Montag, 28. Mai 2012

Obermaubach.


Pfingstmontag, An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit, An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit, so ein zurzeit vielbesungener Text der Toten Hosen, für die EM. Ein unendlich langer Weg durch das Tiefenbach und Kalltal. Der Startpunkt in Obermaubach am Café Finke war schon für eine Oldtimer Rallye reserviert, und Zeit genug hatten die zwei Wanderer an diesem Tag eh. Bei so einem Traumwetter war dann auch der ein oder andere in den Tälern unterwegs. Über den Wanderweg Nr. 73 teilweise steil bergan mit guter Wegbezeichnung wurden die ersten Windräder an Haus Brandt erreicht. Die neue Wegbezeichnung wechselte auf die Nummer 85 und 25 die bis Zerkall durchweg eindeutig war. Da sprichwörtlich viele Wege nach Rom führen konnte man hier die Orientierungshilfe zur Seite legen, das Staubecken Obermaubach war stark frequentiert. Für eine mögliche Damenrunde empfiehlt es sich die Bahn von Obermaubach bis Zerkall zu benutzen, und dann die Strecke dort in umgekehrter Reihenfolge zu starten. Landschaftliche Eindrücke sind in den folgenden Bildern festgehalten.
Karte Nr. 2 Rureifel
In voller Blüte, das Eifelgold
Schatten der Windräder
Zahnpflege für Biber
natürlicher Sonnenschutz
Abgetaucht in den bunten Wiesen



Montag, 21. Mai 2012

Miel.




Ein Profunder Kenner der Burgen an der Swist,der heutigeTourleiter, hatte eine Wanderung in der Gemarkung Rheinbach ausgesucht.
Im Google Bild ist schon zu erkennen welche Landschaft uns heute begleitet.


Wie auf Pilgerpfaden wurden die Burgen, Miel, Müllinghausen, Flerzheim, Kloster Haus Heistert, und Peppenhoven in Augenschein genommen. Gut ausgebaute Feldwege, schwarzer Belag, flaches Land, gute Saatstände, schwül warm, und trotzdem wurde an den markanten Punkten gelauscht auf die Worte der Wanderleitung.


Das Rauschen von Bachläufen wurde durch den Lärm der A61 ersetzt, und die Umwege erzwungen durch den Bachverlauf der Swist. Eine gute Idee mit kulturellen Beiträgen, aber bitte schön das nächste Mal im Winter bei Tiefschnee. Das konnte selbst den Präsidenten und Chronist nicht davon abhalten am späten Abend noch einige Kilometer Straße zurück zu legen und sich der Wasserveredelung zu widmen.
Pilgerpfadidylle

Wasserburg Miel

Wasserburg Morenhoven

Wasserburg Müllinghausen

ohne Wasser Burgteile Flerzheim

Wasserburg Peppenhoven




Sonntag, 20. Mai 2012

Nettersheim.



Nettersheim bekannt als heimliche Bundeshauptstadt für Natur. und Umweltschutz, war ein Startpunkt für eine Sommerwanderung. Hier ist der Anfang der legendären Römerkanalleitung von der Eifel bis Köln. Der gleichnamige Wanderweg ist Teil einer sonntäglichen Wanderung mit zwei Damen. So der Plan. Ob die zweite Dame geahnt hatte was da abgehen sollte??? Kurzfristige Absage. Dunkel der Himmel in Brühl. Der Startpunkt ist wieder einmal das Römer Café im Ort. Diesmal geht’s rechtsrum in Richtung Zingsheim.

Wanderkarte Nr. 5 Maiwanderung
Anstieg zu Römer Tempel
Buchen am Weyer Wald
Bergan wird die nötige Kondition abverlangt. Der Tourleiter kann dann verkünden das war der höchste Anstieg der Tagesstrecke. Es kommen noch einige kleine Hügel, das Wetter wird besser. Immer wieder Blicke zum Himmel und in die Landschaft.

Die Sonne und die goldgelben Rapsfelder zeigten sich von der besten Seite. 
Nach 5 Stunden ist das Ziel erreicht. Zu den Kilometern will sich der Leiter nicht äußern. Es sollte demnächst etwas weniger sein. Wenn da aber noch gute Laune für ein neues Profilbild übrig ist kann es nicht so schlimm gewesen sein.
Im Kalktal

Am Wanderweg Nr.21

Blick auf die Kirche in Weyer

Die Viecher bevorzugten den Schatten an der L 206

Die Wanderer begnügten sich mit groooße Radler und groooße Früchteeisbecher

Donnerstag, 17. Mai 2012

Gymnich.


