Sonntag, 30. November 2008

16:53 Uhr ab Kierberg, an Köln Hbf 17:12 Uhr, ab Flughafen 17:21 Uhr mit der S13 17:35 Uhr an, Boarding 17:45 Uhr, 20:00 Uhr Berlin Zweitwohnung.

So schnell ist man vom Kleinod der wilhelminischen Zeit des Kierberger Bahnhofs in der Hauptsstadt der Preußen.
Genug Zeit für einen Spaziergang zum Inder in der Zossener Strasse für einen Abend mit feinen scharfen Gewürzen und Jogi Bier in Kreuzberg. Noch einen Schlummertrunk und an nächsten Morgen kann dann die Geburtstagsparty losgehen.


Viele Pakete in unförmiger Verpackung locken die Neugier des Geburtstagskinds Michael, aber erstmal mit Prosecco anstoßen. Da hatte er noch nicht bemerkt dass in den Stoppersocken eine manipulierte rechteckige Bedienungsanleitung versteckt war.




Nach einem ausgiebigen Frühstück ging’s dann zum Potsdamer Platz auf den Weihnachtsmarkt. Einmal Schneerutschen und Glühwein und schon ist die Hauptstadt wieder ins Herz geschlossen. Dann hieß es nach Hause und in festliche Kleidung schlüpfen, das Geburtstagskind hatte für den Abend eingeladen.
Am Axel Springer vorbei, schnell an Gazprom vorbei, Gendarmenmarkt, und schon war man Unter den Linden. Festlicher Lichterglanz und jede Menge Touristen.


Da ergab sich die Frage wo werden wir Essen gehen???
So langsam rückt das Brandenburger Tor in Sichtweite, und die Straßenseite wird gewechselt, der wird doch nicht ins Adlon eingeladen haben. Bruni sagt schon beim Überschreiten des roten Teppichs, da gehe ich nicht rein. Schnell um die Ecke, da hatte ich vermutet es geht zum Potsdamer Platz, aber denkste, der Nebeneingang war zu, also zurück marsch marsch. Der Blick von unserem Tisch an diesem Abend, drinnen festlich, warm, lecker, fein, so ist die vorweihnachtliche Zeit.

Also doch, Einladung zum Winterzauber in Berlin. Erleben Sie den besonderen Flair Berlins zur kalten Jahreszeit, und lassen Sie sich im Hotel Adlon Kempinski verzaubern, und das mit Blick aus Brandenburger Tor. Haste gut gemacht, Junge. Bruni fühlt sich so langsam auch wohl. Unter Weinbegleitung, Riesling Kabinett trocken von 2007 Weingut Mosbacher Pfalz, und 2006 er Saint Cosme Selection Cotes du Rhone wurde das Menü zelebriert.

Confierte Jakobsmuscheln mit Zimtrinde, Cous Cous und Quittenkompott


Dithmarscher Hafermastgans in Nougatmilch pochiert mit Rotkohl Cannelloni und Steckrüben

Haselnuss Kuchen mit eingelegten Portweinfeigen und Schokoladen-Kaffee Mousse


das ganze immer auf den Punkt genau und mit dezenten Hinweisen. Einfach himmlisch, vorweihnachtlich. Da braucht man auch gar nicht zu bezahlen, denn das wird über so eine kleine Karte erledigt. Danke für die Einladung. Konnte leider den Preis nicht ermitteln, trotz einiger Versuche.

Freitag, 28. November 2008

3. Abend Männerkochkurs, Bergfest mit Lamm.

An 6 Terminen nach Absprache mit der Chefin Christine begeben sich die Herren der Schöpfung in die Tiefen der gehobenen Kochkunst. Es wird gekocht, gegessen, getrunken, und gelacht also Spaßfaktor pur. Rezepte bringt Christine mit, die Bierkultur wird von Alois besorgt, diesmal gab’s Geburtstagfreibier von Jürgen,
die Tischdekoration machte Wilhelm, und schon stellen sich die Teams den Herausforderungen. Eine Vorspeise, zwei Hauptgerichte, und ein Dessert bei vorweihnachtlicher Stimmung, was durch die Tischdeko untermalt wurde. Am heutigen Abend war folgende Menüfolge zu bewältigen.

Vorspeise: Gushe Barreh ( Persische Ravioli-Suppe )
1. Hauptspeise: Takfifa ( Tunesischer Lammfleisch-Eintopf )
2. Hauptspeise: Lammfleisch mit Aprikosen und Strohkartoffeln
Dessert: Kürbis-Datteln-Muffins

Es wurde geschält, geschnibbelt, und die Lammkeule fachmännisch zerlegt, da war Jürgen gefordert,damit man eine schöne Sauce bekam.

