Dienstag, 31. Juli 2012

Grunewald.

Ideales Wanderwetter, aus der Heimat Bilder von fröhlichen Wanderern, das wollten wir so nicht auf uns sitzen lassen. Das ABC Ticket lässt die Vorteile der öffentlichen Verkehrsmittel und das Kennenlernen der Großstadt zu.
Mit der U2 ab Spittel Markt bis Bahnhof Zoo, Umsteigen in die S7 bis Grunewald, und schon steht man am Schmetterlingsplatz im Grünen.



Zu einstigen Mauerzeiten wurde der Grunewald, das größte Waldgebiet im Westen der Stadt, von Spaziergängern und Radfahrern förmlich überlaufen. Heute vergisst man manchmal, dass man sich inmitten einer Millionenstadt befindet. Zu beiden Seiten wird der Grunewald von Wasser gerahmt: im Westen von der Havel, im Osten von der Seenkette.


Durchschnitten wird der Wald von der "Avus", der als Rennstrecke gebauten Autobahn, und der parallel liegenden Eisenbahntrasse. Nur am S-Bahnhof Grunewald, am Hüttenweg, am Fischerhüttenweg und am Schlachtensee kann man die Autobahn unterqueren. Der Grunewaldturm ist Denkmal, Aussichtsturm und Ausflugsziel zugleich. Mitten im Wald, hoch über den Ufern der Havel, steht er wie ein Kleinod verspielter Backsteinarchitektur. Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Rundblick über die Landschaft.



Der rote Backsteinturm ist 55 Meter hoch und steht auf einem Hügel, dem Karlsberg. Besucher, die die rund 202 Stufen zur überdachten Aussichtsplattform bewältigt haben, befinden sich in 36 Metern Höhe über dem Boden und etwa 86 Meter über dem Wasserspiegel. Weit über die Baumwipfel hinweg reicht der Blick über Havel und Grunewald, bei gutem Wetter schaut man von hier oben bis nach Potsdam.


So fällt die Orientierung leicht, wenn möglich immer über sandige Wege am Ufer entlang und nach ca. 6 km den richtigen Abzweig nach Nikolassee finden. Ab und an über den Radweg, das geht ein wenig schneller. Die S 1 öffnet schon die Türen, schnell noch studieren wie weit fahren wir. Mitten in der Stadt, am Potsdamer Platz in die U 2 und wir sind wieder zu Hause. Noch 148 Mails checken, und ein kühles Köpenicker Rotkäppchen genießen.

Montag, 30. Juli 2012

Slubice, Kostrzyn Nad Odra.

Nach dem gestern am Sonntagnachmittag der Wettergott uns einen Strich durch die Rechnung machte, sollte der Montag genutzt werden für einen Ausflug ins Nachbarland Wenn man schon die neue Herausforderung einer Bushaltestelle am Hotel One erkundet in der Axel Springer Straße, um per Kurzticket einigermaßen trocken nach Hause zu kommen, sollte am Monatsende ein Polenmarkt die letzten Groschen der Urlaubskasse hergeben. Die abendliche Begrüßung im Piccola war folgender maßen: Aha die Kinder sind in Urlaub. Leckere Pizza mit Pfifferlingen, Frau kein Sambuca, Papa ein Grappa.
Wer als Deutscher auf den Polenmarkt fährt, weiß oft gar nicht wo er wirklich ist. Fragt man später im Gespräch wo sie waren, kriegt man meist die Antwort: "Tja, tut mir leid, so genau weiß ich das nicht mehr. Das war direkt bei Frankfurt (Oder). Aber den Namen weiß ich nicht mehr.


Das ist traurig, denn Slubice hat dem Deutschen eine ganze Menge zu bieten. Zum einen natürlich die anliegenden Polenmärkte, und davongibt es mittlerweile zwei.
Der Ältere direkt neben Lidl ist heute spärlich besucht, Monatsende. Kenner brauchen kein Navi um den neuen Markt zu finden eine überdachte Einkaufspassage alles aus bestem Alu, mit Einbruchsicherung an jedem Stand. Ein Vorteil nicht nur bei schlechtem Wetter zu besuchen, sondern auch das Bitterschön, Schauen Sie, und hier alles für Frau fällt bescheiden aus. Von der Imbissbude bis zum besseren Restaurant ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. So kostet der Herrenschnitt nur 4 Euro. Die Friseusen sind sehr kompetent und können auch die Kundenwünsche auf Deutsch verstehen was den Besuch nicht unnötig erschwert. Für die Frauen ist wahrscheinlich das Angebot im Nagelstudio sehr interessant und lukrativ. Auch in den ansässigen Nagelstudien sind gut ausgebildete Arbeitskräfte beschäftigt, die sich gerne um die Wünsche, auch gerne um die speziellen Wünsche der Frauen kümmern. Der Zahnarztbesuch lohnt sich ebenfalls. Hier bekommt der Patient die gleiche Behandlung wie in Deutschland, nur am Ende für ein geringeres Entgelt.

