Ideales Wanderwetter, aus der Heimat
Bilder von fröhlichen Wanderern, das wollten wir so nicht auf uns sitzen
lassen. Das ABC Ticket lässt die Vorteile der öffentlichen Verkehrsmittel und
das Kennenlernen der Großstadt zu.
Mit der U2 ab Spittel Markt bis Bahnhof
Zoo, Umsteigen in die S7 bis Grunewald, und schon steht man am
Schmetterlingsplatz im Grünen.
Zu einstigen Mauerzeiten wurde der
Grunewald, das größte Waldgebiet im Westen der Stadt, von Spaziergängern und
Radfahrern förmlich überlaufen. Heute vergisst man manchmal, dass man sich
inmitten einer Millionenstadt befindet. Zu beiden Seiten wird der Grunewald von
Wasser gerahmt: im Westen von der Havel, im Osten von der Seenkette.
Durchschnitten wird der Wald von der
"Avus", der als Rennstrecke gebauten Autobahn, und der parallel
liegenden Eisenbahntrasse. Nur am S-Bahnhof Grunewald, am Hüttenweg, am
Fischerhüttenweg und am Schlachtensee kann man die Autobahn unterqueren.
Der Grunewaldturm ist Denkmal,
Aussichtsturm und Ausflugsziel zugleich. Mitten im Wald, hoch über den Ufern
der Havel, steht er wie ein Kleinod verspielter Backsteinarchitektur. Von der
Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Rundblick über die Landschaft.
Der rote Backsteinturm ist 55 Meter
hoch und steht auf einem Hügel, dem Karlsberg. Besucher, die die rund 202
Stufen zur überdachten Aussichtsplattform bewältigt haben, befinden sich in 36
Metern Höhe über dem Boden und etwa 86 Meter über dem Wasserspiegel. Weit über
die Baumwipfel hinweg reicht der Blick über Havel und Grunewald, bei gutem Wetter
schaut man von hier oben bis nach Potsdam.
So fällt die Orientierung leicht, wenn
möglich immer über sandige Wege am Ufer entlang und nach ca. 6 km den richtigen
Abzweig nach Nikolassee finden. Ab und an über den Radweg, das geht ein wenig
schneller. Die S 1 öffnet schon die Türen, schnell noch studieren wie weit
fahren wir. Mitten in der Stadt, am Potsdamer Platz in die U 2 und wir sind
wieder zu Hause. Noch 148 Mails checken, und ein kühles Köpenicker Rotkäppchen
genießen.