Für 4 Personen nimmt man 500 g Lammfleisch mit Knochen, 3 Zwiebel, 4 EL Öl, 6 Knoblauchzehen, 1 Stück Stangenzimt, 11/4 TL Salz, ¾ L warmes Wasser 1 EL Zucker und 200g getrocknete Aprikosen. 6 mittelgroße Kartoffeln.

Die Zwiebelscheiben in dem Öl goldbraun anbraten und die Knoblauch-Ingwer-Mischung dazugeben. Das Fleisch in 1cm geschnittenen Würfeln dazugeben, Zimt, Salz und warmes Wasser hinzufügen und das ganze 1 ½ Stunden simmern lassen. Jetzt hat man Zeit sich ein Bier zu genehmigen oder schon mal etwas Abwasch zu machen. Zucker in einer kleinen Pfanne karamellisieren und die Aprikosen hinzufügen und das ganze 15 Minuten garen. Das ganze zum Fleisch geben und abschmecken. Was sind Strohkartoffeln???
Streichholzgroße Schnitzarbeit mit rohen Kartoffeln und dann in Öl frittieren. Eine Menge Arbeit, da wir diesmal nur zu 9 angetreten waren. Wolfgang 3 und Ich haben uns als Subunternehmer in der Lammfleischküchenzeile nützlich gemacht. Zuarbeit wie in einer Hotelküche. Ein Lob auf die Chefin, es wurde angemerkt dieses Menü den Frauen am Abschlussabend zu präsentieren. Außerdem konnte man so ab und zu mit dem Probierlöffel in den Kesseln eine Kostprobe nehmen. z.B. beim Lammeintopf, wo unser neues Gewürz Harrissa zum Einsatz kam. Ein schöner vorweihnachtlicher Abend, allen ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, den am 8. Januar geht’s weiter.

Montag, 24. November 2008

Regen, Schnee, Regen, Schneeregen, die Kapriolen der vorweihnachtlichen Zeit.

Das war wohl nicht so leicht für Wolfgang die Entscheidung zu treffen wo geht’s am Montag hin. Schnee floss dahin, und die Infos über alle Kommunikationsmedien gaben verschiedene Vorhersagen. Also wandern in der Nähe in einem zurzeit streitbarem Gebiet, dem Schnorrenberg.


Am Parkplatz werden wir schon begrüßt mit einem Banner, 50.000 Bäume müssen den Erweiterungsplänen des Phantasialandes weichen. Ist dem wirklich so, wenn der Freizeitpark eine Frittenbude bauen möchte muss die Achterbahn abgerissen werden. Na dann mal das Gebiet erkunden. An den mit weißen Bändern markierten Bäumen, diese sollen der Erweiterung zum Opfer fallen, wandern wir bis zum Huttanusplatz.



Woher der Name kommt konnte uns da nur Jürgen mitteilen, weil er die Aussicht auf die untere Schrift der Tafel in seiner Augenhöhe hatte. Der ein oder andere kleine See war wohl unbekannt, oder es wurde einfach ein Name in die Runde geschmissen.
Eine kurze Pause in Höhe des Liblarer Bahnhofs hat dann Norbert mit einem Quitenschnaps und Luxembürgerli Gepäck, frisch aus der Schweiz importiert, für den einsetzenden Regen entschädigt. Die Anmerkung von Dieter, dann nehme ich das grüne vergammelte,wurde durch den feinen Geschmack wiederlegt. Einen Schwenk in Richtung Silbersee, ein uns bekannter Zeltplatz aus frühen Jugendtagen, und dann sind wir auch schon wieder fast am Startpunkt. Ein wenig durchnässt machen wir dann mal wieder Mittag in der Bundesakademie.
Grünkohl bürgerlich war eine bevorzugte Mahlzeit. Gut zwei Stunden waren wir unterwegs, zu sechs, und hatten da die angepeilten Kilometer der sogenannten Luschiwanderung mit 10 km noch weit unterschritten. Den nächsten Montag wird Jürgen gestalten, und ich werde dann wohl über den Wehnachtsmarkt am Deutschen und Französischem Dom in Berlin schlendern.

Montag, 17. November 2008

Exkursion rund um den Bausenberg, Herchenberg im Naturpark Vulkaneifel.

Seit den letzten Ausbrüchen vor über 13.000 Jahren der Vulkane rund um den Laacher See wagen wir die Wanderung im Vulkanpark. Über die A 61 fahren wir manchmal durch den Lavastrom des Bausenbergs, doch diesmal schauen wir uns den vom Herchenberg aus an.