Weiter über die N31 fuhren wir von Slubice nach Küstrin. Plötzlich kann die Beifahrerin polnisch lesen, da das Schild Basar.

Das Angebot an Kleidung, Haushaltswaren, Lebensmitteln und Kunsthandwerk, aber natürlich auch günstige Zigaretten, polnischen Wodka, Bisonwodka sehr preisgünstig polnisches Bier und kleine Speisen bis hin zum Schnitzel, Kotlet Schabowy werden angeboten. Die meisten Verkäufer sprechen deutsch, bezahlt wird in Zloty oder Euro. Aus Berlin fahren direkt Busse zum Polenmarkt Küstrin aber auch die Fahrt mit dem eigenen Auto ist sehr einfach und auch günstig, da man an der Tankstelle neben dem Polenmarkt gleich preisgünstig tanken kann. Vollgetankt über die B1 gingst in Richtung Berlin. Mal kurz in Treptow schauen was sich so in der Elisenstraße tut und dann direkt an der Haustüre einen Parkplatz finden. Super gelaufen der Tag, alle Wünsche wurden erfüllt.

Sonntag, 29. Juli 2012

Berlin im LOXX.

Berlin in Miniatur Erleben, in 3.000 m² großen Räumen. Die Anlage wurde von Januar bis September 2004 mit 70 Mitarbeitern und einem Kostenaufwand von inzwischen 3 Mio. Euro errichtet. Im Herbst 2007 erfolgte dann ein Umzug in das neue Shoppingcenter Alexa gezogen. Schwerpunkt:



Berliner Elemente, mit dem Fernsehturm am Alexanderplatz im Zentrum, Ausschnitte aus der Berliner Stadtbahn mit den Bahnhöfen Zoologischer Garten, Hackescher Markt, Alexanderplatz, Jannowitzbrücke, Ostbahnhof und Ostkreuz.

Die unterschiedlichsten Züge verleihen der Anlage Bewegung und Abwechslung; von den Regionalbahnen über IC und ICE, Güterzüge, Berliner S-Bahn und Straßenbahnen bis hin zu Museumszügen mit Dampfbetrieb.

Neben dem Häusermeer von Berlin mit seinen bekannten Gebäuden wie dem Roten Rathaus, dem "Haus des Lehrers" mit Kongresshalle der Messehalle am Fernsehturm, dem Cubix oder den Rathauspassagen, gibt es auch Plätze und Parks, die für Berlin markant sind. Neu ist das Regierungsviertel mit Schloss Bellevue, Großer Stern, "Schwangere Auster" (Haus der Kulturen der Welt), Glockenturm, Kanzleramt, Schweizer Botschaft, Reichstag, Bundestagsviertel, sowjetisches Ehrenmal an der Straße des 17. Juni, Pariser Platz mit Brandenburger Tor, amerikanischer und französischer Botschaft, Hotel Adlon, Akademie der Künste u.a.



Die neueste Attraktion ist ein großer Verkehrsflughafen, auf dem Flugzeuge vom Terminal zur Startbahn rollen, mit Getöse beschleunigen, abheben und später wieder landen.


Dem Besucher bietet sich aufgrund der großzügigen Raumgestaltung von nahezu jeder Position aus ein weitläufiger Blick über die gesamte Anlage. Im Gegensatz zu der Anlage in Hamburg sehr klein, keine oder wenige Aktion Momente mit Autos oder an einzelnen Gebäuden. Ausbaufähig.







Samstag, 28. Juli 2012

Berlin.

Berlin.

Eine gute Investition, Berlin Welcome Card, ab Entwertung 72 Stunden gültig. Na, wir haben ja noch einige Tage Zeit, mal die Prognosen des Hauptstadtwetters abwarten und dann loslegen, eventuell Mittwoch bis Freitag. Die Stadtgrenzen bis zum Umland erkunden, ABC-Ticket. Als Stadtbummler ergeben sich doch auch noch Fotomotive die man so noch nicht in der Sammlung hat.


