Dienstag, 30. September 2008

Handschuhe, warme Jacken, Flachmann, alles dabei, es ist Herbst, die Schatten werden länger, war das der letzte Sonnentag im September.

Wolfgang hatte diese Tour im wahrsten Sinne des Wortes vorbereitet, im Auto den Blechotto einschalten, und bevor man die Aussicht auf das Schloss Bürresheim genießt, ist die Marschrichtung bekannt.
Kein suchen nach Wanderzeichen, bestimmend den Kurs für den Tag vorgeben, so muss das sein. Das Schloss steht nordwestlich von Mayen auf einem Felssporn im Nettetal. Gemeinsam mit Burg Eltz ist es die einzige Anlage die niemals zerstört oder verwüstet wurde und die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die gesellschaftlichen Umbrüche der Französischen Revolution unversehrt überstanden hatten. An der Hammesmühle geht’s über die Nette, diesmal über eine Brücke zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Mayen und den Basaltlava Abbau östlich von Sankt Johann.
Das hier noch gearbeitet wurde konnte man nicht überhören. Der weitere Verlauf ging in Richtung Kürrenberg und dann zurück durch das Nitztal zum Ausgangspunkt.
Meter genau war da mal eine zarte Frauenstimme zu hören, Achtung jetzt rechts ab, und siehe da ein Trampelpfad der so nicht wahrzunehmen ist hatte dann einen fantastischen Blick auf Schloss Bürresheim ermöglicht. Locker vom Hocker hinter der Karte (Lab Top) gewandert konnte man fast in die Poesie des Altweibersommers verfallen, leider schon ein wenig zu kühl für die Jahreszeit. Die letzten Sonnenstrahlen winken gewissermaßen zum Abschied. Der Sommer 2008 neigt sich dem Ende entgegen und wir erwarten den Herbst mit all seinem Farbenzauber.
Wird wohl noch etwas auf sich warten lassen, aber bei den Temperaturen geht das wohl schneller als man denkt. Fasziniert kann man den ewigen Kreislauf der Natur beobachten. So wie das Frühjahr hat auch der Herbst seinen unverwechselbaren Duft. Es riecht nach Erde und in der Luft ist hier und da schon mal der herannahende Winter zu spüren. Entsprechend der Jahreszeit gab’s dann am Hotel Riedener See entweder Pflaumenkuchen mit Sahne, oder warme Waffeln mit heißen Kirschen. Dieter und Wolfgang werden dann wohl nächste Woche alleine wandern, Herbert und Ich werden den Altweibersommer im Süden verlängern.

Sonntag, 28. September 2008

Nicht nur tanzen kann gemütlich sein.

Die Montagstanzkreisgruppe hatte sich bei Irene und Josef zum fast schon traditionellen Grillnachmittag nach Kronenbusch in der Eifel verabredet. Da beide den Zugriff auf eine Grillhütte auf dem Campingplatz hatten, sind wir der Einladung gerne gefolgt.


Anstatt Rumba Quick und Walzer hatten wir diesmal nur so drauflos geklönt, die Urlaubs Erfahrungen kamen dabei nicht zu kurz, weil wir überwiegend alle im Rentenalter sind. Der ein oder andere übernachtet dort dann auch, oder hat sich im Vorfeld auf den Fahrer geeinigt. So kommt es dann, ich fahre hin und du zurück.

