Montag, 31. Januar 2011

Das hatte sich gelohnt.

Inversionslage, morgendliche frühe Telefonate, da kam die Frage auf was würde der Wandertag noch so alles bringen???  Der Tour Leiter H. für den heutigen Montag meldete sich krank und beschrieb per Telefon seine Planung. Ein zusätzlicher Tipp von Dieter erwies sich als goldrichtig. Ab in die Höhenlagen der Eifel. Wie auf Bestellung mussten auf der B258 die Sonnenblenden benutzt werden. Am Startpunkt in Welcherath präsentierte sich die Landschaft im Zuckerbäckerstil.
Waldrand Welcherath
Wanderweg Nr.2

Inversionswetterlage nennt man das wohl. Oben warm unten kalt. Das  sorgt auch für geänderte Ausbreitungsbedingungen für Funkwellen. Dass machte sich schon in Heimerzheim bemerkbar. Die Handy Verbindung für einen Nachrücker kam nicht zu Stande. Durch die Inversion wird die untere Luftschicht von der oberen abgeschirmt, man spricht von einer stabilen Schichtung der Luftmassen. Stabil war die Wetterlage den ganzen Tag am Wanderort, während die Heimat im tristen Grau bei Minustemperaturen dahinzog.
 Auf 505 Meter N.N. ging`s los dem Wanderweg Nr. 2 folgend an einem K.D. Kassels Burg vorbei in Richtung Dress. Nur wenige Meter nach links in einem dunkeln Fichtenwald sah man mächtige Wälle  einer frühmittelalterlichen Burganlage. Die Kassels Burg - auch Binnesburg - war eine so genannte "Motte", eine Niederungsburg, über deren Entstehung und Untergang kaum etwas bekannt ist. Bekannt war uns die weitere Tour, Nürburg, Adenauer Stein und Hohe Acht. Über dem Höhenzug  entwickelten sich beeindruckenden Landschaftsbilder.
Kerbsbach
Ortseingang Nitz


Dem Rhein-Kyll-Weg folgend wurde im Ortsteil Nitz auf einer Bank am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr die Mittagsruhe eingeläutet. Eine Telefoninfo an den Präsidenten hörte sich wirklich Erkältungsverdächtig an, obwohl böse Zungen behaupteten, der hatte nur Papier im Mund.

Sonnenanbeter am Feuerwehrhaus
Oberhalb von Brücktal

Norbert erholte sich von den Strapazen der vergangenen Woche. Durch das idyllische Nitzbachtal immer noch auf dem Weg Nr. 2 folgend wurde Brücktal angepeilt. Während des gesamten Streckenverlaufs  hatten wir an diesem Tag gerade mal 50 Höhenmeter zu überwinden, voll ausgenutzt die Inversionswetterlage.
Das feine liegt halt im Detail, dieser Spruch einer Konditorei in Heimerzheim  wurde für die Kaffeepause genossen. Wer dann die nächste Tour plant liegt an der Inversionslage der nächsten Tage.

Samstag, 29. Januar 2011

Arbeitsreiches Wochenende.

Die Berlinbesucher gaben keine Ruhe. Da wurden die Pläne, welche in der Schublade verbleiben sollten glatt über den Haufen geworfen.
Laie und Spezialist
Nach 2 Tagen erfolgreicher Installation am neuen PC, und ausgiebigen Test des Benutzers, von kritischen Augen begleitet, war die Mittagssonne schuld daran, dass ein Schubladenprojekt innerhalb von 2 Stunden in die Tat umgesetzt wurde.

Fleißige Hände, gut vorsortierte Lagerung, Baufachfrau mit Dokumenten in schriftlicher und fotografischer Form, Brett auf Brett auf das vorbereitete Fundament wurde das Gerätehaus an einem Samstagnachmittag fast bezugsfertig erstellt. 
Fleißige Hände am Werk
Neues Gerätehaus

Schnell noch mit Dachpappe eindecken den die Wetterlage könnte sich wieder verschlechtern. Dass im Vorfeld schon ein Teil der Pappe unter den Fundamenthölzern verbaut war, und alles so knapp kalkuliert ist, hat man zurzeit noch ein Blick auf die Eindeckung. Eine zweite Lage wird dann großzügiger verlegt, insofern, weil es baufachliche Vorschläge gibt für das Oberflächenwasser. Für die kleinen Feinarbeiten bleibt vorerst noch Zeit, vielleicht haben sich bis dahin die Gemüter über den Standort gelegt.

