Montag, 30. September 2019

Urft.


Der September verabschiedet sich stürmisch.

Zur Begrüßung am Startplatz schönes Wetter

Wanderleitung. Herbert.
Wanderkarte. Karte Nummer 5 Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim.
Wetter. 13,5 Grad C, bedeckt, trocken, Sonne
Wegprofil. Waldwege, Wirtschaftswege, querfeldein, Wiesen.

Starpunkt Bahnhof Urft 

Et is Hervs oder Hervszick. De Blädder an de Bäum sin noch jrön. Un et doort noch bis se jäl wääde.
Charakteristisch ist für das Urfttal der ihm den Namen gebende Bach Urft. Voll mit Zeugnissen der Vergangenheit. Geschichtlich gesehen eine Fundgrube für Römerfreunde. Auf vielen Hinweisen ist das vermerkt. Wir starten am Pendlerparkplatz der Bahn im kleinen Ort Urft der an der Bahnlinie zwischen Kall und Nettersheim liegt. 

alte und neue Symbole

Die von den Römern erbaute und ab ca. 80 nach Christus betriebene Eifelwasserleitung verläuft am Ortsrand mit einem Aufschluss mit Durchlass.
Tälerroute Urft bietet vielfältige Wandermöglichkeiten zum Beispiel den Eifelsteig oder den Römerkanal-Wanderweg. Heute nennt es sich Zur Zeit der Römer, teilweise Agrippa Straße oder Wasser für Köln. Der Römerkanal, Bauanfang im 2. Jahrhundert. beginnt mit seinem am weitesten von Köln abgelegenen Strang im linken Talgrund des Urftbaches zwischen Urft und Nettersheim. Den Kölnern reichte zur damaligen Zeit das Wasser aus dem Vorgebirge nicht mehr aus, zumal sie Geschmack an der Qualität des Eifeler Wassers gefunden hatten. Im Jahre 1988 wurde entlang der römischen Wasserleitung mit Unterstützung des Eifelvereins der »Römerkanal-Wanderweg« angelegt.

Acherlochhöhle nie von Menschen bewohnt


Steinbruch Donner Maar links der L 206 von Kall nach Nettersheim

Die Acherlochhöhle wurde nach einigen Metern tangiert. Merkmal mitten im Wanderweg ein Quader der Gesteinsmassen, zuletzt 2016 fotografiert.
Nach weiteren 750 Metern hinter einem Bahnübergang geht es leicht bergan zur L 206 in das Waldgebiet am Donner Maar. Durch unserer Querfeldein Route war da ein Steinbruch den auch unser Geologe noch nicht gesehen hatte. Da war es klar mach schnell ein Bild.

Die Waldränder sind schon farblich geprägt

Im weiteren Verlauf war eine Schutzhütte am Weg Nummer 8 angepeilt unweit vor Weyer, da waren die Treppen Fundamente noch nicht fertig. Trotz Schutz vor den Windböen war es zusehend kälter geworden. 
Am Urfeyer Bach kurz vor dem letzten Anstieg

Zurück ins Tal des Urfeyer Baches wo beim leichten Anstieg noch mal eine Verschnaufpause eingelegt wurde. In der Nähe des Bauernhofes Brandenbusch wird die L 206 noch mal überquert und auf der Höhe 500 Meter werden wir durch eine Wildkamera beobachtet.

Bei der Bildauswertung wäre ich gerne dabei

Die große Freifläche im Blick talabwärts erreichte der Forstweg die L22 und deshalb den Parkplatz. Entsprechend der herbstlichen Stimmung gab es Pflaumenkuchen bei Milz durch einen überraschenden Sponsor. Peter, schön dass du wieder dabei bist.

Mittwoch, 25. September 2019

Brühl.


Heimrecht, ein Name für eine gute Spielrunde Doppelkopf.


Montag, 23. September 2019

Embken.


Herbstanfang und Wünsche berücksichtigen.

