Montag, 26. August 2019

Aderich.

Durch das Hohe Venn, Erikablüte.

Startpunkt Aderich an der alten Vennbahn
Wanderleitung. Norbert.
Wanderkarte. Karte Nummer 3, Monschauer Land Rurseengebiet.
Wetter. 31,7 Grad C, Sonne, bedeckt.
Wegprofil. Befestigte Waldwege, Grasuntergrund, schwierig zu gehen.
Schmale Pfade entlang des Venn Imgenbroich
Nach der Urlaubszeit ist die Stammbesatzung der Montagswanderer wieder mal on Tour. Zu viert bei stolzen 31,7 Grad C in den Nachmittagsstunden sind wir im Hohen Venn und haben einige Grade weniger als im Rheinland. Gute 10 Grad weniger waren es am 14.08.2017 und auch die Kilometer etwas bescheidener. Wir starten die Tour an einem Parkplatz der ehemaligen Vennbahn hinter Konzen, der Ortsteil heißt Aderich. Die Belgische Markierung ist eine blaue Raute auf weißen Grund. Am Brackkopf, ein Forsthaus im Konzener Venn wurde eine Trinkpause fällig.

Zuwegung über die Typischen Holzstege
Die ersten 2 Kilometer sind Asphalt und danach tauchen wir ab auf die typischen Holzstege. Die sonst kleinen Bächlein sind halb voll oder halb leer, sehr geringer Wasserstand. Dafür findet sich links und rechts der breiten Pfade um die verbotenen Zonen das blühende Heidekraut. Über die grüne Raute wird die Wüstung Reinartzhof erreicht. Die Geschichten zu dem einsamen Gehöft sind auf Infotafeln dargestellt.
Infos zum Reinartzhof

Die befestigten Waldwege werden viel mit Fahrrädern befahren wir haben aber trotzdem die Möglichkeit in vierer Reihe das Venn zu durchstreifen, und so mit hohes Unterhaltungspotential. Das Mittagsziel ist dann der Reinartzhof mit seinen verbliebenen Grundmauern. Junge Leute und ältere Herrschaften sind auch unterwegs, die frische Brise ist wohltuend.
Kurz vor den Jansen Kreuz an der Genzbachfurt lockte eine Abkürzung, der gemähte Grund hörte dann doch abrupt auf und so standen wir in Mitten der großen Grasbüschel. Ohne Netzverbindung gehen wir retour sonst würde man heute vielleicht nach uns suchen.
Steinley Venn kurz vor Ende der Tour
Einige Regentropfen wollten uns ärgern, das war aber nicht so schlimm wie die Horden von Wespen in Simmerath im Eiscafé. Zu Hause erwarteten uns die schwüleren Temperaturen der Rheinischen Bucht.

Sonntag, 25. August 2019

Berlin Alt Treptow Brühl.


Urlaub vom Urlaub ist zu Ende.



Da wir während unserer Zeit in Berlin von einen Bewohner angesprochen wurden, der sagte, ich dachte ihr seit weg, machen wir nun Nägel mit Köpfen, noch ein Blick von einer festen Position auf Potsdamer Platz und Alex, alles mit gleichbleibenden Zoom, so heißt es Abschied nehmen. Wir sagen besten Dank schön dass wir da sein Durften.

Samstag, 24. August 2019

Paplitz.

Eine Wanderung von Baruth nach Paplitz.

Die letzten Sonnenstunden in Berliner Umland mit einer kleinen Wanderung abschließen und noch ein Highliht eines Umzuges miterleben. Durch das Urstromland. Wir fahren nach Baruth ein bescheidener Ort im Süden Berlins. Zum 17. Kreiserntefest lädt der kleine Ort Paplitz Baruth/Mark am 24. August 2019 ein. 

Wer die weiten des Brandenburgischen Umlandes nicht kennt erwartet nicht so einen Ansturm. Die Parkplätze sind weit ab des Ortes schon gut besucht und der kleine Schlenker verbunden mit einer Wanderung eine gute Idee.
Die traditionelle Veranstaltung wird diesmal ausgerichtet vom Kreisbauernverband Teltow-Fläming e. V., der Stadt Baruth/Mark und dem Landkreis Teltow-Fläming, so soll die Ernte gefeiert und den Landwirten für ihre Arbeit gedankt werden. Da darf zu Beginn des Umzuges auch keine Kapelle fehlen.

Offiziellen Eröffnung um 13.00 Uhr mit Fahrzeugen Trachtengruppen, Kitas, Bauernverbänden und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern der Region die mit großem Engagement und nach wochenlangen Einsatz durch die große Besucherzahlen belohnt wurde.