Freitag, 28. Januar 2011

Grüne Woche in Brühl.

Der PC Doktor bei der Arbeit
Nachdem die Berliner genug Zeit hatten sich auf der Grünen Woche in Berlin zu tummeln und Spezialitäten zu genießen, wurde die Grüne Woche in Brühl fortgesetzt.  Aber zuerst hieß es mal arbeiten.

Sohn Michael installierte einen neuen PC und hatte, sich einen Fahrplan gemacht. Schön dass die Dienstreisen immer wieder mit dem nützlichen verbunden werden können, und das Berlin-Bonn Gesetz mindestens noch so langer anhält bis die letzten Hohen Beamte in Rente gehen.
Recovery DVDs erstellen, Systemabbild erstellen, Partitionen einrichten, Avira Antivirus mit Komplettsuche, Spybot, Threat Fire, Secunia und das ganze mit und ohne Internetverbindung. Die benutzten Zubehöre, Drucker, Scanner und Kamera mit einbinden und schon konnten die ersten erfolgreichen Testläufe gemacht werden.
Grünschnitt

Ofen Holz Abgabe Mettbrötchen und Bier
 
Warum Grüne Woche in Brühl??? Endlich konnten die Arbeiten der Gartengestaltung fortgesetzt werden. Einige trockene Tage, und schon war Recycling angesagt. So wurden die Mengen Grünschnitt gehäckselt und Ofen Holz von Tag zu Tag größer. Große Pläne liegen noch in der Schublade und werden wohl in diesem Jahr realisiert.  

Montag, 24. Januar 2011

Drachenfels, Erinnerungen auffrischen, Teil 2

Schmuddelwetter, Nieselregen, kurz umdisponieren, kein Ruchsack und los zum Drachenfels. Schon oft oben gewesen, nicht mit dem Esel, wie von Willy Ostermann getextet: Mer rigge mit dem Äsel op de Drachenfels, sondern ab Königswinter durch das Nachtigallen Tal an einem Denkmal des oben beschriebenen Musikers vorbei. Auf halber Höhe kommt von Dieter die Anmerkung, dass noch nie die Gedenktafel von Hans Cloos fotografiert wurde.
Gedenktafel unterhalb der
Ruine Drachenfels

Dr. Schmitz und seine Schüler
Das wurde nun nachgeholt, schließlich hat dieser Professor die Leidenschaft für Geologie in Dieter erweckt. Die Gedenktafel an dem von Ihm erforschten Vulkandom schreibt:

Belebte die Geologie für Viele. Dieter belebte unser Interesse.
Cloos wurde europaweit bekannt  als Autor eines Lehrbuchs von 1936 und die „Gespräche mit der Erde“ 1947 durch deren klare Sprache und selbstgezeichnete Abbildungen der Geologie die auch der Allgemeinheit verständlich wurden.
Das nahe Bonn gelegene Siebengebirge nutzten Cloos und sein jüngerer Bruder Ernst, oft als Ausflugsziel für ihre geologischen Erkundungen. Hans Cloos erforschte speziell den Aufbau der Erdkruste in der Struktur von Graniten in der Region des Siebengebirges. Dabei zeigten sorgfältige Messungen und Beobachtungen, dass die Lage des Schlotes und die Form des Schmelzenaufstieges sich in der Anordnung der aus der Tiefe mitgebrachten Kristalle abgebildet hatten.  Er konnte beweisen, dass sich die Sanidine in der Fließrichtung des Magmas abkühlten. Anhand dieser Erkenntnisse wurde es möglich, die ehemalige Höhe des Drachenfels zu errechnen, welche etwa 80 Meter höher war als die heutige.
Die Abrißbirne
Wir kamen zur Erkenntnis dass die alte Restauration der 30 er Jahre noch steht, und die Nachkriegsrestauration nun abgerissen wurde. Das wir am Milchhäuschen keinen Kaffee bekamen war schon schlimm, schließlich war einer der Wanderer mit Tapezierarbeiten beschäftigt, und wir hätten gerne eine MMS verschickt. Es sollte am Nachmittag regnen und diese Vorhersage traf dann auch zu. Da blieb nur noch Zeit für Kaffee und Kuchen in Auerberg.

Montag, 17. Januar 2011

Erinnerungen auffrischen.