Tour rechts der L 33 von Nideggen aus gesehen

Wanderleitung. Gerd.
Wanderkarte. Karte Nummer 4 Zülpicher Börde.
Wetter. 20,5 Grad C, bedeckt, sonnig.
Wegprofil. Waldwege Wirtschaftswege und ca. 3 Kilometer Asphalt.
Wenn die Nordeifel als Wandergebiet ausgesucht wurde hieß es auf der Heimreise, die rechte Seite der Dover Heide kennen wir noch nicht, Kinderwunsch und Rentnerwunsch ist schnell zu erfüllt. Die Wetterbedingungen haben sich gegen 9 Uhr verbessert und der Dauerregen der Nacht ist vorbei.
Embken von der Antonius Kapelle aus zu sehen

In dem kleinen Ort Embken starten wir die Tour. Bezüglich der Deutung des Ortsnamen Embken gibt es eine ganze Reihe von Versionen. Der durch den Ort fließende Neffelbach ist für das Dorf von großer Bedeutung, und so darf wohl angenommen werden, dass er dem Ort seinen Namen gab. Im deutschen Sprachraum findet sich für Wasser häufig der Begriff „Ambra“. Schließlich  wurde aus „Ambe-aha“ über Embeke(n) dann Embken. Die Römer hatten hier schon Wein angebaut. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Embken wegen seines hohen Anteils jüdischer Bevölkerung im heimischen Dialekt als „Jüddedörp“ bezeichnet. Der Ort liegt auf rund 180 m bis 229 m über NHN.

Durch die Felder der Zülpicher Börde hier oberhalb von Ginnick

Durch die Felder der Zülpicher Börde entlang des Neffelbach und Querung der L 33 erreichen wir den südlichsten Teil der Drover Heide.
Die Nachbarorte kennen wir, oder sehen sie heute Wollersheim, Muldenau, Ginnick, Thum.

Die Brücke der L33 über dem Wanderweg Nummer 47

Am Sportplatz bei Blau Weiß Thum wird im strahlenden Sonnenschein die Mittagspause eingelegt. Die L 33 wird unter einer großen Brücke auf dem Wanderweg Nummer 47 unterquert. Der weitere Verlauf geht nahe an Nideggen vorbei und auf den Höhenzügen ist eine gute Fernsicht möglich. Die Rheinischen Kraftwerke, die Sophienhöhe, die Silhouette von Köln und das Siebengebirge.

Glockenturm Antonius Kapelle


Auszug der Beschreibung des Schutzpatron

Bergab über die Kalkmagerwiesen erreichen wir das Antonius Häuschen, eine Feldkapelle mit einem Glockenturm im Außenbereich. Das überraschend gute Wetter wurde bei Kaffee und Kuchen bei Hallmanns gefeiert.

Sonntag, 22. September 2019

Holzmülheim.


Erft Quelle.

Die Erft Quelle bei Holzmülheim

Wanderleitung. Vadder.
Wanderkarte. Karte Nummer 7 Bad Münstereifel
Wetter. 25,7 Grad C, bedeckt, sonnig.
Wegprofil. Waldwege Wirtschaftswege und ca. 3 Kilometer Asphalt.

Streckenverlauf mit allen relevanten Daten

In dem kleinen Ort Holzmülheim, direkt unterhalb des Himbergs, entspringt die Erft. Sie fließt von hier aus Richtung Bad Münstereifel, bis sie nach etwa 100 km bei Neuss in den Rhein mündet. Die Quellfassung wurde in Eigenregie von der Dorfgemeinschaft mit Natursteinen eingerahmt. Hier findet sich auch eine kleine Statue des Johannes Nepomuk, der als Brückenheiliger verehrt wird und vor Wassergefahren schützen soll.
Wiesengrund in Richtung Schönau entlang der Erft

Die Erft durchquert einen Teil der Rheinischen Bucht, die wasserburgenreichste Region Deutschlands und führt entlang steinerner Zeugen der Römerzeit, wehrhafter Stadtbefestigungen, mächtiger Burgen aus der Ritterzeit und prunkvoller Schlösser aus den Glanzzeiten des rheinischen Adels bis hin zu eindrucksvollen Zeugnissen der modernen Kunst und Technik.

Grafittifreies Bild zum Willkommen Schönau

Durch das Tal der Erft geht es bis Schönau. Die Radroute entlang der Kreisstraße K 80, lassen wir links liegen und gehen durch das Tal am letzten Bauernhof vorbei in Richtung Schönau, ein gut begehbarer Wiesengrund.

