Samstag, 30. Juni 2012

Passau.


Startpunkt Lindau Hafen bei einem Wasserstand von 5,42 m,
Temperaturen 31° Grad sonnig, Wetteraussichten, morgen in Melk bis 31 ° Grad, leicht bewölkt. Kabine 238 mit Balkon. MS Belvedere mit maltesischer Flagge, gebaut 2005, 126,7 Meter lang und 11,4 Meter breit.



Spruch des Tages: Alle Reisen haben eine gewisse Bestimmung, die der Reisende nicht ahnt. So die Kabinenstewardess Marina.

Zuerst denkt man ja noch naja nachher fährt man wieder zurück und ist zu Hause, so jedenfalls bei einer Rheintour, bzw. nach dem Einchecken. Nach einer Einweisung was uns alles noch so erwartet, zischt das erste Gaffel Kölsch nur so. Die Landschaft ist ausgesprochen dünn besiedelt und die Bergketten beeindruckend. Der erste Schleusengang ist an der Grenze zu Österreich in Jochenstein, Flusskilometer 2202,8 Sitz der Donaunixe, Schwester der Loreley, Fallhöhe 10,20 Meter.




Die Speisekarte lässt keine Wünsche offen. Die Küchenchefs kreieren jeden Tag aufs Neue mehrgängige Menüs. Alles nach eigenem Gusto zusammen zustellen. Wohlbefinden der Gäste ist oberstes Gebot. Deshalb kann man sich am Abend auf Grund der Infos schon auf den nächsten Tag freuen.






Freitag, 29. Juni 2012

Passau.

Die schönsten Tage im Jahr, sind die Urlaubstage. Man hat als Rentner zwar immer Urlaub, aber schöne Tage gehen leider viel zu schnell vorbei. Ein Geheimtipp von befreundeten Bekannten aus Weiden, nicht in der Oberpfalz, sondern aus Köln hatte uns neugierig gemacht, und noch relaxter geht es, wenn man einen Tag früher anreist.

Seit jeher war Passau Dreh- und Angelpunkt wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, Aschermittwoch der CSU, und touristischer Reisen. Kaiser und Könige, Künstler und Lebenskünstler, Händler und Privatiers, alle brauchten eine Bleibe für die Nacht. Die einen lagen in Daunen, die anderen auf Stroh. Heute sorgen die Passauer Unterkünfte dafür, dass jeder Gast weich gebettet liegt. Mitten in der Altstadt im Hotel Passauer Wolf.


Einzigartig ist die Dreiflüsse Landschaft, auf der die Stadt Passau erbaut wurde. Am Dreiflüsse-Eck sieht man den Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz.
Ebenso einzigartig ist die Passauer Altstadtkulisse, die im 17. Jahrhundert italienische Meisterhände nach einem Stadtbrand geschaffen haben. Sie wird vom dreikuppeligen St. Stephansdom überragt.

Die meisten Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Residenz, Rathaus und Museen befinden sich in der Altstadt. Malerische Plätze, verwinkelte Gassen und romantische Uferpromenaden laden ein zum Entdecken und Verweilen.



Ihre Geschichte und Geschichten von vergangenen Zeiten, ihre Sehenswürdigkeiten und Museen sowie Theater und Kabarett bedienen bestens Kunst- und Kulturinteressierte. Ein Konzert auf der größten Dom Orgel der Welt im St. Stephansdom ist ein unvergleichliches Hörerlebnis.


Mit den 17974 Pfeifen und ihren 233 Registern gilt die Orgel im Passauer Stephansdom als größte katholische Kirchenorgel der Welt.
Die Gesamtanlage der fünf Orgelwerke, die von einem Hauptspieltisch aus gemeinsam gespielt werden können, gilt als technisches Wunderwerk. Am 2. Mai beginnt die Saison der Orgelkonzerte. Jeden Werktag um 12.00 Uhr. Ab 11:20 sollte man schon auf dem Platz sein.


Gesehen und gehört am 30.07.2012 Punkt 12:00 Uhr nach einer Messe und Priesterweihe alle Stühle besetzt. Eintritt nur mit Ticket.

Montag, 25. Juni 2012

Kerpen.