Das geht wohl am Besten mit einer Power Point Präsentation. Über 300 Bilder von 2010 sich in gemütlicher Runde ansehen, das geht halt nur beim Präsidenten, mit professioneller Technik. Ist schon verblüffend wie schnell ein Jahr verging. Wanderbilder die bis im März hinein Schnee zeigten, und dieser war schon wieder Anfang Dezember präsent. Alle erfreuten sich der offiziellen Statistik, fast alle, die einstellig Aufgeführten waren leider nicht anwesend, daran sieht man, Statistiken haben doch einen Hauch von Wahrheit.
Heinz   1-mal mit  12 km
Franz   2-mal mit  24 km
     Peter H    3-mal mit  29 km
     Jürgen      4-mal mit  53 km
    Peter   18-mal mit  264 km
        Wolfgang 25-mal mit  345 km
      Herbert  35-mal mit  484 km
    Gerd    39-mal mit  571 km
       Norbert   42-mal mit  634 km
     Dieter   43-mal mit  629 km
Beim durchstreifen des Villewaldes, mit fast frühlingshaften Temperaturen bot sich am Entenweiher ein schönes Panoramabild mit Wald und See.
Der Entenweiher im Januar 2011
Die Nähe der Bundesakademien wurde genutzt um in der Kantine die Mittagspause zu verbringen. Diese Bundesakademien für die öffentliche Verwaltung  sind die zentrale Fortbildungseinrichtung der Bundesverwaltung in Deutschland. Sie sind dem Bundesministeriums des Innern angeschlossen. Ihr Hauptsitz ist in Brühl. Neben einer Außenstelle in Berlin - Johannisthal ist in Boppard ein weiteres Seminargebäude. Jedes Jahr werden rund 1000 Seminare mit etwa 16.000 Teilnehmern durchgeführt. Die Teilnehmer kommen von allen Dienststellen des Bundes und teilweise auch von den Ländern und Kommunen. In der Nähe sind auch die Bundesfinanzakademie und das Steuermuseum. Tennisplatz, Sportplatz und Turnhalle sind Zeitzeugen von fetten Jahren der Steuergroschen der Bürger.
Präsentation der Jahresbilanz

Wir steuern nach der Pause in den Präsentationsraum und lassen die Jahresbilanz vorüberziehen. Der Multi Media Player braucht noch einen Klick zum Anlauf von Videos bei der Power Point Präsentation. Den Allgäu noch mal Revue passieren lassen, und sich schon mal einstimmen auf eine Wanderwoche im Herbst.

Freitag, 14. Januar 2011

Schlechter Start ins Neue Jahr.

Wie aus nebenstehender Tabelle ersichtlich war der Start ins Neue Jahr mit dezimierter Mannschaft in der Doppelkopfrunde nicht mit einem Heimrecht verbunden. Leider sind wir nur noch zu viert in der jahrelangen Runde die sich alle 4 Wochen abwechselnd der Spielleidenschaft hingibt.
Endstand nach 20 / 3
Pech für den Gastgeber, einen Königsoli hätte allenfalls mit Pluspunkten erreicht werden können, doch der ist nicht im Programm. Zum Schluss noch ein vorgeführter mit 15 Minuspunkten, da war klar wer die Zeche für den Abend übernimmt. Wie üblich nach dem Spielen noch diskutieren, diesmal nicht über Spielzüge, sondern die allgemeinen Dinge des Alltags die man so als Rentner erlebt. Meine Bouletten wurden gelobt, da blieb zum Ende nur noch eine Zille Zitat:
Meine Wurst ist gut, wo keen Fleesch is da is Blut, wo keen Blut is da sind Schrippen, an meine Bouletten is nich zu tippen. Da tippen wir mal auf den nächsten Abend, wer da mitspielt und gewinnt.

Montag, 10. Januar 2011

Zu Besuch in den Medientempeln der Stadt.

Da war es himmelblau und strahlender Sonnenschein, und das am vorerst letzten Besuchstag. Die Gunst der Stunde nutzen und die Fachkenntnisse von Michael nutzen für einen Besuch in mehreren bekannten Medientempeln. Vielleicht doch noch einen neuen PC aus der Stadt mit nach Hause nehmen??? Informationen sammeln und mal sehen ob der Osterhase was ins Nest legt. Aktion am Alex, die Mitarbeiter der Berliner Sparkasse bewegen sich auch unentschlossen über den Platz, so war das auch beim Berichterstatter, aber der war nun um einiges schlauer.