Auf Wildpfaden bergab zur Industrieruine

Der Eifelvereinsweg mit dem alten Symbol ist ab und an zu sehen und so erreichen wir die Markuskapelle oberhalb des Ortes. Dem Wanderweg Nummer 3 folgend geht es Querfeldein aufwärts zur Ansiedlung Vollmert. Steilabwärts peilen wir ein Markantes Symbol in der Karte an, die ehemalige Fabrik Ruhr.

ehemalige Fabrik Ruhr

Das ehemalige Imprägnierungswerk Günter Ruhr im Wald war bis 1997 in Betrieb. Letzte Zeugen eines ehemals florierenden Betriebes sind die alten Tanks der Kesseldruckimprägnierung. RTL machte die Fabrik 2009 bundesweit bekannt, als an diesem Ort Teile des Films „Der Vulkan“ gedreht wurden.
Als der letzte Betreiber 2011 verstarb, schlugen die Nachfahren die Erbschaft aus. Heute ist die Industrieruine herrenlos und verwildert, heißt, es gibt keinen Besitzer.
Vorwürfe, das Areal und die Ruine wären mit Giftstoffen verseucht, konnten durch entsprechende Symbole auf Dosen, Kanistern, Verpackungen und Restbeständen teilweise bekräftigt werden. Was aber mit der Industrieruine zukünftig geschehen soll, steht in den Sternen.

Ausgangspunkt Holzmülheim

Über einen Rundwanderweg geht es zurück zum Ausgangsort. Die Quelle sprudelt noch und wir löschen den Durst mit frischem Quellwasser.

Sonntag, 15. September 2019

Freilingen.


Badesaison zu Ende???

Der Freilinger See in den frühen Morgenstunden, Nachmittags beim Kaffee waren Mutige schwimmen

Wanderleitung. Vadder.
Wanderkarte. Karte Nummer 12 Blankenheim Oberes Ahrtal.
Wetter. 22,7 Grad C, Sonne
Wegprofil. Waldwege, benannt mit der Kennung, Freilinger See, Ahrsteig, Wo die Ahr entspringt. Die alten Kartennummern sind bei viel Glück an Buchen zu erkennen, Nummer 19,18,17 in den aktuellen Karten des Eifelvereins noch vorhanden. Leichte Steigungen urige Ahrsteigpfade, keine Asphaltstrecke wenn auch als Radweg ausgezeichnet.

Alle Daten auf einen Blick

Freilingen liegt etwa 3 km oberhalb der Ahr in der sogenannten Dollendorfer Kalkmulde. Nach Norden schließt an den Ort ein Freizeit- und Erholungsgebiet mit großem Waldgebiet an. In Nahbereich sind die Reste vom Nato Doppelbeschluss von 76 in der Nähe von Reetz zu sehen. Wachtürme und verfallene Anlagen hinter hohen Zäunen.

Der Rest des Nato Doppelbeschluss A Waffen für die Belgier

Den Schwerpunkt des Sees bildet die Stauanlage Weilerbach. Seit 1976 existent und wird mit frischem Quellwasser gespeist. Durchschnittliche Temperatur im Sommer 20,0 Grad C. Er wurde zur Regenrückhaltung und Fremdenverkehrsnutzung erbaut. Seine Wasseroberfläche umfasst ca. 11h und sein Einzugsgebiet rund 5 km². Der Staudamm ist 25 m hoch und ca. 500 m lang. Die größten Tiefen des Sees schwanken zwischen 10 und 17 Meter.

Am Zuweg des Ahrsteigs


Hier ist mit EU Geldern geklotzt worden
Pause unterhalb des Heidehofes zum Endpunkt noch 2,5 Kilometer

Wie schon beschrieben sind die Wegkennungen alle neu und teilweise 4 Fach untereinander vorhanden. Abwägen muss man die Folgerichtung Freilinger See, die beinhaltet einen Rundgang oder eine größere Entfernung. 2/3 des Weges sind dann durch den Ahrsteig von Blankenheim nach Oberahreck gekennzeichnet. Wie bei den Premium Wegen üblich sind besondere Aussichtpunkte mit Sonnenliegen bestückt.

Punktlandung wenn man um die Ecke das Auto sieht

Punktlandungen am Kofferraum des Autos sind bei guter Planung möglich. Für die Tour wurde der Weg rechts des Sees gewählt und das war auch gut so. Die begleitende Dame hat die Strecke mit Bravour gemeistert.

Montag, 9. September 2019

Kall.


Geschichten von Römern und Erzabbau.

Das Urfttal zwischen Kall und Gemünd

Wanderleitung. Dieter.
Wanderkarte. Karte Nummer 50 Nationalpark Eifel
Wetter. 12,9 Grad C, bedeckt, Sonne
Wegprofil. Waldwege, befestigte Wanderwege.