Wir begannen heute mit A und machten uns auf zum Alex, das 5. Internationale Straßentheater Berlin lacht war wieder im Kulturprogramm der Stadt, und wir lachten mit. Im Rahmen dieser Veranstaltung begeistern diverse Künstler wie Akrobaten, Clowns, Artisten und auch Feuerkünstler alle anwesenden Gäste, schrille Typen versuchten bei hochsommerlichen Temperaturen ihr Bestes.



A wie Abirams, Zossener Straße 12 in 10961 Berlin, vielen Besuchern bekannt. Hier einige Nutzer-Infos
 

    Preisklasse: Günstig
    Alkoholische Spezialitäten: Bier/Wein
    Kleidung: Freizeit
    Kreditkarte: Nein
    Was denkst Du?
Chicken Saag und bunter Salat mit Obst runden den ersten Urlaubstag ab.


Die Berliner Spatzen hatten auch ihr Vergnügen, wenn die Gäste unverständlicher Weise den Teller nicht blank putzten, kein Wunder morgen ist Regen angesagt.

Freitag, 27. Juli 2012

Berlin

Ich hab noch einen Koffer in Berlin , oder besser gesagt wir ziehen um. So beladen war diesmal das Auto. Freie Fahrt am 2. Ferienwochenende. Das lag wohl daran, das wir von West nach Ost gefahren sind. Die hochsommerlichen Temperaturen waren bis zum Landwehrkanal vorgedrungen. Türkische Leckerein, kühle Getränke, wir sind mal wieder in der Sommerwohnung.


Montag, 23. Juli 2012

Hammer.


Bereits die Anfahrt ist ein Erlebnis, ganz gleich, aus welcher Richtung man kommt: Das tiefe Tal mit seinen Felsen und bewaldeten Hängen, die Rur, die sich munter und kraftvoll zugleich ihren Weg bahnt, die fruchtbaren Wiesen und natürlich Hammer, das sich eng an den Rand des Talgrundes schmiegt.
Das war der Hammer, gesperrte Straße für den Wanderungsausgangspunkt. Umkehr kurz vor Widdau zurück nach Hammer, mit einem deutlichen Unterton der Straßenbauarbeiter, die Umleitung ist ausgeschildert. Hammer Wetter, Sonne pur. Hammer Wanderung schattige Waldwege bergan, bergab, drei Bäche kreuzen, Holderbach, Dürholderbach Riffelsbach und letztendlich eine Brücke über die Rur.

Direkt an der Rur über eine Brücke, ein schöner Trimmpfad zum Aufwärmen. Was allerdings Angesichts der Temperaturen heute nicht nötig gewesen wäre.
Von 331 auf 560 Meter, eine kleine Trainingseinheit für die Septemberwanderung in Ehrwald.
Ein wichtiger Hinweis für den Tourleiter und leidenschaftlichen Pilssammler der aber keine Beachtung fand, die durchschnittliche Geschwindigkeit mit Pause betrug immerhin 3,7 km/h, wenn es auch kleine Differenzen zwischen zwei Navigationsgeräten gab. Unser Weg war dann zuerst mal der Wanderweg A4 entlang des Riffelsbachs. Da wunderte sich selbst ein Reh, warum die vier dann eine Abkürzung machen wollten. Die störten die morgendliche Nahrungsaufnahme.


Der nächste Bachlauf war auf der Tour Liste, war der Holderbach, mit vielen Steinstufen, an der Auslaufstelle angestaut und Teichanlagen signalisierten hier dürfen nur die Forellen sich im Wasser tummeln. Für eine schattige Mittagspause wurde selbst ein kleiner Umweg in Kauf genommen, der mit 100 Höhenmetern doch beachtlich war. Damit die K 21 nicht zur Auslaufstrecke wurde, Vorsicht Asphalt, wurde vom Wanderweg A4 der Blick frei auf das schöne Tal. Auf der Terrasse Rurblick kam die Feststellung wunderschönes Tal bis dato unbekannt.




Montag, 16. Juli 2012

Berk.

Wer rastet, der rostet. Versuchen Sie in faulen Stunden wenigstens zu Fuß zu gehen. Eine regelmäßige Aktivität tut Gut. Zwangsläufig gelesen bei der Suche nach dem Wetterbericht. Zumindest eine gute Prognose für einen im Oktober geborenen.
Bei gerade mal 10° Grad und bedecktem Himmel war der Startpunkt in Berk. Berk liegt nördlich von Kronenburg, an den Ort grenzen im Norden der Kronenburger Wald und der Baasemer Wald. Die Berke. als Bächlein teilt den Ort. Die nahe gelegenen Wälder garantieren viele Kilometer über weiche Waldwege. Geschätzte Prozentzahlen, Wanderweg zu Asphalt, erreichten die 90ziger Marke.