Die Shoppingmeile Friedrichstrasse entlang schlendern und in Fachgesprächen Eindrücke mit nach Hause nehmen. Nach insgesamt 103 Tagen in Berlin, im Laufe der Jahre, kommt da schon was zusammen, hatten wir mal wieder viel Spaß, einiges gesehen, erlebt, und für zu Hause viel zu erzählen. Nochmals ein Danke schön an die Gastgeber.
Pünktlich mit dem Flieger da, aber Bahnfahrt katastrophal, kein Wunder wenn alle Verkehrminister sich in Berlin aufhalten.

Sonntag, 9. Januar 2011

Zu Besuch im Bezirk SO 36.

Trübes Sonntagswetter lässt den Besuchern Zeit einige Runden Phase 10 als Brettspiel zu testen, lernen oder gewinnen. Eine interessante Kombination mit Karte und Würfel, da spart man sich das Aufschreiben. Wir sparten nicht daran doch noch eine Runde als Spaziergang in das Szene Viertel zu unternehmen. 
Was nehme ich???

Der Regen der vergangenen Nacht hatte einiges weg schmelzen lassen und präsentiert Berlin als richtig schmutzig. Da wird die Stadtreinigung noch einiges zu tun haben. Der Zielpunkt des abendlichen Spaziergangs ist eine Lokalität mit indonesischen Spezialitäten.

Die Lokalität kennt man

Mirchi. in der Oranienstrasse, unweit der U - Bahnstation Cottbusser Tor, oder Maybachufer, bekannt als orientalischer Markt an Dienstagen und Freitagen, Man bzw. Frau kennt sich aus.

Unter Kunstpalmen, Heizpilzen, Götterfiguren aus Fernost und einer Mega-Markise, kann man im Restaurant Mirchi zu dezenter Hindi Clubmusik tropische Cocktails schlürfen, und preiswert essen.

SO 36

Mirchi ist übrigens Hindi und heißt übersetzt Chili.
 
Symbole mit roten Chilischoten signalisieren die Schärfe der Speisen. Von eins bis drei konnte man sich entscheiden, das wurde dann nur zu einer Frage wie man die Schärfe bekämpft. Ein leckeres Warsteiner könnte dazu beitragen.
 Eine rote Reklame mit SO 36 machte uns sichtbar wohin es uns in den Sommermonaten mal verschlagen wird. Die Termine für diesen Event Point in der Berliner Morgenpost sind jedenfalls vielversprechend, so war übrigens auch die Speisekarte.

Samstag, 8. Januar 2011

Zu Besuch bei Ephraims, Nussbaums, und Chamäleon.

Eine Sonderausstellung in einem alten Prachtbau am Rande des Nikolaiviertel wirft die Frage auf, wo ist die Mitte von Berlin?
Berlin Mitte
Die mittelalterliche Metropole war unweit des heutigen Nikolaiviertel mit der Petri Kirche. Hier am Mühlendamm wird zurzeit wieder gebuddelt und in der Zukunft möchte man das alte Berlin - Cöllner Altstadt – Bild hier wieder sehen. Wir sehen Fotos, Motive und Dokumente der Veränderung von der Pferdekutschen Zeit, Kaiserzeit, Kriegszeit bis zur Gegenwart.
Treppenhaus des Palais

Das Personal rennt von Saal zu Saal, und das war störend, schade. Nach drei Stunden verlassen wir die Ausstellung und direkt draußen können wir uns ausmalen wie es hier mal ausgesehen hatte.
Ein Steinwurf weiter ist die Kneipe Nussbaum. Die war einst in der Fischerstrasse 21 Ecke Köllnische Straße, eingebettet zwischen zwei Spreearmen. 1507 erbaut war es nachweislich das ältestes Bürgerhaus Berlins. Heinrich Zille war hier Stammgast, und Milljöh Skizzen schmücken die Wände. Die Originalgaststätte wurde am 28. April 1945 vollständig zerstört und erst 1981 begann man wieder mit dem Wiederaufbau diese Viertels.
Im Nußbaum

Die Boulette a la Meier mit Bratkartoffel ist hier der Renner. Ein kommen und gehen machte deutlich das es hier eine preiswerte bodenständige Küche gab.

