Samstag, 24. Februar 2018

Hohe Venn.

Ausruhen wo Kaiser Karl nächtigte.
Mützenich Sichtbar die großen Quarzit Blöcke in der Nähe von Mützenich.
Der Sage nach soll Kaiser Karl der Große sich bei einem Jagdausflug von seiner nahen Residenz Aachen, bzw. Konzen aus, im Hohen Venn verirrt haben und gezwungen gewesen sein, auf diesem großen Quarzit Felsen zu übernachten. Der Felsen, nahe dem Ort Mützenich, unmittelbar an der deutsch-belgischen Grenze gelegen, heißt heute noch ganz allgemein: Kaiser Karls Bettstatt. Hier hatten die Mitwanderer eine Verstärkung verdient. 5 auf einen Streich, alte Marelle mild, der Tag neigte sich dem Abend zu.
Direkt am Hohen Venn gelegen ist der Platz heute vor allem bei Wanderern ein beliebter Picknickplatz mit einer kleinen Schutzhütte und mehreren Sitzgelegenheiten rund um den Stein. Ein großer aus dem Rund hat die Liegestatt getestet, erstaunlich welche Zertifikate so alles verlangt werden.

Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Hautes Fagnes, Hohes Venn, Hoge Venen, international.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  17,5 km, 07:08 h, 327 hm.
Streckenführung: Weg Orange Rechteck, blaues Kreuz.
Wetter:  -7,0 bis -2,0 Grad, Sonne ab und an steife Brise.
Wegcharakter: urige Stege, befestigte Waldwege, Asphalt, alles gut mit Schnee bedeckt.
Unsere Tour beginnt an der N 67 direkt hinter der Grenze, am Parkplatz Grenzweg. Das Brackvenn über die berühmten Moorpfade, Holzstege, durchqueren und Kaiser Karls Bettstatt besuchen. Das war erst in den Nachmittagsstunden möglich, da keine Stege zu erkennen waren.
Legenden und Geschichten machten den Ort berühmt. Der Herrscher muss die Eifler sehr beeindruckt haben, vielleicht, weil die Region, seit Römerzeiten Grenzgebiet zum Osten hin, endlich ins Zentrum rückte. Die Mützenicher fühlen sich dem Kaiser auch heute noch besonders verbunden.
Sie erzählen sich jedenfalls, dass er dem Ort den Namen gegeben hat. Als er auf seinem Steinlager ruhte, soll ihm einer seiner Begleiter eine Kopfbedeckung als Schutz vor der Nachtkälte hingehalten haben. "Mütze nich!", wehrte er ab. Ganz ernst nehmen sie das selbst nicht. Aber Karl ist immer für eine Geschichte gut. Am 28. Januar 814: In Aachen stirbt Kaiser Karl, der später Karl der Große genannt wird, an einer Lungenentzündung. Ein Herrscher, Kriegsherr und Visionär, der in den Köpfen und Bauten der Europäer weiterlebt.
Wir nehmen am Parkplatz den parallel zur Straße verlaufenden Weg und durchqueren das Platten Venn bis Ende der Markierung Hobbe. Die traumhafte Winterlandschaft hatte alle so begeistert dass eine Umkehr von wegen Glätte nicht in Frage kam.
An der Kreuzung mit dem Hinweis blaues Kreuz und gelbes Rechteck, plus einem Wegweiser Ternell ( Holztafel ) wird auf halber Wegstrecke eine Trinkpause eingelegt. Die Forsthütte Alt-Hattlich wurde passiert und die wärmenden Sonnenstrahlen im Rücken erlaubten in Ternell auf einem Stapel vorgefertigter Stege ein Sonnenbad.
Gerade aus leicht abwärts ging es weiter zum Getzbach. Auf 500 Höhenmetern wurde das Kutenhart Venn umrundet um zuerst mit Rückenwind, dann stramm von Vorne konnte nach einer Stunde nach der Überquerung des Getzbach eine weitere Trinkpause mit süßen Kleinigkeiten vor Erreichen einer anderen Gruppe eine Bank in Beschlag genommen werden.
An den Infotafeln per Finger am Maßstab die restlichen Kilometer abschätzen und somit wurde das Highlight der Tour, die Quarzit Blöcke, doch noch erreicht.
Der Rest über die Stege war dann wieder so interessant dass die Eiskristalle in Nahaufnahme abgelichtet wurden. Apropos Nahaufnahme, den Untergrund hatte zwei von uns genauer unter die Lupe genommen. Naja, Termin war gesetzt und früher hieß es der Kunde bezahlt. Alles Paletti bei so einem Wetter.

