Montag, 9. September 2019

Kall.


Geschichten von Römern und Erzabbau.

Das Urfttal zwischen Kall und Gemünd

Wanderleitung. Dieter.
Wanderkarte. Karte Nummer 50 Nationalpark Eifel
Wetter. 12,9 Grad C, bedeckt, Sonne
Wegprofil. Waldwege, befestigte Wanderwege.

Wanderoute am Wackerberg

Ein Bild der Route diesmal fehlerfrei, dank Internet. Die relevanten Daten sind mit aufgelistet. Ferner hatte die neue Wanderkarte die Wanderleitung dazu animiert sich im Tal von Kall nach Gemünd auf halber Höhe des Wackerberges entlang zu hangeln. In der App und der Karte dünne schwarze Linien, ohne Wegzeichen für die ersten 6 Kilometer, sprich unbekannte Wege. Unser Startpunkt ist an der L 204 direkt am römischen Steinbruch. Buntsandstein. 500 Meter über den Wanderweg 2 und wir sind nun der Karte ausgeliefert.

Bully im Wald oberhalb von Anstois

Ein alter Bully oberhalb von Anstois war wohl mal der Beginn einer Bauparzelle mitten im Waldgebiet. Der Mischwald ist angenehm zu gehen und immer mal wieder bergan und ab. So gelangten wir auf den E 8 der von Gemünd kommend rechts auf der Höhe 500 Meter Marke den Wackerberg erreicht. 

Im Vorraum der Wackerberghütte

Nach weiteren 2 Kilometern wird die Schutzhütte Wackerberg zur Mittagspause genutzt. Kurz überlegen wann wir das letzte Mal in der Hütte waren, im November 2018 mit 4 Personen. Heute zu dritt bei gleichen Temperaturen. Im Schatten verweilen und heiße Themen diskutieren.
Über den Hauptwanderweg erreicht man die Pingen Pfade der Gemeinde Golbach. Auf den Infotafeln kamen interessante Details der Erzförderung zu Tage, und die Geologie des Gebietes wurde durch die Wanderleitung im Detail erklärt, schließlich war dieser an der Katalogisierung maßgebend beteiligt.

Infos zum Erzabbau in der Eifel

Erste sichere Zeugnisse der Erzverarbeitung stammen aus der Römer-Zeit. Die Römer waren bereits in der Lage, das Eisen fast schon im industriellen Stil zu verarbeiten. Der Aufschwung im Mittelalter brachte der Eifel ab dem 17. Jahrhundert eine blühende Industrie von europäischer Bedeutung, und der Wissenschaft die Wiege der europäischen Montanindustrie. Die leicht abbaubaren Erze wurden meist in Tagebauen oder in einfachen Schächten gewonnen. Der große Holzreichtum brachte zunächst optimale Standortbedingungen mit sich. 

Vogelsang, Gemünd, Golbach ???

Zu einem Problem für fast alle Eifeler Hütten gestaltete sich im 18.Jahrhundert die Beschaffung der notwendigen Holzkohle als schwierig und die Hüttenmeister waren gezwungen über große Entfernungen hinweg die erforderlichen Kohlen heranzuschaffen.
Pinge an Pinge lässt sich erahnen mit den dazugehörigen Halden entlang des Pingenpfad und da es nun nur bergab geht zum Startpunkt wird in der Nähe des folgenden Bildes ein Café aufgesucht. Insidern nicht unbekannt, zur Rätsels Lösung ein Hinweis, hervorragende Eissplittertorte.

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