Ausruhen wo Kaiser Karl nächtigte.
Mützenich Sichtbar die großen Quarzit Blöcke in der Nähe von Mützenich.
Der Sage nach soll Kaiser
Karl der Große sich bei einem Jagdausflug von seiner nahen Residenz Aachen,
bzw. Konzen aus, im Hohen Venn verirrt haben und gezwungen gewesen sein, auf
diesem großen Quarzit Felsen zu übernachten. Der Felsen, nahe dem Ort
Mützenich, unmittelbar an der deutsch-belgischen Grenze gelegen, heißt heute
noch ganz allgemein: Kaiser Karls Bettstatt. Hier hatten die Mitwanderer eine
Verstärkung verdient. 5 auf einen Streich, alte Marelle mild, der Tag neigte
sich dem Abend zu.
Direkt am Hohen Venn
gelegen ist der Platz heute vor allem bei Wanderern ein beliebter Picknickplatz
mit einer kleinen Schutzhütte und mehreren Sitzgelegenheiten rund um den Stein.
Ein großer aus dem Rund hat die Liegestatt getestet, erstaunlich welche
Zertifikate so alles verlangt werden.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Hautes Fagnes, Hohes
Venn, Hoge Venen, international.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 17,5 km, 07:08 h, 327 hm.
Streckenführung: Weg Orange Rechteck, blaues
Kreuz.
Wetter: -7,0 bis -2,0 Grad, Sonne ab und an steife
Brise.
Wegcharakter: urige Stege, befestigte Waldwege, Asphalt, alles gut mit Schnee
bedeckt.
Unsere Tour beginnt an der
N 67 direkt hinter der Grenze, am Parkplatz Grenzweg. Das Brackvenn über die
berühmten Moorpfade, Holzstege, durchqueren und Kaiser Karls Bettstatt
besuchen. Das war erst in den Nachmittagsstunden möglich, da keine Stege zu
erkennen waren.
Legenden und Geschichten
machten den Ort berühmt. Der Herrscher muss die Eifler sehr beeindruckt haben, vielleicht,
weil die Region, seit Römerzeiten Grenzgebiet zum Osten hin, endlich ins
Zentrum rückte. Die Mützenicher fühlen sich dem Kaiser auch heute noch
besonders verbunden.
Sie erzählen sich
jedenfalls, dass er dem Ort den Namen gegeben hat. Als er auf seinem Steinlager
ruhte, soll ihm einer seiner Begleiter eine Kopfbedeckung als Schutz vor der
Nachtkälte hingehalten haben. "Mütze nich!", wehrte er ab. Ganz ernst
nehmen sie das selbst nicht. Aber Karl ist immer für eine Geschichte gut. Am 28. Januar 814: In Aachen stirbt Kaiser Karl,
der später Karl der Große genannt wird, an einer Lungenentzündung. Ein
Herrscher, Kriegsherr und Visionär, der in den Köpfen und Bauten der Europäer
weiterlebt.
Wir nehmen am Parkplatz
den parallel zur Straße verlaufenden Weg und durchqueren das Platten Venn bis
Ende der Markierung Hobbe. Die traumhafte Winterlandschaft hatte alle so
begeistert dass eine Umkehr von wegen Glätte nicht in Frage kam.
An der Kreuzung mit dem
Hinweis blaues Kreuz und gelbes Rechteck, plus einem Wegweiser Ternell (
Holztafel ) wird auf halber Wegstrecke eine Trinkpause eingelegt. Die
Forsthütte Alt-Hattlich wurde passiert und die wärmenden Sonnenstrahlen im
Rücken erlaubten in Ternell auf einem Stapel vorgefertigter Stege ein
Sonnenbad.
Gerade aus leicht abwärts
ging es weiter zum Getzbach. Auf 500 Höhenmetern wurde das Kutenhart Venn
umrundet um zuerst mit Rückenwind, dann stramm von Vorne konnte nach einer Stunde
nach der Überquerung des Getzbach eine weitere Trinkpause mit süßen
Kleinigkeiten vor Erreichen einer anderen Gruppe eine Bank in Beschlag genommen
werden.
An den Infotafeln per
Finger am Maßstab die restlichen Kilometer abschätzen und somit wurde das
Highlight der Tour, die Quarzit Blöcke, doch noch erreicht.
Der Rest über die
Stege war dann wieder so interessant dass die Eiskristalle in Nahaufnahme
abgelichtet wurden. Apropos Nahaufnahme, den Untergrund hatte zwei von uns
genauer unter die Lupe genommen. Naja, Termin war gesetzt und früher hieß es
der Kunde bezahlt. Alles Paletti bei so einem Wetter.
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