Montag, 19. Februar 2018

Nideggen.

Auf den Spuren des Unterdevon.
Nideggen, Weitsichtbar die Burg von Nideggen mit der Altstadt ein Anziehungspunkt für Touristen. Die ursprüngliche Burg Nideggen wurde im 12. Jahrhundert als Wohnsitz der Grafen von Jülich erbaut. Nachdem der Bergfried als erstes Gebäude der Burg zwischen 1177 und 1190 fertig gestellt wurde, folgten anschließend das Haupttor, die Wehrmauer, der Brunnen und der doppelstöckige Rittersaal. Eine Beschreibung auf unserem Wanderweg lässt einen schmunzeln wenn man folgende Textzeile liest, die der Gräfin Alveradis gewidmet ist.
Wanderleitung: Dieter.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr. 2 Erholungsgebiet Rureifel.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  11,9 km, 03:32 h, 219 hm.
Streckenführung: Weg Nr. 3,17, 07,42 Buntsandsteinroute, Eifelverein.
Wetter: ca. – 1,0 bis 5 Grad bedeckt, trocken Sonne ab und an.
Wegcharakter: urige Pfade, befestigte Waldwege, Asphalt.
Unsere Tour beginnt im Ort, Nideggen am Parkplatz Schulzentrum unweit vom Café Hallman. Über den Eifelvereinsweg geht es an imposanten Felsen mit folgenden Namen, Hindenburgtor, Kickley, Einsiedlerklamm, Eugenienstein bis zur Gerda Rössler Hütte.
Hier hat man einen Weitblick auf Obermaubach und den Stausee und Untermaubach. Die mit Zertifikat ausgewiesenen Feinheiten der Berlinbesucher, extra für die Montagswanderer werden redlich aufgeteilt und ein milder alter Marille macht die Runde.
Der Buntsandstein ist im Rurtal besonders stark verfestigt, so dass hier der Sandstein über der Rur bei Nideggen bis zu 50 Meter hohe senkrechte Felsklippen, türme und wände bildet. Durch die Verfestigung ist der Buntsandsandstein im Rurtal außerordentlich standfest und für den Klettersport in besonderer Weise geeignet. An einigen Stellen sind die Kletterhacken positioniert. Die roten, gelben und hellbraunen Farben sind Zeugnis einer ausgedehnten Wüste, die sich zur Buntsandsteinzeit vor über 230 Mio. Jahren über einen großen Teil Mitteleuropas erstreckte. Das Klima war etwa mit dem vergleichbar, das heute im Südwesten Nordamerikas herrscht. Bereits damals lag das Gebiet der Kölner Bucht tiefer als die Eifelhöhen.
Wir wandern entlang einer zeitgeschichtlichen Abfolge die Millionen Jahre auseinander liegen. Eben noch Buntsandstein und dann Schiefer.
Im weiteren Verlauf der Tour geht es unterhalb des Engelsblicks über den Weg Nr. 72 und 17 an Levers Bach und Rath vorbei in Richtung Startpunkt. Die Weitsicht auf die Drover Heide und Düren, bzw. Weisweiler liegt im Dunst des Tages, und so ist dann in folgender Lokation Ende Gelände.

Sonntag, 18. Februar 2018

Berlin - Brühl.

Dreimühlenwasserfall, Niederehe, Kerpen.
Was für ein Wetter war da angekündigt. Top, kalt -5 Grad strahlend blauer Himmel.