Wanderoute am Wackerberg

Ein Bild der Route diesmal fehlerfrei, dank Internet. Die relevanten Daten sind mit aufgelistet. Ferner hatte die neue Wanderkarte die Wanderleitung dazu animiert sich im Tal von Kall nach Gemünd auf halber Höhe des Wackerberges entlang zu hangeln. In der App und der Karte dünne schwarze Linien, ohne Wegzeichen für die ersten 6 Kilometer, sprich unbekannte Wege. Unser Startpunkt ist an der L 204 direkt am römischen Steinbruch. Buntsandstein. 500 Meter über den Wanderweg 2 und wir sind nun der Karte ausgeliefert.

Bully im Wald oberhalb von Anstois

Ein alter Bully oberhalb von Anstois war wohl mal der Beginn einer Bauparzelle mitten im Waldgebiet. Der Mischwald ist angenehm zu gehen und immer mal wieder bergan und ab. So gelangten wir auf den E 8 der von Gemünd kommend rechts auf der Höhe 500 Meter Marke den Wackerberg erreicht. 

Im Vorraum der Wackerberghütte

Nach weiteren 2 Kilometern wird die Schutzhütte Wackerberg zur Mittagspause genutzt. Kurz überlegen wann wir das letzte Mal in der Hütte waren, im November 2018 mit 4 Personen. Heute zu dritt bei gleichen Temperaturen. Im Schatten verweilen und heiße Themen diskutieren.
Über den Hauptwanderweg erreicht man die Pingen Pfade der Gemeinde Golbach. Auf den Infotafeln kamen interessante Details der Erzförderung zu Tage, und die Geologie des Gebietes wurde durch die Wanderleitung im Detail erklärt, schließlich war dieser an der Katalogisierung maßgebend beteiligt.

Infos zum Erzabbau in der Eifel

Erste sichere Zeugnisse der Erzverarbeitung stammen aus der Römer-Zeit. Die Römer waren bereits in der Lage, das Eisen fast schon im industriellen Stil zu verarbeiten. Der Aufschwung im Mittelalter brachte der Eifel ab dem 17. Jahrhundert eine blühende Industrie von europäischer Bedeutung, und der Wissenschaft die Wiege der europäischen Montanindustrie. Die leicht abbaubaren Erze wurden meist in Tagebauen oder in einfachen Schächten gewonnen. Der große Holzreichtum brachte zunächst optimale Standortbedingungen mit sich. 

Vogelsang, Gemünd, Golbach ???

Zu einem Problem für fast alle Eifeler Hütten gestaltete sich im 18.Jahrhundert die Beschaffung der notwendigen Holzkohle als schwierig und die Hüttenmeister waren gezwungen über große Entfernungen hinweg die erforderlichen Kohlen heranzuschaffen.
Pinge an Pinge lässt sich erahnen mit den dazugehörigen Halden entlang des Pingenpfad und da es nun nur bergab geht zum Startpunkt wird in der Nähe des folgenden Bildes ein Café aufgesucht. Insidern nicht unbekannt, zur Rätsels Lösung ein Hinweis, hervorragende Eissplittertorte.

Samstag, 7. September 2019

Heimbach.


Mit einem fast 50 Jährigem auf Tour.

Anstieg nach Mariawald

Immer auf dem Weg Nummer 49 entlang des Staubecken in Heimbach. Es geht los an der Rur in Heimbach im Schatten der Burg. Eine Schauer mit leichtem Nieselregen abwettern und dann rechts des Staubecken Heimbach über schmale Stege mit ausgebauten Holzstegen bis zum Kraftwerk Heimbach. An der Staumauer ist der Weg für die Radfahrer asphaltiert und fast am Ende geht es dann steil an über schale Pfade hoch zum Mittagsziel, das Kloster Mariawald. Unterwegs besteht die Möglichkeit sich an den reifen Brombeeren eine Verschnaufpause zu gönnen. Der Gast genießt die legendäre Erbsensuppe des Klosters. Die letzten Mönche haben das Kloster verlassen, da einige Pflegebedürftig wurden. Ein Besuch des Klosterladen und schon geht es steil ab am Kreuzweg vorbei zum Startpunkt. Bevor der kräftige Regenguss auf der Rückfahrt uns fast die ganze Tour vermasselt hätte. Den Regenguss gab es auch während des Besuches im Apple Store in Weiden. Informieren und die nächsten Termine stehen ja schon fest. Schön dass du da warst und wir freuen uns auf ein Wiedersehen, was dann vollgespickt ist mit PC Arbeiten. Hier noch eine Bilder Chronologie der Wanderung.
Burg Hengebach in Heimbach

Kraftwerk Heimbach

Was zum Naschen links und rechts während des Anstieg


Kloster Mariawald

Montag, 2. September 2019

Wollersheim.


Entlang des Neffelbaches, Mühlenweg.

