Mittwoch, 14. August 2019
Oranienburg.
S 42 Re 5 S Bahnhof Ostkreuz.
Deutsche Geschichte vertiefen.
Viel gehört von der Stadt im Norden Berlins. Schloss und Konzentrationslager. Mit dem RE vom Ostkreuz ist man in gut einer halben Stunde vor Ort. Sehr viele junge Menschen, ein Sprachen Wirrwarr in Italienisch und Spanisch wird schon von Fremdenführern erwartet. Man staunt der Tross setzt sich in Bewegung für die 2,4 Kilometer Entfernung.
Wir schlendern erst mal durch das Städtchen bis zum Schloss und Park. Das eindrucksvolle Schloss Oranienburg ist einer der bedeutendsten Barockbauten der Mark Brandenburg. Es symbolisiert den Weg des Kurfürstentums Brandenburg zur Königswürde.
Der Schlossbau geht zurück auf einen ab 1651 errichteten Landsitz, der für die erste Gemahlin des Großen Kurfürsten, Louise Henriette, errichtet worden war. Die geborene Prinzessin von Oranien-Nassau gab dem Ort Oranienburg auch seinen Namen.
Der Wegweiser zur Gedenkstätte ist gut ausgeschildert und die Besucher des ersten Ansturms wirken fast verloren auf dem riesigen Gelände. Überwiegend junge Leute werden per Audio oder mit Führung über den offenen Lernort begleitet. Fundstücke und teils Original zusammengetragene Einrichtungen sind zu besichtigen. Erzählungen von Überlebenden mit eindrucksvollen Exponaten dargestellt.
Am 21. März 1933 richtete die örtliche SA-Standarte in einem leer stehenden Fabrikgebäude im Stadtzentrum von Oranienburg das erste Konzentrationslager in Preußen ein. Das KZ Oranienburg nahm in den Monaten nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten eine Schlüsselstellung bei der Verfolgung der Opposition, vor allem in der Reichshauptstadt Berlin, ein.
Das KZ Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 als Modell- und Schulungslager errichtet. Von den mehr als 200.000 Häftlingen kamen Zehntausende durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und Misshandlungen um oder wurden Opfer von systematischen Vernichtungsaktionen der SS.
Im August 1945, gut drei Monate nach Kriegsende und nach der Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Herrschaft, verlegte der sowjetische Geheimdienst NKWD das Speziallager Nr. 7 in den Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen. Von den 60.000 Häftlingen starben 12.000 an Hunger und Krankheiten. Wir waren beeindruckt von der Anlage und fragten uns wie so was möglich war.
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