Freitag, 31. Dezember 2021

Nideggen.

Durch den Buntsandstein bei Nideggen.

Letzter Wandertag in 2021 Hindenburgtor im Buntsandstein bei Nideggen

Die markante Felsformation soll die Besucher aus Berlin ein wenig an die Wanderungen im Elbsandsteingebirge erinnern. Wie zum Beispiel das Hindenburgtor, klar winzig kleiner als das Prebischtor.

Das Hindenburgtor

Was vor Millionen Jahren entstanden ist durch die Ablagerungen von Flüssen, die dann nach und nach verfestigt wurden um sich zusammen mit Sanddünen zum Buntsandstein zu entwickeln. Viel später begann dann die Rur sich beharrlich und mit viel Geduld tief in den Gebirgsrumpf einzuschneiden. Es entstanden die beeindruckenden Felsen, die heute auf der Buntsandsteinroute erwandert werden können.

Die Wanderroute

Wir parken am Friedhof von Nideggen, in der Straße unweit vom Café Hallmann. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es zu den Felsformationen rund um Nideggen. Über breite Forstwege geht es an einer Gabelung auf Hanghöhe zum besagten Tor. Rechter Hand die Bebauung ignorieren und linker Hand den Abstiegsweg ebenfalls ignorieren. So sollte man die Felsformation erreichen.

Bild 4

Tor gesehen und dann weiter abwärts am Gut Laach vorbei zur Rur. Im unteren Hangbereich ist Kallerbend zu sehen. Für die nächsten Besuche mal als Frühstückpunkt angedacht.

Bild 5

Entlang der Rur mit Blick auf den Eugenienstein geht es bis zum Gut Mausauel. Die Rurtalbahn meldet sich mit sonoren Heultönen so ist sichergestellt man befindet sich im Rurtal. Dort queren wir die Rur gleich zweimal, weil die eine Seite bis zur Staumauer komplett geteert ist nehmen wir diesmal die linke Seite, zwar gestrichelt in der Karte und engzusammenliegende Höhenlinien. Das hat was und wir merken das nach einiger Zeit deutlich an einer Umleitung.

Dieser Hinweis war am Ende des Weges

Kleines Bächlein mit schmalem Pfad

Ab hier wurde es einfacher

Ja weiter dann Schuhe aus

Nach einigen Mühen gelangen wir so bis zur Staumauer Obermaubach, teils trockenen Fußes oder man geht barfuß durch den Bach. Der landschaftlich idyllisch gelegene Stausee Obermaubach mit höchster Fischtreppe in NRW wird mal aus der Nähe betrachtet. Untersuchungen in der Umgehungsgerinne zeigten dass der künstliche Wasserlauf nicht nur für die Auf- und Abwanderung der Fische, sondern auch als Lebensraum gut angenommen wurde.

Blick auf den Stausee und Obermaubach von der Gerda Rössler Hütte aus

Ein Serpentinenaufstieg bringt uns bis zum Engelsblick. Breiter Forstweg und gut in einem Rutsch zu bewältigen, weil in Serpentinen angelegt. Niedriger Eichenbaumbestand ist hier auf der Höhe präsent und viel Heidekraut. Auf dem Höhenweg passieren wir die Gerda Rössler Hütte und lassen uns die Pause genießen. Die Sonne kommt raus und im Windschatten lässt es sich aushalten.

An der Waldkapelle

An der Waldkappelle bittet sich ein Blick auf Obermaubach und Untermaubach, eine imposante Hinweistafel über die Gebaren des Burgherren von Nideggen mit sehr informativen Einblicken aus der Vergangenheit wird in Augenschein genommen. Und schon geht es weiter über den breiten Forstweg. Der schlängelt sich auf der Höhe entlang und so sind wir schnell an einem Punkt, wo die Entscheidung ansteht Eugenienstein erklimmen oder auf halber Höhe weiter.

Blick auf Burg Nideggen am frühen Morgen

Der Krawutschke Turm mit dem Ort Bergstein

Die Besucher möchten doch noch ein wenig klettern und so sieht man auf dem Felsen dann noch den Krawutschke Turm mit dem Ort Bergstein. Krawutschke ein Berliner der die Eifel beschrieben hat.