Der Bausenberg ist Deutschland besterhaltener Hufeisenkrater und Dieter erklärt uns den Verlauf des Lavastroms.

Die Wanderung beginnt in Waldorf und nach einigen Kilometern auf dem Wanderweg Nr.10 stehen wir auch schon mitten im Lavastrom. Das Naturschutzgebiet hat eine besondere geologische Bedeutung als Schichtvulkan, und ist als Standort seltener Pflanzenarten und Tierarten ausgebildet. Über den Wanderweg Nr.9 erreichen wir den Herchenberg der als basaltischer Tuff- und Schlacken-Vulkan zum größten Teil schon abgebaut ist. Unser Exkursionsleiter Dieter erklärt uns die erste und zweite Ausbruchsphase, die dunkel geschichteten Schlacken, den zeitweise vorhandenen Kratersee, grobe Tuffe und wechellagernde Lapillituffe. Am Südwesthang sind Steilstehende Gänge sichtbar und auf dem Bild sehr markant zu sehen der große Melilitih-Nephelinit Gang.

Die erste Ausbruchsphase ist wahrscheinlich in die viertletzte Kalteiszeit zu stellen, die zweite in die drittletzte. Am Waldrand vorbei zum Steinbergs Kopf hören wir die Wildgänse schreien, und an diesem wunderschönen Aussichtspunkt sehen wir sie dann in den aufkommenden Haufenwolken gegen Süden ziehen. Kaffee, Tee, Schokolade und Kuchen im Sonnenschein und bei vollkommener Windstille lassen die Mittagspause zum Genus werden. Durch das Vinxtbachtal über den Wanderweg Nummer 5 und 7 geht es zurück nach Waldorf.
In dem beschaulichen Ort entdecken wir eine Bäckerei mit gerade einem Stehtisch. Spontan stürmen wir zu acht den Laden, und essen dann fast die Auslagen leer. Der Kuchen vom Vortag wurde zum Sonderpreis angeboten. Manch einer macht hier noch einen Großeinkauf der verschiedenen Brotsorten, oder räumt die Regale auf. Ein schöner Wandertag vor dem großen angekündigten Kälteeinbruch ist nach 5 Stunden und 18 Kilometern zu Ende. Wolfgang hat nächste Woche das Sagen und möchte noch mehr über den Vulkanismus der Eifel erfahren, deshalb hat er vor am Rande des Riedener Kessel zu wandern.

Freitag, 14. November 2008

Das Erwerben neuer Fähigkeiten, oder die Familie überraschen.

Auch Männer können kochen! Nicht nur Spitzenköche auf der ganzen Welt stellen das unter Beweis, sondern auch die zwölf die sich seit Jahren im Herbst zum gemütlichen Beisammensein treffen.
Christine, unsere Chefin ist immer für eine Überraschung gut. Der zweite Abend, unter dem Themenmotto, arabische Küche ist da auch geeignet die Liebsten, Freunde oder die Schwiegermutter zu begeistern.
„Mann „
muss ran und die vier Küchenzeilen geben ihr Bestes.

Am zweiten Abend war da folgendes Menü geplant.
Vorspeise : Sambusak bi jibin ( Gebratene Käse-Pasteter) mit Salata baladi
Hauptgericht : Hähnchentagine an Trockenpflaumen und Honig, als Beilage, nordafrikanische Möhren
Dessert : Muhallabeya ( libanesischer Milch-Pudding )

Für eine wunderschöne Tischdeko sorgte mal wieder Wilhelm, und dazu gab’s noch ein Präsent zum Martinstag, aber nur wenn ein Lied gesungen wurde, und das war selbstverständlich, da sich auch ein Sponsor, Wolfgang 1, fürs leckere Kölsch gefunden hatte, war der Abend gerettet.
11 Mann und Christine, da waren wir ja fast vollständig und die Küche boomte. Da fiel es uns nicht schwer, dann Punkt 21:00 Uhr die Köstlichkeiten zu probieren.
Christine war sehr zu frieden mit unserem Arrangement, machte aber darauf aufmerksam, beim Servieren der Hauptspeise auf den sauberen Tellerrand zu achten. Das sind halt so die Feinheiten.