Über den Krimi Weg Nr. 2, von Kerpen aus, unterhalb der Burg, Leudersdorf, Üxheim, Ahütte, Niederehe, mit leichten An- und Abstiegen, weiten Blicken in die Landschaft, Navigationsgestützt machten sich an diesem Montag vier Tatverdächtige auf die Landschaft zu erkunden. Direkt im Ort Kerpen wurde man fündig und es wurde gerätselt wie heißt dieser Baum mit diesem Frucht-Blütenstamm???

Gesehen in Kerpen, was ist das für ein Baum

Der Krimiautor aus Hillesheim, Jacques Berndorf, hat sich da schöne Wandergebiete ausgesucht. Das Angebot erstreckt sich über viele Variationen. Übernachtungen im Krimihotel, Zelten, Wandern ohne Gepäck, Wellness und vieles mehr. Wir begnügten uns nach einigen Kilometern mit einem Kaffee einfach so zwischendurch in Üxheim. Das Geheimnis das in den bis dahin durchquerten Orten an den Kirchen jeweils rechts vor der Türe eine große Glocke positioniert war konnte nicht gelüftet werden.
Leudersdorf

St. Martin in Leudersdorf

Eine Infotafel am Dreimühlenwasserfall am Ahbach wurde erkundet und zur Kenntnis genommen, das dieser jährlich wächst.
Der Dreimühlenwasserfall
Der starke Bewuchs mit Laubmoosen, zusammen mit Kieselalgen beschleunigt den Wachstums Prozess. Die Oberfläche wird vergrößert und ausfallender Kalk gebunden wird. Fortlaufend neues, poröses Sintergestein entsteht, was einen jährlichen Zuwachs von etwa 10 cm verursacht.
Der Wasserfall wurde 1938 zum Naturdenkmal erklärt.
Die weitere Wegstrecke war außergewöhnlich glitschig und tiefe Spuren machten deutlich dass dieser Wasserfall ein Publikumsmagnet ist. Die Schuhreinigung an der Ahbachbrücke verriet uns nebenbei den heutigen Tourleiter durch ein kleines Reklamezeichen seines ehemaligen Brötchengebers an der Konstruktion.

Die weitere Wegführung über den Eifelsteig ist oberhalb der alten Bahntrasse neu angelegt und mit vielfältigen Blumenwiesen übersät. Man staunte, selbst Wachholderbüsche wuchsen hier.
An der neuen Trasse Eifelsteig nähe Niederehe

Spurensuche an einer seltenen Pilzart sollte für einen Kenner der Materie kein Problem sein, der besuchte Lehrgang war also nicht für die Katz. Eine Geschmacksprobe sollte Aufklärung bringen. Gallenröhrling. Giftig oder Ungiftig??? Eins war klar, punktgenau sind wir am Startpunkt am späten Nachmittag angekommen, trotz aller Unkenrufe vom frühen Morgen, das Wetter soll schlecht werden, hat sich doch gelohnt zu Telefonieren.

Gallenröhrling ( Gallentöter ) in Kennerhand


Sonntag, 24. Juni 2012

Brühl, Giesler Galerie.


Ein Blick in den Sonntagsnachmittagshimmel war nicht gerade vielversprechend. Steht doch bald ein Urlaub an. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, so muss Man zur Life Style für Damen ins Einkaufszentrum. Schmuck, Mode, neuestes Trends, Haarstyling, Tattoo, festliche Kleidung, und jede Menge anderer Dinge die man braucht oder auch vergessen kann. Am roten Teppich sitzen und den Nachmittag genießen. Einstimmung auf den anstehenden Urlaub.
Unterhalb vom Sudturm
Hairstyling
etwas für jeden Tag
Roter Teppich für festliche Abende
für Regentage
für Sonnentage
Eine Rose von Damen für die Dame



 Nix wurde für Festlichkeiten ausgelassen selbst die Musik ist buchbar und wurde mit viel Applaus gefeiert.

 Warum alle Modells den Berichterstatter im Visier hatten ist mir schleierhaft. Ein schöner Sonntagnachmittag mit gelungenem Ambiente.

Montag, 18. Juni 2012

Brühl-Mitte.


Irgendwas mit der Zahl Drei wurde am Abend gefeiert. Gleis Drei nennt sich nun eine neue Gastronomie am Bahnhof Brühl-Mitte. Ab drei Uhr kann man auch schon Getränke ordern. Die Location hat den Hauch einer Kleinstadt. Viele Buslinien tangieren den Platz und machen dann eine Pause.