Zu den 450 Einwohnern gesellten sich an diesem Montag weitere drei Besucher. Am Dorfplatz, großer Parkplatz, neue Bänke und Tische, gepflegte Blumenkästen. Alles vom Feinsten in diesem kleinen Ort. Über den Weg „JH“ bis zur L110 wurden wir des Öfteren von einem jungen Hasen begleitet.
Die Wanderoute fest im Blick, keine Zweifel an den Standortpositionen, wurde durch Zufall bei einer kleinen Abkürzung zwischen Lichter Hardt und Am höllischen Feuer auf einer Wiese mit viel Feuchtigkeit ein Schwarzkopfstorch gesichtet. Das beim Abflug doch noch ein Foto zustande kam, war purer Zufall.

Geologische schmale Pfade in Richtung Wolfert, aufkommender Sonnenschein stellten dann die vorgesehene Abkürzung bei aufkommenden schlechteren Wetterbedingungen außer Frage. Der Sendeturm Bärbelkreuz war fast Jederzeit eine Orientierungshilfe.
Keine Hilfe brauchte unser Pilssammler schnell eine kleine Ernte einfahren und den beiden Mitwandern durch Rezepte den Mund wässerig machen. Über den von Nord nach Süd führenden Eifelwanderweg (5) durch das idyllische Tiefenbachtal, am Nachmittag, also immer der Sonne entgegen war der Wandertag nach 5 Stunden leider vorbei.
Ein warmer Apfelstrudel mit Vanilleeis und der Erkenntnis mal wieder eine Route gefunden zu haben die noch unbekannt war hatte den Tourleiter Gerd dazu bewogen eine in Schlagworten, Runde zu kredenzen.




Montag, 9. Juli 2012

Kronenburg.


Wieder dabei die üblichen vier Verdächtigen bei rund um Kronenburg. Der historische Ortskern Kronen Burgs, auf einem steil abfallenden Bergkegel über dem Kylltal gelegen, wurde 1277 erstmals Urkundlich erwähnt. Ein Großteil des historischen Baubestands des staatlich anerkannten Erholungsortes ist bis in die heutige Zeit erhalten geblieben.
Burganlage Kronenburg

Vor allem der Burgbering lädt mit seinen mittelalterlichen Toren, den schmucken alten Häusern, der Ringmauer, dem alten Verwaltungsgebäude und der Burg zu ausgedehnten Streifzügen ein. Von der Burgruine aus bietet sich den Besuchern ein imposanter Blick über das Kylltal, den Stausee und die grüne Hügellandschaft der Eifel. Das wurde zum Schluss der Wanderung bei vier gesponserten Eisbechern von der Terrasse der Ferienanlage genossen.
In mühevoller Kleinarbeit punktuell zusammen gestellte Wanderroute


Zuerst hieß es über sieben Brücken musst du gehen. Das war beileibe nicht der Fall die Bezeichnung des Weges KB 8 (kein Basalt) sondern gute schwarze Teerdecke hinderte uns nicht daran die Vielfalt der Blumenwiesen zu erkunden.
Bevor der Berichterstatter sich im Netz äußern konnte erreichte ihn folgende Nachricht.

Lieber Gerd,
bei Gott, war das ein schöner, lustiger Wandertag mit dem harten Kern, anbei noch der Wanderweg.

Schließlich hatte der Tourleiter schon alles über Google ausspioniert, jedoch keine Schutzhütte ausfindig gemacht. Diese wäre in der Mittagszeit fast nötig gewesen. Vereinzelte Tröpfchen und schon war der dunkle Spuk wieder vorbei. Dafür wurde die plötzlichen Wildwechsel durch Rehe und Füchse zu einigen lustigen Anekdoten aufbereitet.


Fast in Höhe der Prümquelle an den Windanlagen vorbei wurde der KB 7  in Richtung Stausee eingeschlagen. Übrigens für den Diskussionsbeitrag hier eine Info, südlich von Ormont entspringt auf 635 m über Normal-Null die Prüm. Sie mündet nach 91,3 Kilometern bei Echternach in die Sauer.




