Rund um Schmidt, Kirche St.Mokka.
Es gibt doch gar keinen
heiligen Mokka. So soll sich jemand beim Erzbischof in Köln beschwert haben.
Nach aufwendiger Suche nach dem Heiligen Schutzpatron der Schmidter Kirche, die
verständlicher Weise nicht erfolgreich war, musste sich der gute Mann an
höchster Stelle melden. So wird es erzählt, die Geschichte ist äußerst amüsant.
Natürlich gibt es nicht wirklich einen heiligen Mokka, aber dafür einen
heiligen Hubertus, denn so heißt die Kirche in Schmidt im Nationalpark Eifel in
Wirklichkeit.
Wanderleitung: Herbert.
Wanderkarte: Eifelverein Karte Nr.2 Rureifel
im Deutsch - Belgischen Naturpark Hohes Venn.
Wanderkilometer, Zeit und Höhenmeter: 19,5 km 05:28 h, 444 hm.
Streckenführung: Weg Nr.25, 90, kreuz und quer in
Schmidt, 19, 40.
Anspruch: schwierig.
Wetter: 10,1 Grad
C mittags, Sonne bedeckt.
Wegcharakter: befestigte Waldwege, schmale Pfade, Panorama Sicht.
Startpunkt der Tour ist der
Bahnhof der Rurtalbahn in Brück. Bei den Wanderungen in diesem Gebiet ist der
Hupton eines Schienenfahrzeugs mit einem Wagen ein markanter Klang in den Bergen
und Tälern, halbstündlich, zwischen Düren und Heimbach. Unser Weg geht es mal
entlang der Rur und dann im Bachtal der Kall weiter bis Schmidt. Reichlich
nummeriert ist der Weg, unter anderem auch als Heinrich Böll Weg passend zum
100. Geburtstag, die Bezeichnung Eifelverein ist dagegen nicht zu finden.
Hier auf der Höhe sind
wir froh für einen Platz im Windschatten an der hiesigen Sportanlage, dafür
machen wir einen kleinen Schwenker. Wir unterqueren die L 246 und die
Kirchturmspitze ist im Visier. Im Jahr 1945, der Krieg war zu Ende und die
Menschen hier standen vor dem Nichts. Zwischen 1946 und 1953 entstand so aus
der Not heraus die sogenannte Kaffeefront. Kaffeefront bedeutete der wohl
größte Kaffeeschmuggel zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland nach
dem Krieg und man spricht von über 1.000 Tonnen geschmuggeltem Kaffee in dieser
Zeit. In der Eifelregion florierte der Schmuggel besonders und man muss wissen,
dass der Ort Schmidt nur ca. 17 Km von Belgien entfernt lag. Der Kaffeeschmuggel endete, nachdem am 24.
August 1953 die Kaffeesteuer von zuletzt 10 DM/kg drastisch auf 4 DM/kg gesenkt
wurde.
Die L 218 ebenfalls als
gelbe Straßenmarkierung in der Karte sorgte für etwas Verwirrung, Ziel war es
immer diese Straße links zu lassen. Auf diese Art und Weise kommen wir zu einem
phantastischen Panorama Blick auf die Rurtalsperre.
Aber auch ebenso wieder
an den Ortsrand von Schmidt, und eine gewollte Abkürzung wurde durch einen
doppelt eingezäunten Wildpark wiederum zur Umleitung. So konnten wir die
auflockernde Bewölkung genießen in der Gewissheit gleich geht es nur noch
bergab.
In Höhe Zerkall in der
Nähe einer Infotafel wird die Wandergruppe mit eine La Ola Welle von einer
Pilgergruppe begrüßt. Nach dem Halbmarathon eine Wohltat für die Seele und bei
Hallmann eine gesponserte Kaffeetafel, danke Herbert das war mal wieder eine
Tour die im Gedächtnis bleibt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen