Der
letzte Rest , auf zum Stenzelberg.
Ein
Beitrag von Norbert, aus technischen Gründen eine Woche später.
Während
der Eine an der Nordsee , der Andere in den Dolomiten wandert und ein Dritter
die Donau in Richtung Budapest hochschippert, starten die einzigen noch
Heimattreuen, von der Margarethenhöhe aus zu einer geologischen Erkundung des
Stenzelberg.
Zwar
zeigt sich die Sonne nicht, aber selbst bei grauem Himmel ist das Siebengebirge
urromantisch. Die Wanderwege sind gut begehbar und perfekt ausgezeichnet. Alter
Baumbestand prägt das vulkanische Landschaftsbild. Vorbei an einem
Wiesengrundstück erhaschen wir einen Blick auf den Großen Ölberg und in der
Ferne ist schon Heisterbach zu sehen.
Vorbei
am Einkehrhaus, das zu unserer Freude montags geöffnet hat, folgt nun der
Anstieg zum Stenzelberg.
Der
Stenzelberg ist ein 287 Meter hoher Berg im Siebengebirge. Geologisch handelt
es sich beim Stenzelberg um eine Quellkuppe aus vulkanischem Gestein Latit, wobei das aufsteigende Magma die
Erdoberfläche nicht erreichte, sondern im umgebenden Deckgestein aus Tuff
stecken blieb. Durch Erosion wurde der weiche Tuff später abgetragen und das
härtere Latit freigelegt.
Der
Stenzelberg wurde seit dem 11.Jahrhundert als Steinbruch für Quarz- Latit
genutzt.
Das
Gestein wurde für die Propsteikirche in Oberpleis, die Nikolauskapelle in
Heisterbacherrott und das Bonner Münster genutzt, später auch für die Kirchen
in Nieder-, Oberdollendorf und Asbach.
Dieter
wanderte mit mir dann durch den Umlauf, den man ohne zu übertreiben als
spektakulär und wildromantisch bezeichnen kann. Ja, ein echtes Schmankerl !!
Nach
der anstrengenden Besichtigung hatten wir uns dann einen Kaffee im Einkehrhaus
gegönnt und per SMS Kontakt mit unseren Fernwanderern aufgenommen. Die
Mittagspause verbrachten wir dann an der Burgruine Rosenau von der leider nur
noch Reste der Grundmauern erhalten sind.
Die
Witwe Agnes von Rosenau verkaufte die Burg an das Kloster Heisterbach. Im
Vertrag wurde dem Kloster ausdrücklich das Recht auf Zerstörung zugesichert.
Die
Steine wurden vermutlich wiederverwendet und kamen als Baumaterial an dem
Klostergebäude zum Einsatz.
Nun
ging es abwärts am Froschberg vorbei, querten dann die L331 zum Zinnhöckchen
hoch, vorbei an der Jungfernhardt, wo noch ein alter Trachyt Steinbruch zu
besichtigen war, wieder zum Ausgangspunkt Margarethenhöhe. Kaum hatten wir die
Wanderschuhe ausgezogen fing es an zu regnen. Glück, wie so oft bei den
Montagswanderungen.
Zum
Abschluss noch Kaffee und Kuchen in Dieters Stammkaffee. Ein rundum schöner und
interessanter Wandertag war zu Ende.

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