Freitag, 30. Juli 2021

Marmagen.

Einige Wandergebiete sind zurzeit nicht erreichbar. Wie im letzten Jahr die Fuchshöhle. 

Schönes Ambiente direkt am Eiffel Platz in Marmagen

Im Ortskern von Marmagen starten wir am Eiffel-Denkmal zum Andenken an die Vorfahren von Gustave Eiffel, deren Generationen später als Eiffelturm Erbauer Geschichte schrieb.

Infotafel des Eifelverein Marmagen

Die Fuchshöhle

Wir wandern aus dem Ort heraus über die Straße zum Mertesberg an der unscheinbaren Burg vorbei bis fast Ende Bebauung und ein schmaler Pfad etwas unscheinbarer Weg führt uns zur versteckt gelegenen Fuchshöhle. Entstanden durch Silbererz Versuchsgrabungen im 18. Jahrhunderts. Ein Loch im Dolomit Kalkgestein. Es ist kein Fluchtweg aus der kleinen Burg.


Der Galgenbaum

Nach passieren des Marmagener Bachtal geht es entlang des Gillesbaches über die Marmagener Straße in Richtung Eifelhöhenklinik am Mühlenberg. Auf halber Höhe trifft man auf den Galgenbaum. Eine alte Buche ersetzt einen Galgen der hier der Sage nach aus dem Streit von Kirchenfürsten entstanden.

Die Eifelklinik vom Aussichtsturm aus gesehen

Auf dem Mühlenberg 547m erklimmen wir den 14m hohe Aussichtsturm mit Eifelblick und schöner Sicht über die Hügellandschaft sowie auf Marmagen und Kloster Steinfeld. Der Turm steht auf dem frei zugänglichen Gelände der Eifelhöhen-Klinik. Das war mal eine Reha Klinik für Brunis Hüft OP. Pleite und heute ein Corona Testzentrum.

Hallenthaler Mühle am Gillesbach

durch Wassermassen demolierte Brücke am Gillesbach

Leicht abwärts geht es ins Gillesbachtal, bis zur Hallenthaler Mühle. Hier könnte man zweimal den Gillesbach queren was aber auf Grund der Regenmengen vor 14 Tagen nicht möglich ist. Es sei den man ignoriert die Absperrungen.

Das Kloster Steinfeld vom Königsberg aus zu sehen

Ab hier kann man den Weg erweitern bis zum Kloster Steinfeld, eine Abtei aus dem 12. Jahrhundert, die als eine der besterhaltenen Klosteranlagen im Rheinland gilt. Seit 1923 führen die Salvatorianer das Kloster Steinfeld. Da man vom Königsberg einen freien Blick auf die Anlage hat halten wir uns strikt an die Wegführung, schließlich sollen der begleitenden Dame keine Ansatzpunkte für Kritik gegeben werden.

Adlerauge seih wachsam

Eine schöne Wegführung durch den hohen Buchenwald rund um den Königsberg mit schmalen Pfaden, am Waldrand entlang ein Eldorado für Schmetterlinge, und fast parallel zur L 204 geht es über den Höhenzug zurück zum Startplatz. Bei Café Milz direkt neben der Kirche St. Laurentius, die ein unbekannter Ritter 955 zum Dank an seine Rettung aus der Schlacht auf dem Lechfeld gestiftet haben soll, wird Kuchen für den Nachmittagskaffee besorgt, schließlich will zu Hause der Rasen noch einen Schnitt sehen.

Montag, 19. Juli 2021

Berlin-Brühl.

Gosen.

Auf zum Endspurt

Fast wie zu Hause kurze Anfahrt eine Runde um den See und zu Mittag beim Hindi. Das war dann der vorerst letzte Wandertag. Diesmal ohne Wegzehrung unterwegs, nochmal sehen ob die Mücken sich an uns gewöhnt haben und bis Mittag die Beine vertreten. Schade die schönen Tage gingen wie im Fluge vorbei besten Dank für Vieles und bleibt gesund.

Der Gosener See am Oder Spree Kanal

Der BER

BER Start 17:50 Landung Köln-Bonn 18:38 

Sonntag, 18. Juli 2021

Berlin.

 Durch den Wildenbruch. 7 Berge Tour.

Auf zur sieben Berge Tour

Nach Eingewöhnung auf die Sandpisten geht es heute auf zur Siebenberge Tour, bzw. den Ortolan Weg bei Stücken. Bei der Vogelart wurde vorab der Gesang per App erkundet, wenn schon ein Weg danach benannt ist.

Wegkennung in Stein gemeißelt

Der relativ farbenfrohe Ortolan gehört zu den Ammern und lebt vor allem in warmen, trockenen Regionen. Sein Brutvorkommen ist sehr zerstreut, der Schwerpunkt in Deutschland liegt jedoch in den östlichen Bundesländern.