Von Drei bis Acht mit Zahlendreher konnte dann gerätselt werden wie alt das Geburtstagskind wurde.
Die Drei stand dabei im Vorder-Hintergrund.

Herzlichen Glückwunsch an das 
( Berliner Kindl.)

Brühl.



War es letzte Woche noch die Schafskälte, die den Wanderern einen Strich durch die Rechnung machen wollte, so waren diesmal die Gewitter vorhersagen ein Grund in den heimischen Gefilden eine Runde zu drehen. Der Startpunkt am Rande des Villewaldes war so gewählt, das lediglich Wetterschutz und Schirme am Körper waren.
Am Pingsdorfer See
Gewitterstimmung am See
Aus den Restlöchern des Braunkohlen Tagebaus entstand hier einer von 40 Seen und Weihern mit einem besonderen Anglersteg und vielen blühenden Seerosen.
Die Größe ist ca. 3,8 ha und zum Fischbestand zählen Karpfen, Aale, Schleien, Barsche und Hechte, das alles für eine Tageskarte 7,50 €.
Angeln nur mit Vitamin B
Aus dem ausgekohlten Braunkohlen Tagebau Grube Donatus entstand der nach einer alten Brikettfabrik benannte See. 1960 langsam mit Grundwasser gefüllt. Die Fabrik wurde vollständig abgerissen. Über 50 Jahre wurde hier Braunkohle abgebaut.
Einige Seen sind fest in Vereinshand und nur über Vitamin B kann man sich hier für
Lebensmittel mit Antioxidantien und freien Radikalen versorgen. Unser deponierter Tagesbedarf wurde dann entgegen allen Unkenrufen zum Trotz bei strahlendem Sonnenschein auf Balkonien verzehrt.

Montag, 11. Juni 2012

Scheven.


Sollte die Schafskälte den Wanderern einen Strich durch die Rechnung machen??? Die Prognosen sämtlicher Wetterinfos hatten wider Erwarten danebengelegen. Ein wenig Nieselregen soll ja bekanntlich für Wachstum sorgen, und sie Sinne schärfen. Die präsidiale Entscheidung war am Vorabend gefallen. Schnell einen Teil der Karte scannen, und nicht zu weit in die Ferne schweifen. So war Scheven der Startpunkt.

In der Schmiedegasse wurde geparkt. In einem der ältesten zweigeschossigen Fachwerk- Traufhäuser der Eifel aus dem 18. Jahrhundert wohnen auch einige Künstler und Meisterschüler von Joseph Beuys.

Abbauhalden bei Kalenberg

Dass schon die Kelten den Bergbau in der Eifel und deren Bleierzlagerstätten kannten, ist erwiesen. Von den Römern weiß man, dass sie bei Keldenich Bleierz abgebaut und geschmolzen haben. Am 31. Dezember 1957 wurde die letzte Schicht am Bleiberg gefahren werden.

Ginster oder kein Ginster, vielleicht liegt das am Untergrund

Weiter in Richtung Kallmuth mit herrlichen Blicken auf die Landschaft wurde die uns schon bekannte Brunnenanlage links liegen gelassen.
Blick auf Kallmuth

Die technisch sehr interessante Brunnenstube erbaut gegen Ende des 1. Jh. n. Chr. ist ein Teil der Römischen Wasserleitung, welche die Römer im alten Colonia (Köln) täglich mit rund 20.000 Kubikmetern Eifelwasser versorgt. Die insgesamt über 90 Kilometer lange Wasserleitung, die mit der Brunnenstube Grüner Pütz bei Nettersheim beginnt, gilt als eine der herausragenden technischen Meisterleistungen der Römer nördlich der Alpen. In der Brunnenstube von Kallmuth erhielt die hier unterirdische Wasserleitung einen weiteren Zufluss.

Aus EU Mitteln finanziert, neue Beschilderung

Am Wendepunkt der Wanderung im Urfttal war bis dato die Wegführung klar. Ein Blick auf die Übersichtskarte Nr. 5 vom Eifelverein hätte dann auch den Umweg über Keldenich erspart.


Die Tourleitung war fest davon überzeugt an der Ecke unterhalb des Galgenbergs links abzubiegen. Selbst der Besuch in der Kirche ließ noch Zweifel aufkommen. So wurden dann die geplanten Kilometer von der sogenannten Luschimarke ( die Zahl 13 ) überschritten, und der aufkommende Sonnenschein machte alles wieder paletti.