Wir machten uns auf um in den Hackeschen Höfen das Chamäleon zu besuchen. Eine atemberaubende Show mit 8 Künstlern die perfekt Musik und Körperkunst umsetzten. Der Tagesspiegel schrieb: Seligkeit zwischen Himmel und Erde, Die Berliner Morgenpost; Temporeich und Wild.


Wir waren alle begeistert und spontan wurde ein Fußmarsch zurück angetreten, und das abendliche Berlin bot bei klarem Himmel ein leuchtendes Bild, was für die schmelzenden Berge mit Schnee nicht zutraf.

Die neue Mitte

Freitag, 7. Januar 2011

Zu Besuch bei Daimlers.

Freitag, Feierabend, da hat sich eine Tradition bei den Berlinern Gastgebern entwickelt. In der Stadt neue Lokalitäten zu erkunden, oder bei voller Zufriedenheit noch mal aufzusuchen. So wurden wir dann auch bei Daimlers begrüßt und der Hausherr erkannt. Durch Zufall war auch ein Bekannter Tester der Szene anwesend.
Auto kaufen oder Speisen???

Sprüche von Politikern
Essen und Trinken im Verkaufsraum der Nobelmarke unter den Linden.
Sehr gute Küche mit einen ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis. Ein etwas außergewöhnliches Ambiente, guter Service, und ein Überraschungsmenü wurde uns präsentiert, der kulinarische  Winterglanz war leider  nicht mehr im Programm.


So wie sich die Oldtimer auf einem Rondell drehten schmeckte auf der Spätburgunder, und abgerundet wurde das Menü mit einer Eiskreation. Danke für die Einladung, hier waren wir nicht das letzte Mal.

Zu Besuch im Milljöh.

Wo geht man da hin, im Berlin um die Jahrhundertwende nach Wedding, oder Rummelsburg. Am 10. Januar 1858 geboren als Sohn eines Schmieds in Radeburg bei Dresden, kam die Familie 1867 nach Berlin.
Schon damals Schrippen im Hackfleisch
Schon früh beobachtete Heinrich Zille die Armut in seinem Viertel, von der er auch betroffen war. Nach langer Arbeitslosigkeit kämpfte die Familie gegen die damaligen Zustände an, und Heinrich konnte um 1872 eine Ausbildung als Lithograph bei der Firma Hecht beginnen.
Bis ins kleinste Detail gezeichnet

Er wurde Abendschüler an der königlichen Kunstschule und bei der Photografischen Gesellschaft angestellt. Seine Skizzen und Radierungen begeisternden ebenfalls Käthe Kollwitz. Wir waren begeistert von der Ausstellung unweit der Kneipe am Nussbaum.

Badeszene am Wannsee
Unter den Linden ist noch die Weihnachtsbeleuchtung installiert, baden konnte man höchtens in den Pfützen die sich am Straßenrand bildeten.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Zu Besuch bei den Kennedys.


The Kennedys

Ein nachmittags Spaziergang durch das winterliche Berlin zu den Stars und Sternchen führte uns zunächst zum Potsdamer Platz. Der Boulevard ist mit Neuschnee bedeckt und nur einige Sterne zu sehen. Die aktuelle politische Lage lässt auch am Reichstag keine Sterne erstrahlen, alles abgesperrt und mal schnell in die Kuppel geht nicht mehr, nur noch mit Voranmeldung.

Dafür hatten wir uns bei den Kennedys angemeldet. Direkt am Pariser Platz ist ein Stück deutsche Geschichte verewigt, nur wenige Schritte vom heutigen Standort entfernt sah der Präsident am 26. Juni 1963 die Teilung Deutschlands und am Schöneberger Rathaus wurde dann ein berühmter Satz  gesprochen.
Der Mythos der Kennedys, der gerade mal 1000 Tage wirkte, holt hier wieder einen ein.
Keine Repro Rechte, keine Fotos, ein App und der Besuch in Berlin konnte nachempfunden werden.


Wir wurden eingeholt durch den Vorteil, Rentner, halber Preis. Im Forum Willy Brandt, Unter den Linden, ist dann Deutsche Geschichte von A bis Z dargestellt. Ob Dackel oder Gartenzwerge, Karneval oder Oktoberfest, Besucher können sich hier einen Einblick verschaffen. Wir verschaffen uns am Abend einen Überblick über die Pakete unter dem Weihnachtsbaum. Schönen Dank, das wäre aber nicht nötig gewesen.