Der Kronenburger See ist von seiner Funktion her ein Regenrückhaltebecken. Das heißt: im Winter wird eine Winterstauhaltung praktiziert, wozu ein Großteil des Wassers abgelassen wird. Der Wasserspiegel sinkt um ca. 5–6 m. Bei Schneeschmelze und Starkregen kann es zu einem schnellen Ansteigen des Wasserpegels kommen. Tauchen ist nicht erlaubt. Wir tauchen dann für den Rest der Woche wieder in der Rentneralltag, Hier was besorgen, da was reparieren, sich vielleicht ein Bierchen gönnen, oder die nächste größere Reise planen.

Sonntag, 8. Juli 2012

Margarethenhöhe.


Der letzte Rest , auf zum Stenzelberg.

Ein Beitrag von Norbert, aus technischen Gründen eine Woche später.

Während der Eine an der Nordsee , der Andere in den Dolomiten wandert und ein Dritter die Donau in Richtung Budapest hochschippert, starten die einzigen noch Heimattreuen, von der Margarethenhöhe aus zu einer geologischen Erkundung des Stenzelberg.

Zwar zeigt sich die Sonne nicht, aber selbst bei grauem Himmel ist das Siebengebirge urromantisch. Die Wanderwege sind gut begehbar und perfekt ausgezeichnet. Alter Baumbestand prägt das vulkanische Landschaftsbild. Vorbei an einem Wiesengrundstück erhaschen wir einen Blick auf den Großen Ölberg und in der Ferne ist schon Heisterbach zu sehen.

Vorbei am Einkehrhaus, das zu unserer Freude montags geöffnet hat, folgt nun der Anstieg zum Stenzelberg.
Der Stenzelberg ist ein 287 Meter hoher Berg im Siebengebirge. Geologisch handelt es sich beim Stenzelberg um eine Quellkuppe aus vulkanischem Gestein Latit,  wobei das aufsteigende Magma die Erdoberfläche nicht erreichte, sondern im umgebenden Deckgestein aus Tuff stecken blieb. Durch Erosion wurde der weiche Tuff später abgetragen und das härtere Latit freigelegt.


Der Stenzelberg wurde seit dem 11.Jahrhundert als Steinbruch für Quarz- Latit genutzt.
Das Gestein wurde für die Propsteikirche in Oberpleis, die Nikolauskapelle in Heisterbacherrott und das Bonner Münster genutzt, später auch für die Kirchen in Nieder-, Oberdollendorf und Asbach.
Dieter wanderte mit mir dann durch den Umlauf, den man ohne zu übertreiben als spektakulär und wildromantisch bezeichnen kann. Ja, ein echtes Schmankerl !!
Nach der anstrengenden Besichtigung hatten wir uns dann einen Kaffee im Einkehrhaus gegönnt und per SMS Kontakt mit unseren Fernwanderern aufgenommen. Die Mittagspause verbrachten wir dann an der Burgruine Rosenau von der leider nur noch Reste der Grundmauern erhalten sind.
Die Witwe Agnes von Rosenau verkaufte die Burg an das Kloster Heisterbach. Im Vertrag wurde dem Kloster ausdrücklich das Recht auf Zerstörung zugesichert.
Die Steine wurden vermutlich wiederverwendet und kamen als Baumaterial an dem Klostergebäude zum Einsatz.



Nun ging es abwärts am Froschberg vorbei, querten dann die L331 zum Zinnhöckchen hoch, vorbei an der Jungfernhardt, wo noch ein alter Trachyt Steinbruch zu besichtigen war, wieder zum Ausgangspunkt Margarethenhöhe. Kaum hatten wir die Wanderschuhe ausgezogen fing es an zu regnen. Glück, wie so oft bei den Montagswanderungen.
Zum Abschluss noch Kaffee und Kuchen in Dieters Stammkaffee. Ein rundum schöner und interessanter Wandertag war zu Ende.


Freitag, 6. Juli 2012

Zwischen Linz und Passau.


Dicke Baumstämme trieben in der Donau, da war wohl was los in Süddeutschland. Für uns war das Ende einer wunderschönen Tour entlang der Donau von Passau bis Budapest. Was in der Nacht verschlafen wurde, auf der Talfahrt, konnte auf der Bergfahrt am Tage bewundert werden. Wir haben den Service bewundert und uns deshalb ein wenig festlich gekleidet. Der Dame passte noch eine handgestickte Bluse aus Madeira von 1990, der Herr hatte Probleme mit einem maßgeschneiderten Hemd aus 2012.aus Berlin. Alex und Radka hatten sich etwas Besonderes einfallen bei der Tischdekoration. Kapitänsdinner auf der MS / Belvedere.