Da war das Ziel schnell ausgewählt. Eine Tour zum Dreimühlenwasserfall bei Uxheim. Wir starten im Eifelort des Malers Wille in Kerpen. Bilderbuch Wetter, aber wieder glatte Wege. Naja man kann nicht alles haben. Die gewohnte Distanz und Zeit vom Vortag machten den Sonntagsausflug zu einem Vergnügen.
Mal einfach so ein Foto mit guten Lichtverhältnissen am Wasserfall ohne fremde Personen ist da nicht einfach. Das hatten sich wohl einige vorgenommen und warteten geduldig auf das Motiv des wachsenden Wasserfalls.

Im weiteren Verlauf der Wanderung besuchen wir in Niederehe das Kloster mit der ältesten Orgel von Rheinland Pfalz. Am Nollenbach konnte man in der Sonne das nötige Dopamin tanken und die Erkenntnis gewinnen, gut dass wir gestern eine andere Tour unternommen hatten. 

Samstag, 17. Februar 2018

Berlin - Brühl.

Marmagen, Grüner Pütz, Trödel Waldi, Restaurant Gläwe.
Besuch hat sich angekündigt und möchte Wandern, oder aber auch sehen ob die Herrschaften Probleme bei den elektronischen Medien haben. Die waren wie durch ein Wunder beim Öffnen der Haustüre verschwunden. Was machen wir denn nun mit der verbleibenden Zeit. Die Wetterlage abchecken und so wurde dann eine Rundwanderung bei Marmagen in Augenschein genommen.

Nach 12,5 Kilometern auf ziemlich verharschtem Untergrund, teilweise Spiegelglatt, wurde nach gut 3 Stunden der Eiffelplatz in Marmagen wieder erreicht. Unfallfrei, durchfroren, und um viele Erkenntnisse des Verlaufes Römerkanal in Richtung Köln reicher.

Durch viele Erzählungen kam wie auch immer der Trödel Waldi ins Gespräch. Das ist nur ein Steinwurf weiter. Ein Berliner Kollege von Melanie hat den ins Herz geschlossen, so wurde dann ein Autogramm signiert, mit der Bemerkung: Komm her Kind auf den härtesten Oberschenkel der Eifel. Während wir noch Kaffee und Kuchen zwischen all den Raritäten zu uns nehmen wurde aus dem Nähkästchen geplaudert.

Am Abend noch eine Kleinigkeit bei Gläwe genießen und Planungen für den nächsten Tag vornehmen. Schön wie die Stunden dahinflogen.

Sonntag, 11. Februar 2018

Brühl.

Das Sessionsmotto 2017/2018
Die Welt drieht durch, Europa eiert, doch Bröhl bliev jeck - hier wird gefeiert.






Freitag, 9. Februar 2018

Eiserfey.

Magischer Lichterzug.
Eiserfey ist bei den Wanderfreunden nicht unbekannt. Im Tal angesiedelt mit 420 Einwohnern in der Gemeinde Mechernich. Die Ruhe der Nacht ist nun zum dritten Mal gestört, obwohl das Tal weitläufig abgesperrt ist. Nur mit dem Shuttlebus kommt man bis zum Abzweig Bergheim, immerhin, vom neuen Park und Ride Platz 4 Kilometer entfernt. Geduldig in der Schlange warten und mitansehen wie Bus um Bus schon vollbepackt vom Bahnhof Mechernich an uns vorbei fährt. Doch den falschen Startpunkt gewählt. Wir setzen uns ein Limit, wenn nach einer Stunde bei Minusgraden kein Bus hält fahren wir halt wieder nach Hause. Das Warten hatte sich gelohnt.

Die Faszination des Karnevalszuges ist das Licht, was hier die Jecken sich aufs Kleid oder Wagen präpariert haben. Lichtschläuche, LED, ausgediente Weihnachtsbeleuchtung und Deko lassen der Phantasie freien Lauf. Es glitzert und funkelt, auf Grund der geografischen Gegebenheit ist der Zug Weg auf zwei Straßen reduziert, da die Busse erst eine Stunde nach Ende der Veranstaltung eingesetzt werden wurde eine kleine Nachtwanderung eingelegt. Muss man mal gesehen haben.