Hier das Rezept: Hauptgericht
Die Zutaten:
Hühnerteile, 3-4 Tomaten, etwas Brühe, ½ Tüte Trockenpflaumen, ca. 1 Eßl. Honig, frischer Ingwer, eine Handvoll Rosinen, Safran, Zimt, Salz und Pfeffer, Olivenöl und ein Teelöffel Harissa.
Schon geht’s los. Hühnerteile, Schenkel und Brust, waschen und großzügig mit Salz und Pfeffer einreiben. In heißem Olivenöl schön braun anbraten. In eine Tagine legen und kleingeschnittene Tomaten dazugeben. Mit etwas Brühe angießen und zugedeckt im Backofen garen lassen. Inzwischen Pflaumen, Honig, Ingwer, Zimt, Rosinen und zerstoßene Safranfäden mit etwas Wasser köcheln. Gegen Ende der Garzeit alles in die Tangine geben und nochmals etwas brutzeln lassen. Ein Teelöffel Harissa brachte da auch noch die richtige Würze.

Wolfgang III, Heinz, und Jürgen hatten da ein richtiges Händchen und es war sehr lecker. Den Bratensud mit Fladenbrot vom Teller aufsaugen, Teller sauber, Faß leer, was will man mehr. Der nächste Abend wird mit Lamm bereichert, und dann sehen wir uns erst wieder im neuen Jahr, damit wir Rentner nicht in dem Weihnachtstrubel untergehen. Das komplette Menü zum Preis von 7.80 Euro da kann man nicht meckern, inclusive Getränke.

Montag, 10. November 2008

Regen, regen, regen also, wandern im Villewald, wer kennt sich hier aus.

Die Wetterstation mit Vorschau auf 5 Tage, meldet keine guten Aussichten.



Sonntag kam dann auch schon die Info, Treffen bei Herbert um 10:00 Uhr, ohne Rucksack, nach dem wandern gehen wir essen in der Bundesakademie. So weit so gut.



Sieben haben sich dann auch dort versammelt und Peter führt die Truppe durch die heimischen Gefilde. Franz, Herbert, Dieter, Wolfgang, Norbert und Gerd sind mit dabei. Per Handy meldet sich noch ein Nachzügler, von einem anderen Treffpunkt, Pech gehabt, sind schon unterwegs.
Der Naturpark Rheinland liegt zwischen der Rheinebene und Erft, mit den Großstädten Köln und Bonn im rekultivierten Rheinischen Braunkohlenrevier. Die Größe von 1.045km² besteht aus der Hälfte zu Wald und Schutzgebiet. Durch einen Fußweg zum Heider Bergsee gehen wir in Richtung Margarethenweiher. Am Gruhlsee wird eine eifrige Diskussion über das Gruhlwerk entfacht. Wann ist das Werk geschlossen worden, und wie lange hat der Restabbau der Kohle gedauert???


Hier habe ich noch eine Antwort auf die Frage wie viele Seen sind im Naturpark. 37 Stück. Dieses Naherholungsgebiet ist also nicht nur für die Montagswanderer, sondern vor allem den Menschen aus den Ballungsgebieten Köln und Bonn ans Herz gewachsen. Die Nähe zu Köln kann als dritter Grüngürtel betrachtet werden. Auf der Höhe am dicken Stein machen wir dann eine Kehrtwende und gehen über Kierberg zu Akademie am Heider Bergsee. Schnell die Essenskarte noch aufladen und mal wieder als Rentner die Kantinenkost speisen. Herbert lässt es sich nicht nehmen, zum Kaffee ein zu laden und Peter spendiert den Kuchen. Relativ trocken ist dann auch nach 3.0 Stunden der Airkonditiontag zu Ende. Dieter hat nächste Woche das Sagen.


Mittwoch, 5. November 2008

Zwei Events der Woche standen an.

Ein Termin einhalten, und die Nichte Nicole zum Nachmittag besuchen und bei selbstgebackenem Kuchen und einer guten Tasse Kaffee klönen. Nach ihrem Umzug in eine andere Wohnung war das einer von vielen Terminen den das Rentnerehepaar auf dem Kalender hatte. Nachdem ich vor einigen Wochen mal einige Stunden meine handwerklichen Fähigkeiten dort investiert hatte, war dieser Besuch fällig, denn bald kommt die für alle gestresste Vorweihnachtszeit.
Das Hundi ist lieb und freundlich in der Begrüßung, aber seine Fülle und Größe macht einen endgültigen Schutzanstrich im Flur nötig, wie uns im Bild der Max zeigt. Ein schöner Nachmittag der leider durch einen fast vorprogrammierten Stau am späten Abend endete.





Die neuen Nachrichten über die Wahl in den USA kamen daher leider zu kurz. Währe da nicht eine Nichte in den Staaten, die uns eine freudige Mail schrieb. Da hat die sich doch für Obama arrangiert und uns die Freude mitgeteilt. Von hier aus noch Glückwünsche zur Hochzeit und einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt. Hier sieht man wie Marion strahlt, liegt es nun an dem neuen Familienstand oder am Wahlsieg von Obama. Ihre Anrufe zum Geburtstag überraschen immer wieder, vor allem weil sie dann offensichtlich viel Zeit zum Erzählen hat, und der amerikanische Dialekt sich so langsam bemerkbar macht. Wir werden uns wohl dann auch mal der neuen Technik bedienen müßen und über den Labtop mit Kamera telefonieren. Mal sehen was der Nikolaus davon hält.

