Montag, 26. September 2011

Leimbach, nach 6 Monaten, was hat sich geändert.

Leimbach, 4 Personen auf dem Weg Nr. 4
So lautete eine Headline im März, ebenso die folgenden Zeilen. Die Wandergruppe hatte sich an diesem Montag verkleinert, Einer befindet sich im Großstadtverkehr von Rom, der Andere im Outback von Australien, wir, der Rest bevorzugten die heimatliche Nähe. In der Summe wurden 600 Höhenmeter gemeistert und es war genug Zeit für eine ausgedehnte Mittagspause. An der Bundestrasse 247 Ausschau nach einem Parkplatz halten und dann direkt los fast den ganzen Tag über dem Weg Nr. 4 folgend.
etwas für die Krippe

Wanderweg Nr. 4
Das war am 28.03. Leimbach als Ausgangspunkt für eine Wanderung die der Berichterstatter ausgesucht hatte.
Für die heutige Leitung der Tour, die sich Norbert, ausgedacht hatte war das schon frustrierend wenn die Mitfahrer, und Wanderfreunde auf einen günstigen Parkplatz hinweisen und dann bis mittags mit den Bemerkungen hier links oder rechts nicht aufhörten.
März 2011
September 2011

Durch breite Wanderwege in leichten Serpentinen wurden bis zur Hohen Warte ca. 600 Höhenmeter bewältigt. Die herbstlichen oder besser gesagt sommerlichen Temperaturen machten das Pausenerlebnis zu einem Vergnügen. Zuerst hieß es weiter dem Weg Nr. 4 folgend, damit war dann Schluss und über den Weg Nr. 3 wurde Gilgenbach erreicht. Hier kamen dann wieder die gut gemeinten Sprüche, vor der Kapelle rechts ab. Der Höhenwanderweg gab Blicke frei auf die Nürburg und die Hohe Acht.
Sonnenbad
links ab
Eine leichte Färbung des Laubwaldes wurde sichtbar und wie auf Bestellung ein Reh in einer Waldschonung. Geschont hatte uns Norbert nicht, immer weit voraus wurden Abkürzungen eingeschlagen und doch waren wir letztendlich an einer Bank mit Blick auf Leimbach und der damals prächtige Bau eines Martinsfeuer war demontiert worden. Die leichten Änderungen des Tour Verlaufes führten dazu das wir an diesem Tag 800 Höhenmeter hinter uns hatten und bei Linnartz in Heimerzheim bei 26 ° Grad Außentemperatur den wohl letzten Pflaumenkuchen genießen konnten. Übrigens das schnelle Streckentempo hatten dann 2 Mitwanderer vorgelegt, die abends unbedingt eine Vorlesung an der Uni Bonn hören wollten. Wer da wenn anstoßen muss, damit er nicht einschläft, werden wir demnächst erfahren.

Montag, 12. September 2011

Müllenborn, Höhlen und keltische Gräber im Oosbachtal.

Die traditionelle Montagswanderung fand wieder in heimatlichen Gefilden statt. Laut einer Beschreibung in der Kölschen Rundschau sollte folgende Anfahrt zum Startpunkt führen: Am zweiten Kreisel in Hillesheim rechts ab. Der fahrbare Untersatz verfügte leider nicht über ein Navisystem, so dass der Startpunkt erst spät erreicht wurde. Schlechte Vorbereitung der Tour Leitung, die sich Gerd ausgedacht hatte, der nimmt demnächst das Falkgerät mit. Dafür wurden an der Wegstrecke jede Menge Highlights geboten.
Mühlsteingewinnung
Das Oosbachtal

Zuerst vom Dorfweiher aus dem Weg Nr. 1 folgend erreichten wir einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die schöne Eifellandschaft. An einer Lava Grube vorbei wurde die Abbauweise von Mühlsteinen sichtbar.
Eine Mühlsteinhöhle wurde erkundet, schließlich war eine Taschenlampe am Mann, bis das die Blitzlichteinstellung funktionierte waren auch schon die ersten Schrammen auf der Glatze. Eine niedrige Drachenhöhle wurde deshalb nur von außen in Augenschein genommen. An einer Infotafel steht hier wurde hart geschuftet. Zur allgemeinen Erklärung konnte man hier lesen:
Ein Vulkan bricht aus. Glühende Lavatropfen schleudern aus dem Schlot und fallen auf weitere Lavafetzen, die bei vorangegangen Ausbrüchen bereits ausgespuckt wurden. Verschmelzung Erkaltung, so entstehen Basaltschlackenbänke. Das blasenreiche poröse Gestein eignet sich besonders für Mühlsteine.
Eingang Mühlsteinhöhle
Dunkelheit niedrige Kopfhöhe
Im 13 Jahrhundert wurde hier am Rother Kopf mit dem Abbau begonnen. Meist über Kopf aus dem Felsstein geschlagen, mit einfachen Werkzeugen. War noch ein kleiner Steg vorhanden, wurde durch Wässerung die Trennung von Fels erreicht. Erkundung der Höhle auf eigene Gefahr, Taschenlampe notwendig, man achte auf Überhänge.
Sammelpunkt Kalenborn

