Von Mühlensteinen und sagenhaften
Höhlen.
Wanderung: 16_2015
Wanderleitung: Gerd.
Wanderkarte: Wanderkarte Eifelverein Nr. 16
Hillesheim.
Länge: 16,3 km.
Gehzeit brutto: 5h 09 min.
WDG: 3,8 km/h
Streckenführung: Rockeskyll Kirche, Geopfad
Querung B 410, Geopfad, Befreiungsbuche, Berlingen, Hohenfels-Essingen, Mühlenberg,
Grotte, Weg Nr. 11, 9 und 7.
Wegbeschaffenheit: gut befestigte Wanderwege.
Anspruch: mittel
Wetter: ca. +
16,0 Grad, bis 21,4 Grad bewölkt, Sonne
Steigung: von 400 m auf 599 m.
Sehenswürdigkeiten: am Mühlenberg, Grotte,
Höhlen, Taschenlampe mitnehmen.
Ausgangspunkt
der Wanderung war der Parkplatz im Überecken, in Rockeskyll. Das knapp 300
Seelen Dorf liegt inmitten einer Zone ehemaliger Vulkane, und zwar nicht wie
der Ortsname sagt, an der Kyll, sondern an einem plätschernden Bach. Direkt am
Bach, eine Bank, optimal zum Schuhwerk Wechsel.
Ein
markanter Aussichtpunkt ist der Alte Voß, eine 599 Meter Höhe vulkanische
Erhebung. Aus dem Waldgebiet ragt eine mächtige Buche hervor, und war von
vielen Standorten der Wanderung zu sehen.
Die
Buche geschätzte 200 bis 300 Jahre alt ist, wird auch Befreiungsbuche benannt,
weil sie an die Vertreibung der Franzosen 1814 erinnern soll. Die nachfolgenden
Befreier, die Preußen waren auch nicht gern gesehene Gäste in der Eifel, da
hatten es die Rheinländer heute besser. Auf dem Weg dorthin präsentiert sich
die Landschaft in vielfältigen Farben.
Ein
steiler schneller Abstieg zu einer der vielen Lavagruben, und schon hatte die
Wanderleitung, Gerd, die Orientierung verloren, bzw. ließ sich beeinflussen. über
Berlingen, anstatt links der K 43 folgend ging der weitere Weg.
Dafür
wurde nach der Pause die Route über den Gonnenstall nicht gewählt und somit die
Kilometerangaben knapp überschritten. Am Forsthaus Hellenthal war endlich um
13:00 Uhr die wohlverdiente Pause. Wenn auch im folgenden Bild ein Mitwanderer im
Vordergrund denkt, der will schon wieder weiter gehen.
In
frühen Jahrhunderten wurden in diesem Gebiet Mühlsteine hergestellt, die aus
dem porösen, doch festen Material des Auswurfs aus den Vulkanen gebrochen
wurden.
Eine
Höhle trägt den Namen Schwedenfeste, hier sollen sich die Einwohner im
Dreißigjährigen Krieg eingeschlossen haben, zum Schutz vor den Schweden. In
unmittelbarer Nähe wurde im 19. Jahrhundert eine Mariengrotte angelegt.
Bis
1970 sprudelte aus dem Gestein der Umgebung der Rockeskyller Sprudel, als
einziger Erwerbszweig der Umgebung. Heute ist eine Schnapsbrennerei ansässig. Zwei
An-und Rückfahrtwege, Umleitung, ließen doch noch Zeit einen Kaffee in
Hillesheim zu genießen. Allen ein schönes Pfingstwochenende, die nächste Tour plant
Herbert. Der sich während der Pause an der Hütte zum wilden Keiler, schon
geistig und moralisch darauf vorbereitet hat.

