Mittwoch, 25. Februar 2009

Berlin, eingeholt von der Technik

7.Tag
Leider, leider holt uns die Technik des Alltags wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Am Nachmittag ist der Rückflug schon morgens über SMS angedroht.
Was lag näher als in unmittelbarer Nähe der Gastgeber das Technik Museum zu besuchen. In der Kürze der Zeit schaffen wir die Abteilung Eisenbahn, Film und Foto, Schiffe und Flugzeuge. Das kann beim nächsten Regentag eines Berlin Besuchs eine Alternative sein, denn alles zu sehen war nicht möglich. In Verbindung mit unserer Tageskarte von der Darwin-Ausstellung eine billige Angelegenheit.
Gemütlich schlendern wir am Landwehrkanal entlang zur Wohnung, der Shuttleservice wollte es sich nicht nehmen lassen uns persönlich zu Flughafen zu bringen, oder war da die Angst zu groß, die beiden könnten den Aufenthalt verlängern? Na, wenn wir mit dem abgebildeten Fahrrad gekommen wären, hätte das schnell passieren können.
Das wir beide dann am Check In Schalter von Germanwings noch Rede und Antwort stehen zu Fragen, von einem Team des RBB, nach dem Service der Billigflieger einen Kommentar zum Besten geben, und das am Freitag in den morgendlichen News erscheinen soll, bzw. in der Berliner Morgenpost. De, Clipper, das werden wir dann wohl kontrollieren.
Hätte ja genauso die Begrüßung oder Verabschiedung des zig- millionsten Passagiers sein können. Pech gehabt, besten Dank an die Gastgeber und ich gehe recht in der Annahme das ist der 199. Blogger, dank Berliner Unterstützung.

Berlin, Bei den Lobbyisten.

6.Tag,Abend
Die guten Beziehungen der Neuberliner sind am Faschingsdienstag gefragt. Zur NRW-Landesvertretung die Lobbyisten unterstützen.
Die baltische Republik Estland feierte den 91. Geburtstag ihrer Republik. Na ja seit 1991 wieder unabhängig, und trotzdem noch in irgendeiner Weise abhängig. Wieso feiern die in der NRW-Landesvertretung war die Frage, vielleicht noch keine Botschaft in Berlin.
Der Nubbel hing von der Decke herunter und hat wohl auch mit Estland keine Verbindung.
Stehparty, Bruni hat das sehr gut gefallen. Fingerfood am Eingang, harte Drinks neben der Gardarobe, damit man schneller raus kann. Die estnischen Spezialitäten wurden an zwei Buffets serviert und waren verdammt lecker. Ab und zu ein Schwarzbier und köstlich amüsiert über die Frage einer Dame, was ist das für ein Brei. Da kam doch bei mir spontan die Idee, würde ich in Berlin wohnen, wäre eine Verkleidung als Pater sehr gut, langen Bart, seriös Aussehen, alle anquatschen und sich so auf den Events durchboxen. Immer wieder wurde serviert und nachgelegt. Bei einigen Getränken hatten wir auch zugelangt und leider war dann auch der Faschings Dienstag schon zu Ende.

Dienstag, 24. Februar 2009

Berlin, Reise zur Erkenntnis.

6.Tag
Privileg der individual Reisen nutzen, und vor den Neuberlinern die neue Ausstellung im Museum für Naturkunde, Reise zur Erkenntnis,

zum 200. Geburtstag von Charles Darwin ansehen. Gut zu Fuß die Friedrichstrasse entlang sind wir nach 60 Minuten im Norden Berlins.

Mit der U 6 wäre das wohl schneller gewesen, aber die Berliner Luft blieb trocken und die Geschäfte der Friedrichstrasse können sich sehen lassen.