Auf ins Jahr des Hasen.

Ein dezenter Hinweis wurde per Post zugestellt. Die Schlüssel nebst Bahnkarten für die Zweitwohnung in Berlin. Da wollten wir mal wieder für ein paar Tage hin hoppeln, im chinesischen Jahr des Hasen.
Dezenter Hinweis

Vom Eis und Schnee befreit

Mal wieder Glück gehabt, Tegel war geschlossen, wegen Eisregen, deshalb war unsere Entscheidung, den noch unter dem Namen Schönefeld Flughafen zu nehmen, im Vorfeld mal wieder richtig. Bis das dieser mal offiziell BBI wird ist wohl noch lange hin, nach neusten Meldungen 2014. So vom Lande in die Stadt zu kommen war angenehm. Schneeberge an den Straßenrändern machten den Anwohnern große Probleme, und aus der Ferne zuschauen ist auch nicht schlecht.  Mal schauen was die nächsten Tage noch so an Überraschungen haben. Ist die Beschriftung am Schlüssel wörtlich, monatlich gemeint??? Fürs erste schon, der Februar ist schon verplant, das Blütenfest in Werder wäre da schon mal angedacht.

Montag, 3. Januar 2011

Wintermärchen in der Hillesheimer Kalkmulde.

Karte vorraus
 Wintermärchen, die sind doch schon lange da, mag mancher Denken, aber nicht so wie heute. Lachende Sonne, leuchtende Kristalle, tief verschneite Wege. Im Sommer findet man hier Orchideen, im Winter Spuren von Wildkatzen, Rehen und ab und an menschliche Fußabdrücke.
Auf dem Wanderweg Nr.29
Der Jüngste im Kreis hatte das Privileg die erste Wanderung für das Neue Jahr auszusuchen und dementsprechend zu gestalten. Der Startpunkt war in Uedelhoven oberhalb von Ahrdorf. Uedelhoven ist ein Ortsteil der Gemeinde Blankenheim im Naturpark Nordeifel und liegt auf etwa 400 m Höhe. Das Dorf liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen im Bereich der Hillesheimer Kalkmulde. Am Sängerheim wurde ein Parkplatz gefunden und über den Weg Nr. 29 ging’s entlang des Klausbachs über die Route W. am Andreashof vorbei auf die Anhöhe am Wahlrech auf 468 N.N. Den Weitblick genießen und erraten was in der Ferne zu sehen ist.

Aremberg
Streckenverlauf
Der Aremberg ist bekannt und die Wolken sowie die schneebedeckten Flächen lassen schon mal das Alpenvorland erahnen. Ein Ohm für eine Herbstwanderung???  Eine kleine Trinkpause in der Uedelhovener Hütte und schon sind wir wieder unterwegs.

Am Wanderweg W
Nach der Pause hinter der Uedelhovener Hütte
Teils durch Fahrspuren von Traktoren, bei frischem Neuschnee, hatte man das Gefühl  auf einem breiten Drahtseil zu jonglieren. Oder durch unberührte  Feldwege mit knirschenden Lauten und anstrengenden Fußstapfen der schönen Seite des Winters die sportliche Note ab zu verlangen. Kurz vor Dollendorf am Schappener Berg wurde der Weg Nr. 32 eingeschlagen und eine fachwerkähnliche Hütte erreicht. Den Tisch für die Mittagspause dekorieren, Glücksschweinchen hoppelten durch  den Schnee und Schnapstassen warteten auf ihre Vernichtung.

4 Schneeschieber
Kalt ist es nicht, so mindestens Gefühlsmäßig, Sonnenschein und der Lockruf von Wildkatzen verleiten uns zum Aufbruch. An der Gabelung von Wanderweg 30 und 32 wird die Richtung Auto eingeschlagen.

Prosit Neujahr
War das nun Glück mit den Wetter und der Wegführung oder einfach nur so gewollt. Pünktlich zum traditionellen Abschluss wurde ein Cafe in Üxheim erreicht und der einsetzende Schneefall beobachtet. Trotz der ausstehenden Erhöhung des Hartz IV Geldes wurde ein Sponsor für die Kaffeetafel gefunden. Nächste Woche hat der Präsident das Sagen. Na dann, Prosit Neujahr und hoffentlich zur Präsentation mal wieder alle dabei.