Das Mitbringbuffett für die Kaffeetafel und die Salatauswahl zu Steak, Kotelett, Bauchspeck und Wurst konnte sich sehen lassen. Mein Gott, wer soll das alles essen. Die letzten Sonnenstrahlen winken gewissermaßen zum Abschied des Sommer 2008. Die Kinder von Wolfgang und Sandra sind mit neuem Familienmitglied Sammy dabei, der gegen Abend alle viere von sich streckt. Die gemütliche Runde kann leider nur mit einem Bildbeabeitungstrick dargestellt werden, nach Speiß und Trank wurde enger zusammengerückt.Um Mitternacht sinkt die Temperatur gerade Mal auf +3°. Sternenklarer Himmel läßt auf einen schönen Sonntag hoffen. Die Grillglut und ein Gasstrahler lassen uns dann doch bis weit nach Mitternacht in der Hütte verweilen. Der Killepitsch und Marillenschnaps sorgte dafür dass die Füße warm blieben. Beim Gang zur Toilette war der herannahende Herbst zu spüren, mit Taschenlampen bestückt konnte man sich einen Weg bahnen, den Fremdlichteinstrahlung ist hier in der Eifel kein Helfer. Wir danken den fleißigen Helfern Irene und Josef für den wunderschönen rustikalen Grillabend, der wohl leider das letzte Mal an diesem Ort war, weil der Wohnwagen eine andere Bleibe bekommt.

Dienstag, 23. September 2008

Mirchi Singapore in Berlin, Oranienstrasse 204

Jogi-Bier, Pretty Woman Cocktail, Sumba Duck,Chicken Malang, Garlic Naan und Lamb Surabaya alle diese feinen Sachen gab’s in einem Restaurant im Kiez von Kreuzberg.
Trotz des leicht kühlen Wetters saß man hier in den Tropen. Über 30 Heizstrahler waren hier aufgestellt und in der Speisekarte konnte man sich mit 1-3 Chilischoten wählbar noch etwas Hitze dem Magen zukommen lassen. Die Auswahl ist groß und der Preis geht in Ordnung, ein wunderschönes Ambiente.
Sollte man im Sommer 2009 noch mal besuchen. Die Rückreise per Auto ins Rheinland bei andauerndem Regen war halt nicht ein Vergnügen, Gott sei Dank Unfallfrei. Mit einer Zwangspause von 1 Stunde auf der Polenbahn A2 bei Rinteln. Eine Grußkarte von der Landesvertretung NRW in Berlin hatte auch schon die Kaiserstrasse erreicht. Besten Dank für die schönen Tage in Berlin, und den Gastgebern ein paar erholsame Tage im Spreewald.

Montag, 22. September 2008

Babylon, Mythos und Wahrheit.

Da ist der Herr Steinmeier wieder präsent als Schirmherr der neuen Ausstellung die vom 26.06 – 05.10.2008 im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel in Berlin gezeigt wird. Über 800 Objekte, Statuen, Reliefs, Weihgaben und Schriftzeugnisse stehen im Mittelpunkt. Das Ischtar-Tor ist angeleuchtet und die Blautöne mit den riesigen Tiersymbolen sind toll ausgeleuchtet.

Extra für diese Ausstellung ist ein Fotografier Verbot ausgesprochen, und so muss man sich ohne Blitz aus versteckten Positionen an die Motive ran wagen.




Der Drache Muschuhuschu ist aus dem 6. Jh. V. Chr.




Die Keilschriften sind ebenso erklärt wie das alltägliche Leben zur Zeit des Herrscher Nebukadnezars.


Ein Holzpflug hatte damals schon einen Trichter für das Saatgut, welches dadurch dosiert in die Erde eingebracht wurde.


In der 2. Etage sind die Mythen über den Größenwahnsinn des Turmbaus zu Babylon, der Untergang, Gefangenschaft und Unterdrückung von verschiedenen Künstlern dargestellt. Das breite Spektrum der gezeigten Werke reicht von mittelalterlichen Handschriften bis zu den Klassikern der Kunstgeschichte. Thematische Schwerpunkte, z.B. Stadt der Sünde und Sprachverwirrung erzählen nicht die historische Wahrheit über Babylon, sondern die Wahrheit über eine Zivilisation die den Mythos Babel leben lässt. Die Sprachverwirrung ist von einem Aktionskünstler Timm Ulrich dargestellt, als ein Text der im Ursprung in deutsch und dann in vielerlei Übersetzungen schließlich auf Hindu präsentiert wird. Eine vom Künstler genannte stille Post. Für Timm Ulrich hatte ich in den 80 er Jahren im Bahnhofsgebäude in Wesseling die Innenwände thermografisch erfasst, die damalige grobe farbliche Darstellung war für Ihn das Motto die Wand lebt. Über Diaprojektoren hatte er damals die Innenwände mit den vielen sich dargestellten Farbkaros einige Tage angemalt. Wir leben auch noch und wagen uns unter die Touris, Unter den Linden, Brandenburger Tor in die Lindenstrasse.


