Sonntag, 26. Februar 2017

Brühl.

Das Sessionsmotto 2016/2017
Bröhlsche Jecke danze met,
wenn am Rothus dä neue Anbau kütt.
Bei uns im Rheinland heißt die Zeit vom 11.11. bis Aschermittwoch „Fünfte Jahreszeit“. Gemeint ist der weit über die Landesgrenzen bekannte rheinische Karneval. Brühl ist eine Hochburg desselben im Rhein-Erft-Kreis. Mit dem traditionellen Sturm auf das Rathaus an Weiberfastnacht wird in Brühl der Straßenkarneval eröffnet.



Höhepunkt der tollen Tage ist der bekannte Karnevalsumzug, Närrischer Elias, am Karnevalssonntag. Immer mehr Teilnehmer des Umzuges von Jahr zu Jahr, der närrische Lindwurm wird länger zum Leidwesen aber auch weniger Musikkapellen.
Die Rufe nach Kamelle, diese dann schnappen und essen, nahm kein Ende, wobei man im rheinischen Mitbestimmungsrecht sagt, do häs he nix zo kamelle.
Von der fidelen Bröhlern wurde aus der Mannschaftsküche Flönz und Knobiwurst verteilt, die direkt zur Stärkung der Abwehrkräfte diente.Schließlich war man leicht erkältet angereist.
Die Ausbeute von Kamelle, Pralinen, Chips, etc. und Handschuhe fürs I Pad an kalten Tagen, war mehr als überreichlich. Bei herrlichem Sonnenschein ging es nach 4 Stunden in die heimischen Gefilde die Füße hochlegen. Morgen ist auch noch ein Tag, bevor ihr wieder weg seit, wir sehen uns dann im März wenn der Resturlaub für euch ansteht.

Samstag, 25. Februar 2017

Brühl.

Berlinbesuch zum Karneval. 
In 2013 hatten wir das letzte Mal Berlinbesuch von Freunden der Kinder zur Karnevalszeit als Gäste bei uns. Rica und Claus Peter, die wir zwischenzeitlich schon mal in Berlin getroffen haben. Diesmal zog es unsere Neuberliner wieder mal ins Rheinland um den rheinischen Frohsinn zu erleben. Bevor die große Fete am Sonntag auf ihren Höhepunkt zu steuert wurde die Lokalität 30 Stühle besucht. Hier herrschte Ruhe vor dem Sturm, wir erfahren dass nach den letzten Gästen die Räumlichkeiten für den Sonntagszug umgestaltet werden.

Wir genossen die ruhigen Stunden mit einem Red Lady zu Beginn des Überraschung Menü und sagen Danke den Kindern für die Einladung.


Montag, 13. Februar 2017

Zingsheim.

Teilstrecke auf dem Kräuterpfad von Nettersheim bis Bad Münstereifel.
Wanderleitung: Norbert
Wanderkarte: Nr. 5 Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  11,3 km, 02:57 h Echtzeit, 310 hm.
Wegführung: Wege Nr. 23,24 über die A1 rechts in Richtung Pesch, bergab ins Wespelbachtal, Kräuterpfad, Eifelverein bis zum Sportplatz Pesch, Nr. 1 Richtung Paulusgraben, Parkplatz an der L 206, Nr.24 Retour, bergan.
Anspruch: leicht,
Wetter: +3,5 Grad C, trocken, Sonne.
Der Eifeler Kräuterpfad ist eine Wanderstrecke von Nettersheim bis Bad Münstereifel. Er tangiert Zingsheim wo wir an der katholischen Pfarrkirche St. Peter parken und unsere Wanderung beginnt. Die Pfarrkirche St. Peter mit ihrem mächtigen Turm ist im Kern eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert.
Die heutige Tourleitung hatte die Aufgabe eine Tour so zu planen das zwei Mitwanderer um 16:00 Uhr zu Hause sind und sich für eine Karnevalsveranstaltung vorbereiten konnten. So sind schon mal ab und an Prioritäten gesetzt. Nicht nur Wetterbeobachtung und der Nachmittagskaffee, auch das Wohl der Mitstreiter.
Sichtlich zufrieden mit dem Verlauf der Tour scheint die Wanderleitung bei einer Pause in der Bushaltestelle am Tempelgraben in Pesch zu sein. Hinter Zingsheim passiert der Eifeler Kräuterpfad über eine Brücke die Autobahn A 1 und leitet ins Wespelbachtal, bis nach Pesch folgend.
Hinter der Ortsbebauung von Pesch trifft man auf den Tempelbezirk Pesch, der uns hinlänglich bekannt ist und den wir heute nicht besuchten. Zahlreiche Funde, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in und um Pesch gemacht wurden, belegen eine römerzeitliche Besiedlung der Gemarkung Pesch, dazu gehören u.a. Brand- und Körperbestattungsgräber nördlich des Ortes, außerdem gab es Gebäude und Gräber im Wespeltal. Die Heidentempel bestehen aus mehreren Bauten einer gallo-römischen Tempelanlage, die zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert genutzt wurden. Die Matronen Heiligen sind als Kopien in vielen Gärten des Ortes aufgestellt. In Nettersheim dem Startpunkt des Kräuterpfads ist nach der Wanderung heute im Römerkaffee unser obligatorischer Abschluss.