Montag, 5. Februar 2018

Berkum, Werthhoven, Oedingen, Züllinghoven.

Wintertour im Drachenfelser Ländchen.
Berkum, Geheimnisvolle riesige Kugel, oder gigantischer Golfball, das Wahrzeichen des Ortes Berkum. Mit 47,5 Metern Durchmesser hat diese weltweit größte Radarkugel des Fraunhofer Instituts die Aufgabe in den Weltraum zu schauen. In Berkum befindet sich mit der Burg Odenhausen die höchstgelegene Wasserburg NRWs die Ursprünge der Burg liegen im 11. Jahrhundert.
Werthhoven, der kleine Ort mit dem massiven Turm der kleinen Jakobuskapelle ist typisch für die Gotteshäuser der Umgebung. Im 9. Jahrhundert erstmals erwähntes Kulturdenkmal. Innerhalb der Gemarkung des Ortes liegen zudem der höchste Punkt der Umgebung mit 269 m über NN und das Radom.
Oedingen, ein Fußweg, der von Werthhoven ausgehend unter der Kreisstraße hindurchführt und auf der anderen Seite weiter bis nach Oedingen führt, war in der Vergangenheit eine gern genutzte Verbindung zwischen den beiden Orten.
Mangels einer intakten Bachüberquerung war dieser Weg aber schon seit längerer Zeit nicht mehr durchgängig nutzbar. Dies ist mit einer neuen Brücke beseitig worden. Lange ein Streitpunkt zwischen NRW und Rheinland Pfalz. 
Züllinghoven, hier sind Kulturen in Folienhäusern doppelt dicht verpackt und ließen keinen Einblick zu, was angepflanzt war blieb ein Rätsel.
Die Grafik aus der Kölnischen Rundschau vom Januar 2018 ist so gut dargestellt das man diese als Karte verwenden kann, weil auch die Wegkennzeichen stimmen, trotz neuem Eifelvereinszeichen.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte NRW Nr. 22, Bonn und das Siebengebirge.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  13,2 km, 03:24 h, 137 hm.
Streckenführung: Weg Nr. H 2, H 4, W,3, Eifelverein.
Wetter: ca. -0,5 bis 4 Grad Sonne pur.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, Asphalt.

Unsere Tour beginnt im Ort, Berkum an der Schule und dem Schwimmbadzentrum. Etwas später starten wir, raus ins Freie und ein paar Sonnenstrahlen tanken, das tut gut nach dem Dauerregen der vergangenen Wochen. Der Drachenfels liegt zwar nicht im besagten Ländchen, sondern linksrheinisch, so ergeben sich reizvolle Blicke auf das Siebengebirge.
Direkt im Ort ist die Wasserburg Odenhausen ein Blickfang. Bei der Burg Odenhausen handelt es sich um eine Wasserburg in Höhenlage, bei der die heute noch vorhandenen Wassergräben von Quellen gespeist werden. Die Burg wurde erstmals 1316 urkundlich erwähnt. Seit 2005 ist die Burg im Besitz des Ehepaars Vieten und wird von diesem und ihren drei Kindern auch bewohnt. Der Vater ist ein Fan von Fortuna Düsseldorf. Toll alles restauriert.
Weiter geht es Richtung Wachtberg bis zum Ehrenmal. Ein Berg gab dem Ort Wachtberg den Namen. Eine Vulkankuppe mit wunderbarem Fernblick. Nun sind wir auf der Fernwanderroute von Bonn bis an die Mosel. In Werthhoven auf halber Strecke konnten wir in einer Überdachung an einer Bushaltestelle direkt mit Sonne von vorne die Mittagspause genießen. Mütze ab, Jacke aus.
Den Domsteinbruch am Hohenberg lassen wir rechts liegen. Hier wurde Trachyt zur Errichtung des Kölner Dom gewonnen. Gerd und Norbert kehren in die Baumschule Sängerhof ein und im Duft von blühenden Pflanzen schmeckt der Kaffee noch mal so gut. Ein toller Sonnentag heute.