Wandertour: 2014_05
Wanderführer: Wolfgang
Wanderkarte: Wanderkarte Nr7.
Region:. Bad Münstereifel.
Länge: 12,3 km
Gehzeit brutto: 3 Std. 40 Minuten.
WDG: 3,3 km/h
Wegmarkierung:
Römerkanalweg, querfeldein, örtliche Nr. 3.
Wegbeschaffenheit: breite feste Wege, wetterbedingt,
Matschwege, Asphalt.
Anspruch: mittel
Wetter: 6 bis
7° Grad C, trocken, bewölkt, windig, morgens -2° Grad.
Steigung: 220 auf 322
Sehenswertes: Weitsicht auf die Landschaft von
Euskirchen.
Der Startpunkt von Wanderung Nummer 5 in 2014 war
der Parkplatz Antweiler Heide an der K 24 oberhalb von Billig. Zunächst ging es
in Richtung Lauerzberg.
Hier oben hat man eine gute Aussicht auf die
Landschaft rund um Euskirchen. Am Zaun der militärischen Anlage sind die Antennen
auf dem Lauerzberg weitgehend abgebaut, jedoch wird weiterhin vor Herzschrittmachern
gewarnt. Ansonsten scheint die Anlage in einem Dornrösen Schlaf zu versinken.
Über den örtlichen Bezeichnung Nummer 3 wird das nächste Ziel anvisiert.
Die Burg Zievel.
Sie befindet sich in Privatbesitz und wird als Wohn-
und Geschäftssitz genutzt. Nur die Außenanlagen sind teilweise frei zugänglich.
Die Burg ein baulicher Mix aus wechselnden Epochen
ist zurückzuführen auf eine Villa Rustica der Römer.
Die rechteckige Anlage war ursprünglich eine Wasserburg,
aber ihre Gräben sind nicht mehr erhalten. Der runde Bergfried an der
Westseite, hat eine barocke Haube und weißen Anstrich, somit stark verändert
gegenüber einem älteren Vorläufer.
Ein zweigeschossiges Gebäude mit Staffelgiebel neben
dem Bergfried ist auf 1661 datiert, stammt also aus der Metternich Ausbauphase.
Aus den Jahren 1825 bis 1828 stammt das neue Herrenhaus mit rosa Anstrich.
Die angestrebte Kaffeepause in der renommierten
Golfanlage musste auf den Nachmittag verschoben werden, hier ist erst ab 11:00
Uhr offen.
Durch Feld und Flur wurde die Burg Antweiler
angepeilt. Der Garmin hatte verschiedene Möglichkeiten angezeigt dorthin zu
kommen. Hier in der sogenannten Antweiler Senke sind viele Tongruben in Betrieb
mit reichhaltigen Ton- und Kaolinvorkommen. Die Planung der Erschließung der Vorkommen
begann 1988, der Abbau 1992. Humose Kaolintone, die stark mit Braunkohlen
versetzt sind werden hier gefördert. Die Tone sind Rohstoff für die
baukeramische Industrie und werden im nahe gelegenen Tonwerk aufbereitet. Sie
sind hochplastisch, besitzen eine hohe Feinkörnigkeit, hohe
Trockenbiegefestigkeit und wenig Flussmittel. Die Scherben des gebrannten Tones
sind schneeweiß.
Kleine Mondlandschaften sind an den Grubenrändern
angehäuft, diese verursachen im Sommer bei kräftigen Winden unangenehme
Nebenerscheinungen, sprich Staub, bei Regen Schlamm.
Im Park von Maria Rast sind auch die drei Wanderer
bereit zu rasten und auf zwei Bänken ist reichlich Platz. Das auf der letzten
Etappe die Schuhe und Beinkleidung reichlich verschmutzt wurde liegt wohl an
den Rodungsarbeiten die in den Wäldern von NRW, die zurzeit in vollen Gange
sind. Das sind aber politische Entscheidungen die wir ab und an während der
Wanderungen kommentieren.