Montag, 26. März 2012

Lethert.

Pflegen von Traditionen, spontan kam von Peter die Idee auf dem Krimiweg in Berndorf, am nächsten Montag eine Grillrunde in einer Wochenende Enklave in der Eifel aufzulegen. Wetterkapriolen sind für Ihn kein Thema, und sich aufs Altenteil setzen, steht beim Ihm sowie so nicht zur Debatte. Aktiv die neuen energetischen Richtlinien an Häusern umsetzen. Ursprünglich hieß „Altenteil“, die Rechte mit denen ein Bauer seine Versorgung im Ruhestand sicherte, wenn er den Hof weitergab. So sichert Peter die Wurst- und Fleischbestände, also einen Teil der Aufgaben die im  Altenrecht ihre Verpflichtung fanden. Wir freuten uns immer auf diesen speziellen Wandertag, vor allem dass noch ein gestandener 70 jähriger in unserer Runde ist. Zwei der Altherren haben schon das Handtuch in den Ring geschmissen, die sonst auch mit von der Partie waren.
Auf dem Altenteil lagen an diesem Tag alle.( im Sessel ) Gute Rollenverteilung, der Jüngste am Feuer, der Älteste, und Gastgeber, bei den Vorbereitungen. Eine kleine Zusammenfassung von dem geruhsamen, sonnenverwöhntem Tag, und schöne Ostertage an alle Urlauber.
In der Karwoche wird wieder gewandert, dann mit Rucksack und Selbstverpflegung, die Leitung der Tour hat dann Herbert, das Faulenzerleben hat dann ein Ende.

Sonntag, 25. März 2012

Godorf.


Dort wo bei einem großen Möbelkonzern in der zweiten Januarwoche die Tannenbäume aus den Fenstern fliegen, so jedenfalls in der Werbung, war am diesem Sonntag Trödel angesagt. Rumschlendern nach der Wanderung am Samstag. Einen Hauptgrund des Aufenthalts, geräucherte Hähnchenschenkel beim Stammhändler erwerben.
Ein fliegender Holländer erweckt unser Interesse, Strelitzien, Palmen, Callas und Orchideen. Letzteres jedoch nicht im Zweierpakt. In einem zweiten Versuch waren wir jedoch erfolgreich. 2 prächtige Exemplare für 15 Euro, da kann man nicht meckern.

Samstag, 24. März 2012

Tondorf.

Vortour und Bewegungstherapie in einem Atemzug. Das schöne Frühlingswetter lockte uns raus in die Eifel. Eine Wandertour begleitet mit 6 Stunden Sonnenschein. Tondorf, das schon zur Bronze- und Römerzeit besiedelt war wurde für einige Stunden ein Aufenthalt, zu Mindes für einen Stellplatz.

Wandergebiet rund um Tondorf
898 sind die Besitzverhältnisse klar und alles gehörte dem Hauskloster Prüm. Die Verhältnis der Planung wurden je nach Kondition erfragt und prompt die Tour verlängert. Startpunkt war der Sportplatz außerhalb von Tondorf. Direkt hinter dem Tor geht es leicht bergab über den Wanderweg Nr. 3 in Richtung Rohr. Damit die Strecke nicht über die K79 zu lange dauerte wurden die Geopfade entlang des Baches gewählt.
In Rohr schlagen wir den Weg Richtung L 115 ein. Auf dem Wanderweg Nr. 15 strahlt uns der St. Michael entgegen.
St. Michael am Wanderweg Nr. 15
leicht bergan, topfit 5 Monate nach der OP
Leicht aufwärts, die Pullover schon entsorgt wurde die Landstraße unterquert, ein Bauer wunderte sich das wir so einfach querfeldein über seine Wiese schreiten. Hier an der L 115 weiter geradeaus der Blick frei auf eine alte BW Anlage. Hier sollen mal nuklear Raketen in einem Depot gelegen haben. Wachtürme und hohe Zaunanlage stehen gespenstisch auf der Anhöhe.

Die Wegbezeichnung mit S machte an diesem Tag klar, strahlender Sonnenschein. Mülheimer Mühle und Mülheim wird passiert und die Ruhebank am Ortsrand signalisiert, die Hälfte der Strecke ist geschafft, es sei denn wir verlängern etwas die Route.
Wachtürme in der Eifel
Innerdeutsche Grenze ???

