Vom Rurtal in den Badewald.
Wandervorschlag der Kölnischen
Rundschau.
Wanderleitung: Gerd, Herbert.
Einer liest
den Artikel, der andere geht mit.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.2 neue
Wegzeichen
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 15,0 km 04:17 h, 415 hm.
Streckenführung: Weg Nummer 67,77,48,68,30,
Eifelverein.
Anspruch: mittel.
Wetter: bedeckt,
16,4 Grad C Mittag Sonne, 21,0 Grad C.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, trocken
Startpunkt der Tour ist
direkt am Kaffee Hallmann in Abenden. Den Rundschau Artikel lesen und schon
geht es steil an über Treppen durch den Badewald.
Der Badewald ist nicht
etwa ein geheimer Badeweiher inmitten dichter Bäume. Badewald heißt ein
Waldgebiet zwischen den beiden Nideggener Stadtteilen Abenden, sprich:
Ah-Benden, und Berg. Wahrscheinlich geht der Name Badewald auf einen
niedergegangenen Ort namens Badua zurück.
Die Wetteraussichten
waren nicht so rosig leichter Feuchteniederschlag lag in der Luft. Die
Streckenführung in das Isimutstal kann man sich sparen, da man letztendlich
fast wieder in Abenden ankommt. In Bezug auf den Zeitungsartikel ist man in
geschichtlichen Gefilden.
Caesar hat in seinem
Bericht über den gallischen Krieg das römische Winterlager castellum Aduatucam
erwähnt, dass in der Nähe einer keltischen Fliehburg namens Aduatuca gelegen
haben soll. Die Lage dieser Festung legt er fest mit mitten im Eburonenland.
Schon lange suchen Heimatforscher
nach diesem historischen Ort. Insgesamt 40 Möglichkeiten hat man gefunden,
neben Tongeren, Moresnet und Krewinkel in Belgien auch das Aachener und Dürener
Land. Favorisiert wird besonders das Gebiet des Badewaldes mit mehreren Orten
zwischen Nideggen und Vlatten.
Die der Abzweigung zum
Rosstals ist man fast unmittelbar am Ortsrand von Abenden und durch das
langgezogene Tal hat man unmerklich wieder die 300 Höhenmetermarke geknackt.
Die K 48 überqueren und vor dem Forsthaus Bade, in ein Stück des alten
Badewaldes eintauchen. Bodenvertiefungen berichten von der Jahrhunderte langen
Nutzung als Erzabbaugebiet.
Danach geht es hinab ins
Rurtal, das wir am Fuße Hausen und Blens erreichen.
Die Buntsandsteinfelsen
werden sichtbar und die Sonne ebenfalls, so sind schöne Ansichten für die
beiden Wanderer präsent. Bis vor wenigen Jahren tummelten sich hier Bergsteiger
und Kletterer; heute ist das Gebiet eines der am strengsten geschützten Biotope
der Eifel. Wegen des Anflugs der horstenden Greifvögel ist an der Rurtalstraße
in diesem Abschnitt die Geschwindigkeit eingeschränkt. Diese erzwungene
Rücksichtnahme der Autofahrer wird sogar durch eine Radarkamera überwacht, in
beide Richtungen.
Auf der linken Seite der
Rur folgen wir im Tal zunächst aufwärts. Mit dem Aufstieg zur Höhe ändern wir
aber dann unmerklich die Richtung und begleiten den Fluss ab der schön
gelegenen Schutzhütte mit herrlichem Ausblick nun in Richtung seiner Mündung.
Viele Historiker haben
sich in der Vergangenheit mit den auffälligen Funden im Badewald beschäftigt,
aber noch sind seine Geheimnisse nicht völlig gelöst.
Auch wir konnten dieses
Geheimnis nicht lüften, aber dennoch lohnt sich eine Wanderung in den Badewald,
ein schöner Mischwald mit Birken, Kirschbäumen und steinalten Buchen.
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