Freitag, 4. August 2017

Köpenick.

Rund um den Müggelturm.
 
Im letzten Jahr auf der Anfahrt per Bus nach Köpenick, zur Vorstellung im Rathausinnenhof, Der Hauptmann von Köpenick, entdeckt und heute besucht. In Schöneweide befindet sich das einzige noch weitgehend erhaltene ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte es zu den mehr als 3.000 über das Stadtgebiet verteilten Sammelunterkünften für Zwangsarbeiter. Die Dauerausstellung Alltag Zwangsarbeit 1938-1945 informiert über das System Zwangsarbeit, und dies mitten in der Stadt.
Ein Multi Media Guide führt durch die Dauerausstellungen, das ehemalige Lagergelände und die Nachbarschaft. Er ist in vielen Sprachen verfügbar. Eindrucksvolle Exponate dokumentieren den damaligen Zeitverlauf.
Unsere Zeit in Berlin wird knapp und so geht es ab zum Müggelturm. Carl Spindler, der Eigentümer einer Köpenicker Wäscherei ließ um 1880 auf dem kleinen Müggelberg einen 10 Meter hohen hölzernen Aussichtsturm errichten.
Wegen der geringen Größe konnte man aber nicht weit in die Ferne schauen. 1889 ließ Spindler den Turm erweitern, er wurde mit einer Höhe von 27 Metern am Ostersonntag 1890 eröffnet. Turm und Restaurant entwickelten sich schnell zu einem beliebten Ausflugsziel. 50 km Weitsicht über die Wald- und Seenlandschaft der Region bis hin zur Stadtsilhouette von Berlin.
Am Nachmittag des 19. Mai 1958 brannte der hölzerne Turm vollständig ab. Am 6. Oktober 1959 war die Grundsteinlegung für einen Neubau und am 20. August 1960 feierte man Richtfest und die Eröffnung fand in der Silvesternacht 1961 statt.
Der 29,61 Meter hohe Turm hat neun Geschosse mit Panoramafenstern und eine Plattform, die über 126 Stufen erreichbar ist. Der Gastronomiebereich ist neu und gut für eine Pause.


Vorher hatten wir den höchsten natürlichen Berg Berlins bestiegen. Auf dem Rückweg den Teufelssee umrundet und die mit EU-Fördermitteln angelegten Freizeitmöglichkeiten begutachtet. 

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