Montag, 28. Februar 2011

Löhndorf, 1 Tag vor dem kalendarischen Frühling.

Der heutige Wanderführer, Fotograf und Dokumentartor, bzw. Blogger, Gerd hatte die Aufgabe 1 Tag vor den kalendarischen Frühling eine Wanderung zu organisieren. Pünktlich zur Mittagspause oberhalb von Schalkenbach ließen sich die ersten Frühlingsboten blicken. Wenn das kein Pluspunkt wert ist, wenn dann?
Frühlingsboten
Doch bis dahin war erst mal der Beginn der Streckenführung von morgens zu korrigieren. Sportplatz Löhndorf bot sich an als Parkplatz und Schuhwechselstation. Der Wegweiser Nr. 9 verleitete den Tourleiter dazu direkt spontan los zu tigern, bis das man dann merkt das ist die falsche Richtung nach einigen Kilometern ist es gut das ein Navigator mit von der Partie ist. Einmal die Unterquerung der A 61 gefunden ist man dann auch schon am Schloss Vehn vorbei, und böse Zungen behaupteten das dieses Gebäude  schon in unserer Bildersammlung existiert. Also doch schon hier gewesen, das sollte sich bald ändern.

Schloss Vehn
Gut und Schloss Vehn liegen in umfangreichen Ländereien versteckt in einem größeren zusammenhängenden Waldgebiet bei Löhndorf. Im Jahr 1019 wurde Vehn erstmalig urkundlich erwähnt. Als Rittersitz, Kloster und Fronverband wurde das Schloss in den folgenden Jahrhunderten mehrfach und unter wechselnden Besitzern um- und neugebaut. Die ältesten erhaltenen Gebäude stammen aus dem Jahr 1573. Das Gut hatte bereits früh eine eigene Kirche. Deshalb ist es kirchengeschichtlich eng mit dem Dorf Löhndorf verbunden, das im Jahr 1227 erstmalig urkundlich erwähnt wurde, aber bis zum Jahr 1833 nicht über ein eigenes Gotteshaus verfügte. Das Anwesen ist in gutem Zustand, es wird bewohnt, bewirtschaftet und dient seinen Eigentümern als Sommersitz. Zu besichtigen ist das Schloss nicht. Die Firma Bahlsen ist der derzeitige Besitzer. Die intensive Durchforstung der Ländereien endet dann auch wohl für den Wanderweg Nr. 9, der ist plötzlich nicht mehr da, und die Freude der Mitwanderer groß.

Kaffeepause oberhalb von Königsfeld
An einer Lichtung gelingt wieder die Orientierung und eine Kaffeepause oberhalb von Schalkenbach konnte ins Wanderkonzept aufgenommen werden. Kritische Kartenblicke und keine Markierung derselben lassen dem Wanderführer halt die entsprechenden Freiheiten.
Wieso ist keine Markierung auf der Karte

Die Pfeilrichtung der Eifelvereinsmarkierung richtig interpretieren und schon ist man auf dem Hauptwanderweg von Nord nach Süd dem Jakobsweg.Nach kurzem steilem Anstieg ergab sich ein herrlicher Blick auf Schalkenbach und eine der Jahreszeit entsprechende Pause diesmal mit Feinschmecker Flönz von Norbert erheiterte die Gemüter.

oberhalb Schalkenbach
 Die Gewürzmischung wurde kritisch abgeschmeckt. Die Überlegung dass ein Wanderer demnächst für die kulinarischen Feinheiten zu sorgen hätte, sprich Salz, Pfeffer, Senf etc. ist noch nicht ausgegoren. So gestärkt wurde im Königsfelder Wald der Ahr Venn Weg gequert, bzw. in Richtung Sinzig eingeschlagen und auch hier waren noch die breiten Reifenspuren der Forstarbeiter zu bewältigen.

Auf dem Ahr Venn Weg
Knieschonend matschige Wege und dementsprechender das Aussehen der Wanderkleidung wurde Löhndorf erreicht. Apfelkuchen in allen Sorten bei Schmitz Hübsch, heimatnah, beendete den Wandertag. Kein Regen, müde Knochen, der Präsident erst wieder dabei in 6 Wochen, genehmigter Jahresurlaub, da wünschen wir eine gute Reise und gesunde Rückkehr.

Montag, 21. Februar 2011

Nettersheim, mit vielen Highlights.

Hornissen im Vogelnest
Gut erholt hatte Herbert eine Tour Leitung rund um Nettersheim ausgesucht. Kalt, bedeckt war der ganze Tag, der sogenannte Windchill verlangte einen guten Ohrschutz. In den Wetternachrichten vom WDR wird das Tal auch immer mit Minustemperaturen genannt. Das erste Highlight des Tages war im Kofferraum, ein Hornissennest aus einer Gartenanlage in Weiden, eingenistet  in einem Vogelhaus.