Im weiteren Verlauf schmale Pfade abseits von der Ortschaft Rath, auf gleichbleibenden Niveau. Die Mühen haben sich gelohnt somit ist die schöne Runde dann leider zu Ende. Reizvoll ist die Tour auch durch den Wechsel von dichten und lichten Waldpassagen, von hochgelegenen Aussichtspunkten und ufernahen Talwegen.

Ein Hochgenuss ist dann abends das Japan Haus für den Abschluss des Jahres beziehungsweise für den zweiten Wandertag im Rheinland. Absacker zu Hause bis die letzten Stunden des alten Jahres vorbei sind. Noch ein Chat mit Kanada, einige Böllerschüsse und ein Anruf von Gerd, der muss noch 5 Stunden arbeiten.

Na denn Prosit Neujahr.

Donnerstag, 30. Dezember 2021

Eichenbach.

 

Runde am Aremberg.

1.Wandertag mit den Besuchern aus Berlin

Ziel der Wanderung ist das Restaurant Wiesengrund in Eichenbach, Voraussetzung ist hier 2G Plus oder neudeutsch geboostert. Das ist auch für die Besucher kein Problem und alle sind auf dem Handy von Michael registriert.

Das Forsthaus Gierscheid

Der Aremberg ist einer der größten tertiären Vulkane der Eifel der sich hier einst mit schier unvorstellbarer Wucht durch das devonische Urgestein sprengte und seinen Basaltkegel direkt auf den Höhenzug setzte. Direkt an den Fuß des sehr dicht bewaldeten Berges schmiegt liegt das Dorf Aremberg. Der Berg oft ein Orientierungspunkt bei Wanderungen in den Ahrbergen. Auf der Gipfelregion des Aremberges befinden sich geringe Reste der 1166 erstmals erwähnten Burg Aremberg und in dem einstigem Gelände ein 1854 aus Ruinengestein erbauter Aussichtsturm.

Die Schutzengelkapelle am Aremberg, von außen Licht an, Foto

Zum Startpunkt haben wir deshalb einen Platz am Ortsrand des Aremberges gewählt. Am Kapellenweg, ein kurzes Stück Straße und schon erreicht man die katholische Schutzengelkapelle in Aremberg, sie wurde 1669 errichtet. Durch lichten Mischwald geht es leicht bergab.

Neue Brücke am Dreißbach und Planierarbeiten, dementsprechend sind die Wege

Die gesamte Tour geht über den Fürstin- Magaretha-Weg in Richtung Lommersdorf, nach einer Weile stößt man auf den Eifel Themenweg „Durchs Auelbachtal“ der von Lommersdorf an der Rokokokapelle St. Jodokus aus dem Jahre 1750 vorbei über den Hühnerberg geht. Wir queren die Landstraße von Lommersdorf nach Aremberg, und am Forsthaus Gierscheid vorbei geht es entlang des Schalkenbaches und des Dreisbach bis nach Eichenbach. Im gesamten Talgrund sind noch Maßnahmen nach dem Dauerregen im Juli zu sehen.

die alte Dreißbachmühle

Die ehemalige Dreisbach Mühle steht noch auf dem alten Standort in der näheren Umgebung waren aber weitreichende Planiermaßnahmen. Über Serpentinen bis zur Nothelfer Kapelle und schon ist das Mittagsziel erreicht. Das uns bekannte Restaurant Im Wiesengrund ist im Vorfeld kontaktiert und ein Tisch für 4 Personen reserviert.

Für das leibliche Wohl der Gäste, Restaurant Wiesengrund

Speisen und Getränke übernehmen die Gastgeber um nach der Pause leicht bergan zum Startpunkt zu wandern, wie ein alter Freund sagt es ist ein moderater Anstieg.

Samstag, 18. Dezember 2021

Brühl.

Weihnachtsgrüße.

Etwas aus dem rheinischen Sprachsatz zu Weihnachten

Mit Kreppche ist im Rheinland nicht die Krippe gemeint, die heißt Kripp, vielmehr geht es um ein Chaos.

Dat wor e Kreppche bei denne, et sooch us wie bei Hempels ungem Sofa. 

Montag, 29. November 2021

Prieros.

Geburtstag, mit Frühstück.

Frühstücksrunde beim Brotsomalier

Der Tag des ½ Jahrhundert beginnen wir mit einem Frühstück in einem Café mit Brot Somalier in der Nähe von Prieros. Bei Holger Schüren, Brandenburgs erster Brotsomalier, Bäckermeister und Konditor. Mit Zutaten aus der Region, mit Leidenschaft entstandener Sauerteig und ein wenig Salz und Wasser entstehen hier leckere handgemachte Brote. Die Zutaten zum Frühstück sind wählbar, Käseplatte, Fleischplatte oder Rührei, was das Herz begehrt und dann auf zu einer Wanderung durch das nahe gelegene Naturschutzgebiet.