Noch einen Blick auf das Mahnmal zur Ermordung der Juden, direkt daneben jetzt das Neue Gebäude der Botschaft der Amerikaner, bewacht, mannshohe Zäune und Poller, irgendwie passt das nicht in die neue Freiheit die im November 89 entstanden ist.

Sonntag, 21. September 2008

Zur Gerichtslaube, Potsdamer Platz, Kreuzberg.

Nach dem obligatorischem Sektfrühstück in der Wohnung Assenmacher in Berlin, geht’s auf zum Potsdamer Platz. Dort ist heute als Event der Weltkindertag und ein gewisser Herr Steinmeier soll auch kommen.
Die guten Wetteraussichten bieten sich an mit dem schnellsten Aufzug Europas einen Panoramablick im Herzen der Stadt zu genießen. Das Daimler Chrysler Quartier Berlin, Potsdamer Platz 1 macht dies möglich. Direkt an der ehemaligen Grenze blickt man aus 100 m Höhe auf Ost und West. Von Null auf Hundert in 20 Sekunden und sanfte Landung für 3 Euro. Die großen Straßenzüge im Zentrum sind abgesperrt für den Weltkindertag und das Land Ungarn hat die Schirmherrschaft übernommen. Hier stößt man auf ein großes Arrangement von vielen Institutionen. Bei der Ankündigung des Herrn Steinmeier füllt sich der Platz schnell und das Fernsehen ist auch dabei. Man gut hinhören und einige Sätze erhielten Wahlkampfansage. Trotzdem fand er einen guten Kontakt zu den Kindern. Unseren weiteren Weg haben wir dann nach Kreuzberg unternommen.
Dort ist wirklich ein Berg mit einem von Schinkel entworfenen Denkmal. Im Auftrag von König Friedrich Wilhelm III. wurde das Kreuzberg – Denkmal zum Wahrzeichen der umliegenden Stadtviertel errichtet. Seit 1888 ist das Denkmal Höhepunkt im Victoriapark. Auf der Rückseite des Bergs wächst der Kreuzberger Tropfen mit einer hervorragenden Säure, jährlich werden einige Flaschen geerntet. Über den Mehringdamm an Curry 36 vorbei, den mittlerweile hatten die Gastgeber Kuchen gekauft, wurde auf Balkonien der sonntägliche Kaffeeklatsch veranstaltet. Für den Abend konnte Bruni einen Gutschein für mehrere Bleche Pizza einlösen, wir sind ja mit dem Auto da gewesen. Ein paar Flaschen Berliner weiße und Rotkölschen Bier hatten dann noch einen Grund geliefert die Fliegerangebote für 2009 zu checken. Das Festival der Kulturen an Pfingsten ist schon mal in Augenschein genommen worden.

Hafen, Reeperbahn, Michel und noch mehr Theater.