In Anbetracht der Uhrzeit und der guten körperlichen Verfassung war klar, der Weg Nr. S wird bis zum Berg am Galgen eingeschlagen. Das ist kurz vor Blankenheim. Unser Richtungswechsel beschert uns Sonne im Rücken und der breite JH Weg der von Nord nach Süd die Karte durchquert wurde bis zum Forsthaus Mürel eingeschlagen. Im Tal war der Genfbach zu erahnen. Nur noch eine Abkürzung finden.  Also querfeldein und versuchen den Wanderweg Nr. 5 zu sichten. Dieser führte dann direkt nach Tondorf. Stramme Leistung meiner Mitwanderin die sich dann am Forstwalder Hof einen Kaffee verdient hatte.
der Frühling kommt, Fit bleiben
gutes Versteck für Ostereier

Das Interesse wie viele Kilometer habe ich den geschafft, konnte durch mühsame Kleinarbeit in Google Earth ermittelt werden, stolze 18,57 km waren zusammen gekommen. Eine schöne Damenstrecke nicht zu steil, Sonnenbräune garantiert, oft eine Bank zum Verweilen.

Da kann der Montagskreis ja noch eine Schippe drauflegen, wie man in der Karte sieht ist eine Verlängerung der Wegstrecke bis zur neuen Wildbrücke über die A1 möglich.

Montag, 19. März 2012

Berndorf.

Der moderne Mann weiß, was gut für ihn ist: Quoten-Frauen an die Front. Unter den deutschen Topmanagern und Führungskräften gibt’s nämlich noch nicht genug Vertreterinnen weiblichen Geschlechts. Wir sind sowieso von Powerfrauen beherrscht: Aber montags ist Herrentag, dann sind wir entbehrlich. Unentbehrlich ist Wolfgang nicht, schließlich wird immer gerne auf seine mitgeführte Technik zurückgegriffen, die er heute in den Handschuhen versteckt, er lässt sich nicht in die Karten blicken, so ist das halt bei Führungskräften.
Tourleiter in Berndorf
Startpunkt war in Berndorf an der alten Kirche bei frischen Temperaturen war schon ein schneller Schritt erforderlich für die nötige Betriebstemperatur. Das gelang natürlich auch entlang einer alten Bahntrasse, die uns bis Hillesheim begleitet.


Auf den Krimiwegen
Die Bahnstrecke Hillesheim–Gerolstein war eine durchgehend zweigleisige, nicht elektrifizierte Bahnstrecke in Rheinland-Pfalz. Gebaut wurde die 12 km lange Strecke hauptsächlich aus strategischen Gründen, daher wurde die 1912 eröffnete Strecke nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut. Heute mit EU Mitteln für die Radfahrer asphaltiert, gut fürs Rad schlecht für Wanderer.

Stadtmauer Hillesheim

Die alten Stadtmauern von Hillesheim wurden erreicht. Die Stadt kreuz und quer erkundet wie in einem Krimi, den hier in Hillesheim sind einige Wanderwege mit Krimi 1 bis 6 bezeichnet, nach dem Autor Jacques Berndorf benannt. Seine Eifel-Krimis haben eine Gesamtauflage von über 4,5 Millionen Exemplaren erreicht. Sein Roman Eifel Schnee wurde vom ZDF unter dem Titel brennendes Schweigen verfilmt. Schnee war nicht mehr an den Eiskellern und leider auch eine verschlossene Tür.


Eiskeller Hillesheim
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist in die Gesteinsschichten der Buntsandsteinzeit, die hier im Schützental anstehen, ein Hohlraum (Eiskeller) geschlagen worden. Der Eiskeller wurde früher als Kühlkeller und auch als Schutzkeller benutzt. Auf dem Golfplatz am Ebenser Berg wurde schon fleißig das Grün geschnitten. Eine als Schutzhütte ausgewiesene Bebauung war allerdings ein Wochenendhaus.
In der Nähe der K 58

Hier  an der K 58 war aber ein Platz an der Sonne genau richtig für die Mittagspause. Da uns eine Begleitbroschüre für die schaurigen Kriminalgeschichten fehlte, wurde durch Zufall der Gesprächsstoff, was ist Master, was ist Bachelor, diskutiert. Der Begriff über Fachidioten machte die Runde. Durch das Eichenbusch Waldstück wurde in Sichtweite die Burg Kerpen erblickt. Wir erreichten über den Krimiweg 3 unseren Startpunkt. Berndorf. Der nächste Krimi wird am 26.03. zelebriert, Grillnachmittag auf einer Wochenende Enklave in der Nähe von Effelsberg. Nähere Einzelheiten werden in dieser Woche noch mitgeteilt.

Montag, 12. März 2012

Langendorf.