Diese Sonderausstellung von der abenteuerlichen Weltumseglung mit ihrer Vielfalt von Objekten, Gesteine, Pflanzen, Tiere und Fossilien wird in Holzkisten und Fässern mit Fenstern präsentiert. Die Räumlichkeiten sind einer Schiffskulisse nachgebildet. Die Veröffentlichungen sind an Kordeln angebunden und auf Leinwand dokumentiert. Darwin hatte wohl eine Vorliebe für Ratten, denn diese sind an allen Orten der Crow um 1831 bis 1836 in den Häfen, bei der Umsegelung gesammelt worden. Heute würde mal wohl sagen ein moderner Messie war unterwegs. Das könnte man der Aussage entnehmen, bei all meinen Reisen habe ich aus bloßer Freude gearbeitet. Im zweiten Teil der Ausstellung erfährt der Besucher dann die biographischen Besonderheiten von Darwin, Studium abgebrochen, und schon immer gerne experimentiert. Die Evolution des Menschen, der Erde, der Dinos und Wildtiere haben wir dann noch zusätzlich in Augenschein genommen. Den Urknall im Treppenhaus des Museums sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn auch die Couch immer von Schulklassen besetzt ist.

Den Rückweg hatten wir dann über die Oranienburgerstrasse zum Alex genommen, um noch in den Genuss einer echten Currywurst zu kommen. Am späten Nachmittag erreichen wir an der Hundehütte vorbei die Lindenstrasse. Heute Abend geht’s noch in die NRW-Vertretung zum Fastnachtsfest der Regierung von Estland.

Montag, 23. Februar 2009

Berlin, Geschichten am Checkpoint Charlie

5.Tag
An allen Tagen geöffnet, das konnte man seit dem 13. August 1961 bis zum
09. November 1989 nicht behaupten. Privatreisen nach dem Ausland ohne Anliegen von Vorraussetzungen können gemacht werden. Dieser historische Satz von Günter Schabowski öffnete binnen weniger Stunden die Mauer. Die Dokumentation von Bau, Flucht, und dem Ideenreichtum der Fluchthelfer ist hier beeindruckend dargestellt. Hier am bekanntesten Grenzübergang zwischen West und Ost entstand im Oktober 1962 ein Museum von Rainer Hildebrandt. Der starke Besucheransturm trug dazu bei, das die Räumlichkeiten der 2 ½ Zimmerwohnung bald nicht mehr ausreichte. Montags, geöffnet und nach dem Motto da simme dabei war dieser Besuch längst überfällig. Die spektakuläre Flucht von 8 Personen mit einem selbstgebastelten Heißluftballon hatte uns stark beeindruckt. Den Film Mit dem Wind nach Westen, erlaubt im eigenen Kino eine Verschnaufpause, obwohl man das Happyend kennt ist er doch sehr spannend gestaltet.

Sonntag, 22. Februar 2009

Berlin Heijo, Berlin Heijo, Berlin Heijo

4.Tag
Diesen Schlachtruf muss man erst mal üben. Mich erinnert es eher an ein Lied, wir sind durch Deutschland gefahren, und dort als Refrain. Vom Spittelmarkt ab mit der U2 zum Wittenbergplatz und schon fängt auch der Berliner Zooch an. Das war mal wieder ein super Timing. Unweit des KADEWE positonieren wir uns. Einige wenige kostümierte und dazu noch Nieselregen, da ganze bei schlapp 2 Grad Plus, da hieß es warm anziehen. Wie man sieht ist in der Tauentzienstrasse zu Beginn noch nicht viel gebacken. Ein Artikel in der Berliner Morgenpost warnte davor, in Gruppen verkleidet auftreten könnte mit einer Einweisung in der Psychiatrischen Klinik der Carite enden. 85 Dezibel lauter darf es nicht werden am Sonntag um 11.44 Uhr mit 72 Festwagen in der City West. Der Nieselregen schreckte uns ab die Kostüme überzuziehen, aber die lautstarken Kamelle Rufe ließen einiges auf uns niederprasseln. Ganz nebenbei wurde dann spontan die Polonaise mit gemacht.

