Montag, 23. Oktober 2017

Brück.

Rund um Schmidt, Kirche St.Mokka.

Es gibt doch gar keinen heiligen Mokka. So soll sich jemand beim Erzbischof in Köln beschwert haben. Nach aufwendiger Suche nach dem Heiligen Schutzpatron der Schmidter Kirche, die verständlicher Weise nicht erfolgreich war, musste sich der gute Mann an höchster Stelle melden. So wird es erzählt, die Geschichte ist äußerst amüsant. Natürlich gibt es nicht wirklich einen heiligen Mokka, aber dafür einen heiligen Hubertus, denn so heißt die Kirche in Schmidt im Nationalpark Eifel in Wirklichkeit.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.2 Rureifel im Deutsch - Belgischen Naturpark Hohes Venn.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter:  19,5 km 05:28 h, 444 hm.
Streckenführung: Weg Nr.25, 90, kreuz und quer in Schmidt, 19, 40.
Anspruch: schwierig.
Wetter: 10,1 Grad C mittags, Sonne bedeckt.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, schmale Pfade, Panorama Sicht.
Startpunkt der Tour ist der Bahnhof der Rurtalbahn in Brück. Bei den Wanderungen in diesem Gebiet ist der Hupton eines Schienenfahrzeugs mit einem Wagen ein markanter Klang in den Bergen und Tälern, halbstündlich, zwischen Düren und Heimbach. Unser Weg geht es mal entlang der Rur und dann im Bachtal der Kall weiter bis Schmidt. Reichlich nummeriert ist der Weg, unter anderem auch als Heinrich Böll Weg passend zum 100. Geburtstag, die Bezeichnung Eifelverein ist dagegen nicht zu finden.
Hier auf der Höhe sind wir froh für einen Platz im Windschatten an der hiesigen Sportanlage, dafür machen wir einen kleinen Schwenker. Wir unterqueren die L 246 und die Kirchturmspitze ist im Visier. Im Jahr 1945, der Krieg war zu Ende und die Menschen hier standen vor dem Nichts. Zwischen 1946 und 1953 entstand so aus der Not heraus die sogenannte Kaffeefront. Kaffeefront bedeutete der wohl größte Kaffeeschmuggel zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland nach dem Krieg und man spricht von über 1.000 Tonnen geschmuggeltem Kaffee in dieser Zeit. In der Eifelregion florierte der Schmuggel besonders und man muss wissen, dass der Ort Schmidt nur ca. 17 Km von Belgien entfernt lag. Der Kaffeeschmuggel endete, nachdem am 24. August 1953 die Kaffeesteuer von zuletzt 10 DM/kg drastisch auf 4 DM/kg gesenkt wurde.
Die L 218 ebenfalls als gelbe Straßenmarkierung in der Karte sorgte für etwas Verwirrung, Ziel war es immer diese Straße links zu lassen. Auf diese Art und Weise kommen wir zu einem phantastischen Panorama Blick auf die Rurtalsperre.
Aber auch ebenso wieder an den Ortsrand von Schmidt, und eine gewollte Abkürzung wurde durch einen doppelt eingezäunten Wildpark wiederum zur Umleitung. So konnten wir die auflockernde Bewölkung genießen in der Gewissheit gleich geht es nur noch bergab.

In Höhe Zerkall in der Nähe einer Infotafel wird die Wandergruppe mit eine La Ola Welle von einer Pilgergruppe begrüßt. Nach dem Halbmarathon eine Wohltat für die Seele und bei Hallmann eine gesponserte Kaffeetafel, danke Herbert das war mal wieder eine Tour die im Gedächtnis bleibt.

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