Montag, 27. Juni 2016

Wolfgarten.

Voissel, den Ort wollte man Gerd immer mal zeigen.
Wanderleitung: Norbert.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.5. Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim im Naturpark Eifel.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  17,4 Kilometer, 04:18 h, 346 hm.
Wegführung: Nationalpark Beschilderung, Eifelvereinsweg, querfeldein.
Anspruch: leicht. Wetter: + 16,5 Grad C, Sonne, bedeckt. Spätnachmittag nach Tourende Regen.
Die Eifel, das war für uns als Jungs der Inbegriff von Zeltlagern und einfachem Landleben. Die kurz zeitigen Pfingstlager sind noch genauso in Erinnerung wie die Sommerlager. Hinzu kommen noch Aufenthalte in den Jugendherbergen am Wochenende.
In guter Erinnerung eine Wanderung nach Gemünd bei knackiger Kälte um Weihnachten mit Norbert, oder die satten Dauerregen mit Westwinden beim Zeltaufbau in Gönnersdorf mit anschließender Wanderung nach Luxemburg, unter Leitung von Rolf, das waren schon Erlebnisse. Aber auch die Touren, die wir fast jedes Wochenende unternommen wurden mit den Untermietern Gertrud und Franz K. entweder mit Motorrad und Beiwagen oder im legendären Käfer. Die Spaziergänge durch die Dörfer, Autofahrten kreuz und quer durch die Landschaft, eine versteckte Burg, ein verfallener Römerwall oder ein vergessenes Maar sollte die Phantasie anregen. Damals habe ich die Eifel kennengelernt, damals hat sich ein Liebesverhältnis zu dieser Landschaft entwickelt, das bis heute anhält. Liebe bis ins Detail, auch bei den Wegweisern des Nationalparks.
Das wurde heute von der Wanderleitung Norbert noch gefördert. Er war der Meinung, Gerd kennt die Ortschaft Voissel nicht. So starten wir zu zweit am Wanderparkplatz Kermeter in Wolfgarten. Zu nächst wird der Weg in Richtung Maria Wald gewählt.
In weiteren Verlauf geht es in Richtung Parkplatz Sandgrube an der B 265. Ein Glück das wir dort nicht geparkt haben, sonst wäre die Überraschung am Tourende groß gewesen.
Entlang des Bergerbaches durch ein breites Tal über ausgespülte Kieswege wird die Grenze des Naturparks Eifel erreicht. Von nun an querfeldein bis zur Ortschaft Voissel. In der Dorfmitte machen wir bei lausigen 16 Grad C auf der Dorfgemeinschaftsbank die Mittagspause.
Wenn es da nicht die Doko gäbe, (Mowa 2013 mit Bildserie 1316 Bleibuir) siehe den Routenverlauf am 13.05.2013 mit Start in Bleibuir. Beim kurzen steilen Anstieg im Ort sind die Gedanken frei für diese Erinnerung, da bist du schon mal gewesen.

Über die Höhenwege geht es dem Eifelvereinsweg folgend zurück nach Wolfgarten. Eine Umleitung des Weges erlaubt Einblicke in den Garten eines Künstlers oder Protestler der alten Generation. So kann man den Garten auch gestalten. Offensichtlich ist auch in Kommern bei der Eissplittertorte eine neue Variante der Gestaltung in der Präsentation auf dem Teller gelungen, so klein, das die Torte nicht stehen konnte, dieses Kaffee sollte man in Zukunft nicht mehr besuchen. Unverschämt.

Sonntag, 26. Juni 2016

Bedburg-Kaster.

Fahrt durch den Tagebau.
Startpunkt war in der Ortschaft Bedburg Kaster an der Tennishalle. Der Tagebau Garzweiler ist ein Braunkohle-Tagebau der RWE Power im nördlichen Rheinischen Braunkohlerevier. Das Abbaugebiet erstreckt sich zwischen den Städten Bedburg, Grevenbroich, Jüchen, Erkelenz und Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. RWE Power bietet öffentliche Tagebautouren für Einzelpersonen und kleinere Gruppen an. Sonntag, 26. Juni Von 10 bis 16 Uhr können Interessierte die Schaufelradbagger im Braunkohlentagebau Garzweiler besuchen.
Kontinuierlich fahren die Busse ab, früh dabei sein so sitzt man direkt hinter dem Fahrer und hat einen guten Rundumblick. Sachkundige Besucherbetreuer begleiten die etwa 1 1/2 stündige kostenlose Führung. Ab 09:30 Uhr gab es Platzkarten für feste Abfahrtszeiten.
Imposante Zahlen bekamen wir zu hören, z.B. es ist noch Kohle für 350 Jahre vorhanden, 100 Kilometer Bandstraße zum Transport von Kohle und Abraum.
Nach Abbau der Braunkohle soll das verbleibende Restloch im westlichen Teil des Tagebaues zu einem See umgestaltet werden. Ab 2045 sollen etwa 40 Jahre lang rund 60 Millionen m3 Wasser jährlich aus dem Rhein in das Loch geleitet werden. Dieser See wird bis zu 185 m tief sein, eine Fläche von 23 Quadratkilometern besitzen und eine Füllmenge von 2 Milliarden Kubikmeter Wasser aufweisen. Die Fläche des Sees wird fast so groß sein wie das Steinhuder Meer in Niedersachsen, aber bis zu 60-mal so tief. Wir fuhren bis zur 80 Meter Sohle und hatten so eine tolle Sicht auf die sich darstellenden Landschaften links und rechts der Tour.

