Montag, 21. Februar 2011

Nettersheim, mit vielen Highlights.

Hornissen im Vogelnest
Gut erholt hatte Herbert eine Tour Leitung rund um Nettersheim ausgesucht. Kalt, bedeckt war der ganze Tag, der sogenannte Windchill verlangte einen guten Ohrschutz. In den Wetternachrichten vom WDR wird das Tal auch immer mit Minustemperaturen genannt. Das erste Highlight des Tages war im Kofferraum, ein Hornissennest aus einer Gartenanlage in Weiden, eingenistet  in einem Vogelhaus.

Viele Wege führen nach Rom. Und so wurden die römischen Tempelanlagen, die Görres Burg, am Ortsrand schnell erreicht und die Infotafel abgelichtet. Auf der Anhöhe pfiff der Wind und selten sah man in diesem Winter alle mit Mütze. Schnell die Information fotografieren, und die Ü 60 er Generation machte sich auf ins Tal.
Opfergaben am Tempel
Infotafel Görres Burg

Die Tempelanlage weist auf eine Zeit vom 2. bis 3. Jahrhundert hin. Der Matronen Kult stand für Furchtbarkeit, Schutz für Haus und Hof, sowie Familie. Das Wort Matrone, findet man auch noch im heutigen Sprachgebrauch. Wie z.B. die Stellung der Hausfrau in der Familie, oder im Kreuzworträtsel unter dem Begriff ältere Dame. Da lag es nahe in dem historischen Ort Marmagen das Café Milz aufzusuchen. Eine römische Heerstraße, erbaut um 12 v.Chr. durch Marcus Vipsanius Agrippa, ein Schwiegersohn des Kaiser Augustus, führte von Lyon über Dijon, Metz und Trier durch Marmagen nach Köln. In der Bäckerei wird seit 120 Jahren ein Eifel Brot gebacken und fürs schneiden leider 10 Cent berechnet. Das zweite Highlight bahnte sich nach der Herren Kaffeerunde an, berechnet wurde uns nix, den ein frischgebackener 70 er sponserte diese außergewöhnliche Aktion, die nach leichter Verwirrung aufgelöst wurde. Naja das kann passieren wenn alle gleichzeitig zahlen wollen.
Geburtstagskind

Frisch gestärkt wurde das Eichtertal durchwandert und an einer hagelneuen Bank des Eifelvereins eine Trinkpause eingelegt. Überraschungseier und Williams Birne ermunterten die Wanderer zum 
Brunnenanlage
Weitermarsch. Ein weiteres kulturelles Denkmal im Tal Grund, der grüne Pütz, konnte in Augenschein genommen werden. Die Brunnenanlage für die Frischwasserversorgung von Agripina Colonia mit über 95 km Länge hatte hier ihren Ursprung. Mit 200 Liter pro Sekunde wurde Köln mit Wasser beliefert, daher auch der Liedtext, dat Wasser von Kölle is god.
Grüner Pütz, Info

An der Urft entlang, die übrigens nicht in die Rur mündet, übrigens ein Diskussionsthema. Es ist ein rechter Nebenfluss der Rur der letztendlich die Urft Talsperre füllt. Nach Erreichen des schönen Ortes Nettersheim war bei so viel Kultur und Geografie es an der Zeit in einem liebevoll restaurierten alten Fachwerkhaus, das römische Café, einzukehren. Die Spezialität,  Kirsch-Schiffchen – hmm lecker. Ein Waffelteig wie ein Schiff geformt, zuerst mit einer Joughurtschicht belegt, dann mit eingedickten Kirschen gefüllt, ohne Kerne. Das letzte Highlight kündigte sich an. Bevor uns allen klar wurde die Geldbörse nicht zu zücken, hatte das Geburtstagskind alles erledigt und wurde mit einen Hoch soll er Leben ins Auto begleitet. Streckenmäßig ein Damenspaziergang mit vielen Unterhaltungsmöglichkeiten auf breiten Wegen, Vergnügen pur, kalt aber trocken und nicht in der Stube hocken, so wird der Tag für die Ü60 Wanderer in Erinnerung bleiben.

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