Dienstag, 16. September 2008

Dreiser Weiher, ohne Wasser.

Manch einer von uns erinnert sich wohl an den Song von Boomtown Rats
„ Tell me why I dont like Mondays“ gemeint ist, sag mir, warum ich den Montag nicht leiden kann.
Das mag sich vielleicht auf den Friseurberuf beziehen oder auf die Börsianer, aber nicht auf die Montagswanderer, oder doch.
Dieter hat das Sagen und führt uns zu den geologischen Schönheiten der Eifel.

Der Dreiser Weiher bei Dreis-Brück in der Nähe von Daun ist ein wannenförmiges, bis zu 1360 Meter langes und 1160 Meter breites Maar in der Eifel. Das an einem Hang gelegene Trockenmaar ist von einem zwischen 36 und 120 Metern hohen Wall umgeben. Es gehört zu den Quartärvulkanen der Westeifel und ist vermutlich als Einbruchstrichter entstanden. Der früher bestehende Maarsee wurde Anfang des 19. Jahrhundert trocken gelegt. Am Rande befindet sich der industrielle Nutzen, die Firma Nürburg Quelle.

Beim durchsuchen der Felder stößt man auf so genannte Olivinbomben.
Das sind bohnenförmige runde Steine die beim Zertrümmern einen grünlichen Schimmer zum Vorschein bringen. Die alten Römer haben daraus Schmückstücke gemacht. Dieter hat den Durchblick und entdeckt einen Stein, manch anderer von uns versuchte auch sein Glück und die Aufspaltung brachte dann aber nur Schlacke zum Vorschein.
Die vielseitige Landschaft hatte dann den Blick auf die Wege etwas vernebelt, was aber auch an mangelnden Hinweisen lag. Mit Navigator und Karte wurde dann doch der Ausgangspunkt gefunden. Stramme 20 Kilometer lagen hinter uns.



Das macht uns aber nichts aus, denn zur Mittagspause gab es eine Mandeltorte frisch aus Santiago de Compostella eingeflogen.
Es sollte ja ein Altweibersommertag sein, aber die Temperaturen und der zum Ende einsetzende Nieselregen ließen eher herbstliche Gefühle aufkommen. Mit 7 Personen hatten wir schon den Durchschnitt der jährlichen Wanderfahrt erreicht, Klasse, vielleicht kommt doch noch der ein oder andere Rentner auf den Geschmack sich uns montags anzuschließen, denn wer nicht mitwandert der hat einen guten Wochenstart verpasst, und wenn es weniger sind so kann man dann ohne schlechtes Gewissen über die fehlenden herziehen, ist wohl eine Art Altersdemenz, bzw. eine Vorliebe des Rheinländers. Siehe den Tatsachen ins Auge, §1 Rheinisches Grundgesetz, Et es,wie et es. Oder den
§5, Sei offen für Neuerungen, Et bliev nix, wie et wor. Nächste Woche hat Jürgen die Verantwortung und will seine Kamera mitnehmen, wegen der Doko, Ich bin in Hamburg und Berlin.



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