Montag, 28. August 2017

Nohn.

Durch die Auenlandschaft am Nohner Bach
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.16 Hillesheim.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  15,67 km 04:05 h, 264 hm.
Wegführung: Weg Nummer 16, 2, 7.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt, Sonne, Mittag 24,0 Grad C, Nachmittag 30,0 Grad C
Wegcharakter: Gras und Waldwege, befestigte Wege.

Startpunkt des Weges ist der Parkplatz an der Kirche in Nohn. Für die 2 Wanderer am heutigen Montag ist da auch schon ein Parkplatz reserviert.
So kann der Präsident und Berichterstatter es locker angehen, weil der ein oder andere Mitwanderer verhindert ist. Etwa auf einer Insel bei Dauerregen, von einer Hexe angeschossen, mit dem Hund Gassi gehen oder Planungen tätigen für eine Alpenüberquerung.
Wer stille Eifeltäler mit ihren mäandernden Bächen und unauffälligen Schönheiten liebt, wird an dieser Tour seine Freude haben. Die Anforderungen entsprechen dem idyllischen Charakter der Landschaft: Die Strecke ist mit ihren etwas über 15 km zwar nicht kurz, weist aber nur wenige, harmlose Steigungen auf.
Wir gehen zunächst am Nohner Bach abwärts, über den Wanderweg Nummer 16 und queren diesen am Abzweig zu Weg Nummer 5. Auf der automatisch abgespeicherten Karte ist das die Strecke zwischen den 2 grünen Männchen. Warum, Rätselhaft, wenn kein Netz vorhanden ist sich diese Aufzeichnung ergibt, automatisch. Vielleicht weil die Beschilderung dürftig war wohl zu viel auf dem I Pad herumgeklickt. Über einen sanften Höhenrücken lassen wir Trierbach links liegen.
Wir waren uns einig welche Wanderrichtung wir nehmen sollten. Bei den sich einstellenden hochsommerliche Temperaturen wird die Strecke in Richtung K 1 durch den Mischwald fortgesetzt. Wenige Tage vor dem Kalendarischen Herbstanfang ist im Sonnenschein eine Spinne quer über dem Wanderweg. Schnell ein Foto und nicht zerstören.
Entlang des Weges Nummer 2 haben sich gezählte 15 Ameisenkolonien niedergelassen und wir machen das für die Mittagspause auch. Im weiteren Verlauf stehen einige Bänke und so wird mit Blick auf Borler frei und überlegt, da waren wir doch auch schon einmal.
Von nun an geht es abwärts durch die Auenlandschaft in umgekehrter Richtung entlang des Nohner Baches bis zum Ausgangspunkt. Die besonderen Reize der Landschaft genießen und sich bei den Höchsttemperaturen die sich nun einstellten auf das Eis am Nachmittag freuen.

Mittwoch, 23. August 2017

Konzen.

Themenwanderweg Kaiser Karl Weg.
Wanderleitung: Vadder.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.3 Monschau und das Rurseengebiet.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  14,0 km 04:02 h, 225 hm.
Wegführung: Kaiser Karl Weg.
Anspruch: mittel.
Wetter: Sonne, 24,0 Grad C
Wegcharakter: Gras und Waldwege, befestigte Wege.
Der Themenwanderweg mit 17 Stationen wurde am 20.09.2014 eröffnet. Der
Startpunkt des Weges ist der Wanderparkplatz an der Kirche in Konzen.
Koordinaten: N50° 35.139 E006° 15.163
Die Länge der verschiedenen Wanderstrecken ist farblich gekennzeichnet mit 8,7 km, 7,5 km, 5 km und 4 km.
Viele Infotafeln entlang des Weges können das geschichtliche Wissen auffrischen. Da im Rheinland Temperaturen von 30 Grad angekündigt sind, geht es am frühen Morgen auf ins Venn bei angenehmen 24,0 Grad dort, bei frischem Wind, schattige Wege, und die Option die Streckenlänge zu variieren sind genug Motivation diesen schönen Tag im Grenzbereich Belgien zu verbringen.
Konzen hat in seinem Wappen Kaiser Karl verewigt und direkt an der Kirche ist eine Fülle von Exponaten zu erkunden.
In Richtung Mützenich geht es leicht bergab und auf zu unserem ersten Ziel, Kaiser Karls Bettstatt. Ein Sagenumwobener riesiger Quarzitblock am Rande der Moorlandschaft Hohes Venn. Dort ist auch zu lesen wie der Ort Mützenich seinen Namen erhielt.
Einmal auf der Hochebene ist für uns klar, da werden wir die Route ein wenig verlängern und die Schönheit der Landschaft genießen. Unser elektronischer Begleiter erlaubt da auch Wege zu wandern die querfeldein gehen, gesperrt sind und so stoßen wir auf viele Pilssucher. Pfifferlinge waren hier nicht zu sehen, aber leider das Ende der Tour auf der Trasse der alten Vennbahn.