Wanderroute nach dem Frühstück

Wanderleitung voraus

Unsere Wanderung beginnt somit am Schmöldesee mit einem urigen Pfad entlang des Sees der dann an einem Zaum von einem Ferienlager endet. Jedoch im Laufe der Zeit sind die alten Einzäunungen aus vergangener Zeit marode und liegen am Boden. Bis zum alten Forsthaus ist dann noch mal ein schmaler Pfad entlang der Telefonleitungen und Queren eines Baches erforderlich.

Der Frauensee

Ein Abstecher zur Königseiche und nach Erreichen des Frauensees wird bei leicht einsetzenden Schneeschall das Startziel erreicht. Nach wie vor sind die unzähligen Kiefern am Wegrand wozu DDR Zeiten der Kautschuk gewonnen wurde eine körperlich schwere Arbeit. Devisen waren wichtig, von den Forstarbeitern wurden unzählige Kiefern angezapft, um Harz zu gewinnen. Nachdem der Förster die zu harzenden Waldbestände zugewiesen hatte, begannen die Harzer bereits im Winter mit den Vorbereitungen. Bei Minustemperaturen wurden die Kiefernstämme gerötet.

Kautschukgewinnung

Dazu wurde mit einem Bügelschaber die grobe Borke an einem Bereich des Stammes entfernt. Auf der so entstandenen Lachte sollten später die Schnittrillen angebracht werden. Das eigentliche Harzen mit dem „Reißen“ begann im April. Zuerst wurde in der Mitte der Lachte eine senkrechte Tropfrinne gezogen. Unterhalb dieser Rinne wurde ein Harztopf befestigt, der das austretende Kiefernharz auffing. In den folgenden Wochen wurden mit dem Harzhobel beiderseits der Tropfrinne schräg verlaufende Schnittrillen, die Risse, angebracht, die den Lachten das typische Fischgrätenmuster gaben. 1990 wurde die Harzgewinnung in der DDR eingestellt. Den Abend verbringen wir dann beim Hindi so bei uns genannt. Sein Name ist Ahmad Iftikhar er weiß sogar das eine der begleitenden Dame keine Tomaten essen. Da kann man erahnen wie die Begrüßung ist. Lächeln, Hand an die Brust und dann schön dass sie wieder da sind. 

Am nächsten Tag vor der Abreise noch eine Runde Phase 10, den Mittagstisch noch mal indisch und nach gründlicher Kontrolle am Flughafen ab in die Heimat. Ein wunderschönes Wochenende und besten Dank für die tollen Tage.

Sonntag, 28. November 2021

Mark Grünheide, Klein Wall.

Spaziergang entlang der Löcknitz.

Unser Startpunkt für eine Tour entlang der Löcknitz

Südlich von Berlin, eine knappe Stunde Fahrtzeit kann man die Alltagshektik der Stadt abschütteln und sich entspannen in Forellenanlage Klein Wall mit ihren vier Teichen mitten in einem Waldgebiet in Grünheide. In der Wander App im grünen Umfeld eingezeichnet. Die Teiche werden regelmäßig mit Forelle, Lachsforelle, Karpfen, Stör, Wels und Hecht besetzt und bieten Angelspaß. Somit sind wir am dem Ort was gestern noch auf dem Grill lag.

Auf dem Fontane Weg entlang der Löcknitz

Die Gastgeber haben zudem einen Spaziergang entlang der Löcknitz in einer Vor Tour als Schwiegermutter und Schwiegervater tauglich ausgesucht. In der Tat Fuß und Knie schonender Untergrund fast flach wie Flunder und bei einigen Plusgraden gut zu erwandern.

Am Möllensee

Bei der Löcknitz handelt es sich um einen rechten Nebenfluss der Spree, der durch das Bundesland Brandenburg verläuft. Das Quellgebiet der Löcknitz liegt dabei im Landkreis Märkisch-Oderland, genauer gesagt westlich von Müncheberg. Als Quelle gilt ein kleiner Tümpel unmittelbar am Forsthaus Bienenwerder. Nach der Aufnahme von diversen kleineren Sielen und Kanälen und je nach Abschnitt einer anderen Bezeichnung kommt der Fluss schließlich nach Flakensee, wo das Rüdersdorfer Mühlenfließ in das Gewässer mündet.

