Wandertour: 2014_12
| Narzissenwege |
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.4/14
Region:. Schleidener Tal, Hellenthal,
Schleiden, Gemünd.
Länge: 16,59 km
Gehzeit brutto: 5 Std. 04 Minuten.
WDG: 4,3 km/h
Wegmarkierung Narzissen Weg, örtlich Nr.9, querfeldein, auf belgischem
Hoheitsgebiet, rot weiß.
Wegbeschaffenheit: breite feste trockene Wege,
Asphalt, sumpfige Wiesen.
Anspruch: schwierig
Wetter: 18 Grad
C, trocken Sonne.
Steigung: 505 auf 640
Sehenswertes: Narzissen Wiesen, vor allem auf
belgischer Seite.
Der Startpunkt von Wanderung Nummer 12 in 2014 ist
der Wanderparkplatz Hollerather Knie B265
Ursprünglich hatte die Wildnarzisse im westlichen
Mitteleuropa ihr Verbreitungsgebiet. In Deutschland kommt sie heute nur noch in
der Eifel und im Hunsrück vor. Für die MOWA Gruppe ist da die Eifel ideal. Der
Verbreitungsschwerpunkt der Narzissen findet sich in geprägten
Landschaftsräumen mit hohen Niederschlagssummen. In der Eifel ist das im
östlichsten Verbreitungsgebiet. Im westlich gelegenen Belgien kommt die
Narzisse noch häufiger vor. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkarme, magere
Feuchtwiesen. Ihre großen Samen verbreitet die Wildnarzisse durch
Wassertransport und durch Ameisen. Im Nationalpark Eifel wächst die Wildnarzisse
im Oleftal in einem bis zu 100 Meter breiten Band entlang des Bachlaufes. Sie
fühlt sich dort unter dem lichten Dach von Erlen und Birkenbruchwäldern wohl.
Ab Ende März verwandeln sich die Talwiesen wieder in
ein einzigartiges gelbes Blütenmeer und begeistern die Naturfreunde. Trotz der
warmen Witterung waren die ersten blühenden Wildnarzissen um den 30. März zu
sehen. Die Blüte ist dann bis Mitte oder Ende April.
Schnell beeilen so lautete das Motto des heutigen
Tages. Den üblichen Rentnerweg, wo tatsächlich blaue Boxen (Dixi) im Wald
stehen, verlassen und auf belgischer Seite mal schnuppern wie die Blüte dort
aussieht.
Die Markierung im Bild 1 macht deutlich hier ist es
grün und blau. Grün die saftigen Wiesen und blau die zu querenden Bäche. Das
war natürliche eine sportliche Herausforderung für den einen oder anderen
Wanderer. Mehrere Bäche durchwaten oder über Zäune klettern. So wurde der
Blütenzauber hautnah erlebt.
Die Olef vor einer Furt überqueren das ist doch mal
was Besonderes. Im auslaufenden Tal Grund des GR 56 der laufend die
Ländergrenze wechselt konnte ein Sonnenbad genossen werden.
Die weiterführende Route des Weges Nr. 9 ist leider
vollständig asphaltiert. Auch ein Vorteil weil das Schuhwerk sich trocken lief
und sauber wurde.
Die Reliquien der Vergangenheit, sprich Westwall,
sind an der markanten Grenze gut zu sehen und die Natur trägt dazu bei sich
zurück zu holen was Sprengungen nicht vermochten.


