Samstag, 3. Juli 2021

Alendorf.

 Ausschau nach wildblühenden Orchideen.

Eine von vielen Arten der Orchideen

Wo sollte das besser sein wenn nicht im Lampertstal, bzw. in der Wachholder Landschaft um Alendorf. Zahlreiche Wanderwege und Wanderpfade erschließen eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete der Region. Mit einer Fläche von 650 ha gehört es zu den größten Naturschutzgebieten Nordrhein-Westfalens.

Der Eierberg bei Alendorf

Karrenweise holten die Bauern früher den Wacholder von den Hängen. Zum Räuchern machte der den Schinken besonders aromatisch. Die Ägypter nutzten die blauen Beeren für Mundwasser, die Niederländer brauchen sie für ihren Genever und das deutsche Sauerkraut lässt sich damit immer noch verfeinern. Wacholderbüsche, die zur Familie der Zypressen gehören, prägen die Hügel und Hänge rund um Alendorf.

Berliner und Bergisch Gladbacher haben an der alten Kirche in Alendorf schon mal pausiert

Wir starten an der alten Kirche in Alendorf, die um das Jahr 1494 erbaut wurde. Die Gründe für den Bau einer zweiten, außerhalb des Ortes gelegenen Kirche sind nicht bekannt. Seitdem wurde die heutige Alte Kirche in den Sommermonaten als Pfarrkirche genutzt, und ihre Vorgängerkirche im Dorf als Pfarrkirche für die Wintermonate. In den frühen Morgenstunden steht der kleine braune Mini SUV direkt alleine an der Kapelle. Von dort aus geht es am Ende des Soldatenfriedhofes um den Eierberg in Richtung Esch. Hier benutzen wir überwiegend den Themenweg TE. Jedoch nur bis hinter den Odenbach um am Wald entlang das schöne Panorama auf den Eierberg zu genießen.

Blick auf Alendorf vom Eierberg aus

Der vielbeschriebene Hauch von Italien, Toskana der Eifel, steht auf den neuen Wegmarkierungen. Sie sollen die Orchidee auf weißem Grund ersetzen, die nach der Jahrtausendwende den angelegten Themenweg bezeichneten. Derzeit wird die Strecke erweitert, teilweise ist sie bereits neu beschildert. Wir gehen ab Esch auf schmalen Pfaden, was immer für Spaß sorgt, circa ein ½ hohes Gras, und stoßen dann am Ende des Wammebach auf den TE.

Eine gesponserte Blumenwiese vor Ripsdorf

Die seltene Fauna und Flora dieser Eifellandschaft mit ihren Kalktriften braucht eine Weile um Fotos zu schießen derweil man heute immer das richtige Licht sucht. Immerhin hier auf 500 Höhenmetern sind es in der Mittagszeit 25 Grad. Küchenschelle, Schlüsselblume, Orchideen wie Händelwurz oder Zweiblatt und der wildwachsende Deutsche Enzian sind hier zu finden.

Unsere Wanderroute bei besten Bedingungen

Der obere Abschnitt vom Lampertstal

Am Ende des Wammebachs geht es ins Lampertstal. Im Talgrund fällt nach einer Pause die Entscheidung links direkt über den Kalvarienberg zum Startpunkt oder rechts bis fast Ripsdorf. Wir entschließen uns für das Letztere und der leichte Anstieg auf die Höhe wird durch schöne Landschaftsbilder belohnt. Der Clou der Belohnung ist dann noch ein Eiscafé in Blankenheim.

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