Montag, 11. Juni 2012

Scheven.


Sollte die Schafskälte den Wanderern einen Strich durch die Rechnung machen??? Die Prognosen sämtlicher Wetterinfos hatten wider Erwarten danebengelegen. Ein wenig Nieselregen soll ja bekanntlich für Wachstum sorgen, und sie Sinne schärfen. Die präsidiale Entscheidung war am Vorabend gefallen. Schnell einen Teil der Karte scannen, und nicht zu weit in die Ferne schweifen. So war Scheven der Startpunkt.

In der Schmiedegasse wurde geparkt. In einem der ältesten zweigeschossigen Fachwerk- Traufhäuser der Eifel aus dem 18. Jahrhundert wohnen auch einige Künstler und Meisterschüler von Joseph Beuys.

Abbauhalden bei Kalenberg

Dass schon die Kelten den Bergbau in der Eifel und deren Bleierzlagerstätten kannten, ist erwiesen. Von den Römern weiß man, dass sie bei Keldenich Bleierz abgebaut und geschmolzen haben. Am 31. Dezember 1957 wurde die letzte Schicht am Bleiberg gefahren werden.

Ginster oder kein Ginster, vielleicht liegt das am Untergrund

Weiter in Richtung Kallmuth mit herrlichen Blicken auf die Landschaft wurde die uns schon bekannte Brunnenanlage links liegen gelassen.
Blick auf Kallmuth

Die technisch sehr interessante Brunnenstube erbaut gegen Ende des 1. Jh. n. Chr. ist ein Teil der Römischen Wasserleitung, welche die Römer im alten Colonia (Köln) täglich mit rund 20.000 Kubikmetern Eifelwasser versorgt. Die insgesamt über 90 Kilometer lange Wasserleitung, die mit der Brunnenstube Grüner Pütz bei Nettersheim beginnt, gilt als eine der herausragenden technischen Meisterleistungen der Römer nördlich der Alpen. In der Brunnenstube von Kallmuth erhielt die hier unterirdische Wasserleitung einen weiteren Zufluss.

Aus EU Mitteln finanziert, neue Beschilderung

Am Wendepunkt der Wanderung im Urfttal war bis dato die Wegführung klar. Ein Blick auf die Übersichtskarte Nr. 5 vom Eifelverein hätte dann auch den Umweg über Keldenich erspart.


Die Tourleitung war fest davon überzeugt an der Ecke unterhalb des Galgenbergs links abzubiegen. Selbst der Besuch in der Kirche ließ noch Zweifel aufkommen. So wurden dann die geplanten Kilometer von der sogenannten Luschimarke ( die Zahl 13 ) überschritten, und der aufkommende Sonnenschein machte alles wieder paletti.






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