Montag, 4. Juni 2012

Mehlem.

Die Navigationsadresse, Mehlem Vulkanstraße, brachte uns direkt zum Naturschutzgebiet Rodderberg. Sie haben ihr Ziel erreicht, und schon steht man vor einer der vielen neuen Infotafeln. Der nördlichste und der jüngste quartäre Vulkan der Region. Sein letzter Ausbruch vor langer langer Zeit.  

Schlackenwand am Rodderberg
Tuff und Schlacke ist ein einmaliges geologisches Denkmal im Grenzbereich der Stadt Bonn. Die örtlichen Wanderwege 11 und W sind gut gekennzeichnet, wo hingegen die Schutzhütten vergeblich zu suchen sind. Da bis zum Nachmittag die Wetterfront stabil blieb, wurde ausgiebig von Ruhebänken Gebrauch gemacht und die Panoramaausschicht auf das Siebengebirges genossen.


Ansicht Siebengebirge vom Heinrichsblick aus
Für Geologen ist dieses Tal, es hat 800 m Durchmesser, ein wieder zugeschütteter Vulkankrater, vieldiskutiert seit den frühen Tagen der Geowissenschaften. Der Krater wurde schon von Charles Lyell (1834) in einem Atemzug mit dem Vesuv erwähnt. Dennoch, blieb  bis heute vieles rätselhaft. Dies sollte durch 3 Bohrungen im Jahre 2011 und 2012 entschlüsselt werden. Die Vulkan- und Klimageschichte des Rheinlandes beschäftigt zurzeit einige Universitäten.

Blick in den Krater 800 Meter Durchmesser
Lebensraum für schmalblättrigen Hohlzahn mit Buntsandstein Auswürfen
Der Post Tower ist die Zentrale des Logistikkonzerns Deutsche Post und mit 162,5 Metern das Neunte höchste deutsche Hochhaus außerhalb von Frankfurt am Main.
 

Die Geschichte des Rolandsbogens beginnt im Jahre 1122. Eine Inschrift im Kloster Nonnenwerth berichtet, dass die Burg dem Schutz eines Klosters dienen sollte.  Der Rolandsbogen ist bei Romantikern sehr beliebt. Jahrzehnte mit dichtem Efeubewuchs, nun sieht der arme Rolandsbogen ganz nackich aus.
Käfer und Läuse bei der Arbeit
Die Farbe der Läuse, pechschwarz, stellte sich am Nachmittag am Bonner Himmel ein und es goß in Strömen, ein Glück das man dann ein Dach über dem Kopf hatte.













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