Wandertour:
2013_06
Wanderführer:
Gerd
Bei der Pfeilmarkierung wurde eine Schneehöhenmessung vorgenommen.
Wanderkarte:
Wanderkarte N.11 Oberes Ahrtal, Wanderparadies
Ahrsteig von Blankenheim bis Sinzig.
Region:
Region
Hocheifel, Nürburgring.
Länge: 18,61 km
Gehzeit
brutto
5 Std. 40
min.
WDG: 4,2 km/h
Wegmarkierung: blauweiß Ahrsteig, Nr.2 und 3
Wegbeschaffenheit: steile Böschungen, schmale und
breite feste Wege.
Anspruch: anspruchsvoll, gute Kondition, Tiefschnee.
Wetter: bedeckt. Schneefall den ganzen Tag
Steigung: von 270 auf 427m
Sehenswertes:
schroffe Felswände. Startpunkt
Streitenau.
Um die Antriebslosigkeit bei diesem trüben
Wetter zu verdrängen gab es für die beiden Wanderer Norbert und Gerd, erst mal
einen Kaffee bei Klapperich in Antweiler. Die Zeitungen sprechen von
Winterdepressionen, zu wenig Sonne in den kalendarischen Wintermonaten. Doch
Bewegung im Freien, selbst bei bedecktem Himmel verschafft genug Licht zur
Serotonin Produktionen im Körper.
Derweil auch noch der Schneefall über den
ganzen Tag in trockener Form, entgegen landläufiger Meinung fällt, verwandelt
die weiße Pracht die Landschaft.
Tiefschnee nur zu bewältigen mit gutem
Schuhwerk oder Speiks, so präsentiert sich der Anstieg. Steile Hänge links und
rechts des Weges, mit vorprogrammierter Rutschgefahr.
An der Kreuzung L73-L74 geht’s los. Ein knackiger Anstieg über Streitenau, hoch über dem Ahrtal
führt die Route zunächst über Felspassagen und entlang schroffer Sandsteinwände
der Schulder Hardt, die Bezeichnung der steilen Hänge, bis zum Bubenley. Die
steile Felswand entstand durch das Einschneiden der Ahr in die hier flach
geneigte Schichtenfolge. Im unteren Bereich sind Schichten aus feinem Sandstein
aufgeschlossen. Zwischen den hellbraunen Sandsteinbänken treten dünne graue
Lagen von Ton Stein auf, die nicht so fest sind wie die Sandsteine und daher
als feine Bruchstücke aus den Lagen herausrieseln. Für uns rieselt immer noch
der Schnee.
Viel Augenmerk auf die Strecke sich
trittsicher vorwärts bewegend wurde das idyllische Örtchen Schuld erreicht. Das beeindruckende Felsmassiv Spieler Ley lassen wir
links liegen und durch Wälder und Wiesen, erreichten wir Insul.
Die Ahrsteig Routen sind als Streckenwanderungen
ausgewiesen und durch die logistischen Planungen konnte mangels Masse kein
zweites Fahrzeug eingeplant werden. Somit begann für den Rückweg ein
beschwerlicher Anstieg nach Winnerath entlang des Atzenbachs. War morgens der
Tourleiter vorweg, kehrte sich das am Nachmittag um, es gab halt viel zu
fotografieren,besonders die Schneehöhe.
Schon gut wenn man im Spurschatten durch den
Tiefschnee wandern kann. Als kleines Beispiel zur Vermessung der Schneedecke
musste die Thermoskanne herhalten. Am Ortsrand von Winnerath, wo im Herbst noch
eine reichliche Parasol Ernte stattfand gelangten wir auf dem Wanderweg Nr3
zurück nach Streitenau. Insul bis Kreuzberg wäre die nächste Etappe, da muss
für eine Strecke mit 17,8 km gerechnet werden, die hatten wir heute nicht ganz
erreicht. Mal sehen wie das mit den örtlichen Verkehrsangeboten zu bewältigen
ist. Die Planungen sind im Gange.