Gut geschlafen, super Frühstück und strahlend blauer Himmel sind geradezu vorprogrammiert eine Hafenrundfahrt zu starten. Da kam ich dann doch nicht umhin, mal an der Pforte des TÜV-Nord nach dem Kollegen Alexander.L. zu fragen, ob dieser im Hause ist. Moin,moin und einige Neuigkeiten austauschen, den dann aber nicht von der Arbeit abhalten. Er gab uns noch den Tipp eine Gruppenkarte für die S-Bahn zu kaufen, anstatt einen Einzelfahrschein.
Wir verlassen an der Reeperbahn die S-Bahn und besuchen den Fischmarkt. Da waren wir wohl schon mal als ich gerade den Führerschein hatte, und ohne wissen meiner Eltern mit einem Opel Rekord am Wochenende eine Spritstour nach Hamburg unternommen hatten. Mit der Barkasse-Meyer unternehmen wir eine Hafenrundfahrt.
An den Ladungsbrücken mit 850 Meter die längsten der Welt geht die Fahrt los. Die humorvollen Erläuterungen des Kapitäns sorgen schon am frühen morgen für Stimmung an Bord. Containerschiffe, Luxusyachten, Verladekräne und die Stadtansichten verlangen von der Kamera das äußerte. Da werde ich wohl im Hotel das mal auf den PC bringen und sortieren.
Ein weiteres Hamburger Wahrzeichen hatten wir dann in Augenschein genommen. Michel. Von der Plattform hatte mal einen schönen Rundumblick auf die Hamburger Häusermeile. Die meisten Konstruktionen haben viel mit Schiffsbauten gemeinsam. An Hand von Bildtafeln mal orientieren was man noch erkunden kann. Der alte Elbtunneleingang ist zur Renovierung eingerüstet, die neue Philharmonie noch im Rohbau, die Davidswache wird renoviert, und am Rathaus ein Chinamarkt aufgebaut. So ganz im Vorbei gehen haben wir dann an der Elbe einen Weinberg entdeckt. Die Reeperbahn bei Tag lässt erahnen, was sich hier am Abend abspielt. Wir werden den Schiffstransfer zum Theater nutzen und freuen uns schon auf die Vorstellung am Abend. Dass wir nicht einfach so in die Fährschiffe, Gelb, mit der Aufschrift König der Löwen einsteigen sollten haben wir dann etwas zu spät bemerkt. Gelb ist also nicht gleich Gelb. Die Fahrt geht los und anstatt direkt die andere Seite anzusteuern sind wir dann bis Finkenwerder, Linie 62, und wieder retour. Da wir immer schon überpünktlich waren hatte sich das Problem dann von selbst gelöst. Wieder an den Ladungsbrücken aussteigen und direkt in den Shuttle zum Theater. Gottseidank wir hatten noch eine Stunde Zeit. Eine super Vorstellung, bis auf den letzten Platz besetzt und stehender Applaus. Seit 7 Jahren ist die Vorstellung wohl ausverkauft. Bei dieser prächtigen Inszenierung kein Wunder. Fotografieren und Videoaufnahmen waren leider nicht erlaubt. Im Hotel noch einen Absacker und den Geburtstag feiern. Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir Hamburg über die A 24 in Richtung Berlin. Nach einigen Kilometern kann man singen, oh gebt mir Land freies Land unterm Sternenhimmel dort, sperrt mich nicht ein. Am Nachmittag sind wir das erste Mal mit dem Auto in Berlin. In dem Restaurant Zur Gerichtslaube im Nikolai – Viertel ist ein Tisch gebucht, für den Geburtstag. Typische Berliner Küche und eine trübes Brauhausbier in gemütlicher Atmosphäre lassen den Tag ausklingen.

Der Norden lag mir schon immer am Herzen.

Nach dem nun schon einige Jahre der passiven Arbeitszeit hinter mir liegen, und die Anfänge der Rentnerzeit auf Hochtouren laufen, geht’s noch mal in Richtung Hamburg.
Angesichts der hohen Spritpreise sind wir dann doch mal mit dem Auto unterwegs, sonst werden wir noch als Billigflieger tituliert, so können wir dann am Wochenende noch einen Schlenker zur Zweitwohnung nach Berlin machen. Der Grund unserer Reise ist ein Besuch im Musical König der Löwen, da mein Schatz Geburtstag hatte. Dass unser Hotel den Namen Helgoland hat mit Sichtweite zum TÜV –Nord war so nicht vorgesehen, günstige Lage, 4 Stationen mit der S-Bahn und wir sind an den Landungsbrücken. Einschecken und ab geht die Post. Da hatte das Navi trotz einer gesperrten Abfahrt das Ziel erkannt.
Der erste Nachmittag wird mit einem Besuch im Miniatur Wunderland begonnen. Speicherstadt Dock D, ist die Adresse. Über 5 Millionen Besucher haben dieses Wunderland schon besucht. Alle 15 Minuten wird es Nacht und unzählige Lämpchen bringen Dinge hervor, die tagsüber im Verborgenen liegen. Auf 4000 m² werden die USA, Skandinavien die Schweiz und natürlich Hamburg dargestellt. 820 Züge und 4000 Autos sowie 200.000 Mini Personen sind ein Highlight was einen in Erstaunen versetzt. Über Einschaltdrücker kann man spezielle Miniaturen in Bewegung versetzen. Ob Jubel im HSV-Stadion oder Kinderspielplätze mit Kletterwand. Der Donnerstagnachmittag war wohl ein guter Zeitpunkt zur Besichtigung kein Andrang und in aller Ruhe die Ausstellung genießen. Noch ein Schlenker zum Rathaus und dann mal schauen wie wir am Freitag das Musical König der Löwen erreichen. Da kamen wir dann abends zwangsläufig wieder an der HV des TÜV-Nord vorbei, wo sich das ein oder andere Büro noch im vollen Licht zeigte. Das war für mich ein Signal doch morgen mal nachzuhören ob ein lieber geschätzter Kollege im Büro ist.