Montag, 21. August 2017

Kesternich.

Rundweg nach dem Motto immer die Nr. 51.
Kleine Umwege bescheren reichliche Pifferlinge.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.3 Monschauer Land Rurseengebiet.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  15,0 km 04:23 h, 501 hm.
Wegführung: Weg Nummer 51
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt, Sonne, 17,5 Grad C
Wegcharakter: Gras und Waldwege, befestigte Wege.
Kesternich ist ein Eifel-Höhendorf südlich von Aachen am Rand des Hohen Venn und des Nationalparks Eifel und daher ein idealer Ausgangsort für Wanderungen. Der Ort ist vor allem mit hohen Rotbuchenhecken durchgrünt. Ein Hinweis für eine Ortsrunde mit sehenswerten Hecken ist mit der Wegnummer 41 bezeichnet. Für die beiden Wanderfreunde eine zu kurze Route.
Am Wanderparkplatz Feuerwehr, bzw. Sportplatz geht es los. Hier orientieren wir uns auf das Wegkennzeichen Nr. 51. Zwei-Täler-Weg, wird der Rundweg bei Outdoor im Internet genannt, und hat in der Kurzversion 12 Kilometer. Wir verlassen den Ort Kesternich in der Nähe der Kirche und durchwandern zunächst die typische Eifellandschaft mit Feld und Wiesen umzäunt von Flurhecken. Wir folgen dem Talverlauf entlang des Tiefenbaches.
Hinter der Ölmühle folgt eine Abzweigung die direkt steil an geht und die unterhaltsame gemütliche Wanderung zum Schweigen bringt. Am Weihrauchs Berg beschließen die Route zu verlängern und so die Weg Nummer 16, ein Panorama Höhenweg, in unsere Tour mit ein zu beziehen. Ein Aussichtspunkt gibt den Blick frei auf Dedenbach, und in der Schutzhütte wird es Zeit für die Mittagspause.
Nach Querung der B 266 wird für uns wieder die Wegnummer 51 präsent und es geht bergab in das Eisenbach Tal. In den langgezogenen Serpentinen und breiten Wegen kommt rechts des Weges für Norbert Freude auf, Pifferlinge. Im weiteren Verlauf passieren wir verstreut liegende Höfe, die als sogenannte Aussiedlerhöfe entstanden sind aus der Flurbereinigung. Entlang des Eisenbach, einer der zahlreichen Mittels Gebirgsbäche, die die Eifel durchziehen und leicht bergan durch Mischwald wird der Ausgangspunkt erreicht.
1964 wurden südlich des Ortes die Fundamente eines einzelnen römischen Gebäudes mutmaßlich eine Verpflegungsstation entdeckt. Hier ist auch der Ursprung des Ortsnamen zu suchen, er stammt vermutlich von „Castriniacum“ was „kleines Soldatenlager“ bedeutet, Verpflegung für den Abend hatte Norbert genug gesammelt, und das Resultat kann sich sehen lassen.

Montag, 14. August 2017

Aderich.

Wandern in Belgien.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Belgien Hautes Fagnes, Hohes Venn, Hoge Venen, oder Eifelverein Karte Nr.3 Monschauer Land Rurseengebiet.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  15,0 km 04:13 h, 235 hm.
Wegführung: Kennzeichnung der Wege farbig, blaue Raute.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt, Sonne, 22,0 Grad C
Wegcharakter: urige Gras und Waldwege, befestigte Wege, Holzstege.

