Donnerstag, 17. Mai 2012

Gymnich.


Eine Reiterstunde von Brühl entfernt liegt das Dorf Gymnich. Das Schloß einst Gästehaus der Bundesrepublik, heute noch im Besitz der Kelly Familie, zum Verkauf beim Amtsgericht Brühl angeboten, war  nicht unser heutiges Ziel. Sondern der sagenumwogende Gymnicher Ritt.
Als Dank für seine Rettung sollte in seinem Heimatort Jahr für Jahr eine Prozession durchgeführt werden. Diesen Schwur hielt Ritter Arnold von Gymnich nach seiner Rückkehr von den Kreuzzügen. Sein Pferd war im Schlamm steckengeblieben und eine auf gescheuchte Nilgans hatte den reitenden Untersatz erschreckt, und somit flott gemacht. Im Jahre 1227 fand der erste Gymnicher Ritt statt. Um 8 Uhr beginnt die Pilgermesse in der Kirche St. Kunibert. Nach der Messe werden die Fußpilger von den beiden Schützenvereinen zum Ortsrand ausgeführt, wo sie den Rosenkranz betend ihre Prozession um die Gemarkung Gymnich fortsetzen.

Die Reitermesse beginnt um 9 Uhr vor dem Hochaltar auf dem Ritt Platz neben der Kirche. Die Reiter sitzen während der Messe auf ihren Pferden. Durch Flur und Feld ca. 14 km wird die Aussegnung um 13:00 Uhr am oben genannten Platz vollendet. Einem Geheimtyp folgend sahen wir die Prozession am Ende der Straße Pilgerweg. Diese war bestimmt noch nicht vorhanden als die Tradition vor 785 Jahren zum ersten Mal stattfand. Entlang der Hauptstraße versuchten diverse Händler ihre Waren an den Mann oder Frau zu bringen. Das gelang aber nur einer Grillbude mit Steak und Brötchen. So gestärkt konnten wir am späten Nachmittag nach Hause pilgern. Den Herrentag ausklingen lassen, da sich rechtzeitig Rotkelchen Bräu aus Berlin eingependelt hatte.

1 Kommentar:

Berlin hat gesagt…

Schönes Wetter im Rheinland!