Ab und an es gibt Sie doch noch, die Sonne

Die Landesgrenze von Brandenburg und Berlin die mitten durch den See verläuft. Deshalb nicht nur ein Polizeiboot unterwegs denn wie bekannt ist hier vieles Schiffbar.

Baumstriezel Bude in der Baumschule Späth

Im Mündungsbereich selbst ist das Gewässer von beidseitigen Baumstreifen geprägt. Am Nachmittag wird noch der Weihnachtsmarkt in der Baumschule Späth besucht, alles unter Kontrolle von 2 G, selbst im Freigelände ist Maskenpflicht. Weniger Buden als in den vergangenen Jahren und doch kann der berühmte Baumstriezel gekauft werden. Der Abschluss am Abend endet dann bei Fausi im Dell Arte der schon aufgeregt immer wieder zur Tür rannte und Ausschau nach dem reservierten Tisch hielt. Endlich wurde die Frage geklärt, Was machen die Eltern. Eine gute Weihnachtskarte mit Ente oder Gans war im Angebot und wurde dann auch geordert. 

Samstag, 27. November 2021

Brühl-Berlin.

 Auf zu einem runden Geburtstag.

Der Hauptstadt Airport

In diesen vom Virus bestimmten Zeiten sind die Überlegungen nach Berlin zu fliegen noch Tage vor dem Abflug fraglich. Die Buchung war im nach hinein ein guter Zeitpunkt. Tram und S-Bahn mit wenigen Insassen und beim Flieger war das auch so. fast jede Reihe vor oder hinter uns war frei.

Von Konrad Adenauer nach Willi Brandt

So wird Köln Bonn pünktlich verlassen und das Empfangskomitee hat sich links und rechts des Ausganges positioniert. Bloß nicht verlaufen auf den langen Gängen, war das schön in Tegel, dort konnte man nach Öffnung der Tür die Besucher sehen. Den strahlende Sonnenschein in der Heimat haben wir hinter uns gelassen und werden dann bei etwas trüberem Wetter warm herzlichst empfangen. Die am Vortag besorgten Fischkreationen in Klein Wall, bei Grünheide, konnten somit auf den Grill.

Montag, 1. November 2021

Katzvey.

 Mal links, mal rechts der A1.

vom Parkplatz direkt ab in den Wald

Der Wanderparkplatz Katzvey ist morgens spärlich besetzt, 3 Fahrzeuge, derweil dort eh nicht viel Platz ist, zumal die Katzensteine in unmittelbarer Nähe sind und der Wanderer direkt im Wald.

Eifelspuren und Römerkanalweg
                          

Der Themenweg, Ab in den Wald. Hat somit seine Berechtigung. Geplant war an dem vielleicht letzten Herbsttag eine Tour mit der Kasbach Talbahn bei Bad Honnef. Heute geschlossen. Raus in den Wald nach einer Geburtstagsfeier einige Stunden davor. Reibekuchenessen war angesagt und Lieder zur Laute, dazu kam noch die Zeit Umstellung.

 Ein Text von Rolf Zuckowski erklang und die erste Strophe lautet:

Heute kann es regnen stürmen oder schneien denn du strahlst ja selber wie der Sonnenschein, heut ist dein Geburtstag darum feiern wir, alle deine Freunde freuen sich mit dir, alle deine Freunde freuen sich mit dir.

Am Wanderweg kurz vor Weiler am Berg

Für Mittags sind 15 Grad angesagt und Sonnenschein, da müssen die Kalorien verbrannt werden. Leckes Kölsch und Eis mit Eierlikör da sind kurze Fahrwege angesagt. Nach 30 Minuten über die A 1 ist man am Startpunkt und immer leicht bergan bis zur Autobahnbrücke die man vorher unterquert hat.

Die Krebsbachtalbrücke wir repariert

Von hier oben könnte man die Temposünder in der Baustelle leicht verfolgen. Wir verlängern die Route ein wenig bis zur Ortschaft Weiler am Berg. Von der Hochfläche ergeben sich weite Blicke ins Rheinland. Im folgenden Verlauf, das war vorher versprochen geht es immer bergab zuerst in Richtung Rißdorf.