Start der Wanderung, direkt an der Grenze zu Duitsland, am Parkplatz Vennbahn bei Aderich. Hinweise und Verbote sind dreisprachig angeschlagen.
Ein Holzstegweg durch das Imgenbroicher Venn ist in so einem desolaten Zustand das nach einigen Metern überlegt wird umzukehren, aber da hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Morsche Stege und total zugewachsen, so dass die Wegführung kaum erkennbar ist. Et kütt, wie et kütt, Et hätt noch immer jot jejange.
Heißt es nun Stausee Eupen, oder Wesertalsperre, das war eine der Fragen während der Wanderung, den bis zum Steinbach, der letztendlich in die Weser fließt ging die Wanderung, wenn auch in der belgischen Karte Lac d`Eupen auftaucht. Wir sind in den dichten Wald abgetaucht und auf 560 Meter Höhe sind angenehme Temperaturen und am heutigen Tag viele im Venn unterwegs.
Vom Startplatz ging es zunächst bis zum Aachener Pilgerpfadkreuz über einen breiten asphaltierten Weg der dann am Rande des Naturschutzgebietes abzweigt und ein schöner uriger Pfad bis zum Konzener Venn sich durch die Landschaft schlängelt.
Die Tourleitung sammelt fleißig Pilze und die fachgerechte Säuberung wird direkt vor Ort erledigt. In Richtung Reinartzhof wird an einer Kapelle die von den Mauerresten des Hofes erbaut wurde eine Pause eingelegt.
Auf dem „Reinart” ist es still geworden, seit die letzten Bewohner den Reinartzhof mitten im Hohen Venn verlassen haben. Das war im Jahr 1971. Und die hatten sich hartnäckig dem Befehl widersetzt, ihren Hof zu verlassen. Drei Tafeln mit herrlich alten Bildern erzählen vom harten Leben und Arbeiten auf den Höfen vom Reinart - ohne Strom und ohne Wasserleitung. In kalten Wintern tagelang eingeschneit und bei Nebel wurde für die Pilger von Aachen nach Trier eine Glocke geläutet, damit man sich nicht im Moor verirrte.

Ein paar Mauerreste, Info-Tafeln und die kleine Kapelle erinnern daran dass in der Einsamkeit des Hohen Venns gelebt und gearbeitet wurde. Am 26. Juni 1958 wurde per Erlass des belgischen Königs das Ende des Reinartzhofes verkündet: Zum Schutze des Wassers in der Weserbachtalsperre bei Eupen musste der Reinart geräumt werden.

Die Faszination Venn erlebt der Wanderer am Rande der Schutzgebiete und die weiten Blicke auf dem gleichen Höhenniveau des Geländes sind bei diesen Lichtverhältnissen besonders reizvoll. 

Montag, 7. August 2017

Thum.

Sommer in der Drover Heide.
Wanderleitung: Dieter
Wanderkarte: aus dem Internet
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  16,4km 04:20h, 62 hm
Wegführung: Kennzeichnung der Wege farbig, Hinweistafeln.
Anspruch: leicht.
Wetter: bedeckt, Sonne, 25,0 Grad C
Wegcharakter: Gras und Waldwege, befestigte Wege.
Treffpunkt für die Autos war diesmal in Lechenich. Da hatten sich Herbert, Dieter und Norbert eine perfekte Inszenierung ausgedacht. Die Mails nach Berlin vom letzten Montag hatten einen regelrechten Horrorinhalt. Verlaufen, alte Karte, keine Wegzeichen, Probleme Fersensporn, Knie usw. super lange Wanderung. Vorsichtshalber kein Foto von der Person die eine Krücke mitgebracht hatte.
Da war das Gefühl einer Fake News, was der Berichterstatter schon in Berlin hatte nicht so ganz verkehrt. Zur Erklärung des neudeutschen Begriffes gilt folgendes:
Kommt aus dem Englischen, eine Fälschung, eine Täuschung, eine Attrappe, ein Hochstapler, ein Simulant. Fake News sind Falsch- und Fehlinformationen, die häufig über elektronische Kanäle vor allem soziale Medien verbreitet werden. Sie gehen von Einzelnen oder Gruppen aus, die in eigenem oder fremdem Auftrag handeln. Wer letztendlich die Idee hatte blieb noch ein Geheimnis, vielleicht bis zum nächsten Bierabend.
Das ehemalige Truppenübungsgelände ist heute ein attraktives Naherholungsgebiet, und ein bedeutsamer Lebensraum für seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere. Die Pflege des NSG erfolgt nicht nur manuell, sondern auch auf natürliche Art und Weise, indem man Thüringer Waldziegen und schottische Hochlandrinder zum kurz fressen der Heide einsetzt.
Die Wege sind durch farbmarkierte Pfähle gekennzeichnet, so dass ein Verlaufen unwahrscheinlich ist, es ist nicht erlaubt, die gekennzeichneten Wege zu verlassen, aus Gründen des Naturschutzes und aus Sicherheitsgründen. Ein Querweg in der Heide ist nur im Sommer vom 15. März bis 30. September, ein anderer nur im Winter vom 16. August bis 14. März freigegeben, unsere Wanderung hat das berücksichtigt.
Die Drover Heide ist besonders schön im August während der Heideblüte und eine Augenweide durch die weiten Freiflächen zu wandern.
Unsere Tour startete am Sportplatz in Thum.
Wir wandern nördlich bis fast zur Ortschaft Stockheim. Am Ortsrand hat die STIG Tisch Bank und Liege am Waldrand installiert. Pause und Unterhaltung über die letzten Touren.
Danach geht es stellenweise über hölzerne Stege, die das Laufen durch den Morast erleichtern.
Unser Weg führt uns am Uxmaar vorbei, die Bezeichnung Maare ist in der Nordeifel irreführend, und meint hier Wasserflächen, die sich auf wasserundurchlässigem Tonboden gebildet haben. Die hier lebenden Urkrebse haben wir nicht geschichtet. Eine schöne Tour mit schneller Anreise und im Sommer und Winter leicht zu gehen.