Viele Wege führen nach Rom. Und so wurden die römischen Tempelanlagen, die Görres Burg, am Ortsrand schnell erreicht und die Infotafel abgelichtet. Auf der Anhöhe pfiff der Wind und selten sah man in diesem Winter alle mit Mütze. Schnell die Information fotografieren, und die Ü 60 er Generation machte sich auf ins Tal.
Opfergaben am Tempel
Infotafel Görres Burg

Die Tempelanlage weist auf eine Zeit vom 2. bis 3. Jahrhundert hin. Der Matronen Kult stand für Furchtbarkeit, Schutz für Haus und Hof, sowie Familie. Das Wort Matrone, findet man auch noch im heutigen Sprachgebrauch. Wie z.B. die Stellung der Hausfrau in der Familie, oder im Kreuzworträtsel unter dem Begriff ältere Dame. Da lag es nahe in dem historischen Ort Marmagen das Café Milz aufzusuchen. Eine römische Heerstraße, erbaut um 12 v.Chr. durch Marcus Vipsanius Agrippa, ein Schwiegersohn des Kaiser Augustus, führte von Lyon über Dijon, Metz und Trier durch Marmagen nach Köln. In der Bäckerei wird seit 120 Jahren ein Eifel Brot gebacken und fürs schneiden leider 10 Cent berechnet. Das zweite Highlight bahnte sich nach der Herren Kaffeerunde an, berechnet wurde uns nix, den ein frischgebackener 70 er sponserte diese außergewöhnliche Aktion, die nach leichter Verwirrung aufgelöst wurde. Naja das kann passieren wenn alle gleichzeitig zahlen wollen.
Geburtstagskind

Frisch gestärkt wurde das Eichtertal durchwandert und an einer hagelneuen Bank des Eifelvereins eine Trinkpause eingelegt. Überraschungseier und Williams Birne ermunterten die Wanderer zum 
Brunnenanlage
Weitermarsch. Ein weiteres kulturelles Denkmal im Tal Grund, der grüne Pütz, konnte in Augenschein genommen werden. Die Brunnenanlage für die Frischwasserversorgung von Agripina Colonia mit über 95 km Länge hatte hier ihren Ursprung. Mit 200 Liter pro Sekunde wurde Köln mit Wasser beliefert, daher auch der Liedtext, dat Wasser von Kölle is god.
Grüner Pütz, Info

An der Urft entlang, die übrigens nicht in die Rur mündet, übrigens ein Diskussionsthema. Es ist ein rechter Nebenfluss der Rur der letztendlich die Urft Talsperre füllt. Nach Erreichen des schönen Ortes Nettersheim war bei so viel Kultur und Geografie es an der Zeit in einem liebevoll restaurierten alten Fachwerkhaus, das römische Café, einzukehren. Die Spezialität,  Kirsch-Schiffchen – hmm lecker. Ein Waffelteig wie ein Schiff geformt, zuerst mit einer Joughurtschicht belegt, dann mit eingedickten Kirschen gefüllt, ohne Kerne. Das letzte Highlight kündigte sich an. Bevor uns allen klar wurde die Geldbörse nicht zu zücken, hatte das Geburtstagskind alles erledigt und wurde mit einen Hoch soll er Leben ins Auto begleitet. Streckenmäßig ein Damenspaziergang mit vielen Unterhaltungsmöglichkeiten auf breiten Wegen, Vergnügen pur, kalt aber trocken und nicht in der Stube hocken, so wird der Tag für die Ü60 Wanderer in Erinnerung bleiben.

Montag, 14. Februar 2011

Ahrweiler, auf dem Rotweinwanderweg.


Dank der hervorragenden Organisation durch den erkrankten Präsidenten waren die Wanderer schnell eingesammelt und vor 10:00 Uhr auf der Strecke. Die Tour Betreuung für diesen Tag hatte Wolfgang übernommen, und wie ernst Ihm die Sache war sieht man in folgendem Bild. Oder doch die Technik in die Tonne schmeißen?
Blick auf Ahrweiler
Nah, haste Empfang

Als Rentner der harten Arbeit der Winzer zusehen und auf den Höhenwegen der Ahr das idyllische Tal in Augenschein nehmen. Viele Aussichtspunkte wurden angesteuert. Staunen wie die Rebstöcke beschnitten wurden, teilweise dicke Wurzelstöcke mit einem Zweig. An einer seit langem stillgelegten alten Bahntrasse vorbei, die Brückenpfeiler sind nun ein Klettergarten, wurde die nächste Aussichtsplattform oberhalb der Bunten Kuh, erklommen. Bunte Kuh, bekannter Begriff, aber woher kam dieser Name.
Schutzhütte Bunte Kuh
Ahrseitental

Von Walporzheim aus sieht man eine bizarre Felsformation: ein Schieferfelsen, der wie der Kopf einer Kuh hinunter ins Tal ragt. Wir schauten uns das vom Aussichtspunkt oberhalb an. Das ersparte den Abstieg. Der Sage nach lagerte hier einst ein Ritter, der nur noch vom Straßenraub lebte. Er war aber christlich erzogen und verharrte immer dann im Gebet, wenn er eine Kirchenglocke läuten hörte. An diesem Tag zogen die Händler, die er mit seinen Leuten überfallen wollte, bereits die Straße herauf, als mit einmal der Klang einer Glocke zu vernehmen war. Die Räuber knieten zum Gebet nieder, und so konnten die Händler unbehelligt vorbeiziehen. Kaum waren sie fort, kam jedoch eine buntgescheckte Kuh aus dem Gebüsch, die eine Glocke um den Hals trug. Voller Wut packte der Ritter sie bei den Hörnern und stieß sie in den Abgrund. Seitdem wird der Fels „Bunte Kuh“ genannt. Das ist eine der vielen sagenumwogenden Geschichten. geschichtsträchtig tauchte nach einer Weile Marien Thal auf.