Über einen Markt schlendern und kulinarische Spezialitäten entdecken. Da gab es zum Beispiel Sauerkraut mit Kasseler für sage und schreibe 2 Euro.
Ein buntes Programm auf zwei Bühnen und fünf Festflächen wurde geboten. Zudem sind vier Höfe in Paplitz geöffnet und laden zum Verweilen ein. Kuchen backen, Wein verkosten, Deko Artikel finden sich in so manchen Rucksack.

Den Weinberg Baruth passieren wir auf dem Heimweg. Ein gemütlicher Spaziergang bei Hochsommerlichen Temperaturen ein gelungener Abschluss des Tages, der Im uruguayischen Restaurant an der Sonnenalle endet. 

Freitag, 23. August 2019

Berlin Neucölln Alt Treptow.


Noch mal Shopping.
Die begleitende Damen des Urlaubs hatte sich vorgenommen auf der Karl Marx Straße ein Geschäft zu finden mit Kleidern. Es sollte unterhalb des Rathauses sein. Keine Hinweise auf die Wegführung waren die Bedingungen für den Herren. Fündig geworden und dann zum 2 Frühstück ins Café Rix.


 
Im Innenhof kann man so den Menschenmassen entziehen und lecker Frühstücken. Nicht nur ein Kaffeehaus, das ganze Gebäude Ensemble beinhaltet Restaurant, Hofgarten, Galerie mit vielfältigen Programmen des Heimathafen im Hause, Kunst, und das im Herzen von Neukölln.

Ein paar Feinheiten, Änderungen im Neukauf werden dann prompt in den Arkaden von Treptow erledigt. Der Slogan: Reinkommen Messen, Sitzen, Kaffee trinken, Fertig.

Donnerstag, 22. August 2019

Berlin Friedrishain.


Die Tage für die Fahrt ins Rheinland werden kürzer.

Es liegt nahe noch mal die schönen Sonnentage zu genießen. Früher war dies ein Grund den Monbijou Park auf zu suchen. Wir haben eine neue Lokation entdeckt, das Pirates Berlin, ein angesagter Club an der East Site Gallery.
Das einzige Restaurant mit Club direkt an der berühmten East Side Gallery, dem einzigartigen, von Künstlern bemalten Originalabschnitt der Berliner Mauer. Wunderschön am Flussufer der Spree, mit dem Restaurant innen auf zwei Etagen im alten historischen Mühlenspeicher und draußen einer großen, einladenden Spreeterrasse und Bar mit toller Panoramaaussicht auf die Oberbaumbrücke. 


Die Füße im Sand, in der Hand ein erfrischender Cocktail, coole Musik im Hintergrund. Und das mitten in der Stadt. Feinster Sand, handgefertigte Strohschirme, echte Palmen, gemütliche Sitzsäcke, Liegestühle und eine Beach Bar so kann man das ist sonnige Strandfeeling den ganzen Tag lang genießen.
 
Wir setzen den Spaziergang fort zum Treptower Park und zu schauen ob im Haus Zenner eine Musikveranstaltung ist. Die früheren Open Air Live Acts sind Vergangenheit und so beschränkt man sich aufs Wochenende im Flair der Vergangenheit, da sind wir auf der Heimreise.

Mittwoch, 21. August 2019

Bad Freienwalde.


Wanderlektüre im Seenland Oder-Spree mit Märkischer Schweiz.

Wir finden nach langer Suche einen Parkplatz an der Bundesstraße 167 kurz vor Bad Freienwalde, Die Malche, eine Erholungsstätte für einsame Frauen. Die Straße wird mit hohem Tempo befahren so dass der Hinweis nicht so schnell ersichtlich wurde. Ferner hat eine ältere Dame das Burgenwanderschild entfernt. Eine Streckenwanderung mit schlechten Voraussetzung den Startpunkt, sprich das Auto wieder zu erreichen.

Es geht über Stufen steil an, ein Tipp von einem Gärtner. Auf halber Höhe ist dann die Bezeichnung braune Burg auf weißem Grund vorbildlich für die Turmwanderung vorhanden. So erreichen wir den Bismarckturm als die Nummer 1 bezeichnet für ein Turm Diplom, das bei 4 Türmen abgestempelt werden kann. Di bis Do und Feiertag offen von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr, so steht es im Flyer. Das steinerne Monument ist verschlossen. 

Die Landschaft hat es was wie die Ahrberge, trotz guter Lichtung des Baumbestandes hat das Wegesystem keine Abkürzungen im Programm. Am märkischen Watzmann Kreuz vorbei wählen wir die Richtung Teufelssee. Die wohlverdiente Pause mit der Anmerkung wir haben noch keine 4 Kilometer hinter uns findet eine Erklärung auf den guten Info Tafeln.

