Sonntag, 22. September 2019

Holzmülheim.


Erft Quelle.

Die Erft Quelle bei Holzmülheim

Wanderleitung. Vadder.
Wanderkarte. Karte Nummer 7 Bad Münstereifel
Wetter. 25,7 Grad C, bedeckt, sonnig.
Wegprofil. Waldwege Wirtschaftswege und ca. 3 Kilometer Asphalt.

Streckenverlauf mit allen relevanten Daten

In dem kleinen Ort Holzmülheim, direkt unterhalb des Himbergs, entspringt die Erft. Sie fließt von hier aus Richtung Bad Münstereifel, bis sie nach etwa 100 km bei Neuss in den Rhein mündet. Die Quellfassung wurde in Eigenregie von der Dorfgemeinschaft mit Natursteinen eingerahmt. Hier findet sich auch eine kleine Statue des Johannes Nepomuk, der als Brückenheiliger verehrt wird und vor Wassergefahren schützen soll.
Wiesengrund in Richtung Schönau entlang der Erft

Die Erft durchquert einen Teil der Rheinischen Bucht, die wasserburgenreichste Region Deutschlands und führt entlang steinerner Zeugen der Römerzeit, wehrhafter Stadtbefestigungen, mächtiger Burgen aus der Ritterzeit und prunkvoller Schlösser aus den Glanzzeiten des rheinischen Adels bis hin zu eindrucksvollen Zeugnissen der modernen Kunst und Technik.

Grafittifreies Bild zum Willkommen Schönau

Durch das Tal der Erft geht es bis Schönau. Die Radroute entlang der Kreisstraße K 80, lassen wir links liegen und gehen durch das Tal am letzten Bauernhof vorbei in Richtung Schönau, ein gut begehbarer Wiesengrund.

Auf Wildpfaden bergab zur Industrieruine

Der Eifelvereinsweg mit dem alten Symbol ist ab und an zu sehen und so erreichen wir die Markuskapelle oberhalb des Ortes. Dem Wanderweg Nummer 3 folgend geht es Querfeldein aufwärts zur Ansiedlung Vollmert. Steilabwärts peilen wir ein Markantes Symbol in der Karte an, die ehemalige Fabrik Ruhr.

ehemalige Fabrik Ruhr

Das ehemalige Imprägnierungswerk Günter Ruhr im Wald war bis 1997 in Betrieb. Letzte Zeugen eines ehemals florierenden Betriebes sind die alten Tanks der Kesseldruckimprägnierung. RTL machte die Fabrik 2009 bundesweit bekannt, als an diesem Ort Teile des Films „Der Vulkan“ gedreht wurden.
Als der letzte Betreiber 2011 verstarb, schlugen die Nachfahren die Erbschaft aus. Heute ist die Industrieruine herrenlos und verwildert, heißt, es gibt keinen Besitzer.
Vorwürfe, das Areal und die Ruine wären mit Giftstoffen verseucht, konnten durch entsprechende Symbole auf Dosen, Kanistern, Verpackungen und Restbeständen teilweise bekräftigt werden. Was aber mit der Industrieruine zukünftig geschehen soll, steht in den Sternen.

Ausgangspunkt Holzmülheim

Über einen Rundwanderweg geht es zurück zum Ausgangsort. Die Quelle sprudelt noch und wir löschen den Durst mit frischem Quellwasser.

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