Rund um den Müggelturm.
Im letzten
Jahr auf der Anfahrt per Bus nach Köpenick, zur Vorstellung im Rathausinnenhof,
Der Hauptmann von Köpenick, entdeckt und heute besucht. In Schöneweide befindet
sich das einzige noch weitgehend erhaltene ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager.
Während des Zweiten Weltkriegs gehörte es zu den mehr als 3.000 über das
Stadtgebiet verteilten Sammelunterkünften für Zwangsarbeiter. Die
Dauerausstellung Alltag Zwangsarbeit 1938-1945 informiert über das System Zwangsarbeit,
und dies mitten in der Stadt.
Ein Multi Media
Guide führt durch die Dauerausstellungen, das ehemalige Lagergelände und die
Nachbarschaft. Er ist in vielen Sprachen verfügbar. Eindrucksvolle Exponate
dokumentieren den damaligen Zeitverlauf.
Unsere Zeit
in Berlin wird knapp und so geht es ab zum Müggelturm. Carl Spindler, der
Eigentümer einer Köpenicker Wäscherei ließ um 1880 auf dem kleinen Müggelberg
einen 10 Meter hohen hölzernen Aussichtsturm errichten.
Wegen der
geringen Größe konnte man aber nicht weit in die Ferne schauen. 1889 ließ
Spindler den Turm erweitern, er wurde mit einer Höhe von 27 Metern am
Ostersonntag 1890 eröffnet. Turm und Restaurant entwickelten sich schnell zu
einem beliebten Ausflugsziel. 50 km Weitsicht über die Wald- und Seenlandschaft
der Region bis hin zur Stadtsilhouette von Berlin.
Am Nachmittag
des 19. Mai 1958 brannte der hölzerne Turm vollständig ab. Am 6. Oktober 1959 war die Grundsteinlegung für einen Neubau und am 20.
August 1960 feierte man Richtfest und die Eröffnung fand in der Silvesternacht
1961 statt.
Der 29,61
Meter hohe Turm hat neun Geschosse mit Panoramafenstern und eine Plattform, die
über 126 Stufen erreichbar ist. Der Gastronomiebereich ist neu und gut für eine
Pause.
Vorher hatten
wir den höchsten natürlichen Berg Berlins bestiegen. Auf dem Rückweg den
Teufelssee umrundet und die mit EU-Fördermitteln angelegten
Freizeitmöglichkeiten begutachtet.
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