Als nächstes Ziel wählen wir den Eulenturm. Durch einen Hang mit Hinweisen der Naturfreunde auf die Botanik tut sich der Hölzerne Turm hervor. Privat erschaffen von einem Herrn Kreschtmann. Keine Speergitter also hoch für Fotos wegen der Dokumentation. Eine Abstempelung für ein Diplom wäre eh nicht möglich gewesen, da Nummer 1 geschlossen war, und die Nummer 2 mit Klingeln eine Möglichkeit bot.

Oben in Sichtweite der Schanzenturm Nummer 3, Steinbau, der könnte ja auf Grund der Erfahrungen verschlossen sein. Da im Oderbruch Gebiet jenseits der Bundesstraße keine Wege sind beschließen wir den Rückweg ins Info Center Bad Freienwalde. Wir wollen zum Startpunkt zurück. Möglichkeit 1 Taxi. Anruf, das Auto ist in der Werkstatt. Möglichkeit 2 selbst am Bahnhof erkunden wie geht es retour, da im Fremdenverkehrsbüro ein Fahrplan nicht zu finden ist, digital, haha. Die Hinweise Öffnungszeiten der Türme im Flyer werden ignoriert. Ab zum Bahnhof mit der Linie 881 nach Falkenberg, 4 Stationen. Geht doch.

Dienstag, 20. August 2019

Caputh.


Wanderlektüre Schwielowsee.

Eine gute oder weniger gute Broschüre präsentiert 8 Wandertouren Schwielowsee. Wir parken direkt am Schloss Caputh. An der Straße der Einheit. Für 1 Euro setzen wir über nach Geltow. 

Die Beschreibung ist lesbar, aber man hätte schreiben sollen folgen sie Rotem Strich. Es geht vorbei am Petzinsee mit imposanten Villen, deshalb ist auch die Schwarzdecke unser Untergrund und haben keinen Sand in den Sandalen. Der Durchquerung eines Campingplatzes leisten wir keine Folge sondern ziehen vor einen Bogen um den Platz zu machen, durch Wald und die typischen Brandenburgischen Sandwege. 

Hervorragende Radwege. Von Ufernähe keine Spur, da hat man wohl im Einheitsvertrag vergessen die See Nähe zugänglich zu machen. Von einer Eisenbahnbrücke wird ein Blick auf Potsdam versprochen. Nüscht. Das holen wir später nach. Am Eisenbahndamm entlang ist der Weg gut gefestigt und ohne Asphaltuntergrund. Das ändert sich schlagartig beim Erreichen der Verbindung Potsdam Caputh. 

Ein Abstecher zum Sommerhaus von Einstein verlängert die Tour, aber eine Besichtigung nur bei Gruppenanmeldung von 10 Personen. 



Da freuen wir uns auf einen Spaziergang ins 6 Kilometer entfernte Holländische Viertel und die Brandenburger Straße in Potsdam. Wir genießen zwei Eiscafé am Brandenburger Tor. Gruppenweise wird das Tor passiert, weil es der direkte Ausgang von Sanssouci ist.

Sonntag, 18. August 2019

Berlin - Friedrichshain.


East Side Gallery.

An der East Side Gallery, zwischen Postbahnhof und Oberbaumbrücke, ist heute das Event Streetmusic Festival auch genannt die East Side Music Days.
Diese Days sind ein kostenloses Straßenmusik Festival Spektakel. Musiker aus allen Genres sind hierbei dazu eingeladen, live und umsonst an diesem für die Stadt so bedeutenden Ort zu spielen. 2019 werden mehrere Bühnen auf dem Platz der Mercedes Benz Arena zur Verfügung stehen.
 
Letztes Jahr zählte der Veranstalter rund 40.000 Zuschauer zum Gelände des Bootsanlegers im East Side Park, wo die Idee eines Streetmusic Festivals im Rahmen der Berlin Music Week 2014 erstmals realisiert wurde. Über 40 nationale und internationale Music Acts sollen es 2019 sein. Für uns war nicht so richtig was dabei, trotzdem ein abwechselnd volle Event an der Gallery viele junge Leute und schön das Ganze zu beobachten.

Samstag, 17. August 2019

Slubice.


Bazar.

Wer in Grenznähe wohnt, oder einmal einen Tagesausflug in die Richtung macht, der sollte unbedingt den Polenmarkt in Slubice auf der anderen Seite der Grenze von Frankfurt Oder besuchen.

Bei den Einheimischen an der Grenze gilt es nicht nur als Geheimtipp, sondern als normal den Sprit in Polen zu tanken, da die Benzinpreise und Spritpreise in Polen günstiger sind. Generell kann man mit einer Einsparung von 10-30 Eurocents rechnen. Bezahlt werden kann übrigens fast überall mit Euro und Zloty.