Die Turmspitze von Lessenich

Hier werden die Motorgeräusche der A1 deutlicher ein strammer Südwind schiebt uns entlang eines Reiterhofes bis an den Ortsrand von Lessenich wo die Kirchturmspitze aus einem blühenden Senfbepflanzung hervor schaut.

Die Wegführung

Der Römerkanalweg wird tangiert und die Autobahn diesmal unterquert. Somit kann man auf der Rückfahrt sagen von der Brücke bis zur Unterführung waren wir links und rechts im Wald.

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Preusswald.

 Wandern durch drei Länder an einem Tag.

Hand in Belgien, ein Fuß in den Niederlanden und einer in Deutschland

Mag sein das Der oder Die sagt das geht nicht, aber so wie früher wenn die Kinder an einem Grenzstein waren wurde ein Fuß links und der andere Rechts der Grenzsteine positioniert. Wir wandern heute ins Dreiländereck und auf den Vaalserberg, dafür starten am Wanderparkplatz Unterer Backertsberg in Preusswald.

Grenzwege mit Informationen

Am Dreiländereck treffen die Grenzen Belgiens, Deutschlands und der Niederlande aufeinander. Zu Zeiten der alten Preußen gab es noch Neutral-Moresnet, damals also handelte es sich gar um ein Vierländereck. Lange her für einen Ministaat mit Privilegien, die waren nach dem Wiener Kongress entstanden.

Der Baudouin Turm

Der Irrgarten und anliegende Gastronomie

Gleichzeitig ist der Dreiländerpunkt mit 323 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg des niederländischen Festlandes.

Ein paar Meter weiter stehen wir in den Niederlanden und sehen linkerhand das Dreiländereck-Labyrinth, ein Hecken-Irrgarten mit zusätzlichen Türen und Wasserfontänen.

Hierbei wird die grüne Grenze überschritten und man ist mal in Belgien und einige Meter weiter in den Niederlanden. Wir wandern direkt auf den Vaalserberg zu und kommen zum etwa 50m hohen Baudouin-Turm noch auf belgischer Seite, entlang des Ministaates Moresnet. Von seiner Aussichtsplattform, die sowohl mit einem Aufzug als auch zu Fuß erreichbar ist, bietet sich ein herrliches Panorama. Klaro wir nehmen die Außentreppen und genießen die Aussichten Etagenweise.

Das Aachener Waldgebiet mit Sendeturm

Am Horizont Kraftwerk Weisweiler

Baudouin Turm auf dem Berg ist dem ehemaligen belgischen König gewidmet. Er befindet sich auf der belgischen Seite, 6 m neben der deutschen und 20 m neben der niederländischen Grenze. Von seiner Aussichtsplattform, bietet sich ein Panorama auf folgende Umgebung.

Belgien über Gemmenich zum Hohen Venn und Herver und den Ministaat Neutral-Moresnet bei Kelmis und Plombières,

Deutschland zwischen Eifel und Aachen, mit dem Kraftwerk Weisweiler

Niederlanden zwischen Heerlen und Maastricht.

Der Wilhelmina Turm

Wilhelmina Turm mit Skywalk

Einige Hundert Meter weiter ist der Pendant auf niederländischer Seite. Der neu erbaute Wilhelmina-Turm mit Treppenaufgang. Hölzerner Treppe und ein Aufzug führen nach oben; die Spitze hat eine Höhe von 353,5 m über Amsterdamer Pegel. Somit der höchste Berg der Niederländer, also nicht der Drachenfels. Es sei denn man berücksichtigt die Überseegebiete. Vom Skywalk  hat man eine gute Aussicht, auch durch das Milchglas direkt unter den Füßen.

Der Geusenweg

Vom Wilhelmina Turm geht es ins Tal mit Blick auf den Telecom Sender bei Preusswald, der im Aachener Dialekt der Mulleklenkes genannt wird. Wir nutzen dazu den alten historischen Geusenweg ein alter Schleichweg, ca. 1 Meter breit und bogenmäßig zugewachsen, der von den verfolgten Protestanten aus Eupen, Aachen und Burtscheid genutzt wurde, um zur Kirche in Vaals zu gelangen.

