Eine
Reiterstunde von Brühl entfernt liegt das Dorf Gymnich. Das Schloß einst
Gästehaus der Bundesrepublik, heute noch im Besitz der Kelly Familie, zum
Verkauf beim Amtsgericht Brühl angeboten, war
nicht unser heutiges Ziel. Sondern der sagenumwogende Gymnicher Ritt.
Als
Dank für seine Rettung sollte in seinem Heimatort Jahr für Jahr eine Prozession
durchgeführt werden. Diesen Schwur hielt Ritter Arnold von Gymnich nach seiner
Rückkehr von den Kreuzzügen. Sein Pferd war im Schlamm steckengeblieben und
eine auf gescheuchte Nilgans hatte den reitenden Untersatz erschreckt, und somit
flott gemacht. Im Jahre 1227 fand der erste Gymnicher Ritt statt. Um 8 Uhr
beginnt die Pilgermesse in der Kirche St. Kunibert. Nach der Messe werden die
Fußpilger von den beiden Schützenvereinen zum Ortsrand ausgeführt, wo sie den
Rosenkranz betend ihre Prozession um die Gemarkung Gymnich fortsetzen.
Die Reitermesse
beginnt um 9 Uhr vor dem Hochaltar auf dem Ritt Platz neben der Kirche. Die
Reiter sitzen während der Messe auf ihren Pferden. Durch Flur und Feld ca. 14
km wird die Aussegnung um 13:00 Uhr am oben genannten Platz vollendet. Einem Geheimtyp
folgend sahen wir die Prozession am Ende der Straße Pilgerweg. Diese war
bestimmt noch nicht vorhanden als die Tradition vor 785 Jahren zum ersten Mal stattfand.
Entlang der Hauptstraße versuchten diverse Händler ihre Waren an den Mann oder Frau zu
bringen. Das gelang aber nur einer Grillbude mit Steak und Brötchen. So
gestärkt konnten wir am späten Nachmittag nach Hause pilgern. Den Herrentag ausklingen lassen, da sich
rechtzeitig Rotkelchen Bräu aus Berlin eingependelt hatte.
1 Kommentar:
Schönes Wetter im Rheinland!
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