Sollte
die Schafskälte den Wanderern einen Strich durch die Rechnung machen??? Die
Prognosen sämtlicher Wetterinfos hatten wider Erwarten danebengelegen. Ein
wenig Nieselregen soll ja bekanntlich für Wachstum sorgen, und sie Sinne
schärfen. Die präsidiale Entscheidung war am Vorabend gefallen. Schnell einen
Teil der Karte scannen, und nicht zu weit in die Ferne schweifen. So war
Scheven der Startpunkt.
In
der Schmiedegasse wurde geparkt. In einem der ältesten zweigeschossigen
Fachwerk- Traufhäuser der Eifel aus dem 18. Jahrhundert wohnen auch einige
Künstler und Meisterschüler von Joseph Beuys.
| Abbauhalden bei Kalenberg |
Dass
schon die Kelten den Bergbau in der Eifel und deren Bleierzlagerstätten
kannten, ist erwiesen. Von den Römern weiß man, dass sie bei Keldenich Bleierz
abgebaut und geschmolzen haben. Am 31. Dezember 1957 wurde die letzte Schicht
am Bleiberg gefahren werden.
| Ginster oder kein Ginster, vielleicht liegt das am Untergrund |
Weiter
in Richtung Kallmuth mit herrlichen Blicken auf die Landschaft wurde die uns
schon bekannte Brunnenanlage links liegen gelassen.
| Blick auf Kallmuth |
Die
technisch sehr interessante Brunnenstube erbaut gegen Ende des 1. Jh. n. Chr.
ist ein Teil der Römischen Wasserleitung, welche die Römer im alten Colonia
(Köln) täglich mit rund 20.000 Kubikmetern Eifelwasser versorgt. Die insgesamt
über 90 Kilometer lange Wasserleitung, die mit der Brunnenstube Grüner Pütz bei
Nettersheim beginnt, gilt als eine der herausragenden technischen
Meisterleistungen der Römer nördlich der Alpen. In der Brunnenstube von
Kallmuth erhielt die hier unterirdische Wasserleitung einen weiteren Zufluss.
Am
Wendepunkt der Wanderung im Urfttal war bis dato die Wegführung klar. Ein Blick
auf die Übersichtskarte Nr. 5 vom Eifelverein hätte dann auch den Umweg über
Keldenich erspart.

Die Tourleitung war fest davon überzeugt an der Ecke
unterhalb des Galgenbergs links abzubiegen. Selbst der Besuch in der Kirche
ließ noch Zweifel aufkommen. So wurden dann die geplanten Kilometer von der
sogenannten Luschimarke ( die Zahl 13 ) überschritten, und der aufkommende
Sonnenschein machte alles wieder paletti.
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