Nach 2 Stunden war der Spuk vorbei und jede Menge Sponsoring Bonbon vom alten Arbeitgeber in der Tragetasche. Die sogenannten Wagenengel hatten eine weiße Schirmmütze und eine rote Jacke mit dem TÜV Logo. Rot sind die Rosen die ich an dich verteile, so hatte ich das Lied auch noch nicht gehört.

500 000 Zuschauer trotzten dem Dauerregen und das Motto, in Berlin tanzt der Bär, wurde mit dem Lied, Ich hab drei Haare auf der Brust, stimmgewaltig präsentiert. Einige kurze zum Aufwärmen und die Taschen füllen sich zusehend mit Bonbon. Am Abend gings in Picola an der Ecke, weils bis dahin, wie Insider wissen nicht weit ist.

Samstag, 21. Februar 2009

Wintermärchen im Park Babelsberg

3.Tag
Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft, raus nach Babelsberg und in dem verschneiten Schlosspark
einen Spaziergang machen, schließlich war in
Brühl der Schnee weg. Die Havel sollte noch zugefroren sein, denkste, das war nicht der Fall. Einige wenige nutzen den Tag, so dass wir unsere Spuren im Schnee zurückverfolgen können. Na klar ist auch hier alles als Weltkulturerbe deklariert, aber die müssen sich schon sputen, den der Verfall aus DDR Zeiten ist sichtbar. Das Schloss mit gleichnamigem Park war über fünfzig Jahre Sommersitz von Wilhelm dem Ersten, und es könnte auch in England stehen, wegen der gestalteten Gotik. Nach einem Blick auf die Glienicker Brücke, mit ihrem historischen Hintergrund, Agentenbrücke, geht’s auf in die Stadt.
Die Einkaufsmeile in der beschaulichen Altstadt von Potsdam ist gut besucht. Das Ziel die Jägerstrasse mit einem Shop spezial für eine Neuberlinerin ist schnell gefunden, man war ja schließlich schon dreimal hier.
Die Rückfahrt über die Avus ist so schnell vorbei, da kommt die Idee auf, am Nachmittag zum Shopping im Alexa würde die Zeit noch reichen. Media Markt, Saturn und Galerie Kaufhof wurden besucht und Digitalkamerapreise verglichen. Noch ein Ducksteiner im Bahnhof Alexanderplatz und die Kaufentscheidungen sind erstmal zurückgestellt. Der Pizza Teich wird wohl mittlerweile die richtige Konsistenz haben, und so wird der Abend in der Zweitwohnung verbracht. Einen Terminplaner mit dem Text Et hätt noch immer jot jejange hat die Karnevalsumzüge in Berlin bis 20.02.2050 dokumentiert.

Freitag, 20. Februar 2009

Promis hautnah.

2.Tag
Ein Afterkopfweh Spaziergang in Richtung unter den Linden, führt uns am frühen Nachmittag zu Madame Tussauds das es nun auch seit 2008 in Berlin gibt. Trotz der stolzen Eintrittspreise ist hier unweit des Brandenburger Tores immer eine Schlange.

Mit dem Wissen das der zweite den Eintritt mit der ADAC Karte frei hat, war das für die
19 Euro immerhin noch der halbe Fugpreis aber es ist eine hervorragende Ausstellung.



Die vielen Promis aus Sport, Film und Politik werden immer wieder abgelichtet. Obama ist dort im Moment der Favorit. Eine Zeitreise durch die Geschichte fängt mit Bismarck an und hört bei Angie auf.



Hinter Glas und Gitter in Form eines Bunkers sitzt Hitler ist nun sicher vor Übergriffen geschützt, nachdem ihm mal der Kopf abgeschlagen wurde. Alle Figuren darf man berühren und es ist erstaunlich wie echt manche im Profil aussehen. Das wird doch gerne mal ein Foto geschossen was dann wirklich echt aussieht. Selbst Bruni entzieht sich nicht dem Blitzlichtgewitter.