Der Wanderweg Nr. 6 bringt uns bis auf die Anhöhe von Kalenborn. Eine Bank am Ortsrand wurde für die Mittagspause genutzt. Schwalben sammelten sich zu Flug in wärmere Gefilde. Wir beschlossen die weitere Wanderung ein wenig abzukürzen. Wir durchqueren den Lenzerather Wald, ein keltisches Grab was 1913 durch einen Feriengast entdeckt wurde ist noch andeutungsweise zu sehen.
Da soll ich runter???
Ort der Erinnerung

Die Felsstürze der letzten Eiszeit und die Geröllmassen aus Buntsandstein erinnern uns ein wenig an die Wanderung im Kleinwalsertal. Beim Anblick eines Kreuzes auf dem Felsplateau wird der Wanderweg Nr. 7 eingeschlagen, der uns durch ein weich moosbedecktes Waldgebiet zum Parkplatz Müllenborner Weiher bringt. Das Kriminal Café in Hillesheim hatte frischen Pflaumenkuchen mit Sahne im Angebot, es wird herbstlich, Sonne und stürmische Winde kündigten sich an.

Relikte der Eiszeit
Müllenborn im Oosbachtal

Samstag, 10. September 2011

Mittelberg. Brühl.

Rückreise mit kleinen Umleitungen, in Stuttgart Leonberg den Highway kurz verlassen nach dem Motto eines erfahrenden Bergsteigers:
Grundsatz bei all meinen bergsteigerischen Leistungen war, es kommt nicht auf die Leistung, sondern auf das Erlebnis an. 
Vier Montagswanderer im Kleinwalsertal.

Freitag, 9. September 2011

Mittelberg. Kleinwalsertal, Kanzelwand, Fellhorn, Söllereck.

Die anfänglichen Lobeshymen auf die Küche hatten gestern Abend bei allen Misstrauen ausgelöst, die Frischlinge waren nicht mehr frisch, sondern zäh. Es fehlten die Pinienkerne und der Staudensellerie. Am Morgen erwischte Dieter dann noch eine Scheibe Brot mit Schimmelansatz. Mal abwarten was die Herrin des Hauses dazu sagt. Trotzdem ließen wir uns den Tag nicht kaputt reden sondern zogen los zum Wandersteig 2 Ländereck
unsere Tour von rechts oben nach links unten
Grenzstein auf dem Grat

Kanzelwand mit leichtem Nieselregen, Fellhorn starke Bewölkung, und zum Söllereck kam der Sonnenschein. Das Söllereck ist ein 1706 m hoher Berg in den Allgäuer Alpen bei Oberstdorf. Er teilt das Birgsautal vom Kleinwalsertal. Das Söllereck ist ein teilweise bewaldeter Grasberg, der besonders für Bergwanderer interessant ist, während der Blütezeiten.
Kanzelwandgipfel
Rittersporn oder Enzian???

Fellhorn und Kanzelwand sind durch mehrere Rundwanderwege verbunden. Dementsprechend hoch sind auch die Besuchszahlen. Geübte mit Steigerfahrung und Schwindelfreiheit und fein gestylte in Sandalen kreuzen die Wege. Die Fotos am Gipfelkreuz werden unter Lebensgefahr geschossen.

Von Gipfel zu Gipfel, letzter Tag

Die Gratwanderung zum Söllereck bot heute in der Mittagszeit atemberaubende Aussichten. Ob Widderstein, Ifen, Kanzelwand, Fellhorn, Nebelhorn oder Grünten vieles richtig geraten, nur wo sollte der Hochvogel sein.
Widderstein in der Mittagszeit
Blick auf den Ifen vom Fellhorn aus
Alpenvorland mit Grünten
Ein I PAD mit Navisystem hätte uns das verraten können. Eins können wir verraten die Wanderung in Umgekehrter Richtung wäre sehr schwierig gewesen. Selbst die Murmeltiere waren dieser Meinung. Leider, der letzte Wandertag im Kleinwalsertal, Glück mit dem Wetter, gute Unterkunft mit hervorragender Mobilität, schöne Touren, alles in Allem mit 6 von 6 zu vergebenen Sternen wie bei der Bergwertung. Die Bewertung der Küche wurde ein wenig korrigiert, 4 Obstler von der Chefin am Abend, ein Abschluss Resümee stellte fest, man müsste jährlich eine Bergregion erkunden. Gute Vorbereitung von Dieter, schön dass wir Peter und Christel getroffen hatten.

Donnerstag, 8. September 2011

Mittelberg. Kleinwalsertal, Breitach Klamm, Riezlern.

