreley, für den Sommer terminiert. Nach einer Recherche von Heinz ist die immer noch gesperrt. Hurra wir haben es geschafft werden wir dann in 2018 sagen, heute immerhin einen Termin am dem alle dabei sein konnten.
Von der Ortsmitte in unmittelbarer Nähe von Bahnhof geht es querab von St. Bonifatius über Treppen hinauf in die Weinbergs Gemarkung. Dort hält sie die Sonne noch spärlich und entlang der Höhenlinien geht es bis zur Hütte Georgs Ruh zur Rast.
Die Seitentäler Bächergrund und Bodental sind gut zu durchwandern auf breiten Forstwegen und fast auf einem Höhenniveau. Menschenmassen sind an diesen schönen Herbsttag unterwegs.
Es wird schwierig amTeufelskadrich eine Bank für die verdiente Mittagspause zu ergattern, Geduld zahlt sich aus und wir besetzen die Bank. Hier oben Sonne pur, im Tal dichter Nebel, und die Gipfel der Berge im Binger Staatswald auf der gegenüberliegenden Rheinseite zu sehen.
Die weitere Wanderung über den herrlichen Panoramaweg wird getrübt durch die Nebelwände und der Südwind gibt Anlass sich immer wieder mit der Kleiderfrage zu beschäftigen, Jacke an, in der nächsten Kurve Jacke aus.
Wenig später zweigt ein Felsenpfad ab, auf dem der Rheinsteig noch einmal zeigt, dass er den Namen Steig zu Recht trägt. Die fußbreite Spur schmiegt sich eng an den Hang, der mit Abermillionen Felsbrocken durchsetzt ist. So erreicht man die Weinbergs Gemarkung von Assmannshausen.
Dort nehmen wir den Sessellift bis auf die Höhe zum Jagdschloss Niederwald.
Was jetzt noch fehlt, ist der viel gerühmte Ausblick von der Germania, wie die Rheingauer die gewaltige Bronzefigur oberhalb Rüdesheims nennen. Nach einigen Kilometern über einen Höhenweg geht immer den Menschenmassen folgen und schon das Denkmal erreicht.

Die Heimreise geht per Gondellift zum Ort Rüdesheim. Hinunterlaufen oder mit der Seilbahn hinunterschweben, da wurde nicht lange gefackelt. Zwei Stationen per Zug, das Gruppenticket im letzten Moment ergattert und dann im Garten Weingut Graf von Kanitz noch einen Federweiser probieren, wir sind ja bescheiden.

Zwiebelkuchen gab es nicht mehr, aber die Absprache im Mai 2018 einen Termin für die letzte Route zu suchen, die Loreley. Vielleicht gelingt es uns eine Tour durch das Hohe Venn zu Terminieren, die würde dann der Berichterstatter aussuchen.

Montag, 9. Oktober 2017

Niederheckenbach.

Auf historischer Straße Teil 3.
Die Historische Straße, so heißt ein Gesamtprojekt zwischen Ramersbach, Schalkenbach, Heckenbach und Ahrweiler. Wacholderweg, Köhler- und Loheweg, sowie der Eisenweg, so werden die drei thematischen Routen genannt.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.9 Das Ahrtal zwischen Schuld und Sinzig am Rhein.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,7 km 04:13 h, 387 hm.
Streckenführung: historische Straße, ( Nr.3,14 ) Forstwaldwege.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt, 13,4 Grad C Mittag, morgens ab und an Nieselregen.
Wegcharakter: breite befestigte Waldwege.
Startpunkt der Tour ist am Forsthaus Tannenberg L 85 Niederheckenbach in unmittelbarer Nähe der Kirche. Die historische Straße besteht aus 3 unterschiedlichen Teilrouten, die jeweils zeigen, wie der Wald in geschichtlicher Zeit genutzt wurde und welche Auswirkungen dies auf die Landschaft hatte. Am Wacholderweg wird gezeigt, wie durch Armut und Übernutzung der Landschaft die einst für die Eifel prägenden Wacholderheiden entstanden sind.
Der Name Wacholder, Juniperus communis, leitet sich von dem Namen Wecholter einer Abwandlung des mittelhochdeutschen Begriffs quecholder ab und bedeutet lebensfrischer, immergrüner Baum.
Der Ort Heckenbach in der Eifel besteht aus den Orten Beilstein, Blasweiler, Cassel, Fronrath, Frankenau, Niederheckenbach, Oberheckenbach und Watzel. Die Gemeinde wurde erst im Jahre 1960 neu gegründet. Es handelt sich dabei um Ortschaften, die 1938 wegen der Anlage des Luftwaffenübungsplatzes in Ahrbrück geräumt wurden. Einige Orte queren wir und es ist tatsächlich Internetempfang, zwar eine sehr langsame Anbindung aber immerhin.
Ein Ziel der Route war die Teufelsburg, was in der Karte als Besonderheit vermerkt ist. Großräumig umzäunt, die Umgebung mit kleinen und größeren Moosbedeckten Quarzsandsteinen. Steinbruch oder eine ehemalige Kultstätte? Jedenfalls ein furchteinflößender Name. In der Recherche konnte man lediglich ein Foto finden.

Über Frankenau mit einem riesigen Areal von Pflegestätten für alte Tiere, hier war dann das Bellen von vielen Rassen zu hören, ergaben sich auf der Höhe bei Beilstein weite Blicke über die Eifelhöhen hinüber bis zum Siebengebirge, und dem Sender Schöneberg. Hier ist ein besonders reizvollster Abschnitt im Wacholdergebiet. Die vielen Wildwechsel abseits der Wanderwege kann man halt nur erleben wenn man den breiten Wege der Forstwirtschaft folgt und dabei nicht das Ziel aus den Augen verliert. Wir waren mal wieder zu viert unterwegs, der Durchschnitt bis dato liegt bei 3 Wanderfreunden. 