Die Heidelandschaft bei Wildenbruch

Der Startpunkt unserer Wanderung lag im Ortszentrum von Wildenbruch und führt erstmal vorbei an einer Mülldeponie die noch von Westdeutschen Geldern erbaut wurde. Divisen für den Osten. Die Landschaft hier heißt zwar Heide ist aber mit reiner Heidelandschaft nicht zu vergleichen. Lichte Kiefernwälder und Sanddünen zeugen von den ursprünglichen Eiszeiten, Ab und an Felsbrocken in schönen Farben.

Über die Höhen des Fichtenberges

Die erste Anhöhe ist der Ziebchenberg mit 81 Meter, der Backofenberg mit 91 Meter, der Grämitzberg mit 78 Meter und der Fichtenberg mit 68 Meter sowie der Hoheberg mit 63 Meter die restlichen zwei und den Rauherberg und Krugberg tangieren wir.

Weite Sonnenblumenfelder

Mehrere blühende Felder mit Sonnenblumen werden zu Fotomotiv. Ferner scheint man hier eine Vorliebe für alte Kornsorten entdeckt zu haben. In Wildenbruch sich gemütlich in den Biergarten setzen war nur mit Voranmeldung möglich, der Seddiner See hatte an diesem Sonntag genug Badegäste angelockt. Dafür lassen wir uns beim Hindi verwöhnen. Galant begrüßt: Wie geht es Ihnen. Wie lange bleiben Sie. Bis morgen, aber Mittag schauen wir noch mal rein.

Samstag, 17. Juli 2021

Berlin.

 Durch die Rudersdorfer Heide.

Startpunkt Erkner durch das Löcknitztal

Gibt es im Naturpark auch Berge? Sieben sollten es sein. Die höchste Erhebung sind die Kranichsberge mit 104 Meter. Am Folgetag sollten es in der Gesamtzahl 7 Stück sein. Heute geht es erst mal durch das Tal der Löcknitz.

Im Löcknitztal

Außerhalb von Erkner führt uns der Weg am Wupatzsee vorbei und über einen urigen Pfad unterqueren wir den Berliner Ring A 10 in Richtung Grünheide. In der Unterführung sind 4 Statuen Frösche, deshalb heißt die Brücke auch Froschbrücke.

Eine der Skulpturen an der Froschbrücke

Eine Froschskulptur aus Sandstein ist ca. 1,5 Tonnen schwer. Die versteinerten Tiere entstammen der Familie der Froschlurche: ein Laubfrosch, ein Grasfrosch, ein Teichfrosch und eine Kröte blicken über die Löcknitz. Geschaffen wurden diese Skulpturen von dem Bildhauer Julius Starke.

Naturbelassene Wegkennzeichen

Die Wegbezeichnung für den 66-Seenwanderweg und der Löcknitztalweg gehen direkt an der Froschbrücke vorbei. In Ort Grünheide machen wir eine Trinkpause. Viele haben sicher den Namen schon mal gehört, in unmittelbarer Nähe entsteht die Giga Factory von TESLA. Die Örtlichkeit wird auf dem Heimweg per Auto in Augenschein genommen. Am Woltersdorfer Brauhaus ist das Radler wohlschmeckend und hier in Brandenburg scheint die Corona Pandemie nicht mehr präsent zu sein.

Das Brauhaus an der Woltersdorfer Schleuse

Freitag, 16. Juli 2021

Berlin.

Eine Runde um den Blankensee.

roter Punkt, eine kleine Anhöhe mit Blick auf den Blankensee

Die Wanderleitung hat zum Einstieg der Touren im märkischem Sand eine Route ausgesucht die durch ihre Vielfalt an Vogelarten bekannt ist. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist es aber verdächtig ruhig.

In der Nähe vom Mühlenberg

Die Nieplitz bei Körzin

Der Naturpark Nuthe- Nieplitz ist nur einen Katzensprung vom geschäftlichen Treiben in der Stadt entfernt und strahlt vollkommen ländliche Gelassenheit aus. Kanäle und Feuchtgebiete sowie Sandlandschaften, offener alter Eichenwald und Kiefernwälder ein riesiges Areal für die Lebensräume Flora und Fauna. Manch einer mag sich fragen wieso gehen die beiden Rheinländer dort wandern, aber für uns ist nach aufgelisteten 430 Tagen in Berlin das Landleben mal eine Abwechslung.