Wanderleitung. Gerd
Wanderkilometer. 16,94 km
Wanderzeit. 04:30 h
Höhenmeter. 232 hm
Wanderkarte. Karte Nummer 50 Nationalparkkarte.
Wetter. 20,6 Grad C, Sonne bedeckt.
Wegprofil. Waldwege Feldwege befestigt.

Das Quellgebiet des Neffelbaches ist verzweigt. Zum Hauptbachlauf in der Nähe des Badewaldes gibt es mehrere Zuläufe, einige führen seit Jahren allerdings kaum noch Wasser. Das ist im oberen Tal der Fall und gesäumt mit prächtigen Obstwiesen.

Wir hatten den Startpunkt der Wanderung an der Kirche von Wollersheim ausgesucht. Hier gibt es allerdings 2 Kirchen eine sehr alt und die andere ein Prachtbau für diesen Eifelort. Infolge dessen geht es erst mal im Richtung Embken. Ein kleiner Schlenker betrachtet auf die zwei Kirchen, so ist es halt.

Die Nicksmühle erweckt unsere Neugier trotz verbotenen Zugangs. Sie steht am Neffelbach bei Embken im Kreis Düren. Die Mühle hat ein oberschlächtiges Wasserrad und einen Mahlgang. Sie hat mit 8 m Durchmesser das größte Wasserrad am Neffelbach. Die Mühle und das Wasserrad sind funktionsfähig. Das Haus wird als Wohnhaus genutzt, der Rest ist Renovierung bedürftig. 
Weiter quellaufwärts steht unter anderem die Rentmühle, in der ein Reifenbetrieb untergebracht ist. Seit 1458 im Besitz der Familie Reuter; sie existiert mindestens seit 1100. Bis 1935 besaß sie ein Wasserrad, das einen Durchmesser von 9,34 Metern hatte, und somit die Nicksmühle um 1,34 Meter übertraf. Dann wurde die Getreidemühle umgebaut, seit 1935 wird sie mit einer Turbine betrieben. Gutachten besagen, das es eventuell schon ab der Römerzeit Mühlen am Neffelbach gegeben hat.



Weiter bachaufwärts folgt die Gödersheimer Ölmühle, die ebenso rein privat genutzt wird wie die Gödersheimer Getreidemühle im selben Mühlenkomplex. Die sanft geschwungenen Hügel und Täler der Muschelkalkkuppen, die Kalkmagerrasen sind schon von weitem an der graubraunen Färbung zu erkennen. Auf ihnen wachsen unter Naturschutz stehende Pflanzen wie diverse Veilchen-Arten, Küchenschellen und Orchideen.

Gibt es eine Rettung für Burg Gödersheim? Derzeit sieht es so aus, als könnte für die alte Ruine der Dornröschenschlaf vorbei sein und ein Märchen wahr werden. Ein langjähriger Nachbar der Burgruine, erwarb das alte Gemäuer im vergangenen Jahr samt Nebengebäude. Sein Plan: Die historischen Gebäude, also die Burg und das Torhaus, erhalten und zu neuem Leben erwecken. Mal durch das offene Tor reinschauen, wir wurden unter Polizeiandrohung des Zugangs verwiesen.
Die umliegenden Gebäude sind verfallen und gehörten mal zur Psychiatrischen Forensik Klinik Embken, Norbert entdeckt gemalte Kinderhände an den vergitterten Fenstern und lässt erahnen wie die Unterbringung in dieser einsamen Öde war.
Urkundlich erwähnt wurde die Gödersheimer Burg erstmalig im Jahr 1343, die Gödersheimer Mühle stammt aus dem Jahr 1392. Gebaut wurde die spätgotische Wasserburg ebenso wie die Mühle aus Dolomit, die Eckpfosten der Gebäude wurden aus Nideggener Buntsandstein gemauert.
Bis 1865 lebte Familie Meiss aus Wollersheim in dem Anwesen, nach ihrem Auszug verfiel die Anlage mehr und mehr.

Wir queren die K 48 und entlang des Neffelbaches geht es bis in Höhe des Baaderwaldes. Eine Richtungsänderung mit phantastischen Ausblicken bringt uns über den Radweg, Tälerroute nach Vlatten. 2 Bänke für 2 Wanderer was will man noch mehr, Sonnenschein und die paar Kilometer zum Startpunkt werden über die Feldwege absolviert, denn hier ist der Radweg asphaltiert. Damit wir für den Abendtermin eine gute Portion Durst mitbringen verzichten wir auf einen Café Besuch.