Montag, 28. August 2023

Brandenburger Tor.

Im Naturpark Hürtgenwald 

Wandern im Hürtgenwald, auf dem Biberweg.

Parken am Brandenburger Tor in Hürtgen

Hier ist nicht das Tor in Berlin gemeint, sondern ein schlichtes Holztor, das seinen Namen seiner ungewöhnlichen Größe verdankt. Es steht in der Eifel, genauer gesagt in der Gemeinde Hürtgenwald. In dieser Region fanden im Winter 1944 erbitterte Kämpfe zwischen amerikanischen und deutschen Truppen statt. Heute ist dieser Flecken Natur Teil des Nationalparks Eifel und ein ideales Naherholungsgebiet. Somit findet man auf der Internet Reserche zahlreiche Vorschläge für Wanderungen. Hier der sogenannte Biberweg.

Wegführung aus dem Internet

frische Spuren der Biber

In den 1980er Jahren wurden in der Rur-Eifel das Erste Dutzend Biber ausgesetzt. Heute leben über 400 Biber in der Region, die größte Biber-Population in NRW. Wer Europas größte Nagetiere in freier Wildbahn beobachten will, kann den Biberweg im Hürtgenwald ansteuern. Hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, die nagenden Dammbaumeister bei der Arbeit zu beobachten.

super Beschilderung 

Der beste Einstieg in den Biberweg ist der Wanderparkplatz am Brandenburger Tor westlich von Hürtgen. Wir entscheiden uns im Uhrzeigersinn zu gehen. Nehmen also die Strecke linksrum ins Visier. Der Weg ist bestens markiert mit der Nummer 5. Zunächst erreichen wir ein Pilgerdenkmal und im folgenden Verlauf den Kartoffelbaum.

klein und frisch ist wohl erlaubt zu ernten

Die leicht ansteigenden Wege machen es möglich nach Pilzen Ausschau zu halten und wir werden fündig. Die breiten Forstwege mit kleinen Wasserrinnen an jeder Seite ist reichlich bestückt mit Pfifferlingen die im Laufe der Tour auch der Berichterstatter zu unterscheiden lernt.

eine Kastanie mit Kartoffeln

Der Kartoffelbaum hat seinen besonderen Reiz und auch eine Infotafel mit seiner Geschichte. Viele bunte Motive sind dort dargestellt.

vorgebebene Wegstrecke immer eingehalten

Nun geht es ins Tal, roter Wehebach, teils frisch angenagte Bäume und viele Deichbauten sind rechts des Weges zusehen. Zurück geht es an der Gabelung weißer Wehebach und Hürtgenbach zurück zum Startpunkt. Aus den letzten 2 Kilometer fallen noch einige Regentropfen und am Startpunkt sind zwei weitere Pilssucher unterwegs, die hatten Ausschau nach Steinpilzen gemacht und sind nicht fündig geworden, dafür finden wir dann in Kreuzau ein neues Café das selbst dem Experten für Pilze unbekannt war.

Montag, 21. August 2023

Hergarten.

auf dem Wanderweg Nummer 6 Heimbachtal

Das Tor zum NSG.

gut geh bar breite Wege

Eins war klar heute, wir werden nicht nass. Da waren sich die 3 Montagswanderer einig. Für die Anfahrt nicht. Denn möglichen Startort entweder direkt anzufahren über die Bundesstraße 265 oder die Bördelandschaft bei sommerlichen Temperaturen mit bekannten Orten und weniger Bekannten erkunden per Auto.

Viele Infotafeln für jeden etwas

Nach wie vor ist das zu Heimbach gehörende Dorf beliebt bei Touristen von nah und fern. Deshalb ist am Parkplatz eine Menge von Informationenstafeln vorhanden. Gelegen zwischen den auslaufenden Wäldern des Kermeters und jahreszeitlich mit Farben spielenden Feldern, viel Raps Anbau ist Hergarten idealer Startpunkt für Naturexkursionen.

bekannter Rastpunkt

Den auf der Infotafel dargestellten Dorfspaziergang machen wir nicht, sondern ab in den kühlen Wald. Während der Wanderung orakeln wir wann das NSG Gebiet schon mal unter diverser Wanderleitung durchstreift wurde. Das rumrätseln ist dann in der Mittagspause zu Ende und die Erinnerungen werden mit Hilfe des Internetzes auf gefrischt. In dieser Hütte waren wir unter anderem 2017 am 2.Januar mit Peter H. Im Laufe der Jahre mit Dieter S. und der Berichterstatter mit Dame.

