Sonntag, 8. Juli 2012

Margarethenhöhe.


Der letzte Rest , auf zum Stenzelberg.

Ein Beitrag von Norbert, aus technischen Gründen eine Woche später.

Während der Eine an der Nordsee , der Andere in den Dolomiten wandert und ein Dritter die Donau in Richtung Budapest hochschippert, starten die einzigen noch Heimattreuen, von der Margarethenhöhe aus zu einer geologischen Erkundung des Stenzelberg.

Zwar zeigt sich die Sonne nicht, aber selbst bei grauem Himmel ist das Siebengebirge urromantisch. Die Wanderwege sind gut begehbar und perfekt ausgezeichnet. Alter Baumbestand prägt das vulkanische Landschaftsbild. Vorbei an einem Wiesengrundstück erhaschen wir einen Blick auf den Großen Ölberg und in der Ferne ist schon Heisterbach zu sehen.

Vorbei am Einkehrhaus, das zu unserer Freude montags geöffnet hat, folgt nun der Anstieg zum Stenzelberg.
Der Stenzelberg ist ein 287 Meter hoher Berg im Siebengebirge. Geologisch handelt es sich beim Stenzelberg um eine Quellkuppe aus vulkanischem Gestein Latit,  wobei das aufsteigende Magma die Erdoberfläche nicht erreichte, sondern im umgebenden Deckgestein aus Tuff stecken blieb. Durch Erosion wurde der weiche Tuff später abgetragen und das härtere Latit freigelegt.


Der Stenzelberg wurde seit dem 11.Jahrhundert als Steinbruch für Quarz- Latit genutzt.
Das Gestein wurde für die Propsteikirche in Oberpleis, die Nikolauskapelle in Heisterbacherrott und das Bonner Münster genutzt, später auch für die Kirchen in Nieder-, Oberdollendorf und Asbach.
Dieter wanderte mit mir dann durch den Umlauf, den man ohne zu übertreiben als spektakulär und wildromantisch bezeichnen kann. Ja, ein echtes Schmankerl !!
Nach der anstrengenden Besichtigung hatten wir uns dann einen Kaffee im Einkehrhaus gegönnt und per SMS Kontakt mit unseren Fernwanderern aufgenommen. Die Mittagspause verbrachten wir dann an der Burgruine Rosenau von der leider nur noch Reste der Grundmauern erhalten sind.
Die Witwe Agnes von Rosenau verkaufte die Burg an das Kloster Heisterbach. Im Vertrag wurde dem Kloster ausdrücklich das Recht auf Zerstörung zugesichert.
Die Steine wurden vermutlich wiederverwendet und kamen als Baumaterial an dem Klostergebäude zum Einsatz.



Nun ging es abwärts am Froschberg vorbei, querten dann die L331 zum Zinnhöckchen hoch, vorbei an der Jungfernhardt, wo noch ein alter Trachyt Steinbruch zu besichtigen war, wieder zum Ausgangspunkt Margarethenhöhe. Kaum hatten wir die Wanderschuhe ausgezogen fing es an zu regnen. Glück, wie so oft bei den Montagswanderungen.
Zum Abschluss noch Kaffee und Kuchen in Dieters Stammkaffee. Ein rundum schöner und interessanter Wandertag war zu Ende.


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