Eine Reiterstunde von Brühl entfernt liegt das Dorf Gymnich. Das Schloß einst Gästehaus der Bundesrepublik, heute noch im Besitz der Kelly Familie, zum Verkauf beim Amtsgericht Brühl angeboten, war  nicht unser heutiges Ziel. Sondern der sagenumwogende Gymnicher Ritt.
Als Dank für seine Rettung sollte in seinem Heimatort Jahr für Jahr eine Prozession durchgeführt werden. Diesen Schwur hielt Ritter Arnold von Gymnich nach seiner Rückkehr von den Kreuzzügen. Sein Pferd war im Schlamm steckengeblieben und eine auf gescheuchte Nilgans hatte den reitenden Untersatz erschreckt, und somit flott gemacht. Im Jahre 1227 fand der erste Gymnicher Ritt statt. Um 8 Uhr beginnt die Pilgermesse in der Kirche St. Kunibert. Nach der Messe werden die Fußpilger von den beiden Schützenvereinen zum Ortsrand ausgeführt, wo sie den Rosenkranz betend ihre Prozession um die Gemarkung Gymnich fortsetzen.

Die Reitermesse beginnt um 9 Uhr vor dem Hochaltar auf dem Ritt Platz neben der Kirche. Die Reiter sitzen während der Messe auf ihren Pferden. Durch Flur und Feld ca. 14 km wird die Aussegnung um 13:00 Uhr am oben genannten Platz vollendet. Einem Geheimtyp folgend sahen wir die Prozession am Ende der Straße Pilgerweg. Diese war bestimmt noch nicht vorhanden als die Tradition vor 785 Jahren zum ersten Mal stattfand. Entlang der Hauptstraße versuchten diverse Händler ihre Waren an den Mann oder Frau zu bringen. Das gelang aber nur einer Grillbude mit Steak und Brötchen. So gestärkt konnten wir am späten Nachmittag nach Hause pilgern. Den Herrentag ausklingen lassen, da sich rechtzeitig Rotkelchen Bräu aus Berlin eingependelt hatte.

Montag, 14. Mai 2012

Todenfeld.


Wer die Qual hat die Wahl. Wir haben die Wahl montags die Eifelluft zu schnuppern. Überall wurde gewählt, mit den unterschiedlichsten Ergebnissen. Im Norden fühlen sich alle als Sieger, dabei ist der eigentliche Gewinner Kubicki mit seiner FDP. Totgesagte leben länger. Politik kann grausam sein. In NRW man höre und staune sagen tatsächlich einige wir haben verloren. Oder andere haben die Lederhosen voll. (Dortmund-Bayern) Das hängt wohl mit der körperlichen Verfassung zusammen. Diese war an diesem Montag topfit. Alle wieder dabei. Dank der guten Logistik vom Präsidenten wurde auch keiner vergessen, kein Wunder der hatte auch heute das sogenannte Sagen. Startpunkt war der kleine Ort Todenfeld.
So viele Wolken hatten wir nicht


Wanderung am 14.05.2012

Erstmals erwähnt wird der Name Todenfeld in einem Güterverzeichnis des Klosters Prüm aus dem Jahre 893.Er leitet sich ab aus dem Eigennamen „Dodo“ und bedeutet schlicht „Dodos Feld“. Die ersten Schnitte der saftigen Wiesen waren schon aufgehäufelt.


Nix für Allergiker und Zeckenfreunde
Alle erinnerten sich an eine Wiese am Ortsrand nachhaltig. Dort hatte Norbert mal eine mediterrane Pause veranstaltet.
Der Wanderweg mit der Bezeichnung N in Richtung Berg wurde durch die frischen Farben des Waldes locker angegangen.
Kleinere Orientierungsphasen wurden aufmunternd zur Kenntnis genommen. Da hatte sich Peter doch ein Garmin Navi zugelegt, und das musste heute ausprobiert werden, zunächst mal die einfachen Funktionen mit Aufzeichnung der Strecke, und zur Kontrolle der Wanderleitung.
Vertrauen ist gut, Kontrolle,o.k. es stimmt alles

Hinter der Ortschaft Berg wurde eine Kaffeepause am Naturfreundehaus mit mallorquinischem Mandelkuchen und ein gut gefüllter Pott Kaffee von Herbert zelebriert. Da von unserem Spitzenkoch Norbert kein Kommentar zu hören war, hatte Brunhilde wohl die richtige Backmischung verwendet.
 Sonnenseite                                   Schattenseite