Samstag, 5. August 2017

Berlin. – Brühl.

Rückzug aus der Hauptstadt.

Nach 3 Wochen Homesittern verlassen wir Berlin bei schönem Wetter und treten die Heimreise an. Diesmal nicht mit dem Flieger sondern per Auto und der Sonntag erwies sich mal wieder als guter Tag der Individual Reise. Wir bedanken uns bei den Gastgebern dass wir mal wieder über längere Zeiten dort verweilen konnten. Immerhin kommen wir seit den 10 Jahren auf eine stattliche Anzahl von 356 Tagen Aufenthalt in Berlin. Dass sich bei euch immer wieder Gäste einfinden liegt an der Willkommenskultur Herzlichen Dank nochmals und bleibt gesund.

Freitag, 4. August 2017

Köpenick.

Rund um den Müggelturm.
 
Im letzten Jahr auf der Anfahrt per Bus nach Köpenick, zur Vorstellung im Rathausinnenhof, Der Hauptmann von Köpenick, entdeckt und heute besucht. In Schöneweide befindet sich das einzige noch weitgehend erhaltene ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte es zu den mehr als 3.000 über das Stadtgebiet verteilten Sammelunterkünften für Zwangsarbeiter. Die Dauerausstellung Alltag Zwangsarbeit 1938-1945 informiert über das System Zwangsarbeit, und dies mitten in der Stadt.
Ein Multi Media Guide führt durch die Dauerausstellungen, das ehemalige Lagergelände und die Nachbarschaft. Er ist in vielen Sprachen verfügbar. Eindrucksvolle Exponate dokumentieren den damaligen Zeitverlauf.
Unsere Zeit in Berlin wird knapp und so geht es ab zum Müggelturm. Carl Spindler, der Eigentümer einer Köpenicker Wäscherei ließ um 1880 auf dem kleinen Müggelberg einen 10 Meter hohen hölzernen Aussichtsturm errichten.
Wegen der geringen Größe konnte man aber nicht weit in die Ferne schauen. 1889 ließ Spindler den Turm erweitern, er wurde mit einer Höhe von 27 Metern am Ostersonntag 1890 eröffnet. Turm und Restaurant entwickelten sich schnell zu einem beliebten Ausflugsziel. 50 km Weitsicht über die Wald- und Seenlandschaft der Region bis hin zur Stadtsilhouette von Berlin.
Am Nachmittag des 19. Mai 1958 brannte der hölzerne Turm vollständig ab. Am 6. Oktober 1959 war die Grundsteinlegung für einen Neubau und am 20. August 1960 feierte man Richtfest und die Eröffnung fand in der Silvesternacht 1961 statt.
Der 29,61 Meter hohe Turm hat neun Geschosse mit Panoramafenstern und eine Plattform, die über 126 Stufen erreichbar ist. Der Gastronomiebereich ist neu und gut für eine Pause.


Vorher hatten wir den höchsten natürlichen Berg Berlins bestiegen. Auf dem Rückweg den Teufelssee umrundet und die mit EU-Fördermitteln angelegten Freizeitmöglichkeiten begutachtet. 

Donnerstag, 3. August 2017

Berlin.