Montag, 20. Juni 2016

Hillesheim.


1 Tag vor dem kalendarischen Sommeranfang.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Wanderkarte Nr.16 Region Hillesheim.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  22.1 Kilometer, 5:31 h, 287 hm.
Wegführung: Eifelsteig, Eifelvereinsweg, Vulkanweg.
Anspruch: schwierig. Wetter: + 18,5 Grad C, Sonne, bedeckt. Spätnachmittag nach Tourende Regen. 
Startpunkt war in der Ortschaft Hillesheim. An der gewaltigen Stadtmauer vorbei führt auch ein Teil des Eifelsteigs.

Das Symbol des Eifelsteigs, ein stilisiertes E mit dem Blau des Himmels und der Maare, dem Grün der Landschaft und dem Gelb des Eifelgolds, der Ginster, und der Rapsblüte. An Abzweigen verweisen Wegweiser mit Kilometerangaben und blauen Spitzen auf den Eifelsteig. Die Nebenstrecken, Partnerstrecken genannt, haben Wegweiser mit gelben Spitzen. Genaue Standortangaben mit Höhenmetern über NN und UTM-Koordinaten ergänzen die Wegweiser.

Ebenfalls ein Symbol der Freundschaft hatte das Fahrzeug der heutigen Wanderung vorbereitet.
Nachdem eine Darmspiegelung fatale Auswirkungen hatte und die gebuchte Reise in der Kalenderwoche 24 nach Menorca abgesagt werden musste galt alle Fürsorge dem Berichterstatter.
Wenige Höhenmeter waren heute angesagt und auch mit 287 eher bescheiden. Die Höhenzüge rund um Hillesheim sind überschaubar und der ein oder andere Hügel wurde definiert als da waren wir schon mal oben, oder auch nicht.
Die Streckenführung von Hillesheim war erstmal in Richtung Oberbettingen, durch mannshohe Graslandschaften. Basberg und Lissendorf wurden über gut ausgeschilderte breite Wege erreicht, so konnte viel berichtet und erzählt werden. Am Ortsrand von Lissendorf wurde der weitere Routenverlauf festgelegt. Abkürzen, volle Distanz, wie ist der Allgemeinzustand. Hinter dem Ort Birgel auf dem LB 3, siehe grünes Wandersymbol im Detail, mit violetter Linienführung, sollte eine dünne schwarze Linie für Abwechslung sorgen. Da war die Wegführung urplötzlich zu Ende.


Ein Hochsitz, eine Moorlandschaft, und ein nicht überwindbarer Wiesbach.
Kein Netz, eine Wanderkarte und drei Meinungen das dauert eine Zeit und hinter den hohen Gräsern hatte Norbert den richtigen Riecher, eine Brücke die bessere Tage hinter sich hatte, somit war der Bachlauf überwunden.

Stürmisch wurde die nächste Regenfront angekündigt, die dann auch am Parkplatz in Hillesheim einsetzte. Ein langer Wandertag war zu Ende, den Muskelkater muss man am nächsten Tag noch spüren, da fühlt man sich wieder topfit. Den nächsten Trip gestaltet Norbert, die Urlaubssaison hat begonnen.

Sonntag, 5. Juni 2016

Köln-Mülheim

Keupstrasse –Carlswerkgelände.

BIRLIKTE.

Das Kunst und Kulturfest, auf der Keupstrasse und dem Carlswerkgelände in Köln-Mülheim ging in die dritte Runde. Im Juni 2014, auf den Tag genau vor zehn Jahren nach dem NSU-Nagelbombenanschlag in der Keupstrasse, wurde wieder gefeiert. Was unter dem Motto: BIRLIKTE, Zusammenstehen, gemeinsam mit den Anwohnern und Geschäftsleuten der Keupstrasse ein gigantisches Fest war, wurde als Zeichen gegen rechte Gewalt und für eine offene und vielfältige Stadtgesellschaft. Aus Zusammenstehen wurde im Jahr darauf Zusammenleben, und in 2016 Zusammenreden.


Über 400 lokale und überregionale Künstler auf Bühnen: Musik, Theater, Tanz, Literatur in der Keupstrasse und im Carls Werk, in den Räumen des Schauspiels und in den Hinterhöfen und Geschäften der Keupstrasse.

Das Zusammenreden begann bereits eine Woche vorher. Ein Dialog mit einem örtlichen AFD Vertreter eskalierte und wurde abgebrochen. Abgebrochen wurde auch der Auftritt der Gruppe Casalla. Den sprichwörtlich mit casalla zog ein Unwetter auf. Da waren wir aber schon zu Hause.

Samstag, 4. Juni 2016

Der Rheinsteig.