Wo tanzt der Bär, in Kölle oder in Berlin

1.Tag
Auf in die Hauptstadt zum Karneval an der Spree. Nach dem Motto Fly high, pay low waren wir von Altweibern bis Aschermittwoch in Berlin. Das Angebot von Germanwings alle Passagiere in Kostüm bekommen ein Kölsch hatten wir dann doch nicht wahrgenommen. Um 19:11 Uhr geht’s los in der NRW-Landesvertretung, große Stehparty mit Programm. Der Bus
M 48 bringt uns dorthin und stößt schon an der Haltestelle auf Bewunderung. Ey wo kommt ihr denn her.
Das die Jungs dann noch einige Stationen mitfahren um genaueres zu erfahren war für die selbtverständlich, und uns hat es Freude bereitet.

Bunt kostümiert, so was ist hier selbst an Altweiber eher selten. Die Landesvertretung ist bunt geschmückt und Eintritt gibt’s nur im Kostüm. Singen, schunkeln und tanzen dazu noch ein leckeres Gaffel zum Preis von 1.50 Euro, do simme dabei. Textsichere Lieder werden dann mit kölschem Dialekt von uns zum Besten gegeben. Bis weit nach Mitternacht wird gefeiert, denn in der Hauptstadt kennt man keine Sperrstunde und die Busse fahren selbst um Mitternacht noch im 10 Minutentakt.
In der großen Halle steppt der Bär und die Sicherheitskräfte passen schön auf, dass man nicht in die Büros gelangt. Das ein oder andere Freibier von Berlinern, die sich wunderten dass wir aus Köln gekommen sind, und die Zeit verging im Fluge, da war selbst für uns Rentner die Stehparty eine Kleinigkeit.
Ein schöner Abend mit viel Spaß und Freude in der Diaspora des Karnevals. Die Gastgeber haben sich dem Kölner Brauchtum verschrieben und in ihrem Fundus Klamotten ausgekramt. Danke für die Einladung, die sich am Dienstag mit Karneval aus Estland in der NRW-Vertretung fortsetzt. Aus der Berliner Morgenpost ist dann zu erfahren, das am Zugweg Sonntag im Westen ein Heijo gerufen wird, das sich wohl aus Helau und Alaaf zusammensetzt. Das Gaffelhaus am Gendarmenmarkt werden wir dann nach dem Zooch besuchen.

Dienstag, 17. Februar 2009

Hundswetter, Wo ein Wille da ein Weg, Nieselregen was ist das?