Rastplatz am Blankensee

Ein Selfie der Wandergruppe

Namengebend für das Reservat sind die Flüsse Nuthe und Nieplitz. Unsere Tour startet in Blankensee und geht es mal bis Stücken, wobei man die kleine Landstraße benutzen muss. Danach geht es in die Weiten Brandenburgs und auf einer kleinen Anhöhe kann man einen Blick auf den See erhaschen. Wir genießen hier bei leichtem Wind die Aussicht und machen eine entspannte Pause. Im Ort wird dann für den Abend Fisch frisch gekauft die Freude zum Grillen ist groß.

Donnerstag, 15. Juli 2021

Berlin.

Zum Wandern nach Berlin.

Berlin besuchen und Wanderungen im sogenannten Speckgürtel, roter Punkt Gastgeberwohnung 

Am Donnerstag den 15.07.2021 hatten die Regenmengen aufgehört und wir wollten entspannt nach Berlin reisen. Der Keller war trocken geblieben und die Meldungen von den Naturkatastrophen in der Eifel und dem Umland waren noch spärlich. Die unterschiedlichen Apps verunsicherten uns und so wurde das Zeitfenster der Reisedauer erweitert.

Das war an diesem Reisetag eine gute Hilfe

14:45 Abmarsch Brühl Nord. Tram 18 kein Betrieb, Unwetter. Bus 935 Richtung Kalscheuren, wenigsten an der Bundesbahnhof kommen oder doch die Linie 18 benutzen? Bis hinter Meschenich lief es zähflüssig und so wurde bei der Raiffeisen Verkaufsstelle ein Fußmarsch Bahnhof unternommen. Das nächste Problem war das Warten auf den RB 38 bis 16:40. Im Fußgängertunnel schnell eine Kehrtwende, derweil doch noch ein Zug kam. Mit Glück und schnellen Schrittes wurde die S 16 um 17:01 von der Rolltreppe kommend erwischt. Aufatmen den nun war die Bordingzeit noch rechtzeitig. Vorab hieß es Gate Close 18:05.

Der Empfangsbereich des BER

So sah es im Juni 2008 aus und hat bis zur Inbetriebnahme eine Ewigkeit gedauert

Was dann lange dauerte war das Warten im Flieger, wegen technischer Probleme. Letztendlich wurde dann mit einer Stunde Verspätung der neue BER erreicht. In Anbetracht dieser Reisezeiten hätte man auch das eigene Auto nutzen können.

Sonntag, 11. Juli 2021

Monreal.

 Zur Abwechslung mal wieder einen Themenweg.

Das Profil des Themenweges, eine kleine Herausforderung nach der 2. Impfung

Monreal, das klingt schon ein wenig royal. Das dieser Ort noch die Bezeichnung erlangt das Schönste Dorf der Eifel, da wird man neugierig. Der Themenweg MR ist wie alle Traumpfade gut beschildert und somit viel Zeit für die Blicke in die Landschaft.

Startplatz, linksrum gegen den Uhrzeiger, das historische Dorf später

Wir starten am Bahnhof was fast auch der einzige Parkplatz des idyllischen Ortes ist. Diesmal fällt die Wahl so aus gegen den Uhrzeitersinn. In Anbetracht der Steigungen ein guter Beginn am Morgen. So bleibt am Nachmittag ein Bummel durch den Ort, derweil viele wohl nur zur Kaffeefahrt am Nachmittag unterwegs sind. Was sich später bewahrheitet. Auf halber Strecke treffen wir eine Wanderin aus Königswinter.

schmale Pfade, rutschiger Untergrund, Balance halten

Unterwegs auf den Spuren der Ritter, so lautet das Motto, dazu zählen die Ruinen der Löwen- und Philippsburg über dem mittelalterlichen Fachwerkort Monreal. Versprochen werden steile verschlungene Waldpfade, abenteuerliche Schluchten und spektakuläre Weitblicke.

über Stock und Stein

Vom Bahnhof in Monreal führt ein der Weg entlang der Elz und hinter dem Sportplatz quert diese und über einen Serpentinenanstieg mit Krüppeleichen bewachsenen, ein karger Steilhang, heute sehr rutschig geht es auf halber Höhe parallel zur Bahnlinie durch das Thürelztal. Insgesamt ist der Weg sehr schmal und die Entscheidung erst der Anstieg war nach den Regentagen goldrichtig.

Hochsimmer und Hochstein im Hintergrund, linker Bildrand die Phillipsburg

Nach Querung der Landstraße L 98 wird durch die Wiesenlandschaft der Blick auf den Hochsimmer und Hochstein, letzterer bei der vier Berge Tour bestiegen sichtbar. Ebenso Teile der Ruine Phillipisburg und Teile der Neubebauung außerhalb den historischen Ortskerns sind zu sehen.