Spuren der Biberpopulation

Teilweise war man auf der gleichen Route unterwegs. Kurz vor Heimbach geht es entlang des gleichnamigen Baches zu einem Kreuzungspunkt wo eine steile Treppe nach Mariawald führt. Der Bach ist im Tal aufgestaut und Biber sind für den Zustand verantwortlich. Diese Nebenstrecke mit der Weg Nummer 6 auf der Karte ist bei leicht ansteigendem Gelände gut zu gehen.

Wanderroute

Das Café Quester in Kommern hat Montags neuerdings auf Grund von Personalmangel zu, schade dort gab es weit und breit die beste Eissplittertorte, wir begnügen uns mit Eis um der Ecke und freuen uns über das Sponsoring, schönen Urlaub und danach einen guten Verlauf einer anstehenden Operation. 

Montag, 14. August 2023

Dollendorf.

Infotafel direkt am Startpunkt

Eine Adresse im Lampertstal.

Eingebettet in grünen Wiesen

Das Wachholdergebiet haben wir schon oft besucht den Ort durchstreift von allen Himmelsrichtungen her das mitten in der Kalkeifel, der sogenannten Dollendorfer Kalkmulde.

Ruine Schlossthal im Volksmund der Finger Gottes

Dollendorf ist durch die Burgruine Schlossthal bekannt, die im Volksmund auch Finger Gottes genannt wird. Dieser Name rührt daher, dass der über 20 Meter hohe Bergfried zur Hälfte stehen blieb. Im Ort selber sieht man eine Vielzahl an alten Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Antonius Kapelle, selbst drei Kerzen in vorderer Reihe konnten das Gewitter nicht abhalten.

Auf dem Weg dorthin ist eine weitere touristische Sehenswürdigkeit, die Antoniuskapelle. Ein alter Kreuzweg führt vom Ortsrand Dollendorf bis zur Burgruine. Im Bereich der Antoniuskapelle erbaut um 1701 soll ein römischer Tempel des Kriegsgottes Mars gestanden haben, und nach wo vor ist Jährlich am Karfreitag eine Prozession zur Kapelle.

Service am Rastplatz

Einen schönen Rastplatz hat man hier eingerichtet mit Blick auf den Aremberg, die Nürburg und die hohe Acht. Für den Wanderer gibt es auch noch Putzmaterial für die Schuhe.

An der Burganlage vorbei führt uns die heutige Tour in Richtung Vellerhof. Soweit mir in Erinnerung noch nie anvisiert. Auf dem historischen Gutshof des Grafen zu Blankenheim finden heute hilfebedürftige Menschen inmitten eines Naturschutzgebietes der Eifel ein neues zu Hause. Wohl alte Leute sowie auch Suchtkranke.

Idylle am alten Grafensitz Vellerhof

Eine riesige Anlage mit schönem Teich, einem Sportplatz, sowie einer historischen kleinen Kapelle. Brennholz wird produziert, Rasen gemäht oder wie es Neudeutsch heißt, geshillt. Fernab der Zivilisation werden die Menschen auf dem Gelände des Clemens-Josef-Hauses ein Stück weit auf ihrem ganz persönlichen Weg begleitet werden.

die abgebrochene Route

Uns begleiten im weiteren Verlauf dunkle Wolkengebilde und dann auch lange nicht mehr erlebt bis auf die Haut nass. Schnellen Schrittes durch das Galgenbachtal zurück zum Startpunkt. Rundum Donnern und Blitze. Patschnass ins Auto und in der Ferne selten gesehene Wolkenformationen in der Heimat, aber dort fängt dann auch der Regen an, und der sollte am Spätnachmittag sein.