Bei dieser Headline konnte nur einer das Sagen haben, Dieter, wir starten in Bad Tönisstein an der Fachklinik.
Es ist ein Jammer, die ehemalige Suchtklinik scheint in den Dornrösschenschlaf zu fallen.
Noch sieht alles gepflegt aus, selbst Energiesparlampen sind montiert. Aber gähnende Leere. Der Wappenstein am Hauptportal erinnert an die herrschaftlichen Zeiten Kölner Kurfürsten.
Imposantes Tuffgebilde begleitet den Weg.
Fast Canyonartig hat sich hier im Laufe der Jahrtausende der Bach durch den erkalteten Aschestrom aus dem nahegelegen Laacher See ein Bett gegraben. Und das alles vor 13 000 Jahren. Pompeji, Krakatau, Mount St. Helens oder Pinatubo waren dagegen Pinauts. Auf unseren Wegen werden wir begleitet von Tuffasche die sich als weißes Leichentuch über die Landschaft erstreckt. An der Ruine des alten Klosters Tönisstein vorbei erreichten wir das Ende der Wolfsschlucht.
Wir überquerten die Landstrasse und dann ging’s bergan in Richtung Kell. Spätestens hier hätten die krank daheim gebliebenen nach Luft geschnappt. Gute Besserung.
Die ersten Vorlesungsstunden der Geodynamik wurden in einer Schutzhütte abgefragt. Zum Nastberg war es ein Katzensprung und wir wurden an hand der hervorragend dargestellten
Exponate zu wahren Kennern des Vulkanismus.
Ein Blick bis zum Kraftwerk MÜK in der Rheinebene war die Belohnung durch den überaus vorbildlich gestalteten Vulkanweg.
Diesen Wanderweg hatte die Montagstruppe noch nicht auf dem Programm. Für die verhinderten Wanderer wird dann nächste Woche die Frage gestellt, warum ist auf dem Nastberg keine Asche von Maria Laach, obwohl das nur zwei Kilometer Luftlinie sind. Die Frage kann aber auch im Blogger unter Kommentar anonym beantwortet werden. Durch ein schönes Tal am Krayerhof vorbei traten wir den Rückweg an. An einem Aussichtspunkt konnten wir dann noch die Tuffhöhlen in der Nähe des Jägerheims aus der Ferne in Augenschein nehmen. Die Wanderung hatte Norbert so beeindruckt, dass dieser sich im Kaffee heimlich davon schlich und die Rechnung beglich. Das die Verkehrsnachrichten, die eh schon lauter gesendet werden, durch ein lautes W egschnarchen übertönt wurde hatte uns nur ein Lächeln abverlangt, schließlich war die Sitzstellung in der Position Liegesitz mit Heizung. Nächste Woche hat der Präses Herbert das sagen.
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