Bauernregel des Tages: Der September ist der Mai des Herbst. Da fehlte heute allerdings einiges an den Temperaturen. Gestern am Ifen Handschuhe. Ausflugsziel heute, Die Breitach Klamm.
Infos
Eingang Oben

Aus geologischer Sicht sind die Nordwestlichen Walsertaler Berge zweigeteilt. Im Süden zwischen Walmendinger Horn und Üntschenspitze werden die Berge aus Flysch aufgebaut. Die Sedimentgesteine der Flyschzone bestehen hauptsächlich aus Sandstein und Sandkalken, Kieselkalken, Mergeln, Tonsteinen und Brekzien. Charakteristisch für die Gesteine ist die Verwitterungs-Unbeständigkeit, die sich an steilen Grasflanken durch den Einschnitt von Tobeln zeigt.
Breitach Klamm
Geoführung
Die Kaltzeit vor 16.000 Jahren hat die scharfen Grate hinterlassen.
Im nördlichen Teil um Hohen Ifen und Gottesackerplateau finden sich Gesteine und Schichten des Helvetischen Systems. Dieses großräumig gefaltete System wird im oberen Bereich von einer ungefähr 100 Meter mächtigen Schrattenkalk-Schicht gebildet. Dieser bildet das Plateau des Hohen Ifen und die Hochflächen über den Gottesackerwänden. Soweit noch einige Informationen aus geologischer Sicht. Ein weiteres Naturdenkmal ist die tiefste und schönste Felsenschlucht Mitteleuropas, Die Breitach Klamm. Von Oben nach unten durchwandert. Ihre Entstehung begann als der abschmelzende Breitachgletscher anfing den Schrattenkalk des Engenkopfes zu durchsägen.
von der Brücke in die Tiefe
erst zahlen, Tür öffnen

Durch den Tiefenbacher Pfarrer Schiebel wurde die Klamm zugänglich gemacht, was natürlich den Tourismus ankurbelte. Die jährlich etwa 300.00 Besucher die sich das Wasserschauspiel ansehen wurden heute um 4 Besucher erweitert. Die Informationstafeln studiert, vielleicht will Dieter uns ja heute Abend abfragen. Keine Frage war dann der Rückweg nach Riezlern. Es blieb noch Zeit mal das Hallenbad mit Sauna zu besuchen und die müden Knochen aufzuwärmen. Es muss ja nicht immer Obstler sein, der am gestrigen Abend die nötige Bettschwere einleitete, wir waren einfach zu überfordert vom Ifen Wandertag.

Mittwoch, 7. September 2011

Mittelberg. Kleinwalsertal, Ifen.

Ausflugsziel heute, der Ifen, ein markantes Profil. Mit dem eng getaktet fahrenden Walserbus, Linie 1 bis Breitachbrücke, umsteigen in die Linie 5 so kann der PKW stehen bleiben wenn man das will.
Blick auf die Tagestour, Ifen
Wandergebiet Ifen

Anspruchsvolle, außerordentlich lange Gipfeltour, Ausdauer, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich; deshalb früh aufstehen und sich durch nichts beirren lassen, eventuell eine Zwischenübernachtung in der Schwarzwasserhütte (hinterstes Kleinwalsertal) einplanen. Nur bei günstigen Wetterbedingungen gehen, da ein Verirren ins Gottesackerplateau sehr gefährlich sein kann, Absturzgefahr, so in unterschiedlichen Foren zu lesen. Da sollte man noch in Ruhe frühstücken. Der Hohe Ifen ist eine der markantesten Berggestalten im hinteren Bregenzerwald. Seine Besteigung ist nur etwas für den versierten Bergwanderer. Das nördlich anschließende Gottesackerplateau ist eine der größten Karsthochflächen Mitteleuropas.
Detail des Massiv
halber Weg zum Gipfel

Anstieg bis zur Ifenhütte mit dem Sessellift erspart einen 1 Stunde Anstrengung, von der gibt es nachher noch genug. Peter hatte sich extra den Tag freigehalten, seine erste Besteigung, mindestens für den Ifen. Ab Lift hat man in Serpentinen ansteigende Wege die gut zu bewältigen sind. An Kreuzungspunkt zum Abzweig nach dem Gottesackerplateau muss man zuerst ein riesiges Geröllfeld passieren. Danach geht gesichert durch Seile bis zum Plateauende des Bergmassivs. Letztendlich hat man dann nach gut 2 Stunden den Gipfel des Ifen erreicht.
Widderstein noch in diesem Jahr, oder in zwei Jahren?
am Horizont der Bodensee

Den Bodensee konnte man sehen, und den Widderstein in seiner ganzen Masse. Die anstrengende Tour von Vortag wurde einem in der Dimension bewusst, kein Wunder das die ersten Gehversuche eher watschelnden Enten gleichkam und nicht dem Aufrechten Gang des Homo sapiens. Kalt war es hier oben, Regen in der Ferne zu erahnen, kurze Pause und der Abstieg konnte beginnen. Die Kniegelenke bedankten sich für das Training.
Auf dem Rückweg
Auf dem Rückweg

Herbert und Gerd verzichteten auf den Gottesacker, ein Rundgang von 45 Minuten, böse Zungen behaupteten Schnee in tiefen Spalten gesehen zu haben. Wir sahen eine Wetterbesserung und gelassen dem Abend entgegen.