Eine Redensart im Rheinland hat eine folgenschwere Bedeutung.
Du bist noch nicht an Schmitz Backes vorbei.
Damit ist aber nicht der heutige Tourleiter Dieter gemeint. Es bezieht sich auf ein früheres Backhaus der Familie Schmitz in Köln. Zu Schlägen Verurteilte wurden in einem Spalier mit Knüppeln malträtiert bis Sie den Weg zum Backhaus hinter sich hatten, und dann die Stadt sofort verlassen mussten. Die Redensart hatte also die Bedeutung: Das Schlimmste ich noch nicht überstanden. Das merkte die Gruppe dann am Nachmittag.
Tourleiter Dieter

Unser Startpunkt war die spätgotische Wasserburg Langendorf bei Zülpich. Man munkelt es sei die besterhaltene Burg ihrer Art zwischen Eifel und Börde. Stammsitz der Herren von Gertzen, eines mächtigen Geschlechtes. Im Herrenhaus finden sich der Gerichtssaal mit mächtigem Rippengewölbe, Verlies, Kapellen- und Aborterker.
Wasserburg Langendorf

Auf dem Areal der früheren Vorburg stehen Wirtschaftsgebäude. Im Außenbereich der Burg hat der Eigentümer unter dem Motto „Kunst auf dem Feld“ mehrere mächtige Granit-Stelen aufstellen lassen. Diese wurden von Ulrich Rückriem geschaffen, einem der bedeutendsten Bildhauer unserer Zeit. Wofür und weshalb hier die Kunst präsent ist, steht auf einigen Infotafeln.
Eine von vielen Stelen

Über ausgesprochen gute Pflasterwege ging es in Richtung Bürvenich, was in der ersten Januarwoche von uns schon erobert wurde. Über Empenich nach Wollersheim war immer noch Pflastatreto angesagt. Ein Vorteil ist das für sauberes Schuhwerk, ein Nachteil für Leute mit Knieproblemen. Da hilft nur noch Beten, was uns aber in der ältesten Kirche des Ortes (11. Jahrhundert) verwehrt blieb. Die obligatorische Trinkpause konnte schon durch auflockernde Bewölkung genossen werden. Die Sehenswürdigkeiten des Tages lagen noch vor uns, die Muschelkalkkuppen aus dem mittleren Trias, oder auch als Germanischer Trias bekannt.
An der Rentmühle
Vor 215-230 Millionen Jahren entstanden
Eine geologische und eine botanische Besonderheit. Jenseits der B 265 an der Göderesheimer Burg bzw. Mühle in der Nähe der Rentmühle wurden die Blicke frei auf die Landschaft. Durch die beschauliche ausgesprochen saubere Ortschaft Embken wurde dann durch Ausleihe einer Karte, bis dato ungewöhnlich, die Richtung nach Langendorf eingeschlagen.
Anno Dazumal
Hier fehlte eine Machete
Dort wo gestrichelte Wege aufhören kann man mit Überraschungen rechnen. Dichte Dornen umwobene Neuanpflanzungen mussten überwunden werden, nach dem Motto dort oben ist ein Weg. Lehrreich war somit nicht nur der Wandertag in Bezug auf die Informationen, und die Anmerkung, das ist Dieter, sondern die Voreifel und Zülpicher Börde ist landschaftlich etwas Besonderes. Wenn dann auch noch eine Anmerkung des Berichterstatters, müssen wir das Portemonnaie aus dem Rucksack nehmen für die Kaffeerunde, mit einem eindeutigem Nein beantwortet wird, ist nur noch zu sagen Danke schön Peter, schön dass du dabei warst.

v.l. nach r. Präsident, Chroniker, Geologe, Sponsor, Navigator

Mittwoch, 7. März 2012

Köln, Theater am Dom.

In jeder Beziehung. Generationen von Komödien haben sich mit der Frage befasst, wie man den Seitensprung verhindert, vertuscht und verleugnet. Diese Komödie befasst sich mit der Frage, wie man ihn gemeinsam begeht um jeder Beziehung einen neuen Impuls zu geben. Von einem befreundeten Ehepaar beraten, planen sie sich gegenseitig einmal zu betrügen, um ihrer Ehe einen Kick zu geben, der offenbar längst verloren ist. Die ungeübten Fremdgeher müssen nun so manche Prüfung bestehen, um ihrem Ziel näher zu kommen. Als sie feststellen, dass ihre Berater vom Fremdgehen ebenso wenig verstehen, wie sie, nimmt die Katastrophe ihren Lauf.

Bankberater Busse und Standesbeamte Claudia Rieschel, wurden zum Seitensprung animiert, und das an Ihrem 25.ten Hochzeitstag. In 5 Jahren geht es bei uns auf den 50 ten zu.



Einfach mal so auf die schnelle das Stück ansehen geht nicht. Beim Kartenkauf am Mittag erfuhren wir die Besten Plätze bis 6 Mai ausverkauft sind, dann doch schnell zugreifen und zwei Retourkarten für den Abend erwerben. Einfach toll.
Was die Presse schrieb können wir nur bestätigen, voll begeistert.