Montag, 2. Oktober 2017

Abenden.

Vom Rurtal in den Badewald.
Wandervorschlag der Kölnischen Rundschau.
Wanderleitung: Gerd, Herbert.
Einer liest den Artikel, der andere geht mit.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.2 neue Wegzeichen
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  15,0 km 04:17 h, 415 hm.
Streckenführung: Weg Nummer 67,77,48,68,30, Eifelverein.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt, 16,4 Grad C Mittag Sonne, 21,0 Grad C.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, trocken
Startpunkt der Tour ist direkt am Kaffee Hallmann in Abenden. Den Rundschau Artikel lesen und schon geht es steil an über Treppen durch den Badewald.
Der Badewald ist nicht etwa ein geheimer Badeweiher inmitten dichter Bäume. Badewald heißt ein Waldgebiet zwischen den beiden Nideggener Stadtteilen Abenden, sprich: Ah-Benden, und Berg. Wahrscheinlich geht der Name Badewald auf einen niedergegangenen Ort namens Badua zurück.
Die Wetteraussichten waren nicht so rosig leichter Feuchteniederschlag lag in der Luft. Die Streckenführung in das Isimutstal kann man sich sparen, da man letztendlich fast wieder in Abenden ankommt. In Bezug auf den Zeitungsartikel ist man in geschichtlichen Gefilden.
Caesar hat in seinem Bericht über den gallischen Krieg das römische Winterlager castellum Aduatucam erwähnt, dass in der Nähe einer keltischen Fliehburg namens Aduatuca gelegen haben soll. Die Lage dieser Festung legt er fest mit mitten im Eburonenland.
Schon lange suchen Heimatforscher nach diesem historischen Ort. Insgesamt 40 Möglichkeiten hat man gefunden, neben Tongeren, Moresnet und Krewinkel in Belgien auch das Aachener und Dürener Land. Favorisiert wird besonders das Gebiet des Badewaldes mit mehreren Orten zwischen Nideggen und Vlatten.
Die der Abzweigung zum Rosstals ist man fast unmittelbar am Ortsrand von Abenden und durch das langgezogene Tal hat man unmerklich wieder die 300 Höhenmetermarke geknackt. Die K 48 überqueren und vor dem Forsthaus Bade, in ein Stück des alten Badewaldes eintauchen. Bodenvertiefungen berichten von der Jahrhunderte langen Nutzung als Erzabbaugebiet.
Danach geht es hinab ins Rurtal, das wir am Fuße Hausen und Blens erreichen.
Die Buntsandsteinfelsen werden sichtbar und die Sonne ebenfalls, so sind schöne Ansichten für die beiden Wanderer präsent. Bis vor wenigen Jahren tummelten sich hier Bergsteiger und Kletterer; heute ist das Gebiet eines der am strengsten geschützten Biotope der Eifel. Wegen des Anflugs der horstenden Greifvögel ist an der Rurtalstraße in diesem Abschnitt die Geschwindigkeit eingeschränkt. Diese erzwungene Rücksichtnahme der Autofahrer wird sogar durch eine Radarkamera überwacht, in beide Richtungen.
Auf der linken Seite der Rur folgen wir im Tal zunächst aufwärts. Mit dem Aufstieg zur Höhe ändern wir aber dann unmerklich die Richtung und begleiten den Fluss ab der schön gelegenen Schutzhütte mit herrlichem Ausblick nun in Richtung seiner Mündung.
Viele Historiker haben sich in der Vergangenheit mit den auffälligen Funden im Badewald beschäftigt, aber noch sind seine Geheimnisse nicht völlig gelöst.
Auch wir konnten dieses Geheimnis nicht lüften, aber dennoch lohnt sich eine Wanderung in den Badewald, ein schöner Mischwald mit Birken, Kirschbäumen und steinalten Buchen.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Weilerswist.

Durch den Villewald
Wanderleitung: Vadder.
Wanderkarte: keine.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,4 km, 03:09 h, 65 hm.
Myfit Armband: 11,79 km, 02:53 h, 18137 Schritte.
Streckenführung: Klüttenweg, Römerkanalweg
Anspruch: leicht.
Wetter: bedeckt, Sonne, Mittag 14,0 Grad C.
Wegcharakter: Waldwege, befestigt.

Startpunkt der Tour ist der Birkhof am Ortsrand von Brühl in unmittelbarer Nähe zum Phantasialand, das ist für alle Brühler am 6. Oktober nur mit dem Perso kostenlos zu besuchen. Über den Schnackejagdweg und den Klüttenweg hat man nach 3,4 Kilometer das Swister Türmchen erreicht.
Der Swister Turm, erbaut in den Jahren 1100 bis 1125, ist der Überrest der alten Pfarr- und Wallfahrtskirche des ehemaligen Dorfes Swist am Swisterberg in Weilerswist. Fundamentreste des Kirchenschiffes werden dem 9. Jahrhundert zugeschrieben. Archäologische Funde aus der Römerzeit deuten auf die Errichtung der ersten christlichen Kirche über einem römischen Heiligtum hin.
Ein Schleichweg entlang der alten Tongrube, am Dobschleider Hof entlang geht es wieder in den Wald. Richtung Gut Londorf weiter bis zur Mertener Heide. Es ist Mittagszeit geworden und nun sind nach dem langen Regentag gestern viele unterwegs. Den Berggeistsee und Lucrecia See, sowie die Birkhof Kapelle Tangieren und schon ist der Mokka wieder in Sicht. Eine Wanderung zu Austesten der neuen elektronischen Utensilien. Was tut man nicht alles für die Frauen.