Zwei Hauptwanderwege des Eifelvereins kreuzen sich im Gemeindegebiet von Berg, und zwar der Karl-Kaufmann-Weg, der von Hilberath kommend durch das Vischeltal nach Kreuzberg/Ahr führt, und der Eifelhöhenweg von Sinzig nach Monschau, der im Vischeltal nach Westen abzweigt und am Hochthürmen das Gemeindegebiet verlässt.
Vischelbachtal
Auf nach Hilberath

Das malerische Vischelbachtal mit seiner Burganlage war der nächste Anlaufpunkt. Die erste Pause mit, Beine ausstrecken war möglich, schließlich hatte das Thermometer die 20Grad Marke erreicht.

Wie immer mit vollem Magen bergan nach Hilberath. Ärmel hoch, und durch. Die Planungen für den Abschluss machten die Runde, und diese übernahm in Café Linnartz (laut Eigenwerbung: Der feine Unterschied) in Heimerzheim, das Geburtstagskind Wolfgang. Naja so langsam geht’s stramm auf die 70 zu.


Dienstag, 8. Mai 2012

Brühl, abchillen bei O und O



Abchillen, abkühlen, sich beruhigen, sich entspannen, rumhängen, abhängen ist ein aus dem englischen Sprachgebrauch übernommener Begriff.
Er wird vor allem in der heutigen Jugendsprache verwendet. Morgens zur Schule und am Nachmittag den Sprachgebrauch anwenden. Jedoch vor der Freizeit kommt die Arbeit. Opas Sprachgebrauch ist: der Panz, küt, Omas bezieht sich auf mein Mäuschen, oder das Madämchen.
Im Vordergrund steht montags das Wort: Bianco. Aber bevor man damit was anfangen kann ist Pflege angesagt. 
Bianco, endlich ein weißes Pferd

Auf der Weide





Reinigungsset

Hautpflege

Fußpflege





Gamaschen
Trense

Endlich, es kann losgehen
Belohnung, Nie verzagt nach altem Brot wird auch gefragt.

Montag, 7. Mai 2012

Nettersheim.


Unser gemütliches Café bietet Tradition pur. Nichts ist nachgebaut, alles ist Original, jeder Balken den man sieht hat seine Geschichte. Beginnen Sie den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück. Schnell diesen Spuck beenden.

Cafe Römerquelle
Wanderstrecke

Die entgegenkommenden Fahrzeuge mit Licht, und Scheibenwischer im Takt, hätten dazu bei getragen diesem Spruch doch zu folgen. Pünktlich war alles vorbei. Bedeckt, trocken. Was dem Wanderleiter Gerd nachhaltig beschäftigte, war ein Telefonanruf von Peter, habt ihr mich vergessen. Langsam kann einem angst und bange werden vorm Altwerden. Vergesslichkeit. Denn die Alten sind die neuen Sozialschädlinge der Nation. Laut einem Politjungspund. Leben zu lange, können angeblich nicht mehr Autofahren, belasten die Pflegekassen und sind bei der Werbewirtschaft sowieso abgemeldet, weil sie nicht mehr jeden Unsinn kaufen, der im Fernsehen gezeigt wird. Nun sind schon von einer Demografie-Abgabe die Rede, oder keine kostspieligen OPs mehr. Ein Glück das in NRW Wahlen anstehen. Der Vorschlag, mit 70 sollte man freiwillig nicht nur den Führerschein, sondern gleich den Löffel abgeben. Das hatten wohl die Schmetterlinge getan.

Info zu den Schmetterlingen

Zu kalt und nass. Viele Weinbergschnecken kreuzten die Wege. Den Ball flachhalten, nicht mehr aufregen wegen eines Telefonat, flache Streckenführung durch das Urft Tal mit den Bezeichnungen 12,22,Geo und Römerkanal direkt hinter dem Café bis zu den Fischteichen am Neuwerk. Unterwegs passierten wir die Acherlochhöhle und ein Felsbrocken versperrte den Weg.

Acherlochhöhle

Rechts bergan auf den Wanderweg 10,11. Über die L 206 dem Weg Nr.11 folgend durch ein Tal mit zarten grünen Buchenwaldständen wird der Eifelvereinsweg erreicht.

Am Weg zum Austieg Schutzhütte Nr. 8

Nach 2 Kilometern wurde auf dem Wanderweg Nr. 8 eine Schutzhütte sichtbar. Am Schnittpunkt zu Weg Nr. 21 ergab sich eine wunderschöne Aussicht auf den Ort Weyer.