Am Rande des Schleichweges

Im 16. Jahrhundert als sich die Reformation ausbreitete und es den Reformierten größtenteils untersagt war, ihre neue Religion auszuüben, zogen viele von ihnen über den sogenannten Geusenweg. Der im südlichen Teil von Limburg liegt. Mountainbiker versuchen trotz Verbot den schmalen urigen Weg zu befahren, da helfen auch keine querliegenden Baumstümpfe. Irgendwann hat man wieder die grüne Grenze überschritten. Das Topwetter ist auch noch am Startpunkt vorhanden.

Sonntag, 24. Oktober 2021

Nohn.

 Durch die lieblichen Auenlandschaften zum Wasserfall.

Im Nohner Bachtal am frühen Morgen bei herrlichem Sonnenschein und kühlen Temperaturen

Wenn man den Daten Glauben schenken darf haben wir die 50. Wanderung erreicht, und sind nahe an 800 Kilometer. Das sind schon mal 10% mehr als im letzten Jahr. Die Wettervorhersagen optimal, selbst in Anbetracht der hohen Spritpreise sollte es eine besondere Wanderung werden.

Lecker in himmlischen Ambiente

Kurz vor Ende der Tour in der Nohner Mühle, Café und Meditationszentrum, Einkehr halten, 2-mal selbstgemachte Stachelbeere und mit den Eindrücken des zuvor passierten Wasserfalls ein wenig innehalten.

Geplante Route mit Verlängerung

Von Nohn aus geht Punkt (A) erst bergab in die liebliche Auenlandschaft des Nohner Bachtales bis nach Borler. Geplant war nun über den Geopfad in Richtung Heyer Kapelle zu wandern. Ein mit Äpfeln, äußert saftig, und auf die Ernte wartenden Baum auf einer Streuwiese hatte dann den weiteren Verlauf des Weges geändert. Nach den ersten 5 Kilometer an Punkt (3,4) hieß es wir können doch die Route ein wenig verlängern. Die Hügellandschaft mit Sicht bis zum Nürburgring, einzelne Gebäude erkennbar, kaum Wind und strahlender Sonnenschein führten letztendlich dazu das wir 6 Stunden unterwegs waren.

Am Grünbach Brücke steht noch aber der Aufgang ist anders

Wir tangieren Bodenbach, Bongard und erreichen zur Mittagszeit die Heyer Kapelle, ein schutzwürdiges Kulturdenkmal der Region. Der Name der Kapelle geht auf die Herren von Heyer zurück. Ein Adelsgeschlecht das die Kapelle um 1600 erbaute. Wanderpunkt 14, und nun geht es immer bergab bis zum Zusammenfluss  von Grünbach und Ahbach am Punkt 17. Eine Brücke steht noch jedoch sind die Auftritt Stufen weg geschwemmt worden. Der Publikumsverkehr im Nahfeld des Wasserfalls wird intensiver, schließlich ist oberhalb der Nohner Mühle ein Parkplatz.

Infos zum Wasserfall

Im Winter ein Highlight im Sommer was für Kinder

Die Brücke am Wasserfall ist geblieben

Die Moose und der Kalkstein tragen zum Wachstum bei

Wegen seiner Einmaligkeit wurde der Wasserfall, er ist das nördlichste Kalksintervorkommen in Europa zum Naturdenkmal erklärt. Seit der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren pendelten drei aus Karsthöhlen austretende Quellwässer hin und her und haben seitdem eine 300m lange und 100m breite Sinterbank entstehen lassen. Beim Bau der Bahnstrecke nach Jünkerath, die im Jahr 1912 eröffnet wurde, wurden die Quellbäche zusammengeführt, wodurch der sogenannte wachsende Wasserfall Dreimühlen entstand. In Moospolstern bildet sich durch Ablagerung Kalksinter. Durch diesen ständigen Vorgang wächst der Wasserfall jährlich 8-10 cm in das Tal hinein.

Balancieren ist angesagt am Ahbach

Die Brücken über den Ahbach sind nicht mehr vorhanden und einmal balancieren ist angesagt oder man verzichtet auf den Besuch der Nohner Mühle Punkt (22) und macht kehrt. In Anbetracht der Besucherströme hatten wir doch noch einen Platz ergattert und sind erstaunt über die Kuchenvielfalt. Alles selbst kreiert.

geöffnet in Google schon bei der Zielangabe angesagt

An einem markanten Steinbruch in unmittelbarer Nähe der Mühle geht es zur Abwechslung bergan zum Parkplatz mit dem Lob, das war ein schöner Tag.

Der Steinbruch an der Nohner Mühle am späten Nachmittag