Dienstag, 16. September 2008

Dreiser Weiher, ohne Wasser.

Manch einer von uns erinnert sich wohl an den Song von Boomtown Rats
„ Tell me why I dont like Mondays“ gemeint ist, sag mir, warum ich den Montag nicht leiden kann.
Das mag sich vielleicht auf den Friseurberuf beziehen oder auf die Börsianer, aber nicht auf die Montagswanderer, oder doch.
Dieter hat das Sagen und führt uns zu den geologischen Schönheiten der Eifel.

Der Dreiser Weiher bei Dreis-Brück in der Nähe von Daun ist ein wannenförmiges, bis zu 1360 Meter langes und 1160 Meter breites Maar in der Eifel. Das an einem Hang gelegene Trockenmaar ist von einem zwischen 36 und 120 Metern hohen Wall umgeben. Es gehört zu den Quartärvulkanen der Westeifel und ist vermutlich als Einbruchstrichter entstanden. Der früher bestehende Maarsee wurde Anfang des 19. Jahrhundert trocken gelegt. Am Rande befindet sich der industrielle Nutzen, die Firma Nürburg Quelle.

Beim durchsuchen der Felder stößt man auf so genannte Olivinbomben.
Das sind bohnenförmige runde Steine die beim Zertrümmern einen grünlichen Schimmer zum Vorschein bringen. Die alten Römer haben daraus Schmückstücke gemacht. Dieter hat den Durchblick und entdeckt einen Stein, manch anderer von uns versuchte auch sein Glück und die Aufspaltung brachte dann aber nur Schlacke zum Vorschein.
Die vielseitige Landschaft hatte dann den Blick auf die Wege etwas vernebelt, was aber auch an mangelnden Hinweisen lag. Mit Navigator und Karte wurde dann doch der Ausgangspunkt gefunden. Stramme 20 Kilometer lagen hinter uns.



Das macht uns aber nichts aus, denn zur Mittagspause gab es eine Mandeltorte frisch aus Santiago de Compostella eingeflogen.
Es sollte ja ein Altweibersommertag sein, aber die Temperaturen und der zum Ende einsetzende Nieselregen ließen eher herbstliche Gefühle aufkommen. Mit 7 Personen hatten wir schon den Durchschnitt der jährlichen Wanderfahrt erreicht, Klasse, vielleicht kommt doch noch der ein oder andere Rentner auf den Geschmack sich uns montags anzuschließen, denn wer nicht mitwandert der hat einen guten Wochenstart verpasst, und wenn es weniger sind so kann man dann ohne schlechtes Gewissen über die fehlenden herziehen, ist wohl eine Art Altersdemenz, bzw. eine Vorliebe des Rheinländers. Siehe den Tatsachen ins Auge, §1 Rheinisches Grundgesetz, Et es,wie et es. Oder den
§5, Sei offen für Neuerungen, Et bliev nix, wie et wor. Nächste Woche hat Jürgen die Verantwortung und will seine Kamera mitnehmen, wegen der Doko, Ich bin in Hamburg und Berlin.