Regierungsbunker
Die Bunkeranlagen für die Bonner Regierung sind entkernt und nun ist alles verschlossen und in der Nähe ein Dokumentationszentrum errichtet worden. Wir dokumentieren unseren Willen den nächsten Aufstieg in Richtung EVA Turm zu nehmen.
Die Sonne blinzelt uns entgegen und so konnte die wohlverdiente Mittagspause zelebriert werden. Brote, Süßigkeiten und ein Verdauungsschnaps erleichterten nicht nur den Rucksack, sondern auch den Rückweg, immer bergab. Im Stadtkern noch die 3 Hallenkirchen St Laurentius besuchen, so viel Zeit war noch, die 
Kirchenfenster St. Laurentius

wurde schon1269 erbaut und mitten in der Altstadt steht die älteste gotische Hallenkirche links des Rheins. Fresken aus dem 14. Und 15. Jahrhundert schmücken die Wände. In dem mit vielen bunten Fachwerkhäusern und einer alten Stadtmauer umgebenen Ahrweiler wurde das Café Berlin für das Ende der anstrengenden schönen Tour ausgewählt.

Samstag, 12. Februar 2011

Video anstatt Bilder per Mail

 
Wenn durch Windows Live Mail nicht alle Bilder der letzten Wanderung  zu sehen sind, bzw. zu speichern sind, hier eine Version  als kleines Video. Da wird es Zeit, dass sich die Wanderfreunde mit den Neuen Versionen von 2011 beschäftigen.

Montag, 7. Februar 2011

Nohn, Vorfrühling bei der Täler Wanderung.

Nohner Bach und Ahbach begleiteten die 4 Wanderfreunde an diesem heutigen Montag. Dazu stellte sich für die ganze Tour  frühlingshaftes Wetter ein. Parkplatz mit Bank an der L68 am Ortsende von Nohn war als Startpunkt ausgegoogelt. Der Tour Leiter Norbert hatte sich eine Route in den oben beschriebenen Bachbereichen ausgesucht und den Kreuzungspunkt zwischen dem Ahbach und Grün Bach sollten wir dann am späten Nachmittag wieder passieren. Das dies möglich wurde ist auf einem Video zusehen und zu hören. Wer hatte den in dieser Situation das Sagen??? Dass können die Leser des Blogs selbst entscheiden.

Immer vorne weg auf jeden Fall die Karte, keine Konditionsschwächen trotz wochenlanger Renovierungsarbeiten. Landschaftlich, idyllisch, schön Mäander förmig schlängelt sich der Nohner Bach durch die geologische Urlaubsregion Hillesheim. Auf den Wiesen tummeln sich Maulwürfe, und einige Baumgruppen hatten leuchtende goldene Moss Behänge.

Maulwürfe bei der Arbeit
Am Nohner Bach
Immer auf der Sonnenseite entlang biegen wir kurz vor Borler in Richtung  Ahbachtal ab. Ein steiler Anstieg, entlohnt die Anstrengungen mit weiten Blicken über die Hillesheimer Mulde.
Berge bei Oberbettingen
Unser Kreuzungspunkt
In der Nähe von Oberehe-Stroheich wurde eine uns bekannte Grillhütte auf 517,2 Meter Normalnull erreicht. Gute Aussichten, nicht nur in die Umgebung. Geschlossene Hütte mit Plexiglasscheiben und ordentlichen Bänken und Tischen ließen uns verweilen und die Süßigkeiten wurden ausgetauscht.  Muzemändelchen, Mozartschokolade, Ritter Sport und Rocher machen die Runde.
Baumpilz oder Toilettenrolle
An der Nohner Mühle
Wo ein Wille da ein Weg, nach diesem Motto ging`s weiter bis das obige Video entstand. Nach einer Querfeldein Wanderung weißt eine aufsteigende Rauchsäule vom Morgen auf unserem Kreuzungspunkt hin. Dass wir nun leider fast das Ende der schönen Tagestour erreicht hatten, wurde allen Beteiligten klar. Die Winterpause der Nohnermühle Restauration sollte uns nicht davon abhalten ein vor vier Wochen erkundetes Café in Üxheim auf zu suchen. Das preiswerte Ambiente verleitete die Tour Leitung zu Sponsoring von Kaffee und Kuchen und die Brotkäufer kamen auch noch auf ihre Kosten.