Etappe von Kestert nach St. Goarshausen.
Wanderleitung: Heinz.
Wanderkarte: Wanderkarte Rheinsteig-Kompass.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  12,4 Kilometer, 5:30 h, 545 hm.
Wegführung: blaues R, schmale Pfade, breite Höhenwege.
Anspruch: mittel. Wetter: + 23,5 Grad C, Sonne, leichte Bedeckung, beim Bier eine kurze Schauer. 
Wegbeschreibung
Startpunkt war in der Ortschaft Kestert, direkt am Bundesbahnhof, aus taktischen und Organisation Gründen hatten wir hier im Januar schon mal geparkt. Durch die Unterführung geht es direkt zunächst hoch hinauf das erste Ziel, Oberkestert, eine Siedlung oberhalb des Rheintales, mit einer ansprechenden Einladungsinfo. Sollen wir schon Pause machen oder nicht, der halbe Liter ist mit 2Euro fünfzig deklariert?
Weiter geht es bald in den Wald hinein und gemütlich hinüber zum oberen Ende der Pulsbachklamm. Den Bach überqueren, selbst mit Wanderstöcken nicht so einfach. Der Rheinsteig spart die Klamm aus wegen der Gefahr durch ein Gewitter überrascht zu werden sparen wir uns den Klettersteig. Die Bewölkung reißt auf und wir sind froh dass die Sonne sich jetzt erst durchsetzt. Frisch umgestürzte Bäume ließen erahnen was die andauernden Gewitter angerichtet hatten.
Der Lehrpfad zum Bergbau in Verbindung mit dem Rheinsteig in dieser Region ist mit zahlreichen Infotafeln bestückt. Da sagt selbst der Berufstätige unter den Rentnern, das war harte Arbeit damals. Wir lesen folgende Hinweise: Ein Tunnel tief unter dem Rhein hindurch? Gibt es nicht. Doch es gab ihn bis zum 15. September 1958. An diesem Tag stellte die Grube Gute Hoffnung oberhalb des St. Goarshäuser Ortsteiles Wellmich ihren Betrieb ein. Weil die Aufbereitungsanlage für die Erze, die hier jahrhundertelang geschürft wurden, auf der linken Rheinseite stand, sprengten die Bergleute in 136 Meter Tiefe einen Stollen unter dem Rhein hindurch, legten Gleise hinein und ließen eine Loren Bahn darauf fahren. Die Erinnerung daran wird auf diesem Lehrpfad wach.
Man bleibt auf dem Lehrpfad und schlendert in langgezogenen Serpentinen im Wald hinunter ins Wellmicher Bachtal. Am gegenüberliegenden Hang thront Burg Maus, das nächste Ziel. Sie verdankt ihren volkstümlichen Namen der benachbarten Burg Katz, deren Besitzer sie verächtlich Burg Maus nannten.
Der Hinweis auf eine Schutzhütte in 500 Metern Entfernung mit Wildblumen am Hang, und einer zurückgelegten Distanz von 7 Kilometern lädt förmlich zur Mittagspause ein. Der Rucksack ist leicht geworden und der kleine Abstieg und Aufstieg zur Burg Maus schnell bewältigt.
Nahe beim Eingangstor beginnt ein schmaler Pfad, der steil hinaufführt zur oberen Kante des Geländeplateaus. Der Anstieg wird belohnt durch tolle Ansichten auf die Burg und in weiteren Verlauf des Weges gibt es immer wieder reizvolle Blicke auf den Vater Rhein. So nahe an der Kante ist die gesamte Wegführung des Rheinsteigs wohl nur auf diesem Abschnitt. Das erklärt auch unsere lange Wanderzeit für die relativ kurze Strecke. Auf dem Höhenrücken entlang durch Wald und Flur rückt das Ziel in greifbare Nähe.

Wer nun noch nicht genug Wandererlebnisse hatte konnte den ca. 500 Meter langen Klettersteig Rabenacksteig als Abstieg wählen, uns reichen die Weitsichten auf die Burg Rheinfels am linken Ufer oberhalb von St Goar. Auf einem Serpentinenpfad weiter steil hinunter ist St. Goarshausen, direkt am Bahnhof erreicht. Die Rheingau bahn hat Verspätung und für steht fest, nach 6 Minuten Fahrzeit sind wir am Auto und werden noch ein alkoholfreies Weizen genießen im Hotel Schlad in Kestert.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Berlin-Brühl-Bonn-Berlin.

Blitzbesuch.
Sohn Michael hat mal wieder Sitzungstermine in Bonn. Was der uns von Berlin mitbringt lässt einen Blick auf das Regenradar erahnen.
Bei bestem Hochsommerwetter in der Hauptstadt empfängt ihn hier Dauerregen der ziemlich heftig ist. Da war die Abendrunde schnell entschieden auf per Auto zu einer neu eröffneten Lokalität, Lavendel. Kroatisch mediterrane Küche.

Lecker und sehr reichhaltig bei angemessenen Preisen, schade dass der große überdachte Bereich nicht genutzt werden konnte, vielleicht beim nächsten Trip.