Montag, 6. Februar 2017

Bergstein.

Wandergebiet mit historischer Vergangenheit, Hill 400.
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Nr. 2. Rureifel.
Wanderstrecke, Zeit und Höhenmeter:  14,9 km, 03:58 h Echtzeit, 402 hm.
Wegführung: Weg Nr. 15, Richtung Obermaubach bergab Nr. 43, 62 am Ortsrand entlang, Nr. 73 bergan matschig ohne Ende ( Holzarbeiten ) bis zu den Windanlagen jenseits der Straße Kleinhau – Brandenberg, Weg Nr. 85 durch das Tiefenbachtal, Biberbauten, Nr. 56 bis zur Kreuzung Zweifallshammer. Nr. 10 zurück nach Bergstein.
Anspruch: mittelschwer, teilweise zerstört durch Fahrzeuge.
Wetter: 5,7 Grad C, trocken, teilweise Sonne.

Wir starten vom Wanderparkplatz an der Kirche in Bergstein. Am Denkmal Sürthgens Mosselist, eine Sagengestalt, die der Legende nach täglich zwischen Bergstein und Nideggen ihr Unwesen treibt. Heute hat die Gestalt weitere 4 Wanderer zur Unterstützung, wobei es einer sehr eilig hatte und trotz aller Regeln immer vor der Karte war, naja er ist erst seit Mitte 2008 regelmäßig dabei.
Östlich vom Dorf erhebt sich oberhalb von Kall- und Rurtal der Burgberg 400,8 m ü. NN , auf dem früher die Burg Berenstein stand; deren Steine wurden verwendet, um die nahe Burg Nideggen zu errichten. Aktuell steht auf dem Berg ein Aussichtsturm, der Krawutschketurm. Am frühen Morgen ist hier alles im dichten Nebel. Hill 400 wurde die gefürchtete Höhe von den Amerikanern genannt. Es gibt fast keine Region in der Rureifel, dessen Landschaft zum Ende des Zweiten Weltkrieges zum Synonym für Schrecken, Verwüstung und Tod steht. In dessen Mittelpunkt liegt der Hürtgenwald, wo am Ende des Zweiten Weltkrieges 6 Monate schwere Kämpfe stattfanden. Es war für die Amerikaner die verlustreichste Schlacht des gesamten Zweiten Weltkrieges.
Am Eingang des Tiefenbachtales sehen wir die erfolgreiche Wiederansiedlung des größten europäischen Nagetiers was vor gut 30 Jahren im Tal der Weißen Wehe begann. An den kleinen Fließgewässern der Rureifel wurden 1981 drei Biberpaare freigelassen, deren Nachkommen heute die Rur von der Quelle bis zur Mündung sowie einige Nebenbäche besiedeln. Ein großer Teil der Familie im Fischbachtal, fand hier nahezu ideale Lebensbedingungen. Obwohl die nachtaktiven Tiere nur schwer zu beobachten sind, ist ihr Aussehen allgemein bekannt.

Wir gestalten unsere Pause in mitten des Talabschnittes in der Hoffnung ein Tier zu sehen. In Aktion haben wir keine gesehen jedoch die Spuren der nächtlichen Aktivitäten. Den Tag verbringen die in Familienverbänden lebenden Tiere aus einem Elternpaar und zwei Jungtiergenerationen, Vegetarier, in unterirdischen Bauten oder selbst angelegten Burgen. Mit Hilfe der Dämme regulieren die Biber den Wasserstand so, dass die Eingänge zu ihren Bauten vor Feinden geschützt immer unterhalb des Wasserspiegels liegen.
Am Ende des Tiefenbachtales steht ein Kreuz mit den Jahreszahlen 1864 und 1964. Nach der Überlieferung wurde ein Fuhrmann vom eigenen Karren erschlagen, als dieser in den Tiefenbach abrutschte und umkippte. Angeblich hatte dabei der heimfahrende Fuhrmann in der Lukasmühle reichlich getankt, so dass er seinen Gaul nicht im Griff hatte. Heute erinnern 400m weiter nur noch in unmittelbarer Nähe der historischen Stelle restaurierte Teile des alten Mahlwerkes und eine Hinweistafel an die ehemalige Mühle.
An Zweifallshammer vorbei ist dann irgendwann mal die Entscheidung nötig links hoch steil an nach Bergstein, oder darf es noch ein bisschen mehr sein. Schnell entschieden, wo der Morgenkaffe begann, endete die Nachmittags Kaffeerunde, Hallmann in Nideggen.