Sonntag, 14. September 2008

Tag der offenen Tür in Köln-Mülheim.

Anstatt am Sonntag den Tag des Denkmals zu nutzen sind wir zum Tag der offenen Tür nach Köln-Mülheim. Die Kultsendung am Sonntagnachmittag im WDR, Die Anrheiner, wollten wir schon immer einmal besuchen.
Die Frage wo sind eigentlich die Studios hat uns schon immer neugierig gemacht. Man müsste doch mal in der Kneipe Anrheiner ein Bier trinken gehen, vor allem weil es direkt am Rhein liegt.
Einige Schauspieler haben wir schon im Contra-Kreis Theater in Bonn gesehen und sind doch mal auf die Suche gegangen wer ist da noch mit von der Partie. Glück gehabt, alle wurden von Gisbert Baltes vorgestellt und von OB Schramma begrüßt, da waren wir mal wieder zum richtigen Zeitpunkt dort, dank Internet, vorher das Programm ausdrucken. Gisbert Baltes vom WDR hatte die Moderation und ein buntes Bühnenprogramm folgte.

Die Neuen im Veedel, Büdchen-Besitzerin Hadiya Wedekind ( Liz Baffoe ), die Pächterin des Fahrradlagers, und der neue Doktor.

Die Intrigantin des Veedels, Lydia von Bebenberg, mit ihrer Assistentin Tanja Schmitz, die in Berlin wohnt.

Streiten und Versöhnen, Mathes, Josef, Bea und Frau Krings

Alle Schauspieler stellten sich den Fragen der Zuschauer aber keiner wollte etwas verraten über die 500. Folge die dann heute ausgestrahlt wurde. Die Kulissenstadt ist auf einem alten Firmengelände direkt am Rhein und der OB war guter Hoffnung dass die Medienstadt Köln den Platz vor Heuschrecken schützen kann. Wenn man bedenkt dass hier an den Pfingsttagen schon die Weihnachtsszenen abgedreht wurden, und die Schauspieler bei schönstem Wetter im Wintermantel rumlaufen müssen, ist die Locality schon interessant. Einige Räumlichkeiten haben im TV riesige Ausmaße, aber Denkste dem ist nicht so. Das ganze liegt dann noch an der Einflugschneise von Köln-Bonn, für die Tontechniker nicht einfach. Schlange stehen für Autogramme hatten wir nicht vor, aber für ein Steak-Brötchen schon, einen heißen Kaffee und dann ab nach Hause, den der kalte Ostwind am Rhein hat es in sich.

Dienstag, 9. September 2008

4-mal TTTT, Traumwetter, Traumwanderung, Thementour, Traumkuchen.

3-mal T kennen wir aus dem Fernsehen, Titel, Thesen, Temperamente, aber das vierte hat uns am Montag Herbert vorgeführt. Das zu erwartende Traumwetter in ganz Deutschland war am Montag schon in der Eifel. Souverän Parkplatz mit Bank und Wanderhinweis Nr. 13 ansteuern, na ja nach 8 Jahren Wanderführer kann man das voraussetzen. Wir lassen die Ruine der Burg Nideggen auf dem Berg hinter uns, den die Anlage besaß im Mittelalter den Ruf uneinnehmbar zu sein.

Dafür nehmen wir den Themenweg Biber, Bäche, Eichenwälder in Beschlag.
Die Wanderung führt uns auf dem bereits erwähnten Weg Nr. 13 durch das Schliebachtal.

Schon entdecken wir das erste B, eine Blindschleiche.


Nach kurzer Trinkpause stellte man den Standort fest, und spontan wurde die Route verlängert. Leicht ansteigend bis nach Schmidt. Die Wegbezeichnung ist mit T1 neu angelegt, aber auch sonst sind genügend Hinweise vorhanden. Wir genießen die Weitsicht bis nach Knapsack.
Dieser Name stand ursprünglich für eine Brottasche. In früheren Jahren war der Industriegürtel dicht bewaldet und die Waldarbeiter hatten zwei Lappen mit Trageriemen umhängen, Knappsack.