Bei welchem Intervall der Scheibenwischer wird gewandert, oder das nächste Kaffee ausgesucht? Das war zuerst mal zu klären. Raus aus Brühl, Herbert hat das Sagen und der Parkplatz Am Mohrenbusch am Rande des Staatsforst Flamersheimer Wald in der Nähe der Steinbachtalsperre wurde angesteuert, jetzt konnte man noch überlegen, Schirm ja oder nein. Man spürte die vier Wanderer Herbert, Dieter, Norbert und Gerd wollten los egal wie sich das Wetter einstellt. Auf in Richtung Steinbachtalsperre.
Das verlockende Schild des Restaurants fand dann unsere Beachtung, ist doch montags auf. Leider erst ab 11:00 Uhr, macht nix kleine Runde um den See und den leichten Nieselregen abschütteln.
Sollen wir bei diesem Hundswetter hierbleiben oder die Runde erweitern? Aufwärmen einen Kaffee und schon hört der Regen auf. Die Talsperre wurde in den dreißiger Jahren als Brauchwasserreservoir für die Tuchindustrie im örtlichen Bereich angelegt. Im Sommer ein wunderschönes Freibad mit Naturwasser. Kurz entschlossen geht’s weiter über den Eifelvereinswanderweg zur Hardtburg.
Da ist doch einer dabei der diese Burg nicht kennt, und will diese Woche nach Mexiko fliegen. Der quadratische massive Turm trotze wohl allen Kriegen und ist nur im Winter frei zugänglich, da sich dort im Sommer etliche Vogelarten einnisten. Wir ersteigen im tiefsten Dunkel die Stufen und müssen uns leider mit bescheidener Fernsicht zu frieden geben. Die gewaltigen Mauerstärken sind schon beeindruckend.
Als ob ich es geahnt hätte, der Schokoladenlieferant für diesen Montag war nicht dabei, und so fand meine Lindt mit Chili reisenden Absatz.
Über die Pilgerwegroute erreichen wir Kirspenich mit einen weiteren Burganlage aus dem 13./14. Jahrhundert. Hier überragt ebenfalls der gigantische Turm die übrigen Gebäude. Die wehrhaften Nebengebäude sind bewohnt und alles in Privatbesitz, was uns trotz der Videoüberwachung nicht davon abhält die Anlage in Augenschein zu nehmen.
Kurz vor dem Ziel setzte mal wieder Nieselregen ein und die Kaffeetafel wurde dann in Heimerzhein eingenommen. Wer am Rosenmontag wandern will sollte sich mit den anderen absprechen, der Berichterstatter ist erst mal in Berlin und wird dann im März eine Route aussuchen. Allen schöne Karnevalstage und hoffentlich keine Erkältungen.

Dienstag, 10. Februar 2009

Große Wanderung, geologisches Highlight., Vulkanpark Nastberg.

Bei dieser Headline konnte nur einer das Sagen haben, Dieter, wir starten in Bad Tönisstein an der Fachklinik. Es ist ein Jammer, die ehemalige Suchtklinik scheint in den Dornrösschenschlaf zu fallen.
Noch sieht alles gepflegt aus, selbst Energiesparlampen sind montiert. Aber gähnende Leere. Der Wappenstein am Hauptportal erinnert an die herrschaftlichen Zeiten Kölner Kurfürsten.
Imposantes Tuffgebilde begleitet den Weg.
Fast Canyonartig hat sich hier im Laufe der Jahrtausende der Bach durch den erkalteten Aschestrom aus dem nahegelegen Laacher See ein Bett gegraben. Und das alles vor 13 000 Jahren. Pompeji, Krakatau, Mount St. Helens oder Pinatubo waren dagegen Pinauts. Auf unseren Wegen werden wir begleitet von Tuffasche die sich als weißes Leichentuch über die Landschaft erstreckt. An der Ruine des alten Klosters Tönisstein vorbei erreichten wir das Ende der Wolfsschlucht.
Wir überquerten die Landstrasse und dann ging’s bergan in Richtung Kell. Spätestens hier hätten die krank daheim gebliebenen nach Luft geschnappt. Gute Besserung.
Die ersten Vorlesungsstunden der Geodynamik wurden in einer Schutzhütte abgefragt. Zum Nastberg war es ein Katzensprung und wir wurden an hand der hervorragend dargestellten Exponate zu wahren Kennern des Vulkanismus.
Ein Blick bis zum Kraftwerk MÜK in der Rheinebene war die Belohnung durch den überaus vorbildlich gestalteten Vulkanweg.
Diesen Wanderweg hatte die Montagstruppe noch nicht auf dem Programm. Für die verhinderten Wanderer wird dann nächste Woche die Frage gestellt, warum ist auf dem Nastberg keine Asche von Maria Laach, obwohl das nur zwei Kilometer Luftlinie sind. Die Frage kann aber auch im Blogger unter Kommentar anonym beantwortet werden. Durch ein schönes Tal am Krayerhof vorbei traten wir den Rückweg an. An einem Aussichtspunkt konnten wir dann noch die Tuffhöhlen in der Nähe des Jägerheims aus der Ferne in Augenschein nehmen. Die Wanderung hatte Norbert so beeindruckt, dass dieser sich im Kaffee heimlich davon schlich und die Rechnung beglich. Das die Verkehrsnachrichten, die eh schon lauter gesendet werden, durch ein lautes W egschnarchen übertönt wurde hatte uns nur ein Lächeln abverlangt, schließlich war die Sitzstellung in der Position Liegesitz mit Heizung. Nächste Woche hat der Präses Herbert das sagen.