...herrlich überdreht, brillant geschrieben und inszeniert, rund rum gelungen... großartig spielendes Ensemble, Gags und Pointen ohne Ende. donnernder Applaus, 
Schnell hin, es ist super



Zuschauer äußerten sich geradezu euphorisch, Busse in komödiantischer Höchstform, Lachkrämpfe, erotisches Gag-Feuerwerk, lässt dem Publikum kaum Zeit, zwischen den Pointen Atem zu holen, ein sehr vergnüglicher Abend.

Dienstag, 6. März 2012

Köln, Museum für Ostasiatische Kunst.


Unter dem Titel Goldene Impressionen wurde eine Sammlung japanischer Malerei im ostasiatischen Museum in Köln besucht. Bilder von Göttern, Geistern und Menschen; Bilder von buddhistischen Heiligen und Unsterblichen, Landschaftsmalerei im chinesischen Stil; Malerei im höfischen japanischen Stil; Malerei auf Schiebetüren und Stellschirmen; Darstellungen schöner Frauen der fließenden Welt; Natur und Mensch in der Malerei des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts. Viele Bilder wurden eigens für diese Ausstellung restauriert, nachdem diese ihr Schattendasein in verschiedenen Depots beenden konnten. Dies erklärt wohl auch die spärliche Beleuchtung in der Ausstellung. Schwerlich sind Details auf den großen Stellschirmen und Seidenbahnen zu erkennen.



Unschwer erkennbar sind dagegen die Kranhäuser am Zollhafen. Der Berichterstatter flaniert in Begleitung zweier Damen entlang der Kaimauer am Rhein. Beeindruckend die gelungene Bebauung direkt am Rhein.

Im Bona‘me ist die Bewirtung im  gehobener orientalisch-türkische Küche in einem ansprechenden Ambiente. Jeder Gast erhält am Eingang eine Chipkarte. Auf ihr werden die bestellten Speisen und Getränke eingelesen und verbucht.
Aus besten Zutaten und mit viel gesundem Gemüse werden ausgefallenen Gerichte vor den Augen in der offenen Küche zubereitet. Ein elektronischer Piepser für jeden Gast signalisiert dezent wenn das Menü fertig ist. Der Spätnachmittag signalisiert uns den Heimweg anzutreten.

Montag, 5. März 2012

Dollendorf.


Man o man, hatte der heutige Tourleiter es eilig. Das blaue Zeitfenster in den Wolken bei Weilerswist signalisierte das es doch noch ein guter Wandertag werden sollte. Ein langsam fahrender Versicherungsbekannter, mit markanter Nummer A-XA wurde überholt und an den mobilen Dienstleistern in ihren gelben Vans an der L 115 vorbei wurde Dollendorf erreicht.
Frühling oder doch erst Vorfrühling??? Die Jahreszeit mit Vegetationsbeginn nach der Winterruhe. Meteorologisch vom 1. März bis 31.Mai, mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen auch die Zeit von der Apfelblüte bis zur Holunderblüte. Unser heutiger Tourleiter Norbert bevorzugt da die Haselnussblüte und geht dann mit getrübten Blicken durch die Natur.
Haselnuss Spezi

Start und Ziel
An der K96 in Dollendorf geht’s los, und einige Grade über Null, Graupelschauer und kreischende Kraniche begleiten uns durch die Bachtäler in Richtung Leudersdorf.

Ab und zu wurde die Bewölkung mit Sonnenstrahlen erhellt. Zielstrebig immer vorweg mit Kommentaren zu den beiden Mitwandern wurden Bachläufe übersprungen, Sumpfgebiete durchquert, und einfach mal so querfeldein gewandert. Eine abwechselnde Wegführung nix für Jedermann. An einer Schutzhütte oberhalb von Leudersdorf war dann nach 2 Stunden Frischluft eine Trinkpause fällig.
Brücke oder durch die Furt
Der Eifelsteig blieb unser Begleiter, und oberhalb von Mirbach war leider die Schutzhütte fest verschlossen. Hilfe zur Selbsthilfe, Außenbänke in den Windschatten schieben und sich die nötige Stärkung für den Rückweg anfuttern. nach einem Spruch von Clara Viebig, 
Lichtblicke

Übers kahle Plateau mit seinen hungrigen Ginsterbüschen und dem verbrannten Heidekraut streicht frei der herbe Eifelwind, gesehen auf einer Infotafel am Jüchenberg, wurde in Sichtweite Dollendorf erreicht. Gute 18,5 Kilometer in 4,5 Stunden, wenn das kein Grund ist sich einen warmen Kaffee zu gönnen. Die Tourleitung entpuppte sich als Sponsor, da blieb nur noch zu wünschen, schöne sonnige Urlaubstage auf den Kanaren, und gute Erholung.