Der Basar in Slubice, Unter den Eichen bietet eindeutig mehr. Auf einer Fläche von etwa 2000 m2 haben 126 Verkaufspavillons und 12 Gastronomiebetriebe ihren Platz und laden mit einer großen Produktvielfalt auf einen gepflegten Shoppingtrip ein. Der Straßenmarkt ist überdacht, schlechtes Wetter kann also keine Ausrede sein, zu Hause zu bleiben. Es gibt hier wirklich alles, von Lebensmitteln, über Bekleidung, Tattoo-Studios, Schuhen, Haushaltswaren oder Blumen. Viele regionale Erzeugnisse, wie Obst, Gemüse oder Milchprodukte kommen aus lokalen Bauernhöfen. Auch verschiedene Dienstleistungen, wie ein Friseur und ein Nagelstudio sind zu finden. 

Der alte Markt ist auch noch vorhanden, und das Drumherum ist geblieben, Wellblech und Plastikeimer zum aufsammeln von Regenwasser. Zwei ältere Damen verkaufen nach wie vor Süßigkeiten, nach dem Spruch bitterschön.

Donnerstag, 15. August 2019

Berlin - Neucölln.


Sonnenall
Die arabische Straße in Berlin.

In der Sonnenallee kommen alle Phänomene zusammen die eine Großstadt bietet. Vom Drogen-Verkauf am U-Bahnhof Hermannplatz erstreckt sich die fast fünf Kilometer lange Straße gegen den Südosten Berlin.
Ein Schmelztiegel der Kulturen, Familienbetriebe wie die syrische Konditorei Damaskus.


Friseure reihen sich an libanesische Gemüseläden, türkische Feinkostrestaurants und viele Schaufenster mit Hochzeitsgewändern. 
90 Prozent der Geschäfte sind in arabischer Hand, so die Bezirksregierung. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt hier im Norden Neuköllns teilweise bei bis zu 70 Prozent. Deswegen wird die Sonnenallee auch arabische Straße, Schara al Arab, genannt. Mittlerweile ist Neukölln längst Berlins neues Szeneviertel geworden. 

Mittwoch, 14. August 2019

Oranienburg.


S 42 Re 5 S Bahnhof Ostkreuz.
Deutsche Geschichte vertiefen.

Viel gehört von der Stadt im Norden Berlins. Schloss und Konzentrationslager. Mit dem RE vom Ostkreuz ist man in gut einer halben Stunde vor Ort. Sehr viele junge Menschen, ein Sprachen Wirrwarr in Italienisch und Spanisch wird schon von Fremdenführern erwartet. Man staunt der Tross setzt sich in Bewegung für die 2,4 Kilometer Entfernung.

Wir schlendern erst mal durch das Städtchen bis zum Schloss und Park. Das eindrucksvolle Schloss Oranienburg ist einer der bedeutendsten Barockbauten der Mark Brandenburg. Es symbolisiert den Weg des Kurfürstentums Brandenburg zur Königswürde.

Der Schlossbau geht zurück auf einen ab 1651 errichteten Landsitz, der für die erste Gemahlin des Großen Kurfürsten, Louise Henriette, errichtet worden war. Die geborene Prinzessin von Oranien-Nassau gab dem Ort Oranienburg auch seinen Namen.



Der Wegweiser zur Gedenkstätte ist gut ausgeschildert und die Besucher des ersten Ansturms wirken fast verloren auf dem riesigen Gelände. Überwiegend junge Leute werden per Audio oder mit Führung über den offenen Lernort begleitet. Fundstücke und teils Original zusammengetragene Einrichtungen sind zu besichtigen. Erzählungen von Überlebenden mit eindrucksvollen Exponaten dargestellt. 


Am 21. März 1933 richtete die örtliche SA-Standarte in einem leer stehenden Fabrikgebäude im Stadtzentrum von Oranienburg das erste Konzentrationslager in Preußen ein. Das KZ Oranienburg nahm in den Monaten nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten eine Schlüsselstellung bei der Verfolgung der Opposition, vor allem in der Reichshauptstadt Berlin, ein. 

Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 als Modell- und Schulungslager errichtet. Von den mehr als 200.000 Häftlingen kamen Zehntausende durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen um oder wurden Opfer von systematischen Vernichtungsaktionen der SS. 

Im August 1945, gut drei Monate nach Kriegsende und nach der Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Herrschaft, verlegte der sowjetische Geheimdienst NKWD das Speziallager Nr. 7 in den Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen. Von den 60.000 Häftlingen starben 12.000 an Hunger und Krankheiten. Wir waren beeindruckt von der Anlage und fragten uns wie so was möglich war.