Sonntag, 8. Februar 2009

Feuer, Temperament, Leidenschaft, und das bei diesem Wetter.

Das konnte man am Sonntagnachmittag in der Hammfeldhalle in Neuss hautnah erleben. Zur Fanunterstützung der Latein Formation von unseren Tanzsportclub haben wir uns ein Turnier der Oberliga mit sieben gestarteten Mannschaften angesehen. Die Frage wer wird Erster hatte dann Brühl knapp vor Neuss für sich entschieden. Begeisternde Jugendliche, Väter und Mütter in T-Shirts mit der Aufschrift ihrer Kinder, ( bin Papa von Eric ), Fanblöcke in farbigem Outfit ,
und mittendrin eine kritische Beobachterin.
Nach 2 Stunden war dann bei der offenen Bewertung folgendes Resultat ersichtlich 1,1,2,1,3 , erstes Turnier in der Oberliga und erster Platz erreicht. Warum da jetzt eine 3 sich einfand war uns beiden nicht klar, wir haben uns da gefragt warum ging von diesem Wertungsrichter eine 1 an Neuss.
Reloaded zum richtigen Zeitpunkt. Man sah die neue Choreographie passt, und das Gesamtbild ist Topp, davon können sich einige Teams eine Scheibe abschneiden.

Dienstag, 3. Februar 2009

Hart aber Fair, Fernsehsendung oder Wanderthema.

Die Wetterprognose für den Montag sah im Rheinland nicht so gut aus. Den Anruf von Wolfgang, der heute das Sagen hatte, konnte ich kurz und knapp beantworten, wir kommen dich abholen. Basta. Somit war dem Wetter erst mal der Kampf angesagt. In strömenden Regen Richtung Einruhr. Wenn das mal gut geht. Leichte Bewölkung und so um die Null Grad war die richtige Temperatur den Seewanderweg zu bewältigen. Langsam warmlaufen. Die Sonne ließ sich immer öfter blicken und in der Mittagspause an der Staumauer war selbst draußen ein Picknick möglich. Ein Glück das der Hinweis auf dem Tisch mit Kreuzschlitzschrauben versenkt war, sonst hätten wir das Schild wo anders versenkt.

Sonne, windgeschützt, mit Bank und Tisch, Weitblick nach Burg Vogelsang, den Flachmann leeren, und dann steil an nach der Wüstung Wollseifen, eine Strecke die gute Kondition voraussetzte.

Dieser Weg ist im Sommer bekannt für die Fülle von blühendem Eifelgold, Ginster, mit Blick auf Vogelsang. Wenn wir dann doch das ein oder andere Mal auf verbotenen Wegen unterwegs waren, so nur um die Wüstung Wollseifen zu erreichen, weil einige noch nicht dort waren.