Dienstag, 4. November 2008

Dunst, Sonne, raschelndes Laub, schöne Aussichten, wandern auf dem Kermeter.

Wolfgarten, in mitten des Kermeter ist unser Startpunkt für die Wanderung. Gerd hatte trotz Info einholen über Google Earth Probleme den Einstieg des Wanderwegs zu finden, macht nix, gehen wir halt links rum. Ein Eifelvereinssymbol war einfach nicht zu finden. Die neue Wanderkarte Ausgabe 2008 hat viele Themenwege in diesem Waldgebiet, und diese sind dann auch gut beschriftet und das alte Wanderzeichen Eifelverein findet man nun selten. Dem Zeichen Biber entlang des Böttenbachs geht’s leicht abwärts an die Urfttalsperre. Der östliche Bereich der Talsperre war bis vor einem Jahr nur an Sonntagen freigegeben. Es war eine herrliche Aussicht auf die Ordensburg Vogelsang.
Am See entlang zur Staumauer auf breitem Wege gab es viel zu lachen und zu erzählen. Wir konnten auf dem breitem Wege nebeneinander gehen, na klar, die durch den Kakao ziehen, die heute nicht dabei waren. Am schwarzen Kreuz, war dann Mittagspause.
Die Höhe des Kermeter war errecht und über eine alte Strasse der Römer die von Köln nach Reims führte ging’s weiter durch den 3300 ha erschlossenen Naturpark. An den Nordhängen dominieren Buchenwälder mit über 200 Jahre alten Exemplaren. Der Fichtenbestand wird zu Gunsten der Laubwälder reduziert. Pünktlich zu Mittag kam dann auch noch die Sonne zu Vorschein, so dass Norbert seine Rentnerbräune auffrischen konnte. Durch die gute Ausschilderung war dann Franz auf und davon, so wie in alten Zeiten. Die Wege waren mit dichtem Laub übersät und da kam so richtig Freude auf, wie als Kind durch das Laub zu gleiten. Nach 5.0 Stunden und geschätzten 20 Kilometern war dann auch leider wieder der Montag fast vorbei. Dass wir noch in der Sonne auf einer Bank das Schuhwerk wechseln konnten, hatte ich bei den morgendlichen Wetternachrichten nicht erwartet. In Gemünd wurde das Cafe Poth, ohne zwei O, angesteuert. Spontan haben wir dann gesungen, hier wohnt ein reicher Mann, denn Franz ließ es nicht zu das jeder seinen Kaffee und Kuchen bezahlte. Dun see alles zosamme aufhale. Er meinte er hat so viele Kinder, Enkel und Urenkel, so dass ihm die vier verbliebenen Montagskinder auch sehr am Herzen liegen.

Sonntag, 2. November 2008

Weltkulturerbe der Unesco in Brühl.

Was macht man an einem einigermaßen passablen Novembersonntag, wenn es mal etwas trocken bleibt. Spaziergang in der näheren Umgebung, nicht weit von der Kaiserstrasse kommt man nach einem reizvollen Spaziergang durch den Park von Schloss Augustusburg in das neue renovierte Jagdschloss Falkenlust, ein Lustschloss des Kölner Kurfürsten Clemens August.
Von 1729 bis 1737 entstand nach den Plänen des Francois de Cuvillies eine intime kostbare Schöpfung des deutschen Rokoko.
Die Wahl des Bauplatzes wurde bestimmt durch die Flugbahnen der Reiher, den bevorzugten Beutevögeln der Falken, zu den Fischgründen am Altrhein. Ein Zeitungsartikel über die fertig gestellte Renovierung, brachte uns auf die Idee da doch mal vorbei zu schauen. War einiges los, in den großen Filzpantoffeln hatten wir uns durch die Räumlichkeiten geschlichen.
Das große Treppenhaus mit über 9000 blauen Kacheln aus den Niederlanden lässt die
Zugehörigkeit zum Hause Wittelsbach erkennen. Die kostbar ausgestatteten Innenräume wurden schon 1763 von Mozart bewundert. Ich wollte das dann auch im Bild festhalten und das ist mir dann auch bis auf die freundliche Ermahnung einer jungen Dame gelungen. Im Spiegelkabinett war dann das letzte Foto geschossen.