Eine SMS aus Santiago in Spanien erreicht uns, und teilt uns mit, dass nun zwei Heiligenscheine mehr auf dem Kontinent sind. Vielleicht hatten wir deshalb so schönes Wetter. Die Aussicht am Simonsley auf die Rurtalsperre mit vielseitiger Verpflegung wurde zum Traum. Der Blick auf die sogenannte Liebesinsel, laut Anzeigetafel im Bildvordergrund, hat den ein oder anderen darin erinnert, die Gedanken sind frei. Das Lied ist uns allen bekannt. Diese Aussicht sollte man bei schönem Herbstwetter wiederholen.
In dem freien Gelände außerhalb von Schmidt kreisen Falken über unseren Köpfen, das Foto ist leider nichts geworden. Am Rande des Waldes ging es zurück über Abenden zum Ausgangsort. Das Cafe Hallmann hatte dann noch Traumkuchen für uns bereit. Man nehme Eissplittertorte, und wundert sich das die zweimal geordert wird, Franz hat doch sonst keine Vorliebe für Eis. Die Fotodokumentation kann wieder professionell erweitert werden, Navi bearbeitet durch Wolfgang, erspart mir das Abfotografieren der Wanderkarte. Nächste Woche ist Dieter gefordert die Wanderung zu Toppen.

Dienstag, 2. September 2008

Zu dritt in aller Ruhe auf geologischen Pfaden.

Wenn montags morgens das Telefon um 08:00 Uhr sich meldet, gute oder schlechte Nachrichten, kann der ein oder andere nicht, oder es regnet.
Herbert sollte uns nach Plan den Tag mit einer moderaten Wanderung verschönern, und nun meldet der sich krank, waren wohl zu viele Feierlichkeiten in der letzten Woche. Wie wünschen gute Besserung
und spekulieren während der Wanderung, wieso weshalb.
Kurzum, Info einholen und los geht’s.
Franz und Ich treffen Dieter an gewohnter Stelle und schnell sind wir vor Hillesheim an einem Parkplatz in der Nähe einer noblen Golfanlage. Einige dunkle Wolken lassen sich am Himmel blicken, aber dann wird’s schöner. Am Rande des Hillesheimer Waldes entlang geht es über die Wege Nr. 2 und den dortigen Geopfad in Richtung Oberbettingen. Durch das Kyll Tal erreichen wir über den Weg Nr.1 die alte Bahntrasse nach Gerolstein. Die reichlich vorhandenen Pilze in einem stillgelegten Tunnel können wir nun dank einer Lehrstunde von Norbert fast schon unterscheiden, aber mitnehmen nee. Entlang eines kleinen Trampelpfades kommen wir an eine Wegkreuzung die trotz pfadfinderischer Kenntnisse so nicht vorhanden ist, mindestens in der Karte. Die eingeschlagene Richtung ist o. k. aber die Wegbezeichnung nicht. Am Waldesrand bei strahlendem Sonnenschein und geschätzten 25 °C Grad erreicht uns eine SMS aus Spanien. Da regnet es wohl, und wir bekommen Menüfolgen offeriert.
Das konnte uns nicht beeindrucken, denn wir hatten uns gegenseitig gut versorgt. Käsebrot, Radi, Paprika mit Schafskäse dazu einen Obstler, und wie schon erwähnt, Sonnenschein, mit einem Panoramablick auf Wiesbaum.
Die Kahlschläge des Baumbestandes waren so enorm, dass wir uns an der Hochspannungsleitung orientiert hatten, die übrigens in der Karte von 2006 nicht mehr eingezeichnet ist, und so gelangten wir über neue Wege doch auf den alten Geopfad der uns zurück zum Startpunkt bringt. Nach 4 Stunden und 15 kilometern, kurz bevor uns einige Regentropfen treffen, sitzen wir in Wiesbaum im Bistro Courage. Nächste Woche will uns Dieter den Dreiser Weiher als geologische Besonderheit erklären. Übrigens, da waren wir noch nicht.