Ein totes Dorf, das von den britischen Streitkräften 1950 geräumt wurde und fortan den Belgiern als Truppenübungsplatz diente. Im Jahre 1946 wurden etwa 120 Familien innerhalb von 3 Wochen vertrieben und mussten das Dorf räumen. Die Kornernte konnte noch eingefahren werden, aber die Kartoffelernte musste schon mit Sondergenehmigung geerntet werden. Dabei hatte sich der Ort vom Nationalsozialismus durch den Bau der Burg Vogelsang, als Ausbildungsstätte für den Führernachwuchs zusätzliche Arbeitsplätze erhofft. Schwer bombardiert wurde die Dreiborner Höhe im zweiten Weltkrieg, und in 2001 noch der Häuserkampf für den Kosovo trainiert.
Seit 2005 ist nun alles für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine Vielzahl von Wanderwegen kreuzt sich hier oben. Die Kirche hat nun schon ein neues Dach. Sehr beeindruckend verlassen wir hier diesen toten Ort und überstimmen Wolfgang mit dem geplanten Rückweg. Weite Blicke über die Hochfläche und aufziehende dunkle Wolken im Rücken, haben dann doch noch dazu beigetragen, dass wir immerhin 4.5 Stunden unterwegs waren. Für die, krank Daheim gebliebenen wünschen wir gute Besserung, schöne Wegroute, die in der Sommerzeit, sprich Gingsterblüte, noch mal auf dem Programm stehen sollte. Nächste Woche wird uns Dieter das Rhein-Brohltal erläutern.

Sonntag, 1. Februar 2009

Finale, 6. Kochabend. Die Damen verwöhnen.

…….Wau, war das eine Kraftanstrengung, Finale, im Sport das Endspiel, für uns, erstmal der krönende Abschluss des Kurs. Von 16:00 Uhr an wurde geschält, geschnippelt, gehackt, gewürzt und Tischlein deck dich vorbereitet.

Ab 19:30 Uhr konnten wir dann unsere erlernten Kenntnisse den Damen präsentieren.

Marokkanischer Minztee :

1 Bund Minze, 1 El grüner Tee, 1 Msp. Safranfäden, 2 – 3 braune Würfelzucker


Damencocktail :
Roter Südafrikaner mit Orangensaft




Kichererbsensalat mit Minze:
Grüne Bohnen, Ingwer, Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, Pfeffer, Zucker, Kichererbsen, rote Zwiebeln, Tomaten, Minze, Sesamsaat.

Schwarzfederhuhn Suppe:

Afrikanisches Schwarzfederhuhn im Kochsud,



Bambu bebek:

Pfefferkörner, Koriander, Zimt, Salz, Zwiebeln, grüne Paprika, Chili, Galgantpulver, Zitronengras, Ingwer, Tamarindensaft, Lorbeerblatt, Zitronenblatt, Palmzucker, Cocktailtomaten, afrikanisches Schwarzfederhuhn.
Das Rezept ist schon mal im Blogger beschrieben worden.

Gewürzter Milchreis mit Orangensirup:

Kardamomkapseln, Milchreis, Milch, Vanilleschoten, Bittermandelaroma, Orangenblütenwasser, Gelatine, Pistazienkerne, Mandelstifte, frische Datteln, Bioorange, Schlagsahne, Zucker

Arabisches Mangodessert:

Mango, türkischer Sahnejoghurt, Zitrone, Honig, Vanillepulver, Safran, gehackte Pistazien

Ja, wenn wir Willi nicht hätten, der hatte im Vorfeld des Abends auf Grund eines Votums zur Menüfolge am Abschlussabend, spontan eine zweite Nachspeise zubereitet, Milchreis mit Orangensirup, lecker habe selbst zweimal zu geschlagen.
Das arabische Mangodessert fand auch reißenden Absatz.
Dass sich ein Damencocktail von Jürgen ebenfalls als Renner herausstellte hatte der wohl auch nicht erwartet. Die Erwartungen der Damen wurden wohl bestens erfüllt, es blieb nichts übrig, alles ratze putz weg, damit wir am Sonntag schönes Wetter haben.
Christine macht weiter mit uns im Oktober und es gab einige Mottovorschläge, was nach über 30 Veranstaltungen nicht so leicht sein dürfte. Danke für ihr Arrangement, den wenn man eine Umrechnung von ihren Stundensatz zu ihren Arbeitszeiten und Fahrten aufaddiert, dann sind wir gerade mal bei unter 10 Euro, wie bei den Gerichten, trotzdem hat Sie immer Zeit für uns und ihre Freude uns etwas zu vermitteln das schmeckt und spürt man.