Wo waren wir noch nicht?
Fast alles Stadtteile sind uns bekannt, Friedrichshain, Neukölln, Kreuzberg, Charlottenburg, Schöneberg, Prenzlauer Berg, Tiergarten, Wedding, Wilmersdorf, Steglitz, Mitte, Treptow, Tempelhof, Pankow, Köpenick, Weißensee, Reinickendorf, Zehlendorf, Spandau, Lichtenberg, Hellersdorf, Marzahn, Hohenschönhausen.
Wir schauen und ein Bauobjekt in der Bouchéstraße an, hier wird seit 2015 gebaut und bis auf 3 Einheiten ist schon alles verkauft. Jahrelang brach liegend mit einem Platz für einen Zirkus. Ein Grundstück mit wechselvoller Geschichte.
Das Grundstück zwischen Bouchéstraße, Harzer Straße ist ein geschichtsträchtiger Ort. 1937 erwarb der Berliner Bauunternehmer Hildebrandt das Gelände, um darauf eine Wohnanlage zu bauen. Dazu kam es aber nicht, infolge des Zweiten Weltkriegs. Nach Kriegsende lag das Grundstück am Rande des sowjetischen Sektors und grenzte direkt an den amerikanischen, somit gehörte es seit 1949 zur DDR. 1962 wurde die Familie von der DDR enteignet: Im so genannten Todesstreifen stand genau hier ein DDR Grenz- Wachturm. 1983 gelang in der Bouchéstraße eine spektakuläre Flucht an einem Seil von Haus zu Haus. 1989 die Wende. Doch die Besitzverhältnisse wurden erst 1996 mit dem Inkrafttreten des Mauergrundstücksgesetzes abschließend geklärt. Das Grundstück ging damit in den Besitz des Bundes, Alteigentümer konnten die Grundstücke für 25 Prozent des Verkehrswertes zurück kaufen. Die Witwe Charlotte Hildebrandt kämpfte vergebens um die Rückgabe. Klagte sie gegen das Mauergrundstücksgesetz, dass sie als zweite Enteignung empfand. Fast hundertjährig ist sie vor einigen Jahren verstorben. Nachdem der Europäische Gerichtshof die Klage 2013 ohne Erklärung abgewiesen hatte, musste der Sohn Joachim Hildebrandt 2014 das Grundstück kaufen um es nicht ganz zu verlieren. Preise für die Eigentumswohnungen werden auf der Homepage des Bauunternehmers nicht genannt. Schade.
Naja ein neuer Monat hat angefangen und so ist ein Besuch bei der Hausbank geplant. Kontrolle ob die Rentenerhöhung auch beim Verbraucher etwas übrig lässt. Zu einem Kaffee und Eiskaffee am Rathausplatz von Neukölln reicht es gerade noch.

Mittwoch, 2. August 2017

Burg. – Borkowy.

Spreewald.
Ab in den Spreewald. Diesmal geht es in getrennten Aktion zur Sache. Bootfahren und Wandern.

Knapp 100 km südlich von der Hauptstadt Berlin entfernt, erstreckt sich in der Lausitz eine in Mitteleuropa einzigartige Kulturlandschaft. Hier teilt sich die Spree in ein Labyrinth von rund 300 Fließen. Millionen Mücken und vielen stillen Gewässern. Die andauernde Hitze und Schwüle sorgt für genug Nachwuchs an den lästigen Viechern. Kaum zu glauben, aber wahr, dieser einmalige Landstrich war noch vor fast 150 Jahren unbekannt.
Burg im Spreewald wurde im Jahre 1315 erstmalig urkundlich. Die Häuser wurden hier aufgrund des Wasserspiegels und der Bodenbeschaffenheit auf kleinen Erhebungen, sogenannten Kaupen errichtet.
Lehde im Spreewald, kennen wir von den Bootfahrten, vielleicht ist es hier ja schöner. Deshalb entschließen wir uns für die Kurzversion. Der Bootsführer erzählt viel und macht dann an einem markanten Punkt Kehrtwende.
Die gleiche Strecke zurück, gerade mal 4 Kilometer, da sind wir etwas enttäuscht worden, und so beschließen wir kurzer Hand eine kleine Rundwanderung zu unternehmen. Die Kann Strecke passieren wir teils längsseits oder queren diese.
Schöne Ferienwohnungen werden hier angeboten und gut ausgeschilderte Radwege auf denen man wohl den Spreewald so richtig erkunden kann. Das dies auch per Paddelboot möglich ist hatten wir in der ersten Ferienwoche an getestet.