Die Ruinen zum Themenweg Monrealer Ritterschlag

Alles so Nahe und doch weit weg weil die Wegführung sanft abwärts durch weite Kurven ins Elzbachtal führt. Der tief eingeschnittene Hohlweg bergauf hätte nicht unbedingt sein müssen war jedoch Ansporn an der Kapelle Schnürenhof eine Verschnaufpause einzulegen.

gedeckte Tafel mit Ruine im Hintergrund

Infos an den Häusern

eingemauerte Steinkugel von 1632

Die Elz mitten durch das Dorf

Auf der Schlossbrücke

Das Schiff Haus

Das alte Pfarrhaus, heute Café zum Bahnhof 900 Meter

Schmaler Pfad zum Neubaugebiet und dann entlang der Elz zum historischen Ortskern. Viele historische Hinweise an den Fachwerkhäusern, gemütlich gedeckte Kaffeetische und wunderbare Bauten. Am alten Pfarrhaus vorbei wird der Startpunkt erreicht, wo morgens ein Auto stand ist jetzt Hochbetrieb. Das Schöne an den Rundwegen ist die Tatsache man kann die zurückgelegte Strecke je nach Straßenführung aus dem Auto heraus nach mal Revue passieren lassen. Die Wanderkarte Nr. 32 Osteifel von 2003 wäre nicht dienlich gewesen. 

Samstag, 3. Juli 2021

Alendorf.

 Ausschau nach wildblühenden Orchideen.

Eine von vielen Arten der Orchideen

Wo sollte das besser sein wenn nicht im Lampertstal, bzw. in der Wachholder Landschaft um Alendorf. Zahlreiche Wanderwege und Wanderpfade erschließen eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete der Region. Mit einer Fläche von 650 ha gehört es zu den größten Naturschutzgebieten Nordrhein-Westfalens.

Der Eierberg bei Alendorf

Karrenweise holten die Bauern früher den Wacholder von den Hängen. Zum Räuchern machte der den Schinken besonders aromatisch. Die Ägypter nutzten die blauen Beeren für Mundwasser, die Niederländer brauchen sie für ihren Genever und das deutsche Sauerkraut lässt sich damit immer noch verfeinern. Wacholderbüsche, die zur Familie der Zypressen gehören, prägen die Hügel und Hänge rund um Alendorf.

Berliner und Bergisch Gladbacher haben an der alten Kirche in Alendorf schon mal pausiert

Wir starten an der alten Kirche in Alendorf, die um das Jahr 1494 erbaut wurde. Die Gründe für den Bau einer zweiten, außerhalb des Ortes gelegenen Kirche sind nicht bekannt. Seitdem wurde die heutige Alte Kirche in den Sommermonaten als Pfarrkirche genutzt, und ihre Vorgängerkirche im Dorf als Pfarrkirche für die Wintermonate. In den frühen Morgenstunden steht der kleine braune Mini SUV direkt alleine an der Kapelle. Von dort aus geht es am Ende des Soldatenfriedhofes um den Eierberg in Richtung Esch. Hier benutzen wir überwiegend den Themenweg TE. Jedoch nur bis hinter den Odenbach um am Wald entlang das schöne Panorama auf den Eierberg zu genießen.

Blick auf Alendorf vom Eierberg aus

Der vielbeschriebene Hauch von Italien, Toskana der Eifel, steht auf den neuen Wegmarkierungen. Sie sollen die Orchidee auf weißem Grund ersetzen, die nach der Jahrtausendwende den angelegten Themenweg bezeichneten. Derzeit wird die Strecke erweitert, teilweise ist sie bereits neu beschildert. Wir gehen ab Esch auf schmalen Pfaden, was immer für Spaß sorgt, circa ein ½ hohes Gras, und stoßen dann am Ende des Wammebach auf den TE.

Eine gesponserte Blumenwiese vor Ripsdorf

Die seltene Fauna und Flora dieser Eifellandschaft mit ihren Kalktriften braucht eine Weile um Fotos zu schießen derweil man heute immer das richtige Licht sucht. Immerhin hier auf 500 Höhenmetern sind es in der Mittagszeit 25 Grad. Küchenschelle, Schlüsselblume, Orchideen wie Händelwurz oder Zweiblatt und der wildwachsende Deutsche Enzian sind hier zu finden.

Unsere Wanderroute bei besten Bedingungen

Der obere Abschnitt vom Lampertstal

Am Ende des Wammebachs geht es ins Lampertstal. Im Talgrund fällt nach einer Pause die Entscheidung links direkt über den Kalvarienberg zum Startpunkt oder rechts bis fast Ripsdorf. Wir entschließen uns für das Letztere und der leichte Anstieg auf die Höhe wird durch schöne Landschaftsbilder belohnt. Der Clou der Belohnung ist dann noch ein Eiscafé in Blankenheim.