Blick auf Weyer

Diesem Weg weiterfolgend bis die L 209 wieder überquert wird, was einem die Sicherheit wider gibt die richtige Richtung eingeschlagen zu haben. Über das Höhenplateau mit weiten Blicken bis zum Stockert geht es weiter über den Weg

Nr. 21 in Richtung Zingsheim, die Freude ist groß, den Rest der Strecke über die Markierung 22 locker das Ziel zu erreichen. Die Spezialität, Schiffchen mit Kirschen und ein Eifelerbrot wechseln den Besitzer, und leichte blaue Löcher am Himmel rundeten die Tour ab.
Sie gibt es doch noch, Sonne

Freitag, 4. Mai 2012

Leitung Dieter, Bericht Norbert.


Montag der 30.04.12 strahlender Sonnenschein, Dieter hatte das Sagen und eine hochinteressante Tour zu den Schürfstellen von Eisenerzen rund um Kall vorgesehen. Startpunkt war der Parkplatz am Ortsausgang von Kall an der L204.

Schon nach wenigen Schritten erreichten wir die bizarren Buntsandsteinfelsen und dann auch gleich einen alten Steinbruch aus der Römerzeit.
Info
Buntsandstein

Die getreppte Felswand zeigt auf mehr als 10m Breite senkrecht geführte Schrotgräben. Die Flächen sind teilweise geglättet; vor allem die bogenförmig angeordneten kammstrichartigen Schlegelspuren bezeugen römische Abbau- u. Steinmetztechnik.

Vorbei an der Kläranlage geht es hinauf in die Kindshardt, vorbei an glasklaren Bächlein mit Sumpfdotterblumen und goldgelben Löwenzahnwiesen umrahmt von frischgrünen Wiesen und eingefasst von weißblühendem Schlehdorn.


Löwenzahn so weit das Auge reicht
Im Herbst gut für Likör

Was für ein schöner Anblick! (wer braucht da noch Mallorca od. Berlin?).

Der Pingenwanderweg war hervorragend ausgeschildert und mit sehr vielen Infotafeln ausgestattet, so dass der interessierte Wanderer von den ersten zaghaften Anfängen, bis hin zum industriellen Abbau die gesamte Entwicklung der Eisenerzgewinnung nachfühlen konnte.

Informationen am Pingenweg

Nur einmal kamen wir durch ein evtl. mutwillig versetztest Schild kurz vom Weg ab.

Dann sahen wir die ersten Pingen, die verlassenen Erzgruben od. Schürfstellen in denen Eisenerze, Bleierze od. andere Mineralien der Erde abgerungen wurden. Bis zu 2000 solcher Pingen hat man hier gefunden.

Es wird angenommen, dass bereits in der römischen Zeit, vielleicht auch schon 100 vor Christus, der manganreiche Brauneisenstein gewonnen wurde.

Besonders eindrucksvoll ist aber die weitere Entwicklung des Erzabbaus, erste Schürflöcher, dann Gruben von 8-10 m Tiefe mit Belüftungsschacht. Ja, es gab an einer Stelle sogar einen Tageabbau.

Später kamen dann Haak -Stollen hinzu. Bei Girzenberg erreichte der Beutestollen 1875 eine Länge von 1500m bis 88m unter Tage. Das Bergwerk förderte zwischen 1848 u.1885 insgesamt 151.405 t

Brauneisenstein u. 66265 t Eisenmangancarbonat.

Goldbach war erreicht und eine Bank am Waldesrand lädt ein zur Mittagsrast. Eine Dame kam vorbei in Begleitung dreier Bayrischer Schweißhunde, die unseren Wolfgang so faszinierten, dass er beinahe einen mitgenommen hätte. Aber was nicht ist kann ja noch werden.
Schlappe 11 Kilometer und schon Pause


Am Ortsrand von Goldbach überquerten wir den Kallbach, dann ging's nochmal hangaufwärts und weiter über einen schmalen Pfad bis ganz nach oben auf die Loshardt. Von dort geht's steil hinunter über ein paar Treppenstufen nach Kall.

Durch den Ort wieder auf die L204 vorbei am Eisernen Kreuz ist dann unser Ausgangspunkt erreicht.

Kaffeetrinken in Kommern und wirklich eine interessante von Dieter geologisch kommentierte Montagswanderung ist zu Ende.

Mal sehen wo uns der Pseudo- Berliner am nächsten Montag hinführt?

Lieber Gerd,

anbei der Bericht, Bilder wie immer nach Belieben einfügen!

Gruß Norbert